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Testbericht: R8 TV Box bringt Android auf den Fernseher

Konnektivität

Mit anderen Geräten bzw. dem Internet wird die R8 TV Box wie ein normaler Computer verbunden, nur dass auf ihm halt Android läuft. Zum einen besitzt die R8 TV Box einen RJ45-Anschluss, auch als Ethernet bekannt. Da kommt einfach ein LAN-Kabel rein, welches zum Router führt und schon besteht die Verbindung.

Alternativ gibt es sowohl 2,4 als auch 5,0 GHz Dualband-WLAN. So wie man es vom Android-Smartphone oder -Tablet kennt, wird einfach über die Einstellungen die WLAN-Verbindung hergestellt. Wer bereits ein Smartphone oder Tablet hat, wird da nichts neues zu sehen bekommen.

Zusätzlich bietet die TV Box noch Bluetooth 4.0 um alle möglichen Bluetooth-Geräte zu verbinden. Das kann euer heimischer PC sein, aber auch ein Smartphone, Maus, Tastatur oder ein Lautsprecher. Es gibt sehr viele unterschiedliche Bluetooth-Geräte und diese können mit Android in der Regel problemlos gekoppelt werden. Ich habe hier keine gegenteilige Erfahrung mit der R8 TV Box machen dürfen.

Da hören die Verbindungsmöglichkeiten jedoch noch nicht auf, denn die R8 TV Box hat auch noch drei USB 2.0 Anschlüsse. Diese können einfach für Maus, Tastatur, USB-Stick oder andere Geräte genutzt werden. Auch hier konnte ich alle angeschlossenen Geräte ohne Einschränkungen nutzen. Sogar einen Xbox 360 Controller hat die R8 TV Box ohne Probleme genommen und ich konnte die TV Box mit dem Controller steuern und Spiele zocken, sehr cool.

Zusätzlich ist noch ein SD-Karten-Steckplatz vorhanden um den Speicher zu erweitern. Offiziell sind dort bis zu 32 GB möglich, ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass da auch mehr geht. Leider hatte ich keine größere Speicherkarte zur Hand, daher konnte ich das nicht testen. Den Speicherplatz kann man jedoch gut gebrauchen, wenn man ein paar größere Apps installiert. Apps kann man aber zum Glück problemlos zwischen internem Speicher und Speicherkarte hin und her schieben.

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Zwei Verbindungen sind noch über. Zum einen bietet die R8 TV Box sogar einen optischen Ausgang für eure Musikanlage. Ihr könnt da also richtig geilen Sound raus holen, statt ihn nur über HDMI aus der TV Box zu jagen. Das ist doch mal mega. Außerdem ist ein Infrarot-Modul verbaut, welches auf die beiliegende Fernbedienung reagiert. Von Logitech etc. gibt es ja auch programmierbare Fernbedienung, die Frequenzen lassen sich da sicherlich mit ein wenig Geduld einspielen, damit man nicht wieder eine Fernbedienung mehr auf dem Wohnzimmertisch liegen hat.

Die Bedienung über die beiliegende Fernbedienung funktioniert sogar echt gut, allerdings muss man bei Infrarot immer in die richtige Richtung zeigen. Daher empfehle ich eine alternative Steuerung per Bluetooth-Fernbedienung, -Maus oder -Tastatur.

Betriebssystem und Anwendungen

Auf der R8 TV Box läuft Android 5.1 als Betriebssystem. Ich denke auch nicht, dass man da ein Update erwarten kann. Die Apps aus dem Google Play Store werden jedoch voraussichtlich noch einige Jahre ohne Probleme auf Android 5.1 laufen, somit ist das in Ordnung. Durch den Play Store hat man eine breite Auswahl an Apps und kann quasi alles installieren. Einige Apps sind natürlich bereits vorinstalliert, doch so kann man die TV Box absolut personalisieren. Bis auf die vorinstallierten, wieder löschbaren Apps ist es ein sauberes Android 5.1.

Installiert ist auch bereits KODI 15.0 Isengard, sodass man direkt mit dem Mediengenuss beginnen kann nachdem man per USB-Stick ein paar Filme mit dem Gerät verbunden hat.

Leider muss man bei der Benutzung jedoch ein wenig darauf achten, dass man nicht zu viele Apps gleichzeitig geöffnet hat. Die TV Box kann dadurch dann schon mal überfordert werden, obwohl sie ja sogar 2 GB RAM hat.

Auf den Screenshots seht ihr eine Übersicht über die vorinstallierten Apps.

Die R8 TV Box als Konsolenersatz

Besonders cool finde ich, dass man die R8 TV Box auch problemlos als Konsolenersatz nutzen kann. So habe ich einfach mal meinen Xbox 360 Controller angeschlossen, der wie bereits gesagt ohne weitere Einstellungen genommen wurde und funktionierte. Anschließend habe ich mir GTA San Andreas aus dem Google Play Store heruntergeladen, da mich interessiert hat, wie es sich auf der TV Box spielen lässt.

GTA San Andreas ist eines der grafisch anspruchsvolleren und leistungshungrigeren Spiele für Android, die TV Box wird dabei also richtig gefordert. Das hat man auch gemerkt, denn auf höchstem Grafikniveau hat das Spiel an sich zwar noch ruckelfrei funktioniert, ab und zu hat aber mal der Sound ausgesetzt. Also die Grafik ein wenig heruntergesetzt und schon konnte man flüssig mit dem Controller an der R8 TV Box spielen. Leider scheint GTA San Andreas jedoch nicht auf eine Auflösung von 1920 x 1080 optimiert zu sein, denn man hat schon ein paar „Treppeneffekte“ gesehen. Spielbar war es aber auf jeden Fall.

Per Chromecast kann man zwar von seinem Smartphone auch Spiele auf den Fernseher werfen, da hat man jedoch ab und zu mal Laggs durch die WLAN-Übertragung. Da funktioniert das mit so einer dedizierten TV Box deutlich besser.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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