Was passiert, wenn mehrere Premium-Produkte aufeinander treffen? Hier hat Noctua bereits mehrere Erfahrungen auf dem Gebiet gemacht. Im Antec Flux Pro Noctua Edition Test werfen wir einen Blick auf die bereits angekündigte Kollaboration des österreichischen Premium-Herstellers für Kühl-Lösungen mit dem taiwanesischen Gehäusespezialisten. Nach ein paar Grafikkarten und AIO-Wasserkühlung aus dem Hause ASUS, einem High-End-Netzteil von Seasonic, 3D-Druckern und Filament von Prusa ist somit auch der Bereich von Computergehäusen abgedeckt. Antec ist einer der großen Hersteller im PC-Gehäuse-Bereich, der bereits seit langer Zeit – wenn auch mit einer etwas weniger präsenten Phase – beeindruckende Cases fertigt. Und das reguläre Antec Flux Pro war bereits als Top-Performer bekannt und umso spannender wird der Blick auf die Noctua Edition.
Spezifikationen
| Größe | 245 x 545 x 530 mm |
| Volumen | 70,77 l |
| Gewicht | 13.75 kg |
| Formfaktor | Mini-ITX, µATX, ATX, E-ATX |
| max. Luftkühlerhöhe | 190 mm |
| Radiatorgrößen | Front: 120 / 140 / 240 / 280 / 360 / 420 mm Oben: 120 / 140 / 240 / 280 / 360 / 420 mm Hinten: 120 / 140 mm Unten: 120 / 240 mm auf der Netzteilabdeckung: 120 / 240 / 360 mm |
| max. Grafikkartenlänge | 455 mm |
| Lüfter im Lieferumfang | 6 (4x 140 mm Noctua NF-A14x25 G2 / 2x 120 mm Noctua NF-A12x25 G2) |
| Support für Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen | Nein |
| Erweiterungskartenslots | 8 |
| Garantie | 6 Jahre |
| Preis | € 399,90 * |
Verpackung
- Brauner Karton
- Weiche Schaumstoffschalen mit verstärkten Kanten halten das Gehäuse
- Zubehörschachtel und Lüfterschachtel sind ebenfalls vorhanden
Das Antec Flux Pro Noctua Edition wird in einem sehr großen Karton geliefert. Aus Gewichtsgründen ist es hierbei praktisch, dass dieser Griffe besitzt, durch die sich der Transport dennoch gut gestaltet. Öffnet man den Karton, blickt man auf eine Zubehörschachtel und darunter sitzt das Gehäuse, das von zwei großen, weichen Schaumstoffschalen geschützt wird. Diesen weichen Schaumstoff bevorzuge ich tatsächlich, da er im Gegensatz zu Styropor weniger schnell bricht und außerdem eine dämpfendere Schutzwirkung besitzt.
Hinter dem Gehäuse sitzt ein weiterer Schaumstoffrahmen, der eine weitere große Schachtel hält, in der sich die Lüfter befinden.
Das alles ist recht widerstandslos aus dem Karton zu bekommen und nun sitzt nur noch das Gehäuse in einer Plastikfolie.
Außerdem gibt es noch ein paar Schutzfolien. Einmal auf dem kleinen Display an der Seite des Gehäuses, dann auf dem Glasfenster und auf diesem sowohl innen als auch außen. Auf der Oberseite des Gehäuses sind auch die Frontpanel-Anschlüsse durch Silikonstecker geschützt. Und die Lüfter besitzen zwischen dem Rahmen und den Lüfterblättern einen schützenden Papierrahmen. Diese kann man direkt entfernen – die restlichen Schutzfolien würde ich bis zum Abschluss des Zusammenbaus auf dem Gehäuse lassen, um Fingerabdrücke zu vermeiden.
Lieferumfang
- Unterschiedliche Montagematerialien für die Lüfter
- Alternativer Halterahmen für das Netzteil
- Mini-Noctua-Lüfter als Schlüsselanhänger
- Informationen zur FSC-Zertifizierung der Echtholzkomponenten
Das Antec Flux Pro Noctua Edition kommt mit einem umfangreichen Zubehörpaket. Einerseits liegen für die Lüfter wahlweise Lüfterschrauben oder vibrationsdämpfende Silikonhalterungen bei.
Andererseits gibt es das generelle Zubehörpaket, in dem sich eine Sortierbox mit allen nötigen Schrauben findet, wie auch ein Netzteilrahmen für eine Montage des Netzteils in „normaler“ Ausrichtung, wogegen das Flux Pro ansonsten auf ein 90° gedrehtes Netzteil ausgelegt ist. Dann gibt es zwei Abdeckungen für die Netzteilabdeckung, falls man auf dieser nicht die beiden NF-A12x25 G2 verbauen möchte. Dann gibt es noch eine Info zum verwendeten Holz an der Front des Gehäuses und einen kleinen Noctua NF-A4, der als Schlüsselanhänger konzipiert ist und ohne Motor kommt.
Es gehört auch eine gedruckte Bedienungsanleitung dazu, die übersichtlich und gut verständlich aufgebaut ist.
Der Mini-Lüfter, der als Schlüsselanhänger dazugelegt wurde, ist gerade für Noctua-Fans ein ausgesprochen cooles Zubehörteil. Er kommt zwar ohne Motor und Kabel, aber der Rest sieht nach echten Komponenten aus.
Zur Zertifizierungsinformation des Holzes habe ich mir auch mal die FSC-Webseite angesehen und die Infos abgeglichen. So sieht man, dass die Firma, die sich um das Holz kümmert, Dongguan Sunny Fund Wood Co. Ltd. aus China ist. Und was Walnussholz angeht, hat sie in den Baumsorten ausschließlich „Juglans nigra“ eingetragen, also „Schwarznuss„. Das ist eine Unterart der Walnuss, die auch für sehr ansehnliches Holz bekannt ist, was auch am Gehäuse zu sehen ist.
Design
- Braun-schwarzes Design mit Echtholzdetails in der Front
- Mini-Display in der Seite
- Braune Silikonteile passend zu Noctua
- Mesh-Front ist strukturiert und macht einen edlen Eindruck
Klar – nicht jedermann ist ein Fan von Noctuas Farbschema und das jetzt auch in einer angepassten Form in einem Gehäuse zu finden, wird nicht unbedingt alle Geschmäcker treffen. Aber wer auf das Noctua-Farbschema steht, wird sich wohl fühlen, denn hier wurden Braun- und Schwarztöne vereint, wie das auch bei ASUS und Seasonic der Fall war. Beige sucht man dagegen – bis auf bei den Lüftern – vergebens. Ich finde es fast schade, dass es kein beige-braunes Gehäuse ist, oder dass bei den Lüftern für einen einheitlicheren Look die braunen Lüfterblätter mit den schwarzen Rahmen der chromax.black-Modelle verheiratet werden, was auch eine coole Lüfterserie wäre. Auf der anderen Seite ist es aus Antec-Sicht nachvollziehbar, denn Antec war schließlich vor ein paar Jahrzahnten einer der Vorreiter, die von den beigen Gehäusen der 80er und 90er den Schritt in Richtung schwarzer Gehäuse gegangen sind.
Ein einheitliches Auftreten ist mit dem Farbschema der Noctua-Lüfter meist schwer möglich und bisher gibt es nur wenige Möglichkeiten, Noctua-Lüfter optisch passend in Gehäuse zu befördern. Dies hat insbesondere mit den Fractal Design North und deren Holzfront begonnen und das Antec Flux Pro passt mit dem Walnuss-Holzrahmen ebenso ins Bild. Und dazu gibt es mit der Noctua Edition eben noch die entsprechende Anpassung der Farbtöne. Die Brauntöne des Gehäuses sind dabei zurückhaltend-dunkel gehalten, sodass es nicht zu sehr heraussticht. In den Fotos wirken die Brauntöne heller und intensiver als in echt. Die Silikonteile im Inneren des Gehäuses wurden ziemlich optimal an die Silikonecken der Noctua-Lüfter angepasst.
Eine weitere optische Besonderheit des Antec Flux Pro ist die dreidimensionale Gestaltung des Mesh-Gitters in der Front. Manche würden sicherlich eine nüchternere Gestaltung bevorzugen, aber insgesamt wirkt das noch immer sehr edel und nicht zu verspielt. Das Mesh-Gitter rundum ist engmaschig und agiert somit gleichzeitig als Staubfilter.
Wer auf ein Noctua-Gehäuse setzt, wird vermutlich auch einen hochwertigen Noctua-Kühler in den Einsatz bringen. Entsprechend habe ich für das Bild im fertig montierten Zustand auch den Noctua NH-D15 G2 in Position gebracht:
Antec Flux Pro: Die Basis der Noctua Edition
- Hochwertiges Gehäuse mit hervorragendem Airflow
- Besonders flexible Kompatibilität zu vielen Komponenten
Zum ursprünglichen Antec Flux Pro haben wir tatsächlich keinen dedizierten Test, aber zusammengefasst ist es ein sehr hochwertiges Gehäuse, das nicht nur optisch durch die Echtholz-Akzente heraussticht, sondern auch leistungsmäßig im High-End-Bereich mitspielt. Das hat einerseits damit zu tun, dass es eine große Lüfterfläche besitzt und mit verhältnismäßig vielen Lüftern kommt. Andererseits besitzt es eine großzügige Mesh-Front, die ohne zusätzlichen Staubfilter auskommt und so leistungsmäßig besser dasteht als zweischichtige Konzepte. Und es besitzt auch einen perforierten Bereich um das Netzteil, durch den zwei auf der Netzteilabdeckungen angebrachte Lüfter Frischluft ziehen können und direkt in Richtung Grafikkarte befördern – ein Feature, das seit der Einführung von Netzteilabdeckungen in den letzten Jahren immer häufiger zu kurz gekommen war. Was die Anzahl und die empfohlene Position der Lüfter angeht, hat sich bei der Noctua Edition tatsächlich nichts geändert.
Somit ist das Antec Flux Pro bereits in der ursprünglichen Version ein hochwertig verarbeitetes Gehäuse mit hoher Komponentenkompatibilität (wie beispielsweise auch für Radiatoren bis 420 mm!), das sowohl Prozessoren als auch Grafikkarten gut kühlt.
Beim Antec Flux Pro Noctua Edition aus diesem Test hat sich am prinzipiellen Gehäuseaufbau nichts verändert. Es gibt jedoch ein paar Unterschiede. So besitzt diese neue Auflage nicht nur ein verändertes Farbschema, sondern auch einen besseren Lüfter-Hub von Noctua, der sich hinter dem Mainboard-Tray befindet, wo er magnetisch vormontiert ist und auch einfach etwas verschoben werden kann. Wenn man eine SATA-Stromversorgung anschließt, kann der Lüfter-Hub problemlos auch mehr als die acht Plätze mit Strom versorgen, wenn man beispielsweise Y-Splitter nutzt, um mehr Lüfter anzuschließen. Die SATA-Stromversorgung ist stark zu bevorzugen, um nicht Mainboard-Lüfter-Header zu überlasten.
Außerdem sind die Lüfter ab Werk nicht vormontiert. Es gibt eine Empfehlung, wie man die Lüfter montieren kann, aber je nach persönlichem Aufbau kann das entsprechend frei angepasst werden, wenn man beispielsweise auf eine Wasserkühlung setzt.
Noctua NF-A G2
- Aktuellste Lüftergeneration von 2024 / 2025
- Dedizierte Testberichte bei Basic Tutorials vorhanden für weitere Informationen
- Hochwertige Lüfter im flexiblen Standardformat
- Hervorragendes Verhältnis aus Leistung und Lautstärke
Wir haben zu den Noctua NF-A14x25 G2 und den Noctua NF-A12x25 G2 bereits dedizierte Tests verfasst. Und exakt diese Premium-Lüfter sind es auch, die beim Antec Flux Pro Noctua Edition mitgeliefert werden. Die Besonderheit ist, dass diese Lüfter das beste Verhältnis aus Lautstärke und Leistung mit den Standardmaßen erreichen – also einer Dicke von 25 mm. Es gibt durchaus sehr gute andere Lüfter, die eine entsprechende Leistung auf anderem Wege erreichen, sei es auf Kosten der Lautstärke (mit höherer Drehzahl beispielsweise) oder auf Kosten des Standard-Formats, wodurch es Probleme mit diversen Kompatibilitäten kommen kann.
Aber sobald man im Standard-Format auf eine gewisse Lautstärke normalisiert, sind die NF-A-Lüfter der zweiten Generation von Noctua leistungsmäßig zum aktuellen Zeitpunkt ganz oben. Und es gibt noch weitere Gründe, warum man diese Lüfter möglicherweise einsetzen möchte. So hat Noctua mit den G2-Lüftern eine gezielte Geschwindigkeitsverschiebung in die Lüfterpaare konzipiert. So sind die Lüfter beschriftet mit PPA und PPB, wobei die PPA-Lüfter etwas langsamer drehen und PPB-Lüfter ein bisschen schneller. Das reduziert den Effekt der „Schwebung“, der bei sehr ähnlich schnellen Lüftern zu ungewollten Nebengeräuschen führen kann. Daher sollte man auch im Antec Flux Pro Noctua Edition die Lüfter immer abwechselnd ins Gehäuse einbauen und nicht zwei PPA- oder PPB-Lüfter nebeneinander setzen. (Die Bilder stammen aus den dedizierten Lüfter-Tests und zeigen hier Zubehör, wie die Lüfter-Dichtlippe, die bei den Gehäuselüftern aus dem Test nicht mitgeliefert werden und nur beim Einsatz auf Radiatoren sinnvoll sind.)
Last but not least bietet Noctua einfach eine hervorragende Langlebigkeit der Produkte. Klar kann ich jetzt die G2-Lüfter keinem 15-Jahre-Dauertest unterziehen, aber meine bisherige Erfahrung mit Noctua-Lüftern lässt mich da sehr optimistisch darauf blicken. Privat nutze ich nämlich auch noch Lüfter vom Typ Noctua NF-P12 und NF-S12B aus dem Jahre 2010 – und diese funktionieren auch heute noch wie am ersten Tag – wenn auch natürlich nicht mit der Leistung der aktuellen Lüftergenerationen.
Verarbeitungsqualität
- Sehr hohe Verarbeitungsqualität von Gehäuse und Lüftern
- Einige Teile gesteckt und nicht verschraubt, aber mit starken Verschlüssen gegen versehentliches Öffnen
- Nur die Frontschiene zur Lüfterhalterung war recht leicht zu biegen
Um an den Innenraum des Gehäuses zu kommen, muss man keine Schrauben lösen, denn die Scheibe ist nur gesteckt. Dieser Steckmechanismus ist sehr fest, sodass ich zu Beginn echt ein bisschen Angst hatte, da ich auf das Glas eine ziemlich große Kraft ausüben musste, bis sie sich lösen lassen hat. Sie wird einfach nur nach vorne gezogen und sobald sich beide Verbindungspunkte gelöst haben, wird sie nach oben abgenommen. Dass sich die Scheibe nicht verschrauben lässt, halte ich für kein Problem, da sie so fest sitzt, dass ich mir keine Situation vorstellen kann, in der sie sich versehentlich lösen würde.
Die Rückseite wird ebenfalls nicht verschraubt, aber durch den großzügigen Platz für das Kabelmanagement und die guten Verschlüsse hat das in unserem Antec Flux Pro Noctua Edition Test keine Probleme bereitet. Im Gegensatz beispielsweise zum FSP CUT593P Test, in dem es nahezu unmöglich war, die Rückseite zu schließen.
Ich habe das komplette Gehäuse detailliert unter die Lupe genommen. Das Antec Flux Pro Noctua Edition bietet jedoch keine Angriffsfläche, was die Verarbeitung angeht. Der Lack ist sauber verarbeitet, die Spaltmaße sehr gut, es gibt keine scharfen Kanten. Die Verarbeitungsqualität kommt auf den Bildern aus dem Test durchaus zur Geltung.
Nur ein Teil hat sich etwas leicht biegen lassen: Die Schiene für die Frontlüfter. Dies aber auch nur im ausgebauten Zustand ohne montierte Lüfter, die die Struktur verstärken. Gerade beim Montieren der Silikonhalterungen für die Lüfter musste etwas Kraft ausgeübt werden, wodurch sich die dünn gehaltenen Stege etwas verbogen haben. Dafür sind diese schmal gehalten und stören den Luftfluss nicht, was der Effektivität der Lüfter zugutekommt.
Die Lüfter selbst zeigen sich Noctua-typisch von der besten Seite. Sie bieten zwar keine Quality-of-Life-Features, wie beispielsweise Daisy-Chaining, aber die Rahmen sind verwindungssteif, Vibrationen werden durch die hochwertigen Motoren und Lager kaum erzeugt und diese werden durch die Silikonecken gedämpft. Die Lüfterblätter aus LCP (Flüssigkristallpolymer) sind sehr hart und nutzen den Platz zum Rahmen bestmöglich aus.
Komponentenkompatibilität
- Alle erhältlichen Luftkühler passen problemlos
- Auch große Radiatoren bis 420 mm möglich
- Kompatibilität auch zu den größten Grafikkarten
Das Antec Flux Pro ist sowohl in der Standard-Version als auch in der Noctua Edition aus diesem Test beeindruckend, was kompatible Komponenten angeht. So passen hier mit einer maximal möglichen Luftkühlerhöhe bis 190 mm alle noch so großen Luftkühler in das System, die man irgendwie für den PC-Bereich finden kann. Aber auch sehr große Radiatoren sind kein Problem: Sowohl vorne als auch oben sind Radiatoren bis zu einer Größe von 420 mm möglich. Das sieht man selten – häufig findet man – wenn überhaupt – nur eine mögliche Position für einen 420-mm-Radiator.
Auch bei Mainboards sind in diesem Full Tower nahezu keine Grenzen gesetzt: Von Mini-ITX bis E-ATX kann man alle Größen verbauen. Eine Einschränkung gibt es aber: Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen sind mit dem Antec Flux Pro auch in der Noctua Edition nicht vorgesehen. In der Praxis gibt es aktuell noch wenige Mainboards dieser Art, aber es werden mit wachsender Akzeptanz immer mehr, zumal auch immer mehr Hersteller eigene Varianten herausbringen. Dafür ist der Look mit Standard-Mainboards etwas cleaner als mit den Löchern im Mainboard-Tray – und dieses ist somit auch stabiler.
Was Grafikkarten angeht, muss man sich keine Sorgen machen. In das Gehäuse würde sogar die ASUS x Noctua RTX 5080 Platz finden – und das ist so ziemlich die größte Grafikkarte, die man irgendwo finden kann. Da wir keinen Zugriff auf diese Grafikkarte haben, kommt in unserem Antec Flux Pro Noctua Edition Test jedoch eine andere Grafikkarte mit drei Lüftern in den Einsatz.
Festplatten und SSDs
- Sechs SATA-Laufwerke sind montierbar, davon vier wahlweise 3,5″ oder 2,5″ und zwei dedizierte 2,5″-Plätze
- Eine 3,5″-Festplatte lässt sich werkzeugfrei montieren
- Vibrationgedämpfte Lagerung der Festplatten
- Laufwerksträger lassen sich werkzeugfrei entnehmen, nur die Halterung für den unteren Festplattenkäfig ist verschraubt und bei Bedarf komplett entnehmbar
Was Laufwerke angeht, kann man natürlich keine externen 5,25″-Laufwerke unterbringen – das findet man nur noch bei wenigen modernen Gehäusen, die üblicherweise stark auf Office-Systeme ausgelegt sind. Aber für Festplatten und 2,5″-SSDs bietet das Antec Flux Pro Noctua Edition noch eine gute Auswahl an Plätzen an. Hinter dem Mainboard-Tray finden sich zwei Halterungen, die wahlweise für jeweils ein 3,5″- oder 2,5″-Laufwerk genutzt werden können und zwei dedizierte 2,5″-Halterungen. In der Netzteil-Abdeckung findet sich auch ein Festplatten-Käfig, in dem und auf dem jeweils noch ein 3,5″- oder 2.5″-Laufwerk Platz finden kann. Insgesamt kann man so bis zu vier 3,5″-Festplatten montieren oder bis zu sechs 2,5″-Festplatten oder -SSDs, wenn man auf 3,5″-Laufwerke verzichtet.
Dabei ist eine 3,5″-Festplatte im Caddy des Festplattenkäfigs unten werkzeugfrei zu montieren. Andere Festplatten müssen verschraubt werden, wobei die beiden oberen 3,5″-Festplattenhalterungen durch Silikonteile vibrationgedämpft sind. Wenn man eine 3,5″-Festplatte auf dem Festplattenkäfig in der Netzteilabdeckung montiert, ist das somit die einzige komplett ungedämpfte. Entsprechend sollte man diese Position nur dann verwenden, wenn es keine weitere Möglichkeit gibt.
Lüfter-Setup
- Ab Werk keine Lüfter montiert
- Empfohlen wird eine Bestückung entsprechend des normalen Antec Flux Pro
- Bei Bedarf kann frei variiert werden
- Zusätzliche Lüfter bringen keinen nennenswerten Vorteil, außer bei AIOs
Ab Werk sind die Noctua-Lüfter im Antec Flux Pro Noctua Edition nicht verbaut, aber es wird dasselbe Setup empfohlen, das in der regulären Version des Flux Pro genutzt wird: Drei 140-mm-Lüfter in der Front (PPA / PPB / PPA), zwei 120-mm-Lüfter in Pull-Position unten in den vorderen beiden Positionen der Netzteilabdeckung, die auch ab Werk freigehalten wurden, und ein 140-mm-Lüfter hinten.
Noctua selbst hat ein Video (auf Englisch) erstellt, in dem die Montage der Lüfter erklärt wird – das möchte ich euch nicht vorenthalten:
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Prinzipiell könnte man unten noch einen dritten Lüfter verbauen, doch aufgrund des Netzteils, das unter der hinteren Position sitzt, ist nicht zu erwarten, dass dieser im relevanten Maße Luft ziehen würde. Die komplette Oberseite bleibt frei, sodass man hier einen Radiator einbauen kann. Und auch für Luftkühler ist das Setup sehr gut.
Warum die Lüfter ab Werk nicht vormontiert sind? Man hätte so beispielsweise die Möglichkeit, die vorhandenen Lüfter auch gleich auf einem Radiator zu montieren, sei es ein 280-mm-, ein 420-mm- oder ein 240-mm-Radiator. Oder wenn man zwei AIOs nutzt (beispielsweise ein Prozessor und eine Grafikkarte), hat man ebenfalls eine freie Platzwahl für die Lüfter. Außerdem kann man das braune Zwischenteil wie auch den Festplattenkäfig in der Netzteilabdeckung entfernen und zwei Lüfter ganz unten platzieren, um Frischluft direkt von unter dem Gehäuse zu ziehen.
Wer das empfohlene Lüfter-Setup betreibt und oben auf einen Radiator setzt, wäre natürlich gut beraten, auch auf Noctua-Lüfter zu setzen. Einerseits aufgrund des einheitlichen Looks und andererseits aufgrund der sehr hohen Leistungsfähigkeit der Lüfter auf Radiatoren. Hier finde ich es schade, dass kein dritter 120-mm-Lüfter mitgeliefert wurde. Klar wäre dieser in der Standard-Lüfterposition unten über dem Netzteil kaum von zusätzlichem Nutzen, aber so könnte man mit den mitgelieferten Lüftern direkt einen 360-mm-Radiator bestücken.
Bringt man die mitgelieferten Lüfter mit den Silikonhalterungen an, bleiben genügend übrig, um drei weitere Lüfter montieren zu können – so hat man entweder Ersatz oder kann die Lüfterplätze oben füllen.
Tipp am Rande: Um die überstehenden Enden der Silikonhalterungen nicht mehr zu sehen, gibt es zwar die Möglichkeit, diese abzuschneiden, aber damit ist es extrem schwer, sie nach einem Ausbauen (beispielsweise zur Reinigung) nochmal zu verwenden. Was bei mir gut funktioniert hat, war es, die Enden der Silikonhalterungen wieder zurück in den Lüfterrahmen zu drücken, der durch die offene Bauweise Platz für den Überschuss bietet. So wird der Eindruck ein wenig sauberer, auch wenn sich gelegentlich etwas zur Seite hin hinausdrückt.
Auseinanderbauen und Erreichbarkeit
- Man kann viele Teile des Gehäuses für eine optimale Erreichbarkeit entnehmen
- Staubfilter wird nach vorne herausgezogen zur Reinigung
- Lüfter und Radiatoren können außerhalb des Gehäuses verschraubt werden
Ein Vorteil des Antec Flux Pro ist, dass man viele Teile herausnehmen kann. Die Scheibe, das Mesh-Teil darunter, die komplette Oberseite, die Front-Schiene zur Lüfterbefestigung: alles entnehmbar. Das macht den Einbau komfortabel, da man Lüfter und Radiatoren nicht im Gehäuse halten muss bei der Verschraubung, sondern das extern erledigen und dann mit ordentlich gebündelten Kabeln einsetzen kann. Und gerade das Herausnehmen der Oberseite macht die Verkabelung des Mainboards im Gehäuse einfach, da man überall gut herankommt – auch an den CPU-Stromstecker.
Werkzeuglos lassen sich entfernen: die Glasscheibe, die braune Mesh-Abdeckung darunter, die braune Abdeckung des Deckels, die Gehäuserückseite, das Mesh-Frontpanel mit den Holzakzenten und der Staubfilter unten. Dabei ist positiv zu bemerken, dass der untere Staubfilter nach vorne herausgezogen werden kann und somit zur Reinigung einfacher erreichbar ist als bei Gehäusen, bei denen dieser nach hinten entfernt wird. Das geht auch sehr leicht, ohne zu verhaken. Auch Festplattenkäfige und SSD-Träger sind über Rändelschrauben einfach herauszunehmen, wobei die Rändelschrauben bereits ab Werk leichtgängig genug waren, dass kein Werkzeug benötigt wurde. Nur die Rändelschrauben der Erweiterungskartenslots sind zu fest, um sie einfach von Hand zu lösen.
Ab dann braucht man Werkzeug – einen einfachen Kreuzschlitz-Schraubendreher. Damit kann man das braune Zwischenteil über der Netzteilabdeckung abnehmen (zwei Schrauben), die Gehäuseoberseite (zwei Schrauben) und die Lüfterhalterung vorne hinter dem Mesh (sechs Schrauben) sowie den Festplattenkäfig in der Netzteilabdeckung. Die Front kann man in fünf verschiedenen Schritten und somit auch etwas höher oder tiefer als im Auslieferzustand wieder anbringen – so kann man beispielsweise auf die Montagepositionen von Radiatoren reagieren.
Einbau
- Lüftermontage mit vibrationsdämpfenden Silikonsteckern etwas zeitaufwendig
- Einfache Mainboard-Montage und gute Erreichbarkeit
- Kombinierter Frontpanel-Anschluss
- Etwas große Rändelschrauben an den Erweiterungskartenslots
- Keine Grafikkartensstütze
Am längsten hat im Antec Flux Pro Noctua Edition Test der Einbau der Lüfter mit den „anti-vibration mounts“ NA-AV4 gedauert. Diese Silikonteile werden am besten zuerst in Position gebracht, dann müssen die Lüfter ausgerichtet werden und nach und nach eine Ecke nach der anderen durchgefädelt werden. Dann sollte man die Silikonteile nicht an einem Eck komplett durchziehen, sondern möglichst über Kreuz immer ein bisschen angezogen werden. Tatsächlich ist die Montage mit den normalen Lüfterschrauben etwas einfacher und sieht auch sauberer aus. Aber die Noctua NA-AV4 sorgen einfach für ein wenig mehr Dämpfung, sodass sich der Mehraufwand lohnen kann, um das letzte Bisschen Schalldämpfung zu erreichen.
Ansonsten ist es sehr angenehm, dass zwei der Abstandshalter für das Mainboard eine angehobene Mitte besitzen. So halten sie das Mainboard bereits vor dem Festschrauben in der optimalen Position, um alle Mainboard-Schrauben problemlos ausrichten zu können.
Auch sehr schön ist, dass der Frontpanel-Anschluss kombiniert ist und man ihn einfach aufstecken kann. Das erleichtert den Einbau gegenüber getrennten Steckern.
Sehr angenehm ist die Arbeit im Gehäuse insbesondere dann, wenn der obere Bereich komplett entnommen wurde. Einerseits kann man daran außerhalb vom Gehäuse arbeiten, um beispielsweise einen Radiator oder weitere Lüfter zu montieren. Andererseits hat man einfach einen freien Zugriff auf die obere Hälfte des Mainboard, die in vielen anderen Gehäusen sehr schwer zu erreichen ist, um beispielsweise das Stromkabel für den Prozessor anzuschließen oder auch Lüfter- und Pumpenkabel. Das erleichtert den Einbau deutlich. Selten sind Gehäuse so angenehm in der Handhabung.
Die Erweiterungskartenslots haben keine Stege, weshalb man auch beispielsweise die Grafikkarte vertikal einbauen könnte. Hierför bietet Antec ein passendes Bracket mit Riser-Kabel. Nur eine Sache fand ich beim Einbau ein kleines bisschen anstrengender: Die Rändelschrauben der Erweiterungskartenslots sind relativ groß und halten dadurch auch die Abdeckung des Slots darüber fest. Um also eine Dual-Slot-Grafikkarte einzubauen, mussten drei Schrauben gelöst werden, obwohl die dritte Abdeckung nicht entfernt werden musste. Immerhin fällt die Abdeckung beim Lösen der Schraube nicht hinaus, denn diese wird wiederum von der Rändelschraube des nächsten Slots gehalten.
Allerdings besitzt das Gehäuse tatsächlich keine Stütze für große Grafikkarten, obwohl die Größe des Gehäuses und die unteren Lüfter durchaus auf große Grafikkarten ausgelegt sind und solche Stützen auch in deutlich günstigeren Gehäusen zu finden sind. Hierfür muss man also auf Drittanbieter-Lösungen zurückgreifen, wenn man die Grafikkarte nicht vertikal einbaut. Immerhin werden viele große Grafikkarten direkt mit entsprechenden Stützen ausgeliefert.
Netzteil und Kabelmanagement
- Viel Platz für Kabelmanagement
- Lüfterkabel-Verlängerungen für die empfohlene Standard-Bestückung bereits vorverlegt
- Klett-Kabelkanäle großzügig dimensioniert
Sehr schön für das Kabelmanagement des Antec Flux Pro Noctua Edition ist, dass es auf der Rückseite nicht nur viel Platz für Kabel gibt, sondern auch Klett-Kabelbinder, die die Verlegung vereinfachen. In dieser Edition wird auf einen Noctua-Lüftersplitter zurückgegriffen, der einige Lüfter ansteuern kann, wobei die Stromversorgung über einen SATA-Anschluss läuft. Letztendlich wird nur ein Lüfterkabel in Richtung Mainboard weitergeleitet, um das PWM-Signal an den Lüfter-Hub zu schicken. Ab Werk sind bereits einige Noctua-Lüfterverl ängerungskabel angeschlossen und an die erwarteten Stellen für die Standard-Lüfterpositionen geführt, was das Kabelmanagement für die Lüfter sehr einfach macht.
Es ist vorgesehen, dass man das Netzteil gedreht einsetzt. Der Vorteil hiervon ist, dass man recht einfach auf die Anschlüsse von modularen Netzteilen zugreifen kann, zumal der Platz in der Breite gut ausreichen sollte. Wenn das Netzteil zu lang ist oder man ansonsten die reguläre Position bevorzugt – beispielsweise, um den Netzteilschalter einfach betätigen zu können – kann man es aber auch regulär einbauen, wenn man den entsprechenden Netzteilrahmen nutzt. In der ab Werk vorgesehenen gedrehten Ausrichtung gibt es Empfehlungen für die Kabelführung je nach Position des Kaltgerätesteckers.
Im Test habe ich jetzt noch weitere Lüfter montiert und außerdem zwei Festplatten an unterschiedlichen Stellen eingebaut, wodurch sich die Anzahl der Kabel deutlich vermehrt hat. Dennoch war es mit dem „Gestrüpp“ auf der Rückseite kein Problem in diesem Test, die Rückseite des Antec Flux Pro Noctua Edition zu schließen. Je nach Lichteinfach und Blickwinkel ist es aber unvermeidlich, dass man Kabel im unteren Mesh-Bereich zu sehen bekommt.
Auf der Hinterseite des Gehäuses gibt es Befestigungspunkte für Kabelbinder. Hierdurch kann man auch die angeschlossenen Kabel ordentlich verlegen – ob Monitorkabel, USB-Kabel, Netzwerkkabel oder was auch immer: Damit lässt sich alles gut bündeln.
Antec iUnity
- Für die Ansteuerung des Displays ist eine Software nötig
- Über diese kann man auch die Lüfter steuern
An der Seite des Antec Flux Pro befindet sich ein kleines Display. Um dieses praktisch nutzen zu können, muss man die iUnity-Software von Antec in Betrieb nehmen. Mit diesem Programm kann man auch noch mehr machen als nur das Display ansprechen. So beinhaltet das Programm beispielsweise auch eine Lüftersteuerung, sodass man entweder vorgefertigte Lüfterkurven nutzen oder diese manuell formen kann. Das ist sehr praktisch, um nicht entweder im BIOS die Einstellungen etwas sperrig vorzunehmen oder auf andere Software zurückgreifen zu müssen. FanControl ist beispielsweise ein beliebtes Programm, das man mit iUnity in den Ruhestand schicken kann.
Aber man bekommt auch eine gute Systemübersicht (Komponenten, Temperaturen, Programme mit der höchsten Systemauslastung), die man sich beispielsweise auf einen Zweitbildschirm legen kann. Antec selbst bietet mit dem Vortex View eine AIO mit Display an, das man über dasselbe Programm ansteuern kann. Kurzum: Auch wenn nicht jeder solche dedizierte Software mag, muss ich sagen, dass diese einfach in der Handhabung ist und hier auch problemlos funktioniert.
Aber im Falle des Gehäuses ist das Display schon der primäre Zweck von iUnity. Die Lüftersteuerung für die Noctua-Lüfter nehme ich aber gerne mit, auch wenn diese zusammen nur über einen Header gesteuert werden.
Durch den „Temp“-Schalter auf der Oberseite des Gehäuses kann man wahlweise nur eine der beiden Temperaturen anzeigen oder das Display auch komplett ausschalten. Wer es überhaupt nicht nutzen möchte, kann den USB-2-Header auf dem Mainboard auch komplett freihalten und das Kabel nicht anschließen.
Blick auf den Preis
- Teures Gehäuse
- Preis relativiert sich, wenn man den Preis für ein hochwertiges Gehäuse und die Lüfter einzeln berechnet
- Praktisch gesehen reicht leistungsmäßig auch die reguläre Version des Gehäuses
- Wer sein Gehäuse sowieso mit Noctua-Lüftern ausstatten möchte, sollte sich das Gehäuse ansehen
Das Antec Flux Pro Noctua Edition ist ein sehr teures Gehäuse. Aber wenn man den Preis ein wenig in Relation setzt, dann ist das durchaus dennoch kein schlechter Preis. Denn es gibt durchaus einige Nutzer, die ihr System mit den High-End-Lüftern von Noctua ausstatten. Und sobald man den Preis eines regulären Antec Flux Pro nimmt und den Preis der Noctua-Lüfter hinzurechnet, zahlt man bereits mehr als für das Antec Flux Pro Noctua Edition, das dazu optisch noch besser zu den Lüftern passt. Und dazu wird dieses Case auch noch mit dem hochwertigen Lüfter-Hub NA-FH1 von Noctua ausgestattet, über den man mehr Lüfter ansprechen kann als mit dem Splitter, der im regulären Flux Pro sitzt. Hiermit spart man sich also sozusagen den „Umweg“ und die Mehrkosten für die Werkslüfter des regulären Antec Flux Pro.
Man darf beim Antec Flux Pro Noctua Edition also nicht den Fehler machen und es „nur“ als Gehäuse sehen, was sehr teuer wäre, sondern man muss es als Case und ein High-End-Lüfter-Upgrade in kompletter Bestückung betrachten. Und auch den guten Lüfter-Hub von Noctua gibt es dazu, der ein Upgrade gegenüber dem Modell ist, der im regulären Flux Pro sitzt. Aber wie fast immer, wenn der Name Noctua mit ins Spiel kommt, heißt es eben, dass man in der absoluten Oberklasse mitspielt. Leistungsmäßig, aber auch preislich.
An der Stelle sei gesagt, dass auch die Standard-Lüfter des regulären Antec Flux Pro nicht schlecht sind und es ist auch ohne das Noctua-Upgrade ein sehr hochwertiges Gehäuse, das der gehobenen Preisklasse entspringt.
Ich empfehle also, so viel Geld erst dann in das Gehäuse- und Lüfterset zu investieren, wenn darunter nicht das grundlegende System leidet. Das „normale“ Antec Flux Pro kann also durchaus bei einem begrenzten Budget die bessere Wahl sein. Wer dann im Laufe der Zeit die Lüfter auf Noctua wechselt, splittet sich die Kosten etwas auf.
Fazit
Das Antec Flux Pro Noctua Edition ist schon ein beeindruckendes Gehäuse, das Enthusiasten sowohl viele Möglichkeiten bietet als auch eine hohe Leistung bei niedriger Lautstärke. Klar: „Normale“ Anwender sind eher nicht die Zielgruppe für das Gehäuse, sondern eher Fans von Noctua und Enthusiasten mit High-End-Systemen, die ein hochperformantes Deluxe-Gehäuse suchen. Und damit ist das Gehäuse auch weniger auf Einsteiger ausgelegt, sondern eher auf erfahrene Nutzer, was dadurch unterstrichen wird, dass die Lüfter ab Werk nicht montiert sind, sondern man noch die freie Wahl bekommt, wie man die Lüfter wo montiert (trotz der Empfehlung für das beste Standard-Setup).
Von der Handhabung her hat sich das Antec Flux Pro Noctua Edition im Test als eines der besten Gehäuse gezeigt, die ich bisher testen durfte, wenn auch die Montage mehr Zeit in Anspruch nimmt als manche anderen Cases. Die abnehmbaren Panels und die hohe Flexibilität sind beeindruckend und man hat Platz für nahezu alle Komponenten, die man in einem modernen Gehäuse haben wollen wird. Nur Nutzer von 5,25″-Laufwerken müssen sich anderweitig umsehen.
Wer auf die Qualität von Noctua vertraut, hat also hier die freie Bahn, auch auf ein entsprechendes Gehäuse zugreifen zu können, auch wenn es teuer ist. Aber: Geld hin oder her – „Noctua“ auf dem Gehäuse stehen zu haben, ist eben auch ein gewisses Statement und das Antec Flux Pro Noctua Edition hat durchaus das Potenzial, einen Platz in der Hall of Fame der legendären Gehäuse zu ergattern.
VORTEILE
- Sehr hochwertige Lüfter
- Einfache Handhabung
- Platz für viele Komponenten
- Sehr hochwertige Verarbeitung
- Viel Platz für Kabelmanagement
NACHTEILE
- Hoher Preis
- Lüfter müssen erst eingebaut werden
- Keine Kompatibilität zu Back-Connect-Mainboards
- Keine Grafikkartenstütze
Fazit
Das Antec Flux Pro Noctua Edition ist eine beeindruckende Kombination aus Gehäuse und Lüftern und insbesondere für Noctua-Fans und Nutzer von High-End-Systemen geeignet.












