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Surface Headphones im Test: Können sie mit Bose und Sony mithalten?

ANC-Funktion hinter Bose und Sony

Sowohl die Lautstärke als auch das Noice Canceling lassen sich stufenweise einstellen, sodass die Geräuschunterdrückung nicht nur an- und ausgeschaltet werden kann, sondern sich in 13 Stufen anpassen lässt. Das funktioniert gut und man hört den Unterschied merklich. Die Surface Headphones haben eine gute, aber nicht sehr gute Geräuschunterdrückung: Sie filtern hohe Frequenzen nicht ganz solide heraus, doch mit Windgeräuschen können sie gut umgehen. Auf mich persönlich hat die Funktion einen sauberen Eindruck gemacht, doch Kopfhörer von Bose oder Sony sind den Surface Headphones voraus.

Warmer Klang, aber kein aptX

Die Klangqualität der Surface Headphones war überraschend gut, auch ohne fortschrittliche Bluetooth-Audio-Codecs. Denn, das muss man wissen: Die Surface Headphones haben kein aptX oder AAC und sie unterstützen Bluetooth 4.2 statt der neuesten fünfer Version. Das hat mich stark verwundert und ist ein absoluter Minuspunkt, wenn man hochwertige Kopfhörer auf den Markt bringen will. Für den Test wurden die Surface Headphones im Soundlabor gemessen. Wie man auf den Kurven der Messversuche gut erkennen kann, sieht ein schöner Frequenzverlauf anders aus. Im vorderen Teil wird der Bass gemessen, danach kommen die Mitten und zum Schluss sind die Höhen erkennbar. Die tiefen Töne werden im Vergleich zu anderen Kopfhörern weniger kräftig und druckvoll wiedergegeben. Die oberen mitten klingen etwas dumpf. In den Höhen sind einige Peaks erkennbar, welche zu einer eher scharfen Wahrnehmung von bestimmten Tönen führen können. Subjektiv gesehen, ist der Klang warm und abgerundet und hört sich sehr räumlich an. Die Surface Headphones eignen sich also vor allem für basslastige Lieder und nicht für Songs mit viel Gesang.

Cortana oder Google?

Obwohl die Surface Headphones schon eine Weile auf dem Markt sind, findet man noch keine Cortana App im Google Play Store. Seit der frühsten Version hat sich dennoch viel getan bei der englischsprachigen APK, die man sich bei bevorzugter Cortananutzung zwangsläufig herunterladen muss. Ist die Anwendung installiert, kann man mit dem „Hey Cortana“-Befehl die Sprachassistentin aktivieren. Für Leute, die mit Microsofts Kalender, Outlook und sonstigen Diensten hantieren, ist die Cortana-Unterstützung bestimmt sinnvoll. Mittlerweile kann sie Befehle auch gut verarbeiten und ihre Ansagen klingt nicht mehr ganz so roboterhaft.

Es geht aber auch anders, denn wenn man lange auf ein Touchpanel tippt, wird der Standardassistent des Handys aktiviert. Das ist bei mir der Google Assistant und auch mit ihm funktioniert alles so wie es soll: Ich kann meine Termine abfragen, Wecker einstellen und mich nach dem Wetter erkundigen. Damit mich beide Sprachassistenten und generell auch Anrufer gut verstehen, hat Microsoft bei den Surface Headphones insgesamt acht Mikrofone verbaut. Meine Gesprächspartner haben mich immer wunderbar verstanden, sowohl in der ruhigen Wohnung als auch neben einer lauten Straße. Nur auf Bahnhöfen kommen die Kopfhörer nicht gut mit den hohen Frequenzen quietschender Züge zurecht.

Akkulaufzeit, ohje…

Die Surface Headphones werden vom Hersteller mit 15 Stunden Akkulaufzeit angegeben, doch können sie ihr Versprechen kaum halten. Sie halten meist nur 13 bis 14 Stunden durch und das ist, im Vergleich zu Bose oder Sony, verdammt wenig. Jedoch laden sie per beiliegendem USB-C-Kabel ziemlich schnell wieder auf. Lustiger Funfact am Rande: Obwohl die App noch nicht auf deutsch erhältlich ist, spricht Cortana bei jedem Anschalten der Kopfhörer auf deutsch zu einem. Dann zählt sie die verschiedenen verbundenen Geräte auf und wie viel Akkuladung noch verfügbar ist. Leider unterbricht das oft den Musik- oder Podcastfluss, denn verliert man einmal die Verbindung zu einem Gerät, beispielsweise dem Laptop, teilt sie das auch prompt mit. Nur leider pausiert das Medium dann nicht, wie so oft bei anderen Kopfhörern. Das heißt, man verpasst circa 5 Sekunden, weil Cortana einfach drüberlabert. Das stört mich, ehrlich gesagt, schon sehr!

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Vera Bauer

Ich bin 24 Jahre alt und wohne in der Nähe von Wolfsburg. Hier habe ich mich als Bloggerin und YouTuberin selbstständig gemacht. Technik begleitet mich durch meinen ganzen Alltag - studiert habe ich beispielsweise "Interactive Media Design", ein Studiengang, der Technik und Design miteinander verbindet. Auf meinem YouTube-Kanal nehme ich meine Zuschauer zu Techevents mit und stelle Geräte in kreativen Reviews vor :)

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