Betriebssysteme, Programme & Web

Synology: Mit Drive Sync Daten synchronisieren und sichern

Backups sind meist dann erst interessant, wenn man sie tatsächlich benötigt. Dass diese dann meistens gar nicht existieren oder veraltet sind, ist ein Fehler, den man nur einmal macht. Daten zu sichern war lange Zeit mit mühevoll erstellten, täglichen oder wöchentlichen Backups verbunden, meist auf Speichermedien, die es heute gar nicht mehr gibt. Die Cloud mit ihren diversen Anbietern von Online-Speichern geht bereits in eine richtige Richtung. Die eigene Cloud in Verbindung mit Synology Drive und einer automatisierten Backupstrategie setzt dem Ganzen noch eins drauf. Wie du von überall auf der Welt geräteunabhängig deine wertvollen Daten in Sicherheit und wieder Retour bringst, erfährst du in unserem Beitrag.

Synchronisierung versus Backup

Beide Aufgaben speichern deine Daten auf der DiskStation. Der große Unterschied liegt aber darin, dass per Backup nur eine Quelle und ein Ziel möglich sind: Dein Endgerät und dein NAS. Die Backupfunktion des Synology Drive Clients sichert nach einem von dir definierten Zeitplan periodisch deine ausgewählten Dateien und Ordner. Und im Notfall lassen sich auf diesem Weg deine Daten wieder auf dein Endgerät kopieren.

Die Synchronisierung funktioniert etwas anders. Mit der DiskStation als Synchronisierungsserver werden zwar auch dort die relevanten Daten gespeichert, jedoch nach Zeitplan oder direkt mit allen anderen verbundenen Clients synchronisiert. Das bedeutet, dass du ständig die aktuelle Version aller Dateien auf den definierten Geräten zur Verfügung hast. Da diese lokal gespeichert werden, benötigst du auf allen Endgeräten auch die gleiche Menge an Speicherplatz. Fügst du nun neue Dateien auf einem Gerät hinzu oder löscht etwas, passiert dies dank Synchronisierung ebenso auf allen anderen Geräten. Ist dieses nicht erreichbar, wird synchronisiert, sobald eine Internet- oder LAN-Verbindung besteht.

Synology Drive Server als Kernelement

Damit du loslegen kannst, benötigst du das Package „Synology Drive Server“ aus dem Paketzentrum. Öffne dieses im Webinterface deines NAS, navigiere zu „Alle Pakete“ und klicke auf den Installieren-Button beim entsprechenden Paket.

Möglicherweise wirst du hier aufgefordert, weitere Komponenten automatisch installieren zu lassen, wie zum Beispiel node.js. Bestätige dies einfach mit dem OK-Button. Solltest du die Firewall auf deiner DiskStation aktiviert haben, wirst du außerdem gefragt, ob eine Ausnahme hinzugefügt werden soll. Segne auch diese Meldung mit einem OK ab.

Außerdem solltest du, bevor du dich auf die Client-Seite stürzt prüfen, ob die gewünschten Benutzer die Erlaubnis haben, Synology Drive überhaupt zu nutzen. Öffne die Systemsteuerung, wechsle in den Reiter „Benutzer“ und doppelklicke den jeweiligen Benutzer, um auf dessen Einstellungsseite zu landen. Im Bereich „Applikationen“ findest du eine Liste aller installierten Anwendungen. Setze einen Haken bei „Synology Drive“ in der Spalte „Zulassen“ und klicke auf den OK-Button.

Hast du die Berechtigungen erteilt, kannst du dich der Installation des Synology Drive Client auf deinen Endgeräten widmen. Du findest ihn im Synology Download-Zentrum, nachdem du Produktkategorie (im Regelfall NAS) und Modell ausgewählt hast, unter der Rubrik Desktop-Dienstprogramme.

1 2 3Nächste Seite

Was denkst du über das Thema? Hier geht es zu den Kommentaren!

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"