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Synology: Backupstrategien für Jedermann

Ist eigentlich gar kein Backup, funktioniert aber trotzdem: Synology Drive

Nicht immer benötigst du für die sichere Aufbewahrung deiner Daten gleich eine umfassende Backupsoftware. Außerdem kann es vorkommen, dass du zum Beispiel gerade eine Datei gespeichert hast und gleich darauf deine Festplatte den Dienst quittiert. Das Backup läuft aber erst nachts. Blöd gelaufen? Nicht mit Synology Drive. Diese App ermöglicht dir, deine lokalen Datenbestände kontinuierlich mit deiner Disk Station zu synchronisieren. Sobald du eine Datei änderst oder speicherst, landet diese ebenfalls (zumindest in unserem Test) innerhalb von Sekundenbruchteilen auf dem NAS. Auf diese Weise kannst du sogar mehrere Endgeräte miteinander verknüpfen, sodass du auf allen Devices denselben Datenbestand hast.

Beginne wie immer im Paket-Zentrum. Installiere „Drive“ und bestätige die Installation von weiteren Paketen mit „Ja“. Jetzt kannst du entweder über das Webinterface auf dein Synology Drive zugreifen oder dieses per Synology Drive Admin-Konsole verwalten. Für die Nutzung auf dem Rechner benötigst du aber noch die entsprechende App. Du findest den Synology Drive Client im Downloadbereich von Synology. Wähle dein NAS-Modell aus, wähle den Reiter „Desktop-Dienstprogramme“ und klicke bei „Synology Drive Client“ auf den Download-Button. Nachfolgend kannst du außerdem noch dein Betriebssystem festlegen.

Installiere die App auf deinem Rechner und starte sie. Klicke im Einrichtungs-Assistenten auf den Button „Jetzt starten“ und melde dich darauf mit deinen Zugangsdaten sowie der IP-Adresse deines NAS an der Disk Station an. Bestätige den Hinweis zum fehlerhaften Zertifikat oder deaktiviere (sofern du innerhalb deines eigenen LANs bist) die SSL-Funktion.

Zugegeben, du kannst im nächsten Schritt sogar eine Datensicherungsaufgabe einrichten, die auch einwandfrei ihren Job erfüllt. Für das erwähnte Szenario benötigst du aber die Funktion „Synchronisierungsaufgabe“. Wähle im nächsten Schritt den oder die Ordner auf deinem PC, welche du kontinuierlich synchronisieren möchtest. Wenn du einen bereits vorhandenen Ordner auswählst, solltest du die Option „Leeren Ordner „SynologyDrive“ erstellen“ deaktivieren. Du kannst außerdem festlegen, wo deine Daten auf dem NAS liegen sollen. Deaktiviere außerdem die Funktion „Synchronisierung bei Bedarf“. Betätige den Fertig-Button, um die Konfiguration abzuschließen.

Glückwunsch, die Synchronisierung sollte nun bereits anlaufen. Die Kurzeinleitung kannst du rechts oben schließen – oder du liest sie dir durch. Bevor du nun wild Dateien synchronisierst, sind aber noch zwei Einstellungen essenziell. Navigiere in den Reiter „Globale Einstellungen“, wähle dort die Option „Lokal gelöschte Dateien werden vom NAS entfernt“ und klicke auf den Übernehmen-Button. Gehe weiter in den Bereich „Benachrichtigungen“ und entferne dort den Haken zu den Desktop-Benachrichtigungen. Es sei denn, du möchtest zu jeder einzelnen Datei über eine erfolgreiche Übertragung informiert werden.

Wie du bereits beim Einrichten gesehen hast, ist mit dieser App auch ein Backup möglich. Diesen kannst du über den Bereich „Datensicherungsaufgaben“ konfigurieren. Klicke auf den Button „Sicherungsaufgabe erstellen“ und melde dich auch hier wieder auf dem NAS an. Ist damit bereits eine Synchronisierungsaufgabe verknüpft, benötigst du hierfür nicht mal Zugangsdaten. Mit dem Weiter-Button kommst du zur Ordnerauswahl. Wähle die zu sichernden Ordner sowie, wenn gewünscht, das Backup-Ziel.

Unter „Sicherungsregeln“ kannst du beispielsweise bestimmte Dateitypen ausschließen oder auf die maximale Dateigröße festlegen. Klicke auf „Weiter“ und entscheide dich für Sicherungsmethode. Um der Backupfunktion am nächsten zu kommen, solltest du auf eine „geplante Datensicherung“ setzen. Im nächsten Fenster lassen sich diverse Einstellungen zum Zeitplan vornehmen. Außerdem solltest du an dieser Stelle die Option „Nicht beendete Aufgaben fortsetzen, wenn System wieder läuft“ aktivieren. Dadurch wird der Backup-Job nachgeholt, falls das System zum Sicherungszeitpunkt nicht aktiv war.

Ein letzter Klick auf „Weiter“ bringt dich zur Zusammenfassung und der Fertig-Button startet die Sicherung – mit einem weiteren OK von dir.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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