Mobilgeräte Testberichte

Test: Archos 80b Helium 4G Tablet

Multimedia

Foto/Video

Also zur Foto und Videoqualität lohnt es nicht, viele Worte zu schreiben. Schaut Euch die Beispielbilder an. Es sind halt 2 MP und damit ist allein schon von den technischen Wurzeln her, die Qualität eingeschränkt. Tagsüber und mit Tageslicht reicht es für pixelige Bilder. Sobald es Dunkel wird und der Blitz benötigt wird oder in Räumen, in denen die Lichtverhältnisse nicht optimal sind, wird das Bild rauschig und eigentlich unbrauchbar.

Das gilt nochmal im besonderem Maße für die Frontkamera. Unter optimalen Lichtbedingungen geht es, ansonsten kann man es wirklich vergessen. Das ist nur noch ein Pixelbrei. Hier hätte ich doch ein wenig mehr erwartet, denn gerade ein Tablet bietet sich für Videochats an.

Die Videoaufnahmen der Hauptkamera erfolgen in Full HD. Dennoch ist die Qualität nicht berauschend – eher rauschend. Der Ton kommt dumpf rüber. Das Bild wirkt unscharf. Pixelfehler/Artefakte bilden sich z.B. bei Sonneneinstrahlung. Unschärfe entsteht beim Schwenken. Es nennt sich zwar Full HD, bietet aber nicht die Qualität, die man mit diesem Begriff assoziiert.

Sound

Der Mono-Lautsprecher am Gerät ist typisch für günstigere Geräte. Es fehlt an Tiefen und es klingt eben nicht gut. Dazu muss man aber sagen, dass selbst bei einem MacBook Air die eingebauten Lautsprecher teils grauenvoll klingen. Es reicht aber allemal noch, um zu verstehen, was in einem Youtube Video gesagt wird oder um den Song zu erkennen, der gerade gespielt wird.

Der Sound über die Klinkenbuchse, ist aus meiner Sicht ausgewogen und bietet gute Dynamik. Ich habe mich an sauberen Bässen erfreut und es hat Spaß gemacht, Musik über das Tablet zu hören. Auch ruhigere und Musikstücke mit anspruchsvolleren Passagen fand ich ansprechend.

Software

Archos nutzt hier die KitKat Version von Android und die Chancen auf Lollipop oder gar Marshmallow sind wohl mehr als gering. Dennoch ist KitKat noch nicht – um den Terminator zu zitieren ,,Alt aber nicht veraltet!“ –  und verrichtet auf dem Helium eine ordentliche und ansprechende Arbeit. Archos lässt hier fast Vanilla Android Feeling aufkommen und steuert die sinnvolle Archos Media App und den praktischen Archos Dateibrowser bei. Das ist ein echter Mehrwert, denn die Media App ist einfach zu bedienen und schluckt sehr viele Formate, der Dateibrowser hingegen erlaubt zum Beispiel das Öffnen von mehrere Tabs. Das sind Apps, an denen sich Premium Hersteller ruhig orientieren sollten, anstatt das System mit Bloatware zu verseuchen.

Besonders hervorheben möchte ich noch das Archos Fusion Storage, welches ermöglicht, den kleinen Speicher mit einer SD Karte zu erweitern und als Gesamtspeicher (auch für Apps!) zu nutzen. Sofern man die SD Karte nicht wechselt (achtet auf gute Qualität der Karte), hat man unkompliziert mal eben beispielsweise 32 GB extra zur Vefügung. Es ist schon erschreckend, dass ein Hersteller wie Archos sowas bietet, während Samsung, Apple u.v.a. für größeren Speicher richtig zur Kasse bitten.

Zubehör

Beim Zubehör gibt es das Ladegerät und die bereits erwähnte Schutzfolie. Nix besonderes – aber wer will auch schon sein Tablet zum Musikhören mitschleppen!?

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Stefan Bumann

Etwas älter aber seit Jugendzeiten in Sachen Hard- und Software dabei. Studiere aktuell Informatik an der Universität zu Lübeck. Erste Konsole: Atari 2600 Erster Rechner: Amiga 600 Erster PC: 486 SX 25 Erster Handheld: GameBoy Original

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