Motorola Signature Test: Schlankes Flaggschiff mit Schwächen

Philipp Briel
Philipp Briel · 14 Min. Lesezeit
Motorola Signature Test

Als Kind der 90er und frühen 2000er Jahre haben Telefone von Motorola (damals gab es ja noch keine Smartphones) einen besonderen Platz in meinem Herzen. Lasst euch gesagt sein: Es gab mal eine Zeit, in der die besten mobilen Telefonate auf dem Markt aus dem Hause Motorola stammten. Ja, diese Zeit ist lange her. Mit dem Motorola Signature will man nun an die goldene Ära anknüpfen und liefert das erste waschechte Flaggschiff-Smartphone seit Jahren… Naja größtenteils zumindest. Der Frontalangriff auf Apple, Samsung und Co geht in vielen Bereichen auf, wenn es auch nicht überall bis zur Spitze reicht, wie unser Motorola Signature Test beweist.

Technische Daten des Motorola Signature

Produkt Signature
Prozessor Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5
Betriebssystem Android 16
Display
  • 6,8 Zoll; 2.780 x 1.264 Pixel
  • AMOLED, 165 Hz Bildwiederholrate
  • bis 6.200 Nits Helligkeit
Kamera
  • 50 MP Hauptkamera (f/1.6)
  • 50 MP Weitwinkel (f/2.0)
  • 50 MP Periskop (f/2.4)
  • 50 MP Selfie-Kamera (f/2.0)
Speicher 16 GB RAM; 512 GB UFS 4.1 Flashspeicher
Netzwerk SIM-Kartenslot (Nano-SIM); 5G
Konnektivität USB-C; WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/ax/be, NFC, Bluetooth 6.0
Maße und Gewicht 162,1 x 76,4 x 6,99 mm (H x B x T); Gewicht: 186g
Akkukapazität 5.200 mAh; 90W Laden (Kabel); 50W Laden (Kabellos)
Farben PANTONE Carbon / Martini OIive / Violet Indigo
Besonderheiten IP69-Zertifizierung;  Motorola AI
Preise (UVP) € 799,99 *

Motorola Signature Test: Flaggschiff oder nicht? Ganz egal!

Zunächst einmal steht die Frage im Raum, die viele interessieren dürfte. Ist das Motorola Signature nun ein Flaggschiff-Smartphone? Diese Frage könnte mir kaum egaler sein und die Antwort hängt davon ab, wie ihr diese Geräteklasse definiert. Wenn für dich ein Flagship per Definition die neueste Technik besitzen muss, dann lautet die Antwort in diesem Fall „Nein“. Denn das Signature kommt mit dem abgespeckten Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 daher, der im Vergleich zum Snapdragon 8 Elite Gen 5 aus dem Galaxy S26 Ultra und fast jedem anderen Android-Flaggschiff 2026 niedrigere Taktraten ansetzt und weniger Cache aufweist.

Wenn ein Flagship Phone für dich aber die besten Kameras (des jeweiligen Herstellers), die bestmögliche Verarbeitungsqualität und eine durchweg moderne Ausstattung inkludiert… oh Junge, dann solltest du dir das Motorola Signature mal genauer anschauen. Was der Hersteller hier zusammengeschustert hat, kann sich absolut sehen lassen. Und damit meine ich nicht nur das Design, das es wirklich in sich hat.

Doch beginnen wir da, wo man zuerst drauf achtet. Das Signature kommt in den Pantone-Farben Martini Olive (eine Art gelbgrün) und einer marineblauen Carbon-Variante. Unser Testmodell in Martini Olive setzt dabei auf eine stoffähnliche Rückseite, die nicht nur angenehm gemasert ist, sondern auch unfassbar angenehm in der Hand liegt und dem Smartphone einen angenehmen Grip verleiht. Dank eines vergleichsweise niedrigen Gewichtes von lediglich 186 Gramm liegt das Motorola Signature trotz 6,8-Zoll-Display unglaublich gut in der Hand. Zum Vergleich: Ein Google Pixel 10 Pro mit 6,3 Zoll bringt satte 207 Gramm auf die Waage, das iPhone 17 Pro 204 Gramm.

Doch es ist nicht allein das Gewicht, es sind auch die Maße. Das Top-Modell aus dem Hause Motorola ist mit 6,99 mm äußerst dünn. Das Pixel 10 Pro kommt hier auf 8,6 mm und selbst das schlanke Samsung Galaxy S26 Ultra trägt mit 7,9 mm deutlich mehr auf. Kurz gesagt: Das Motorola Signature ist ein absoluter Handschmeichler.

Motorola Signature: Top-Display erreicht Vorgabe nicht

Das Motorola Signature ist mit einem 6,8-Zoll-LTPO-AMOLED-Display ausgestattet. Mit einer Auflösung von 2.780 × 1.264 Pixeln ist die Darstellung jederzeit gestochen scharf, und einzelne Bildpunkte sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. Was im Alltag sofort auffällt: Das Panel ist schlicht beeindruckend. Farben sind kräftig, der Kontrast ist – wie bei AMOLED-Displays üblich – absolut klasse, und die Schärfe überzeugt in jeder Situation. Das Display arbeitet mit einer 10-Bit-Farbtiefe und unterstützt alle gängigen Standards wie HDR10+, Dolby Vision und HLG. Dank Widevine-L1-Zertifizierung steht dem Filmgenuss in voller Auflösung bei Netflix und Co. nichts im Wege.

Motorola bewirbt eine Bildwiederholrate von 165 Hz – und hier muss ich ehrlich sein: Bei Bewegungen läuft der Bildschirm im System durchgehend mit sehr flüssigen 120 Hz und fällt bei Stillstand zuverlässig auf 1 Hz herunter. Die beworbenen 165 Hz habe ich im Test nicht zu Gesicht bekommen. Der 165-Hz-Modus ist lediglich beim Spielen über die Gametime-App von Moto verfügbar. Selbst dort lief „Call of Duty Mobile“ nur mit maximal 120 Frames pro Sekunde. Das ist kein Dealbreaker, sollte aber bekannt sein.

Bei der Helligkeit sieht es solide aus, aber nicht überragend. Im Auto-Modus sind es rund 1.880 Lux. Ein alltagstaugliches Ergebnis, das für problemlose Ablesbarkeit im Freien sorgt, sich aber nicht von der Konkurrenz abhebt. Zum Vergleich: Das Google Pixel 10 Pro erreicht 2.600 Lux, das Samsung Galaxy S25 kommt auf 2.450 Lux. Der Hersteller spricht von einer Peak-Helligkeit von 6.200 Nits, dieser Wert gilt jedoch nur für isolierte Pixel bei HDR-Inhalten, nicht für das gesamte Display.

Für empfindliche Nutzer lässt sich in den Einstellungen ein Anti-Flimmer-Modus aktivieren. Die Farbeinstellungen können stufenlos angepasst werden, es gibt allerdings keine automatische Anpassung an das Umgebungslicht, wie bei den meisten anderen Flagships. smartzoneUnterm Strich: Das Display gehört zu den besseren seiner Klasse, gerade bei Streaming und HDR-Content. Der Alltag läuft butterweich. Die 165-Hz-Aussage ist aber Marketing, kein echter Mehrwert im normalen Betrieb.

Ausstattung und Performance

Unter der Haube arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 mit bis zu 16 GB RAM und bis zu 1 TB UFS-4.1-Speicher. Damit ist das Signature auf dem Papier top bestückt – und im Alltag merkt man das auch: Apps öffnen instant, Multitasking läuft problemlos, und selbst anspruchsvolle Anwendungen schluckt das Gerät ohne Murren.

Wer aber viel zockt, sollte genauer hinschauen. Mit dem Snapdragon 8 Gen 5 steckt im Motorola-Topmodell nicht das allerstärkste SoC und wer das Smartphone häufig zum Spielen nutzt, dürfte aufgrund der hohen Hitzeentwicklung nicht glücklich werden. Das ist ein echter Kritikpunkt: Unter Dauerlast wird das Gerät spürbar warm und Leistungseinbrüche sind dann nicht ausgeschlossen. Im 3DMark Stresstest liefert das Smartphone mit einer Stabilität von weniger als 70 Prozent ein durchwachsenes Ergebnis.

Im Antutu-Benchmark erreicht das Signature einen Wert von 2.314.011. Das ist stark, aber Geräte mit dem Snapdragon 8 Elite (wie das Samsung Galaxy S26 UItra) liegen aber noch deutlich darüber. Für Gaming-Enthusiasten, die ihr Gerät regelmäßig an die Grenzen bringen, gibt es also stärkere Alternativen auf dem Markt.

Benchmark Ergebnis
Geekbench 6 Single / Multicore 2.913 Pkt. / 9.522 Pkt.
Geekbench 6 GPU 17.382 Pkt.
Geekbench AI 2.058 / 3.439 / 4.454 Pkt.
Wild Life Extreme 5.454 Pkt.
Solar Bay 9.631 Pkt.
Solay Bay Extreme 905 Pkt.
Steel Nomad Light 2.071 Pkt.
PCMark Work 3.0 20.856 Pkt.

Auf der Konnektivitätsseite lässt Motorola keine Wünsche offen. An Bord sind Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC, Ultra Wideband sowie USB 3.1 Gen 2 mit DisplayPort-1.4-Unterstützung für die Videoausgabe. Der USB-C-Anschluss erlaubt Datenübertragungen mit bis zu 10 Gbit/s. Das ist echter Flaggschiff-Standard und im Alltag, etwa beim Anschluss an externe Monitore oder beim schnellen Datentransfer, ein echter Vorteil.

An der linken Gehäuseseite sitzt eine dedizierte AI-Taste, die mit einer Auswahl verschiedener Funktionen belegt werden kann. Für das Entsperren ist ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display verantwortlich, der sehr gut und zuverlässig funktioniert. Alternativ steht Face-Unlock bereit.

Motorola Signature
Schade: Das Motorola Signature nimmt nur eine SIM auf

Einen Minuspunkt gibt es beim SIM-Setup: Dual-SIM ist nur mit eSIM möglich. Wer zwei physische SIM-Karten nutzen möchte, muss das Signature also links liegen lassen.

Akkulaufzeit des Signature: Gut, aber nicht überragend

Der 5.200-mAh-Akku klingt erstmal nach viel und in der Praxis schlägt er sich respektabel, ohne jedoch die Konkurrenz zu dominieren. Bei unserem WLAN-Test schafft das Signature knapp 20 Stunden. Das Apple iPhone 17 Pro Max und das Samsung Galaxy S26 Ultra halten deutlich länger durch.
Im Alltag hält das Gerät problemlos einen vollen Tag durch. Beim Akkutest erweist sich das Motorola Signature als Dauerläufer. Erst nach über 24 Stunden Videostreaming war der Akku leer. Für ein so schlankes Gerät ist das beeindruckend. Wer aber auf Ultraausdauer setzt, schaut sich besser beim OnePlus 15 um – das arbeitet mit einem Akku jenseits von 7.000 mAh.

Motorola Signature

Der Kompromiss für das schlanke Design zeigt sich beim Akku. Motorola setzt auf Silizium-Kohlenstoff-Technologie, aber der Akku kommt „nur“ auf 5.200 mAh. Beim Laden ist das Signature hingegen richtig stark aufgestellt. Es unterstützt 90 W kabelgebunden, 50 W kabellos, 10 W Reverse Wireless und 5 W Reverse Wired. Im Labor war der Akku nach nur 64 Minuten wieder voll. Die Spule zum drahtlosen Aufladen kann auch kleine Geräte dank Reverse Wireless Charging wieder aufladen, wenn man sie auf die Rückseite legt. Das ist ein schöner Alltagsvorteil, den man schnell zu schätzen lernt.

Software: Cleanes Android 16

Das Motorola Signature läuft ab Werk mit Android 16 und bekommt bis zu sieben Major-Android-Updates. Das bedeutet Support bis etwa 2033, ein echtes Verkaufsargument und ein klares Statement in Richtung Nachhaltigkeit. Hier hält Motorola mit Samsung und Google mit. Die Software-Erfahrung ist grundsätzlich positiv.

Motorola setzt auf ein weitgehend sauberes Android ohne massiven Bloatware-Overkill, bringt aber dezente eigene Akzente mit. Die Motorola-eigenen Features (darunter praktische Gesten und Anpassungsoptionen) sind gut integriert und stören nicht. Das System läuft sauber ohne Bloatware und sieht angenehm dezent aus.

Kritisch wird es bei den KI-Features. Bestimmte KI-Funktionen erfordern einen Motorola-Account. Das ist für viele Nutzer ein Ärgernis, das sich hätte vermeiden lassen. Wer keine Accounts bei jedem Hersteller anlegen möchte, hat hier schlechte Karten.

Insgesamt ist die Software-Erfahrung beim Signature gut. Kein puristisches Android wie bei Pixel-Smartphones, aber auch kein zugemülltes OS, wie man das bei vielen chinesischen Herstellern oft sieht. Mir gefällt die Software gut, wenngleich Motorola hier ein paar eigene Akzente vermissen lässt.

Motorola Signature: Die Kameras beeindrucken

Wo das Motorola Signature allerdings ganz weit vorne mitspielen kann, ist beim Kamera-Setup und das hat es wirklich in sich. Obwohl der Hersteller „nur“ auf 50-Megapixel-Sensoren (ganze vier an der Zahl) setzt, lässt das Teil selbst einige gestandene Flaggschiffe ziemlich alt aussehen. Meistens jedenfalls. Die Kamera ist das wohl stärkste Argument für das Motorola Signature – und das nicht nur laut Hersteller. Beim DxO-Benchmark hat das Signature Top-Smartphones wie das Google Pixel 10 Pro geschlagen und landet damit zum Testzeitpunkt in den Top 10 der Smartphones mit den besten Kameras weltweit.

Hauptkamera:

Das Kamera-Setup besteht aus vier 50-Megapixel-Linsen: Hauptkamera mit Sony-LYTIA-828-Sensor, f/1.6-Blende und 1/1,28″-Sensor, einer 50-MP-Ultraweitwinkelkamera mit 12-mm-Brennweite und 122°-Sichtfeld sowie einer 50-MP-Telekamera mit Sony-LYTIA-600-Sensor und 3-fachem optischen Zoom. Die Frontkamera kommt ebenfalls auf 50 Megapixel mit Sony-LYTIA-500-Sensor. Drei der vier Kameras stammen also von Sony: ein Qualitätsversprechen, das sich im Alltag tatsächlich als stark erweist.

Die Hauptkamera ist die klare Stärke des Systems. Bei Tageslicht gelingen mit der Hauptlinse exzellente Aufnahmen: Bilddetails sind ausgewogen, der Dynamikumfang sehr stimmig. Die Fotos zeigen kräftige Farben, hohe Schärfe und gute Details. Was ich besonders schätze: Die Bildverarbeitung ist flott, aber nicht übertrieben aggressiv. Fotos wirken natürlich, ohne den künstlichen Hochglanz-Look vieler Konkurrenten. Die einzelnen Linsen arbeiten sehr konsistent zusammen, sodass die Farbdarstellung beim Wechsel zwischen den Kameras weitgehend gleich bleibt. Das ist kein Selbstverständnis im Flaggschiff-Segment und macht die Kamera-Erfahrung im Alltag deutlich angenehmer.

Low-Light:

Bei wenig Licht zeigt das Signature, was der große Sony-Sensor zu leisten imstande ist. In sehr schwachem Licht bietet das Signature eine sehr gute Fotoqualität: Motive werden ordentlich belichtet und die Aufnahmen zeigen einen guten Dynamikumfang. Auch bei Dunkelheit hellt die Kamera Motive effektiv auf, ohne den Betrachter mit übermäßigem Bildrauschen zu quälen. Gegenüber dem Google Pixel gibt es aber Nuancen zu beachten: An trüben Tagen entstanden teilweise dunklere Bilder, wobei Details in wolkigem Himmel verloren gingen. Das Pixel konnte hier den dunkleren Bildbereich besser aufhellen, ohne dass Kontrast und Struktur in den Wolken zu stark leiden. Wer also bei trübem Wetter viel fotografiert, sollte das im Hinterkopf behalten.

Das Ultraweitwinkel-Objektiv mit 12 mm Brennweite und 122° Sichtfeld ist eines der weitwinkligsten in seiner Klasse. Ultra-Wide-Aufnahmen überzeugen mit präziser Weißabgleichgenauigkeit und guter Motivbelichtung – Details werden sauber erhalten, während der Rauschanteil besonders tagsüber sehr gering bleibt. Auch die Ultraweitwinkelkamera liefert gute Ergebnisse, ohne an den Bildrändern zu Unschärfe zu neigen. Natürlich gibt es eine gewisse Verzerrung, insgesamt sind die Resultate aber sehr überzeugend.

Beim Zoom-Setup lohnt ein differenzierter Blick. Das Kameratrio liefert schnell geschossene, detailreiche und scharfe Fotos mit flotter, aber nicht zu starker Nachbearbeitung. Besonders in hohen Zoomstufen hilft die KI im Nachgang ordentlich nach und füllt fehlende Details in den Bildern auf – das klappt bis zum 100-fachen Digital-Zoom ganz gut und zaubert Details in die Bilder, die die Kamera eigentlich gar nicht sehen kann. Wenn auch nicht immer ganz sauber.

Zwischen dem 2- und 3-fachem Zoom wird allerdings digitaler Zoom auf das Hauptkamera-Bild angewendet, was im Vergleich zur Konkurrenz zu einem Detailverlust führt. Ab etwa 20-fachem Zoom kommt KI zum Einsatz, um die Darstellung zu korrigieren. Dabei verändern sich die Texturen etwas, während Bilder im mittleren Zoombereich schärfer wirken können.

Einen eigenen Farbstil bringt das Signature ebenfalls mit: Der Signature-Modus erhöht die Farbsättigung im gesamten Bild, wodurch die Aufnahmen kräftiger wirken. Für viele Nutzer dürfte genau dieser Look attraktiv sein, auch wenn er nicht wirklich realistisch anmutet. Wer jedoch starken Digitalzoom zusammen mit dem Signature-Farbprofil nutzt, muss mit deutlichen Einbußen bei der Bildqualität rechnen.

Videoaufnahmen sind in bis zu 8K bei 30 fps mit Dolby Vision möglich, ebenso 4K bei 60 fps. Der praktische Nutzen der 8K-Aufnahmen ist allerdings begrenzt, da 8K-Displays derzeit kaum verbreitet sind. Auf einem Dolby-Vision-Display wirken die Aufnahmen sehr gut, erscheinen jedoch meist etwas dunkler als normales HDR. Wer filmischen Anspruch hat und vor allem auf Videos setzt, wird Geräte wie das Xiaomi 17 Ultra oder das iPhone 17 Pro als stärker empfinden. Für Fotos im Alltag, auch unter anspruchsvollen Bedingungen, gehört das Motorola Signature aber zur absoluten Spitzengruppe. Das Kamerasystem zeigt, dass gute Bildqualität und dünnes Smartphone-Gehäuse kein Widerspruch sein müssen. Und das allein ist schon ziemlich beeindruckend.

Motorola Signature Test: Fazit

Das Motorola Signature ist ein starkes Flaggschiff, das seinen Anspruch in weiten Teilen einlöst. Definitiv erstklassig sind das schlanke und trotzdem sehr robuste Gehäuse, der helle AMOLED-Bildschirm und das Kamera-Setup mit seinen vier 50-MP-Linsen. Die Kombination aus DxO-prämierter Kamera, 7 Jahren Update-Garantie, sauberem Android 16 und dem ultradünnen 7-mm-Gehäuse ist in dieser Form einzigartig auf dem Markt. Hinzu kommen die tadellose Verarbeitung und das absolut edle Design: Das Signature liegt unfassbar angenehm in der Hand. Und das sage ich nicht nur als jemand, der normalerweise aufgrund kleiner Hände eher kompakte Smartphones bevorzugt.

Bei der restlichen Ausstattung und den Messungen kann das Motorola Signature aber nicht mit den absoluten Flaggschiff-Smartphones mithalten. Der Snapdragon 8 Gen 5 ist kein Top-Chip mehr, unter Last wird das Gerät warm (inklusive gedrosselter Leistung) und die Akkulaufzeit reicht nicht an die Ausdauer-Champions der Konkurrenz heran. Der fehlende physische Dual-SIM-Slot und die KI-Account-Pflicht sind ebenfalls Minuspunkte, die je nach Nutzungsprofil unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.

Unterm Strich punktet das Motorola Signature mit vielen Vorteilen, aber bei Akku und Prozessor bieten andere Flaggschiff-Smartphones mehr. Wer ein elegantes, kamerastarkes und zukunftssicheres Flaggschiff sucht und kein Gaming-Powerhouse braucht, bekommt hier ein ausgezeichnetes Gerät, das insbesondere zum stark gesunkenen Preis absolut einen Blick wert ist.

Silver Award für Motorola Signature - 04/2026MotorolaSignature04/2026

VORTEILE

  • Edles Design
  • Angenehme Haptik
  • Top-Verarbeitung
  • Vier starke Kameras
  • IP68/69
  • Helles Display
  • 90 Watt Ladegeschwindigkeit
  • 7 Jahre Updates

NACHTEILE

  • Kein Top-Prozessor
  • Hitzeentwicklung unter Last
  • Dual-SIM nur mit eSIM
  • Videoqualität könnte besser sein
  • Akkulaufzeit durchschnittlich

Detailbewertung

Design & Verarbeitung94
Hardware & Performance85
Multimedia89
Akku86
Kameras91
Preis-Leistungs-Verhältnis91

Fazit

Unglaublich edles und dünnes Smartphone mit hervorragenden Kameras und hoher Ladegeschwindigkeit. Die Akkulaufzeit ist allerdings nur durchschnittlich, während die hohe Hitzeentwicklung unter Last zu Performanceeinbußen führt.

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