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Synology: Backupstrategien für Jedermann

Backups auf externen Datenträgern fristen die meiste Zeit ein trauriges Dasein in den tiefsten Ecken eines dunklen Schrankes – so viel steht fest. Wenn es aber mal hart auf hart kommt und dein NAS versagt, sind Sicherheitskopien Gold wert. Warte also nicht, bis deine Daten weg sind, sondern überlege dir bereits vorher eine zu dir passende Backupstrategie.

Mit der Disk Station hast du nämlich gleich mehrere Möglichkeiten, deine digitalen Schäfchen ins Trockene zu bringen. Wir zeigen dir in unserem Guide einige Wege für unterschiedliche Szenarien auf, sodass du noch heute deinen ersten Backup-Task starten kannst.

Die Qual der Wahl: Backupsoftware für alle Fälle

Öffne einfach das Webinterface deiner Disk Station und rufe das Paket-Zentrum auf. Je nach Modell hast du nun die Wahl zwischen Hyper Backup (Consumer-Bereich), Active Backup for Business (zielt eher auf das Business-Umfeld ab, wie der Name schon sagt) und Synology Drive. Genau betrachtet ist Letzteres eigentlich keine explizite Backup-Software, aber trotzdem lässt sich damit inklusive Versionsverlauf sichern. Für den regelmäßigen einfachen Backup empfehlen wir dir Hyper Backup.

Einfach und solide: Synology Hyper Backup

Wie wäre es mit einer Backup-App, die genau macht, was sie soll – nicht mehr und nicht weniger? Hyper Backup ist eine einfach zu bedienende Backup-Software, die du einfach über das Paket-Zentrum installieren kannst. Gehe aber auf Nummer sicher, dass du „Hyper Backup“ installierst und nicht den „Hyper Backup Vault“. Dieser dient nämlich nur dazu, dein NAS auf ein anderes NAS zu sichern. Sobald du das Paket öffnest, landest du direkt im Einrichtungs-Assistenten. Solltest du Hyper Backup bereits installiert haben, kannst du mit einem Klick auf das Plus-Icon links unten einen neuen Job hinzufügen.

Lege im ersten Schritt fest, wohin du deine Daten sichern möchtest. Das hängt jetzt in erster Linie von deinen persönlichen Vorgaben ab. Am einfachsten ist der Backup auf einen externen Datenträger, den du einfach per USB an dein NAS anschließt. Du kannst natürlich außerdem diverse Online-Dienste wie Dropbox oder Google Drive als Backupziel auswählen. Ein Backup außerhalb deiner eigenen vier Wände zu haben ist zwar toll, jedoch kann der Upload mitunter Wochen dauern – je nach Datenmenge und Upload-Geschwindigkeit. Darüber hinaus ist es auch möglich, mittels Rsync Kopien deiner Files auf einen Dateiserver zu schieben.

Wähle im nächsten Schritt den Ordner aus, in welchen du die Daten sichern möchtest, inklusive Verzeichnisname für diesen Backup-Job. Stelle dabei sicher, dass sich der Ordner auf dem externen Datenträger befindet.

Mit einem Klick auf „Weiter“ kommst du zur Auswahl deiner zu sichernden Elemente. Unten im Fenster hast du außerdem die Möglichkeit, einen Dateifilter zu erstellen. Mit diesem lassen sich zum Beispiel bestimmte Dateitypen oder -namen von der Sicherung ausschließen.

Nun folgt eine Auflistung all deiner installierten Apps, die du ebenfalls auf diesem Weg sichern kannst. Wähle einfach aus, was du benötigst oder klicke links oben in das leere Kästchen, um alle auszuwählen.

Bei manchen Paketen kannst du zu sichernde Daten detaillierter festlegen. Du erkennst die Möglichkeit an dem Editieren-Icon in der rechten Spalte. Gehe am besten zudem die Zusammenfassung eines jeden einzelnen Pakets durch, um sicherzugehen, dass alle relevanten Daten auch wirklich kopiert werden.

Ein Klick auf „Weiter“ bringt dich zum Zeitplan. Gib dem Backup-Job einen aussagekräftigen Namen und lege einen Sicherungszeitplan fest. Wähle dafür einen oder mehrere Wochentage sowie eine Uhrzeit. Stelle außerdem sicher, dass sowohl „Gesicherte Daten komprimieren“ als auch „Integritätsprüfplan aktivieren“ aktiv sind. Erstere Option hilft dir, Speicherplatz einzusparen, zweitere überprüft deine Backups regelmäßig auf Wiederherstellbarkeit. Du kannst zudem die Option „Externes Geräteziel entfernen, wenn Datensicherungsaufgabe erfolgreich abgeschlossen wurde“ aktivieren, um dich beispielsweise vor Ransomware-Attacken zu schützen. Ein Laufwerk, das nicht gemountet ist, kann auch nicht angegriffen werden. Für ein erneutes Backup musst du in diesem Fall das Gerät aber wieder manuell aus- und einstöpseln.

Jetzt wird es etwas spannender. Die Sicherungsrotation ermöglicht dir, alte oder nicht mehr genutzte Sicherungen zu entfernen, sodass Speicherplatz freigegeben wird. Außerdem werden von jeder veränderten Datei Versionen erstellt. Das hat den Vorteil, dass du zum Beispiel von einer versehentlich geänderten Datei wieder auf die letzte (oder eine länger zurückliegende) Version zurückkehren kannst. Wähle in diesem Fall „Smart Recycle“ und lege die Anzahl an Versionen fest, die du sichern möchtest. 256 als voreingestellter Wert war uns etwas zu üppig, sodass wir diesen auf 16 reduziert haben. Wie immer gilt aber: Passe die Einstellungen deinen Anforderungen an. Bestätige anschließend mit dem Übernehmen-Button. Im Anschluss kannst du gleich den Backupvorgang starten.

Im Übersichtsfenster kannst du den Fortschritt einsehen sowie weitere Statistiken zum Backup und dessen Datennutzung abrufen. Solltest du nun eine Wiederherstellung benötigen, kannst du diese links unten über den mittleren Button „Wiederherstellen“ einspielen.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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