PC-Komponenten

Testbericht: Fractal Design Define R5 PC-Gehäuse

Innenaufbau

Ins Innere des Define R5 passt jede Menge Hardware. So ist Platz für Mainboards im ATX-, Micro-ATX- und Mini-ITX-Formfaktor. Alle gängigen Mainboard lassen sich also in das Gehäuse verbauen. Doch fangen wir außen an.

Fractal Design R5

Die Seitenteile lassen sich einfach abschrauben, ein Schraubenzieher ist dafür nicht notwendig, da Fractal Design auf Rändelschrauben setzt, welche man auch per Hand abschrauben kann (vorausgesetzt sie wurden nicht vorher zu stark mit einem Schraubenzieher oder ähnlichem angezogen, was bei unseren Testgehäuse nicht der Fall war). Sobald die Seitenteile entfernt sind, sieht man auch schon die Dämmung ebendieser. Damit wird die Geräuschkulisse angenehm still gehalten. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass es auch keinen Speaker gibt, der Fehlermeldungen nach außen piepen könnte. Hardware-Fehler lassen sich dadurch schwieriger erkennen als mit Speaker – doch ich muss sagen, dass ich seit Jahren keinen mehr im Einsatz haben, weil sie mich eher gestört haben. Und meine Rechner laufen dennoch ohne Probleme. Da hat Fractal Design sicherlich an Menschen wie mich gedacht, die das Startpiepen genervt hat.

Sobald man das Gehäuse geöffnet hat, sieht man die ersten farblichen Akzente des Gehäuses. Da dieses sehr schlicht ist, sind es auch die einzigen. So gibt es lediglich ein paar weiße Akzente bei den Festplattenhalterungen und den Slotblenden. Für ein schlichtes Gehäuse schon fast zuviel, da man die weißen Festplattenhalterungen bei geschlossenen Seitenteilen sowieso nicht sieht.

Aufgeteilt ist das Define R5 sehr klassisch, daher werde ich darauf nicht eingehen. Hervorzuheben ist jedoch die Modularität der drei Laufwerkskäfige. Oben besitzt das Gehäuse einen Käfig für zwei 5,25″ Laufwerke. Durch den Ausbau dieses Käfigs kann man Platz für Radiatoren einer Wasserkühlung schaffen. Darunter befinden sich zwei Festplattenkäfige, welche ebenso entfernbar sind.

Der mittige Käfig bietet Platz für fünf 2,5″ oder 3,5″ Festplatten und der untere Käfig kann drei 2,5″ oder 3,5″ Festplatten beherbergen. Sollte das noch nicht als Platz für die Festplatten reichen, bietet das Define R5 auch noch Platz für zwei 2,5″ Festplatten auf der Rückseite des Mainboardtrays. Insgesamt ist also Platz für 10 Festplatten, was selbst dem größten Festplatten-Enthusiasten im Privatgebrauch ausreichen sollte.

Sofern man die beiden Festplattenkäfige nicht benötigt und die beiden Plätze auf der Rückseite des Mainboardtrays ausreichen, kann das Gehäuse jede Menge andere Hardware aufnehmen. Mit ausgebauten mittleren Käfig nimmt das Gehäuse nicht mehr „nur“ 310 mm lange Grafikkarten auf, sondern unterstützt bis zu 440 mm. Doch auch die Entfernung des unteren Festplattenkäfigs kann sich lohnen, denn dann bietet das Gehäuse Platz für einen 240-mm-Dual-Radiator am Boden. Entfernt man alle drei Käfige kann an der Front jedoch sogar ein 420-mm-Triple-Radiator verbaut werden – lässt man den oberen Käfig drin, passt immerhin ein 360-mm-Triple-Radiator.

Doch man muss nicht unbedingt die Käfige ausbauen um eine ordentliche Kühlleistung zu erreichen. Neben den bereits installierten 140 mm Lüftern in der Front und am Heck bietet das Fractal Design Define R5 Platz für 7 weitere Lüfter (1x Front, 3x oben, 2x unten, 1x linkes Seitenteil) mit 120 oder 140 mm Größe. Sollten die Plätze nicht genutzt werden, besitzen Deckel und Seitenteil sogenannte ModuVent-Lüfterabdeckungen, die das Gehäuse schließen. Alternativ zu den Lüftern lässt sich am Heck auch ein 120-/140-mm-Single-Radiator installieren.

Die 3 stufige Lüftersteuerung lässt verbaute Lüfter auf der niedrigsten Stufe akustisch verschwinden und selbst auf höchster Stufe sind die vorab verbauten Lüfter recht leise.

Doch mit ein paar Lüftern ist es natürlich nicht getan, denn auch das Kabelmanagement innerhalb eines Gehäuses muss stimmen. So hat das Gehäuse fünf Kabeldurchführungen und einen Abstand von 35 mm zwischen Mainboardtray und Seitenwand. So bleibt genug Platz um überschüssige Kabel zu verstauen und die Kabel ordentlich und unsichtbar zu verlegen. Dadurch wird auch der Luftfluss verbessert.

Um den Prozessor innerhalb des Define R5 anständig zu kühlen, kann man entweder auf eine Wasserkühlung mit den angesprochenen Radiator-Plätzen setzen, oder aber einen ordentlichen Lüfter einsetzen. Diese können ja schon ordentlich groß sein, denn meistens werden 140 mm Lüfter verbaut. Um auch diesen entsprechenden Platz zu gönnen, bietet das Define R5 Platz für bis zu 180 mm hohe CPU-Lüfter.

Doch Fractal Design hat nicht nur an eine gute Kühlung des Gehäuses gedacht, auch die Lautstärke ist wichtig. So ist das Netzteil mit 4 Gummipuffern vom Boden abgekoppelt und besitzt einen Staubfilter am Boden. Das Netzteil kann ohne verbaute Lüfter maximal 300mm lang sein, bei verbauten Lüftern sinkt die maximale Länge auf 170 mm (140 mm Lüfter) bzw. 190 mm (120 mm Lüfter). Bei einem Dual-Radiator bleiben 165 mm für das Netzteil.

Zu guter letzt: Karten können bis zu 7 Stück verbaut werden, was beim ATX-Formfaktor Standard ist. Auch diese können werkzeuglos mit Rändelschrauben angebracht werden. Diese vermisst man nur bei der Anbringung der Festplatten, dort muss noch zum Schraubenzieher gegriffen werden.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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