8849 TANK X im Test: Das Outdoor-Smartphone mit Beamer im Check

Philipp Briel
Philipp Briel · 14 Min. Lesezeit
8849 TANK X

Bei manchen Produkten weiß man anhand des Namens nicht, was einen erwartet. Bei anderen wiederum passt er wie die Faust aufs Auge. Letzteres gilt für das Rugged-Smartphone 8849 TANK X. Tank (englisch: Panzer) lässt bereits darauf hoffen, dass wir es hier mit einem robusten Outdoor-Smartphone zu tun bekommen und das stimmt tatsächlich. Doch das Teil bringt noch mehr mit: Ein integrierter 1080p-DLP-Projektor, ein 17.600-mAh-Akku und ein 50-MP-Sony-Sensor. Was das Teil auf dem Kasten hat, klären wir im 8849 TANK X Test.

CHANDUELEC TANK X 8849 5G Smartphone 32+512GB Eing
Dieses Produkt ist nicht verfügbar.

Technische Daten des 8849 TANK X

Produkt TANK X
Größe 180,5 x 91,8 x 31,9 mm
Gewicht 750g
Prozessor MediaTek MT6896 (Dimensity 8200)
Größe 6,78 Zoll
Betriebssystem Android 15
Display LCD; 1080 x 2460 Px; 120 Hz; 750 Nits
Batterie 17.600 mAh
RAM 16 GB
Speicherplatz 512 GB (erweiterbar per microSD)
Kameras 50 MP Hauptkamera, 64 MP Nachtsicht, 8 MP Tele, 50 MP Selfiekamera
Dual-SIM Nein
Wetterschutz-Zertifizierung IP68 / IP69K
5G-Support Ja
Preis 588,89 Euro

8849 TANK X Test: Design und Verarbeitung

Machen wir uns nix vor: Das 8849 TANK X ist, auch im Vergleich zu anderen Rugged-Smartphones, ein absoluter Brocken. Mit Abmessungen von 180,5 x 91,8 x 33,7 mm und einem Gewicht von satten 751 Gramm gehört das Gerät zu den schwersten Smartphones, die ich je getestet habe – und das will etwas heißen. Es ist in etwa so dick wie ein kleines Powerbank und schwerer als so manches Tablet. Eine einhändige Bedienung ist damit quasi kaum möglich und selbst mit beiden Händen ist das Gerät nicht wirklich komfortabel zu halten.

Wer es in die Hosentasche stecken möchte, wird schnell enttäuscht sein. Am sinnvollsten ist die Nutzung auf dem Tisch oder montiert an einem Fahrzeug. Aber: Größe und Gewicht haben einen Grund. Doch dazu später mehr.

Die Verarbeitung selbst gibt wenig Anlass zur Kritik. 8849 setzt auf den bekannten Mix aus gummiertem Kunststoff und Metallelementen, der bereits bei den Vorgängermodellen der Tank-Serie zum Einsatz kam. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, alle Elemente sitzen passgenau. Das Chassis nutzt ein sogenanntes Half-Board, doppelseitiges Innenlayout, um den ungewöhnlichen Komponentenmix beherbergen zu können.

Der Beamer, das wohl wichtigste Alleinstellungsmerkmal des 8849 TANK X, belegt den oberen Bereich der Rückseite, das große LED-Campinglicht sitzt mittig und das Kameramodul mit seinen drei Sensoren ragt weitere 2,5 mm aus dem Gehäuse heraus.

Die Tastenbelegung ist leider ein Schwachpunkt im Design. Auf der rechten Seite findet sich ausschließlich der Power-Button, der gleichzeitig als Fingerabdruckscanner dient. Und der arbeitet nicht wirklich präzise. Auf der linken Seite sitzen zwei auffällig kleine Lautstärketasten sowie zwei frei belegbare Sondertasten, die sich z.B. für Push-to-Talk konfigurieren lassen. Der SIM-Slot wurde auf die Oberseite verbannt, wo sich auch die Projektoröffnung und ein IR-Sender befinden – beides hinter Schutzglas. Unten, hinter einer robusten Klappe, verbergen sich der USB-C-2.0-Anschluss und ein 3,5-mm-Klinkenanschluss.

Was die Robustheit betrifft, macht das 8849 TANK X keine Kompromisse: IP68 und IP69K bescheinigen Wasserdichtigkeit bis 1,8 m Tiefe für bis zu 30 Minuten sowie Schutz vor Hochdruckwasser. Zusätzlich trägt das Gerät das MIL-STD-810H-Zertifikat, das Tests auf Stoß, Vibration und Temperaturextreme abdeckt. Von -28 °C bis 56 °C.

Einzigartige Ausstattung im 8849 TANK X

Beim Blick auf die Spezifikationen des 8849 TANK X wird schnell klar: Hier wurde der Ansatz „alles drin, koste es was es wolle“ mit einer fast schon manischen Konsequenz verfolgt. Das Herzstück bildet der MediaTek Dimensity 8200, ein Octa-Core-Prozessor im modernen 4-nm-Verfahren mit einem High-Performance-Kern vom Typ Cortex-A78 bei 3,1 GHz, drei weiteren bei 3,0 GHz und vier Effizienzkernen auf Basis Cortex-A55 bei 2,0 GHz. Dass 8849 hier auf einen 4-nm-Chip setzt, ist keine Selbstverständlichkeit – die meisten Konkurrenten in dieser Preisklasse begnügen sich mit deutlich älteren 6-nm-Designs, die spürbar weniger effizient arbeiten. Zusammen mit 16 GB LPDDR5-RAM und 512 GB UFS-3.1-Speicher stellt das TANK X in puncto Performance einen echten Sprung nach vorne dar.

Für die Grafikberechnung zeichnet die Mali-G610 MP6 GPU verantwortlich, die mit ihren sechs Ausführungseinheiten auch vor anspruchsvollen 3D-Spielen nicht zurückschreckt. Für den Alltag bedeutet das: flüssiges Multitasking, problemloses Gaming, keine Einschränkungen bei der App-Performance. Der Hybridslot erlaubt zudem die Erweiterung des Speichers per microSD bis zu 2 TB.

Konnektivitätsseitig lässt das TANK X kaum Wünsche offen: Wi-Fi 6 (802.11ax), Bluetooth 5.4 mit LDAC-Support, NFC, 5G über alle relevanten europäischen Bänder, Dual-SIM (Nano+Nano/microSD-Hybrid), Dual-GPS (L1+L5), GLONASS, Galileo, Beidou, ein IR-Sender, Barometer, Gyroskop und ein E-Kompass sind an Bord. Das GPS-System liefert im Test eine Standortgenauigkeit von 2 Metern in Fensternähe und 1 Meter im Freien – für ein Outdoor-Gerät schlicht exzellent.

8849 TANK X
Das TANK X kommt mit Schutzhülle, weil… warum nicht

Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Der USB-C-Anschluss arbeitet nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit (480 MBit/s), was Dateiübertragungen per Kabel zur Geduldsprobe macht. Eine eSIM wird nicht unterstützt. Wer größere Datenmengen transferiert, sollte das besser über Wi-Fi erledigen – das ist schlicht schneller.

Der Projektor – das eigentliche Herzstück

Das Alleinstellungsmerkmal des 8849 TANK X ist ohne Zweifel sein eingebauter DLP-Laserprojektor – und nach Wochen mit dem Gerät kann ich sagen: Es ist der erste Projektor in einem Smartphone, den ich wirklich als praxistauglich bezeichnen würde. Der Projektor arbeitet mit einer nativen Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln bei einer Helligkeit von 220 Lumen, was für recht dunkle Umgebungen absolut ausreichend ist. Der entscheidende Unterschied zu früheren Projektor-Smartphones liegt im Laser-Autofokus: Ein dedizierter Distanzsensor misst zuverlässig den Abstand zur Projektionsfläche und justiert den Schärfepunkt in Echtzeit. Ohne umständliche manuelle Einstellung. Die Trapezkorrektur funktioniert bei Winkeln bis zu einer Entfernung von 4 Metern.

8849 TANK X

Was die Bildgröße betrifft: Bei einem Abstand von 2,1 Metern entsteht ein Bild von rund 75 Zoll, was einer klassischen Wohnzimmer-Projektionsleinwand entspricht. An einer hellen Betonwand oder Zeltinnenseite lässt sich das Bild bei größerer Distanz noch erheblich vergrößern. In einem abgedunkelten Zelt oder einem dunklen Raum ist die Bildqualität tatsächlich beeindruckend. Farben wirken satt, die Schärfe ist über das gesamte Bild hinweg gleichmäßig, und der Kontrast lässt keine Wünsche offen. Für den Einsatz bei Tageslicht oder in hellen Räumen reichen die 220 Lumen hingegen nicht aus – hier braucht es zwingend Abdunkelung.

Weniger erfreulich ist die Lautstärke des Lüfters, der den Projektor vor Überhitzung schützt. Bei maximaler Helligkeit wird das Teil aus kurzer Distanz mit rund 55 dB(A) schon ziemlich laut. Selbst im Nachtmodus ist das TANK X mit 47 dB(A) stets hörbar. Nur bei niedriger Helligkeit bleibt es mit 27 dB(A) recht leise.

Das bedeutet in der Praxis: Bei Spielfilmen auf voller Helligkeit sollte ein externer Bluetooth-Lautsprecher Pflicht sein, sonst übertönt der Lüfter Dialoge im leiseren Frequenzbereich. In den beiden unteren Helligkeitsstufen hingegen ist der Projektor nahezu lautlos und damit auch für ruhige Umgebungen geeignet. Die Helligkeit lässt sich über die Einstellungen regulieren, der entsprechende Menüpunkt ist jedoch etwas versteckt. Die Projektor-Aktivierung selbst funktioniert per One-Touch direkt aus der Toolbox, ohne dass man sich durch Menüs navigieren müsste – für schnelle Präsentationen oder spontane Filmabende ein echter Vorteil. Der Hersteller verspricht eine Laufzeit von 5 Stunden bei voller Helligkeit, das reicht aber komfortabel für zwei Spielfilme.

Das Campinglicht – unterschätzt, aber nützlich

Das Campinglicht ist eine weitere Spezialität der TANK-Reihe, die beim X besonders ausgefeilt wirkt. Auf der Rückseite sitzt ein großflächiges LED-Panel mit bis zu 1.200 Lumen in drei Helligkeitsstufen. Die niedrigste Stufe dient als gedimmtes Arbeitslicht, die mittlere Stufe ist der Dauerbetriebsmodus, und die höchste Stufe liefert maximale Helligkeit für kurze Zeit

Das Gerät drosselt diese Stufe nach einer Weile automatisch, um Überhitzung zu vermeiden und lässt sie sich alle 10 Minuten einmalig erneut aktivieren. Der Energiebedarf des Campinglichts ist überschaubar: Im Test verbrauchte die höchste Stufe etwa 20 Prozent Akku pro Stunde – für ein Campinglicht ist das absolut vertretbar. Die Ausleuchtung ist großflächig und gleichmäßig, die Reichweite für ein Smartphone-Licht beeindruckend. Als Bonus lassen sich die roten und blauen Warnleuchten aktivieren, die für Notfallsituationen oder als Signalgeber dienen.

Zusätzlich zur Campinglampe verfügt das TANK X auch über einen klassischen LED-Taschenlampen-Blitz am Kameramodul, der sich unabhängig aktivieren lässt. Das Campinglicht hingegen ersetzt eine mittelgroße Laterne vollständig.

Das Display: 6,78 Zoll und 120 Hz

Das Display ist der Bereich, in dem das 8849 TANK X am deutlichsten hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Verbaut ist ein 6,78-Zoll-IPS-LCD-Panel mit einer Auflösung von 2460 × 1080 Pixeln (FHD+) und einer Bildwiederholrate von 120 Hz, die adaptiv auf 60 oder 90 Hz gedrosselt werden kann. Die Pixeldichte ist hoch genug, dass einzelne Pixel im normalen Gebrauch nicht zu erkennen sind. Der Bildschirm sitzt zudem leicht versenkt im Gehäuse, was ihn gut vor Kratzern schützt.

Das Problem liegt vor allem in der Maximalhelligkeit: Laut Hersteller erreicht es 750 Nits, ich würde die Helligkeit aber noch etwas geringer einordnen. Das ist, insbesondere unter direkter Sonneneinstrahlung, zu wenig. Die Ausleuchtung des Panels ist zudem nicht vollständig homogen. Besonders schmerzhaft ist der Rückschritt im Vergleich zum Vorgänger TANK 4 Pro, der noch mit einem AMOLED-Display punkten konnte – hier muss man sich nun mit IPS begnügen.

Immerhin unterstützt das Panel HDR10+ und HLG, was auf dem Papier gut klingt, bei dieser Helligkeitsstufe aber kaum nennenswerte Vorteile bringt. Noch problematischer: Das Gerät unterstützt nur Widevine Level 3, nicht Level 1 – das bedeutet, dass Inhalte von Netflix, Amazon Prime und ähnlichen Anbietern nur in SD-Auflösung gestreamt werden können. Ausgerechnet bei einem Gerät mit integriertem Projektor ist das eine empfindliche Schwäche. YouTube und die Mediatheken öffentlich-rechtlicher Sender sind von dieser Einschränkung nicht betroffen. Die Farben wirken ab Werk etwas matt, lassen sich aber über die Einstellungen sehr gut anpassen und verbessern.

Akkulaufzeit

Ein 17.600-mAh-Akku klingt zunächst nach einer schier unerschöpflichen Energiereserve – im Kontext des 751-Gramm-Kolosses TANK X erscheint er jedoch fast schon bescheiden. Viele Konkurrenten in ähnlichen Gewichtsklassen bieten 20.000 mAh oder mehr. Der eigentliche Platzkiller ist natürlich der eingebaute Projektor, der Platz und Gewicht beansprucht, der sonst für mehr Akkukapazität genutzt werden könnte.

In der Praxis liefert das 8849 TANK X im Standardtest bei 120 Hz eine Laufzeit von 28 Stunden, bei 60 Hz sogar bis zu 35 Stunden. Damit bleibt es für ein Outdoor-Smartphone respektabel. Drei Tage normale Nutzung sind ohne Probleme möglich. Der energieeffiziente Dimensity 8200 hat maßgeblichen Anteil daran, dass die Laufzeit trotz des IPS-Panels, das vergleichsweise viel Energie zieht, auf einem soliden Niveau bleibt.

8849 TANK X

Der Projektor ist erwartungsgemäß der größte Energiefresser: 30 Minuten Projektion von YouTube-Inhalten verbrauchten im Test 11 Prozent des Akkustands. Bei voller Helligkeit schafft der Projektor im Test knapp 5 Stunden. Ein guter Wert, der locker für zwei Spielfilme am Campingabend reicht.

Geladen wird mit dem beiliegenden 120-Watt-Netzteil, das den Akku in nur 80 Minuten wieder auf 100% bringt – nach bereits 60 Minuten stehen 87 Prozent auf der Anzeige. Kabelloses Laden ist nicht vorgesehen. 8849 hat den Qi-Spulenplatz bewusst für das Campinglicht genutzt. Praktisch: Das TANK X kann zudem als Powerbank über USB-C andere Geräte laden (5 W Reverse Charging).

8849 TANK X mit Android 15

Die Software ist bei Outdoor-Smartphones oft Problem, da hier gerne mal ältere Android-Versionen zum Einsatz kommen. Das 8849 TANK X macht hier keine Ausnahme, handhabt es aber wesentlich besser als viele Konkurrenten. Es läuft Stock Android 15 ohne nennenswerte Anpassungen der Oberfläche. 8849 hält sich mit Herstellerapps weitgehend zurück: Die KI-Funktionen werden Googles Gemini überlassen und es findet sich keine unnötige Bloatware wie bei manchen Mitbewerbern auf dem Teil.

8849 TANK X

Die Lokalisierung ist zu großen Teilen recht gut auf Deutsch übersetzt, lediglich in den Sonderfunktionen (insbesondere in den Beamer-Einstellungen) holpert die Übersetzung stellenweise. Grundlegende Anpassungen wie Hintergrundbilder oder Schriftarten sind möglich, ohne das Stock-Android-Grunddesign zu beeinträchtigen.

Was Software-Updates betrifft, sollte man keine übertriebenen Erwartungen haben – das gilt für diese gesamte Geräteklasse. Ein Android-16-Update hat 8849 bislang nicht angekündigt. Positiv hervorzuheben ist, dass das Gerät während des Testzeitraums zumindest einen Bugfix-Update erhielt. Die Toolbox für Sonderfunktionen wie Campinglicht, Projektor und Sondertasten ist übersichtlich gestaltet, auch wenn sie weniger feingliedrige Einstellungen bietet als andere Benutzeroberflächen. Wer das Gerät überwiegend für Outdoor-Zwecke nutzt, wird sich schnell zurechtfinden.

Die Kameras des TANK X

Das Kamerasetup des 8849 TANK X ist auf dem Papier beeindruckend, in der Praxis zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild. Das System besteht aus vier Sensoren:

  • Hauptkamera: 50 MP Sony IMX766, 24 mm, f/1.8, Autofokus
  • Nachtsichtkamera: 64 MP OmniVision OV64B1B, f/1.79, Autofokus, 4 Infrarot-LEDs
  • Telekamera: 8 MP HiSilicon HI847, 3-facher optischer Zoom, f/2.4
  • Frontkamera: 50 MP Hi5022Q, f/2.25, Fixfokus

Der Sony IMX766 als Hauptsensor ist eine gute Wahl – er taucht auch in mehreren Mainstream-Flaggschiffen der letzten Jahre auf und liefert bei gutem Licht solide Aufnahmen mit ausreichender Schärfe. Die Farben wirken jedoch etwas kühl und kontrastarm, ein dedizierter HDR-Modus fehlt. Im Pro-Modus lassen sich Bilder im RAW-Format speichern, was ambitionierten Fotografen entgegenkommt. Die Zoom-Optionen reichen von 1x bis 20x, wobei die Bildqualität ab 10x merklich nachlässt.

Die eigentliche Enttäuschung ist die Nachtsichtkamera. Obwohl der 64-MP-OmniVision-Sensor mit Autofokus und vier Infrarot-LEDs theoretisch stark aufgestellt ist, versagt die Software-Optimierung bei Entfernungen über 4 Metern regelmäßig beim Fokussieren. Die Ergebnisse sind häufig unscharf und detailarm. Ähnliches gilt für die Frontkamera: Trotz 50 MP fallen Selfies enttäuschend aus – zu wenig Schärfe, matte Farben, Neigung zur Überbelichtung. Die Telekamera liefert bei Tageslicht solide Ergebnisse mit neutralen Farben, stößt bei Dunkelheit aber erwartungsgemäß schnell an ihre Grenzen.

Die Videofunktion erlaubt 4K-Aufnahmen bei 30 fps mit der Hauptkamera, jedoch ohne optische Bildstabilisierung (OIS). Bei Wind ist das Mikrofon überfordert – eine Windunterdrückung fehlt. Die Kamera-App selbst ist spartanisch ausgestattet: Timelapse, QR-Code, Mono und Super-Resolution sind vorhanden, ein Sport- oder Panorama-Modus fehlt hingegen komplett.

Aber, und das muss man ehrlicherweise sagen, das 8849 TANK X hat eines der besten Kamera-Systeme, das aktuell im Bereich der Rugged-Smartphones zu finden ist. Auch, weil viele Konkurrenten hier deutlich sparen und 8849 mit dem Sony IMX766 einen soliden Sensor verbaut. Nur… allzu viel sollte man halt dennoch nicht erwarten.

8849 TANK X Test: Fazit

Das 8849 TANK X ist kein Smartphone für den Alltag – und wer das versteht, wird es lieben. Nach meiner Zeit mit dem Gerät bin ich überzeugt: In seiner Nische als Outdoor-Begleiter für Camping, Expeditionen und Feldeinsätze ist es schlicht das vielseitigste Gerät auf dem Markt. Der 1080p-DLP-Projektor ist das erste wirklich praxistaugliche Exemplar, das ich in einem Smartphone erlebt habe – klar, hell genug für dunkle Zelte und Räume, mit Laser-Autofokus und echter Full-HD-Auflösung.

Der Dimensity 8200 in Kombination mit 16 GB RAM sorgt für flüssige Performance und der 17.600-mAh-Akku mit 120-W-Schnellladung meistert problemlos ein langes Wochenende ohne Steckdose (zumindest ohne Beamer-Einsatz). Die Robustheit ist mit IP68, IP69K und MIL-STD-810H auf Profiniveau. Wo das TANK X enttäuscht, ist das Display (zu dunkel, kein AMOLED, Widevine L3) sowie die Kamera-Software, die dem Hardware-Potenzial nicht gerecht wird. Wireless Charging fehlt und mit 751 Gramm ist das Gerät nichts für schwache Nerven oder schwache Handgelenke.

Zum Einführungspreis von rund 589 € bekommt man eine Kombination aus Outdoor-Smartphone, Projektor, Powerbank, Campinglicht und Navigationswerkzeug, die kein anderes Gerät auf dem Markt in dieser Form bietet. Für Outdoor-Enthusiasten, Vielcamper und Menschen, die auf Reisen oder im Feld ein Gerät brauchen, das einfach alles kann, ist das 8849 TANK X eine klare Empfehlung.

Silver Award für 8849 TANK X - 04/20268849TANK X04/2026

VORTEILE

  • Starker Beamer
  • Helle LED
  • Guter Prozessor
  • Starke Akkulaufzeit
  • Enorm robust

NACHTEILE

  • Extrem dick und schwer
  • Nur Widevine 3
  • Kameras durchwachsen
  • Lüfter sehr laut
  • Geringe Displayhelligkeit

Detailbewertung

Verarbeitung91
Hardware80
Multimedia72
Performance72
Akkulaufzeit91
Preis-Leistungs-Verhältnis78

Fazit

Hochwertiges Outdoor-Smartphone mit starkem Beamer, heller LED-Leuchte und guter Akkulaufzeit. Extrem schwer und unhandlich, während Display und Kameras nur Durchschnitt sind.

81
CHANDUELEC TANK X 8849 5G Smartphone 32+512GB Eing
Dieses Produkt ist nicht verfügbar.