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Synology NAS – Externer Zugriff über eigene Domain

Netzwerkspeicher (NAS) werden zunehmend beliebter, weil sie eine komfortable und sichere Möglichkeit schaffen, Daten zu speichern und zu verwalten. Besonders alltagspraktisch ist der Umstand, dass man auch von unterwegs darauf zugreifen kann, wenn man sich zum Beispiel seine Musik oder einen gespeicherten Film aufs Handy ziehen will.

Am Beispiel eines Synology NAS wollen wir näher darauf eingehen, wie ein solcher externer Zugriff auf die DiskStation funktioniert. Speziell betrachten wir dabei den Zugriff über eine eigene Domain – also beispielsweise die Sub Domain www.mein-nas.domain.de. Auf diese Weise reicht es schon, die entsprechende URL einzugeben, um direkt zum DSM-Anmeldebildschirm zu gelangen.

Externer Zugriff über eigene Domain – DDNS macht es möglich

Um via Internet auf ein NAS zugreifen zu können, muss man die öffentliche IP-Adresse des heimischen Internetanschlusses kennen. Das ist mitunter ein Problem, weil diese in regelmäßigen Abständen vom Internet-Provider geändert wird (dynamische IP). Man müsste sich also ständig neue IP-Adressen merken und könnte diese auch nur identifizieren, wenn man sich im lokalen Netzwerk befindet.

Abhilfe schafft hier ein sogenannter DDNS-Dienst (DDNS für Dynamic Domain Name System). Er hat die Aufgabe, dass eine Domain immer auf die aktuelle öffentliche IP-Adresse des (heimischen) Servers weitergeleitet wird. Bei unserem Beispiel würde das bedeuten: Wir rufen keine konkreten IP-Adressen auf, sondern geben immer die Webseiten-URL www.mein-nas.domain.de ein, welche der DDNS-Dienst automatisch zur richtigen IP-Adresse unseres NAS weiterleitet. Synology bietet dafür einen eigenen, kostenlosen DDNS-Dienst an, bei dem man sich eine Sub Domain einrichten kann. Wir konzentrieren uns aber auf den Fall, wenn du deine eigene Domain als „Zugangsweg“ nutzen willst. Voraussetzung ist, dass dein Provider einen DDNS-Dienst anbietet; im Zweifel also kurz nachfragen, bevor du dich ans Werk machst 😉

3 einfache Schritte, um deine eigene Domain zu verwenden

Schritt 1: Erstelle eine Sub Domain bei deinem Internet Provider.

Relativ selbsterklärend, aber wichtig: Wenn du nicht deine Top Domain für den NAS-Zugriff nutzen willst, brauchst du eine Sub Domain als Host. In unserem Beispiel nehmen wir www.mein-nas.domain.de.

Schritt 2: Gehe in die DNS-Verwaltung.

Nachdem die gewünschte Sub Domain generiert ist, gehst du im nächsten Schritt zur DNS-Verwaltung deiner Domain. Auch diese findest du im Kundenpanel deines Internet Providers. Die DNS-Einstellungen sehen bei jedem Anbieter etwas anders aus, sind aber grundsätzlich immer gleich aufgebaut. Im unteren Screenshot siehst du einen Beispielausschnitt. Die drei wichtigsten Spalten sind der Hostname, der Registrierungstyp und die Zieladresse.

Screenshot aus einer DNS-Verwaltung mit Hostname („host“), Registrierungstyp („type“) und Zieladresse („destination“)

Schritt 3: Lege einen neuen CNAME-Eintrag für die Sub Domain an.

Diesen Schritt solltest du sorgfältig durchführen, weil hier definitiv keine Fehler passieren dürfen. Für den externen Zugriff auf dein NAS legst du im Folgenden einen sogenannten CNAME-Eintrag an. Dazu gehst du auf eine leere Zeile und befüllst die drei erwähnten Felder:

  • Host/Hostname: der Name deiner Sub Domain, hier also zum Beispiel „mein-nas“
  • Registrierungstyp: CNAME
  • Zieladresse: der Hostname deines Synology Kontos (keine IP-Adresse!)
CNAME-Eintrag im DNS; als Adressziel dient der Hostname deines Synology Kontos

Um keine Verwechslung aufkommen zu lassen: Ein CNAME Record ist keine Weiterleitung (das übernimmt ja der DDNS-Dienst), sondern er sorgt dafür, dass deine Domain weiterhin im Browser angezeigt wird, wenn zu deinem NAS weitergeleitet wirst. Oder kurzgesagt: Es macht die Zieladresse zu einem Alias von deiner Domain.

Achtung: Portnummern als Weiterleitungsziel zur DSM-Oberfläche sind nicht möglich, da CNAME-Einträge keine Portangaben verarbeiten.

Speichere die Änderungen in den DNS-Einstellungen ab. Bis der CNAME-Eintrag genehmigt ist und der Zugriff getestet werden kann, können durchaus zwei Tage oder mehr vergehen, daher solltest du auf jeden Fall etwas Wartezeit mitbringen.

Damit die Verbindung auch SSL-verschlüsselt ist, solltest du auf deinem Synology-NAS außerdem ein Let’s Encrypt Zertifikat für deine Subdomain beantragen. Dies funktioniert erst, wenn die Domain aktiv ist.

Was denkst du über das Thema? Hier geht es zu den Kommentaren!

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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