PC-Komponenten

Cougar OmnyX Test – Innovatives Showcase-Gehäuse mit hoher Flexibilität

Mit dem Cougar OmnyX positioniert der Hersteller ein auffälliges Showcase-Gehäuse, das sich klar an Enthusiasten, Modder und designorientierte PC-Bauer richtet. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf dem rotierbaren, symmetrischen Gehäuseaufbau, der eine flexible Ausrichtung nach links, rechts oder nach vorne erlaubt, sowie auf der Unterstützung moderner Konzepte wie vertikaler GPU-Montage und Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen (z. B. ASUS BTF oder MSI Project Zero). Ergänzt wird das Ganze durch großflächige Glas- und Mesh-Elemente sowie vorinstallierte 160-mm-ARGB-Lüfter, die das OmnyX klar als Präsentationsgehäuse kennzeichnen.

Cougar selbst verspricht dabei eine breite Hardware-Kompatibilität – von klassischen ATX-Systemen bis hin zu zukunftsorientierten Layouts – in Kombination mit einer hohen Kühlleistung. Großzügige Lüfter- und Radiator-Optionen, ein offenes Innenraumkonzept und das auf Airflow ausgelegte Design sollen auch leistungsstarke Gaming- oder Workstation-Systeme zuverlässig temperieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Individualisierung: Modulares Front-I/O, flexible PCI-Slot-Konfigurationen, unterschiedliche Lüfter- und Kühlkonzepte sowie variable Einbauoptionen für Grafikkarte und Mainboard ermöglichen es, das Gehäuse sowohl optisch als auch funktional an die eigenen Vorstellungen anzupassen. Ob klassischer Gaming-Build, RGB-Showcase oder aufgeräumtes Back-Connector-System – das OmnyX will möglichst viele Einsatzszenarien abdecken.

Technische Details

Modell Cougar OmnyX CGR-2WA3B-RGB
Gehäusetyp Midi-Tower
Farben Schwarz
Material Stahl, gehärtetes Glas, Mesh-Elemente
Abmessungen (gesamt) 300 × 520 × 470 mm (B × H × T)
Volumen 73,32 Liter
Mainboards ATX / Micro-ATX / Mini-ITX
Erweiterungsslots 7 (horizontal oder vertikal)
Speicherplätze 2 × 3,5″ / 2 × 2,5″
GPU-Kompatibilität bis 380 mm
CPU-Kühlerhöhe bis 170 mm
Netzteil ATX, bis 200 mm
Kühloptionen (Luft) Front: 2 × 160 mm (300–1200 rpm, ARGB) oder 2 × 140 mm / 120 mm
Rückseite: 2 × 160 mm ARGB (Reverse) oder 2 × 140 mm / 120 mm
Rechts (Mainboard-Seite): 3 × 120 mm (optional)
Inklusive: 4 × 160 mm ARGB PWM
Kühloptionen (Wasser) Front: 120 / 140 / 240 / 280 mm
Rückseite: 120 / 140 / 240 / 280 mm
Rechts: 240 / 360 mm
I/O-Panel 2 × USB-C 3.1 (10 Gb/s, 1× Header / 1× Passthrough)
4 × USB-A 3.0 (5 Gb/s)
1 × 3,5-mm Audio
Kabelführung Kabelmanagement-Abdeckungen, verdeckte PCI-Slots, modularer Innenaufbau
Besonderheiten Rotierbares, symmetrisches Design (links / rechts / vorne)
Modulares I/O-Panel
Vertikale GPU-Montage möglich
Kompatibel mit Back-Connector-Mainboards (ASUS BTF, MSI Project Zero, Gigabyte Stealth)
Staubfilter
Beleuchtung ARGB-Lüfter, integrierte LED-Steuerung, 3-Pin-ARGB-Header
Gewicht 12,6 kg
Preis € 145,26 *

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Cougar OmnyX fällt insgesamt eher schmal aus und wird auch in der Präsentation nicht ganz dem hochwertigen und auffälligen Ersteindruck des Gehäuses gerecht. Cougar verzichtet auf eine aufwendige oder besonders strukturierte Aufbereitung der Zubehörteile, was beim Auspacken einen eher nüchternen Eindruck hinterlässt.

Beigelegt sind diverse Kabelbinder sowie das notwendige Schrauben- und Montagematerial für den Systemaufbau. Die Schrauben befinden sich gesammelt in einem einfachen, unbeschrifteten Plastikbeutel und sind weder nach Einsatzzweck sortiert noch getrennt verpackt. Entsprechend ist beim Zusammenbau etwas Aufmerksamkeit gefragt, um die jeweils passenden Schrauben zu identifizieren.

Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass der Umfang des mitgelieferten Schraubenmaterials vollständig ausfällt. Alle benötigten Schraubentypen sind in ausreichender Anzahl vorhanden, sodass sich Mainboard, Laufwerke, Netzteil und Erweiterungskarten ohne zusätzliches Zubehör montieren lassen.

Abgerundet wird der Lieferumfang durch eine bebilderte Bedienungsanleitung, die den modularen Aufbau und die besonderen Konfigurationsmöglichkeiten des Gehäuses verständlich erläutert. Die Anleitung liegt allerdings nur in englischer und chinesischer Sprache vor, was insbesondere für weniger erfahrene, deutschsprachige Nutzer eine kleine Einschränkung darstellen kann.

Außeneindruck

Das Cougar OmnyX verfolgt ein konsequent unkonventionelles Designkonzept, das sich klar von klassischen Midi-Towern abhebt. Statt einer eindeutig definierten Front setzt Cougar auf ein symmetrisches, rotierbares Gehäuselayout, das eine Ausrichtung nach links, rechts oder nach vorne erlaubt. Dieses Konzept beeinflusst nicht nur den Innenaufbau, sondern prägt auch das äußere Erscheinungsbild maßgeblich: Das Gehäuse wirkt aus nahezu jeder Perspektive als bewusst gestaltetes Showcase und nicht wie ein Tower mit klarer Vorder- und Rückseite.

Optisch kombiniert das OmnyX großzügige Glasflächen mit ausgedehnten Mesh-Bereichen, die funktionale Luftdurchlässe mit einem technisch-reduzierten Look verbinden. Auffällig ist dabei die bewusste Asymmetrie der Flächenanteile: Glas wird gezielt dort eingesetzt, wo Einblicke auf die Hardware gewünscht sind, während Mesh-Elemente großflächig an den airflow-relevanten Seiten dominieren. Dadurch entsteht ein Design, das gleichermaßen auf Präsentation und Funktion ausgelegt ist, ohne sich optisch zu überladen.

Ein zentrales Gestaltungselement ist das modulare Front-I/O-Panel, das sich flexibel an die gewählte Gehäuseausrichtung anpassen lässt. Statt fest an der Oberseite platziert zu sein, kann das I/O-Panel je nach Konfiguration an unterschiedlichen Positionen montiert werden. Das erleichtert nicht nur die Bedienung bei alternativer Aufstellung, sondern unterstreicht auch den modularen Grundgedanken des gesamten Gehäuses.

Inhaltlich fällt das Anschlussfeld vergleichsweise üppig aus. Cougar integriert gleich zwei USB-C-Ports mit 10 Gb/s, ergänzt durch vier USB-A-Anschlüsse (USB 3.0) sowie eine kombinierte 3,5-mm-Audiobuchse. Die Mischung aus interner Anbindung und Passthrough-Lösungen erlaubt eine flexible Integration in unterschiedliche Mainboard-Layouts und ist insbesondere im Hinblick auf moderne Peripherie und mobile Endgeräte zeitgemäß dimensioniert.

In der Gesamterscheinung wirkt das Cougar OmnyX damit weniger wie ein klassisches PC-Gehäuse, sondern eher wie ein modulares Präsentationsobjekt, das bewusst mit etablierten Designkonventionen bricht. Der Fokus liegt klar auf Flexibilität, Sichtbarkeit der Hardware und einer variablen Nutzung – Eigenschaften, die das Gehäuse schon äußerlich klar positionieren.

Inneneindruck

Beim Öffnen des Cougar OmnyX wird schnell deutlich, dass der Innenraum konsequent auf das rotierbare Gesamtkonzept abgestimmt ist. Statt eines klassischen Tower-Layouts folgt der Aufbau einer klar definierten, aber ungewohnten Struktur, die ein gewisses Umdenken erfordert – insbesondere beim Thema Luftstrom und Komponentenplatzierung. Hat man sich jedoch auf das gedrehte Konzept eingelassen, wirkt der Innenraum logisch und durchdacht.

Die Hauptkammer präsentiert sich außergewöhnlich geräumig, ohne dabei beliebig zu wirken. Komponenten wie Mainboard, Grafikkarte und Kühllösungen sind klar voneinander abgegrenzt, was sowohl der Optik als auch der Übersicht zugutekommt. Auffällig ist der vollständig geschlossene Boden, der bewusst auf Lüfter- oder Radiatoröffnungen verzichtet. Stattdessen dient er als visuelle und funktionale Trennung und unterstreicht den Showcase-Charakter des Gehäuses. Gleichzeitig zwingt dieses Design dazu, den Airflow nicht nach klassischen Mustern zu planen.

Durch die gedrehte Mainboard-Ausrichtung verläuft der Luftstrom nicht wie gewohnt von vorne nach hinten oder unten nach oben. Vielmehr wird die Luft seitlich durch das Gehäuse geführt, was bei der Wahl und Ausrichtung der Lüfter berücksichtigt werden muss. Das OmnyX richtet sich damit klar an Nutzer, die bereit sind, sich aktiv mit dem Kühlkonzept auseinanderzusetzen, statt sich auf ein Standardlayout zu verlassen.

Ein zentrales Element der Hauptkammer sind die Radiator- und Lüfterplätze an der Seite des Mainboards. Hier lassen sich optional bis zu 360-mm-Radiatoren oder mehrere 120-mm-Lüfter montieren. Die seitliche Befestigung bietet nicht nur viel Platz für leistungsstarke Wasserkühlungen, sondern eignet sich auch hervorragend für optisch aufgeräumte Builds, da Schläuche und Anschlüsse vergleichsweise unauffällig geführt werden können. Gerade in Kombination mit der vertikalen GPU-Montage ergeben sich hier interessante Showcase-Konfigurationen.

Die Rückseite des Cougar OmnyX – gemeint ist hier die Rückseite des Mainboardtrays – bietet großzügigen Platz für Kabelmanagement und übernimmt eine zentrale Rolle für den sauberen Aufbau des Systems. Dank ausreichender Tiefe hinter dem Tray lassen sich selbst dickere Kabelstränge problemlos verlegen und bündeln, ohne Druck auf die Seitenteile auszuüben.

In diesem Bereich befinden sich außerdem die Laufwerksplätze für bis zu zwei 3,5-Zoll-HDDs sowie zwei 2,5-Zoll-SSDs, die funktional und platzsparend untergebracht sind. Die Positionierung beeinträchtigt weder die Kabelführung noch den Luftstrom und hält die Hauptkammer vollständig frei von zusätzlichen Komponenten.

Ebenfalls auf der Mainboard-Rückseite ist der ARGB-Hub für die vorinstallierten Lüfter montiert. Dieser ist gut erreichbar und logisch platziert, wirkt optisch jedoch eher zweckmäßig als hochwertig. Für ein Showcase-Gehäuse steht er nicht im Fokus, erfüllt seine Aufgabe aber zuverlässig, indem er Lüfter- und RGB-Anschlüsse zentral zusammenführt und die Verkabelung vereinfacht.

Ein besonderes Augenmerk verdient die Kabelzuführung der externen Anschlüsse. Netzwerk-, USB- und weitere Mainboard-Anschlüsse werden von unten in das Gehäuse geführt, was direkt mit dem rotierbaren Gehäusekonzept zusammenhängt. Je nach Ausrichtung des Gehäuses lassen sich die Kabel so unauffällig anpassen, ohne seitlich oder rückwärtig sichtbar aus dem System herauszuführen. Dieses Detail unterstreicht den modularen Anspruch des OmnyX und erweist sich gerade bei alternativen Aufstellungsvarianten als praxisnah.

Insgesamt fungiert die Mainboard-Rückseite weniger als reine „Rückwand“, sondern vielmehr als funktionale Service-Zone, die Ordnung, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in den Vordergrund stellt.

Verarbeitung

Insgesamt hinterlässt das Cougar OmnyX in puncto Verarbeitung einen überwiegend guten Eindruck. Die Farbgebung ist sauber und durchgängig umgesetzt: Alle sichtbaren Bauteile sind einheitlich in Schwarz gehalten, Farbabweichungen oder ungleichmäßige Beschichtungen konnten im Test nicht festgestellt werden. Gerade bei einem Gehäuse mit großen Glas- und Meshflächen trägt diese Konsistenz wesentlich zu einem stimmigen Gesamteindruck bei.

Auch der grundlegende Aufbau wirkt durchdacht. Die einzelnen Komponenten greifen logisch ineinander, und die Konstruktion vermittelt den Eindruck, auf das modulare und rotierbare Design abgestimmt zu sein. Das Gehäuse wirkt nicht improvisiert, sondern klar als eigenständiges Konzept entwickelt. Kanten und Übergänge sind weitgehend sauber ausgeführt, was insbesondere bei den Glasflächen und den sichtbaren Rahmenelementen positiv auffällt.

Kritisch betrachtet werden müssen jedoch die Mesh-Seitenteile. Diese bestehen auf der Außenseite zwar aus Metall, das Material fällt jedoch relativ dünn aus. Die Innenseite der Seitenteile wird überwiegend durch Kunststoffelemente gebildet, die primär der Formgebung und Stabilisierung dienen. In der Praxis führt diese Materialkombination dazu, dass die Mesh-Panels nicht vollkommen plan anliegen. Insbesondere im mittleren Bereich stehen die Seitenteile leicht hervor, was den ansonsten sauberen Gesamteindruck etwas trübt.

Die verbauten Magnete in der Mitte der Mesh-Seitenteile können dieses Problem leider nicht vollständig kompensieren. Zwar halten die Panels sicher am Gehäuse, die leichte Verwindung bleibt jedoch sichtbar. Funktional hat dies keine unmittelbaren Nachteile, optisch fällt es bei genauer Betrachtung allerdings auf – gerade bei einem Gehäuse, das sich explizit als Showcase positioniert.

Unterm Strich liefert Cougar beim OmnyX eine solide bis gute Verarbeitungsqualität, die dem innovativen Designkonzept grundsätzlich gerecht wird. Die Mesh-Seitenteile stellen jedoch einen der wenigen Punkte dar, an denen sich zeigt, dass nicht jede Detailentscheidung das hohe optische Anspruchsniveau vollständig einlöst.

Montage und Installation

Die Montage im Cougar OmnyX unterscheidet sich spürbar von der Installation in klassischen Midi-Towern. Das liegt weniger an fehlendem Platz – im Gegenteil – sondern vielmehr am ungewöhnlichen, rotierbaren Layout, das eine etwas andere Herangehensweise erfordert. Wer sich vor dem Einbau kurz mit dem Konzept auseinandersetzt, findet sich jedoch schnell zurecht.

Dank des großzügig dimensionierten Innenraums lassen sich Mainboard, Grafikkarte und Kühllösungen grundsätzlich komfortabel montieren. Die klare Trennung von Hauptkammer und Mainboard-Rückseite sorgt für Übersicht und verhindert, dass sich Komponenten gegenseitig im Weg stehen. Besonders positiv fällt auf, dass auch größere ATX-Mainboards sowie lange Grafikkarten problemlos Platz finden.

Die Installation von Luft- und Wasserkühlung erfordert dennoch etwas Planung. Durch den geschlossenen Boden und die seitlich orientierten Lüfter- und Radiatorplätze muss der Airflow bewusst anders gedacht werden als bei klassischen Front-/Heck-Layouts. Die bereits vorinstallierten 160-mm-Lüfter geben dabei jedoch eine klare Grundrichtung vor, an der man sich sehr gut orientieren kann. Wer dieses Layout übernimmt oder gezielt ergänzt, erhält ohne großen Experimentieraufwand ein stimmiges Kühlkonzept.

Insbesondere die Radiatorbefestigung an der Seite des Mainboards ist gut zugänglich und stabil gelöst, verlangt aber eine frühzeitige Entscheidung darüber, in welcher Reihenfolge Komponenten verbaut werden – etwa, ob Schläuche einer AIO oder Hardtubes zuerst positioniert werden sollen

Die Montage der Grafikkarte gestaltet sich flexibel. Sowohl klassische horizontale als auch vertikale Einbauvarianten sind vorgesehen, was dem Showcase-Charakter des Gehäuses entgegenkommt. Abhängig von der gewählten Ausrichtung und Kühlkonfiguration kann es sinnvoll sein, die GPU erst nach Abschluss der übrigen Arbeiten einzusetzen, um ausreichend Bewegungsfreiheit zu behalten.

Auf der Mainboard-Rückseite zeigt das OmnyX seine Stärken beim Kabelmanagement. Der vorhandene Platz erlaubt es, Kabel großzügig zu verlegen und bei Bedarf mehrfach neu zu positionieren. Besonders praktisch ist dabei die von unten geführte Kabelzuführung für externe Anschlüsse, die sich an die jeweilige Gehäuseausrichtung anpassen lässt. Dadurch bleiben sichtbare Kabel auch bei ungewöhnlichen Aufstellungsvarianten vergleichsweise unauffällig.

Weniger komfortabel ist die Handhabung des Zubehörs während der Montage. Die Schrauben sind unsortiert in einem Beutel untergebracht, was den Aufbau nicht verhindert, aber etwas Geduld erfordert. Positiv ist jedoch, dass alle benötigten Schraubentypen in ausreichender Menge beiliegen.

Insgesamt richtet sich die Montage im Cougar OmnyX weniger an Nutzer, die einen schnellen Standardaufbau erwarten, sondern an Anwender, die bereit sind, sich mit dem Layout auseinanderzusetzen. Wer diese Bereitschaft mitbringt, wird mit einem flexiblen, geräumigen und ungewöhnlich frei konfigurierbaren Innenraum belohnt, der sowohl funktional als auch optisch viel Spielraum lässt.

Praxistest

Für den Praxistest wurde das Cougar OmnyX mit einem leistungsstarken, aber realistischen Gaming-System bestückt. Zum Einsatz kamen ein AMD Ryzen 7 7800X3D, eine AMD Radeon RX 6900 XT sowie ein Arctic Freezer 36 als Luftkühler. Damit repräsentiert das Testsystem ein typisches Gaming-Setup, das sowohl CPU- als auch GPU-seitig eine relevante Abwärme erzeugt, ohne auf extreme Sonderlösungen zurückzugreifen.

Die Temperaturmessungen erfolgten bewusst praxisnah. Erfasst wurden die Werte im Idle-Betrieb auf dem Desktop sowie unter Gaming-Last während mehrerer Spielsessions in Battlefield 6. Auf synthetische Stresstests wurde verzichtet, da das Ziel eine realistische Einschätzung des Kühlkonzepts im Alltag war.

Testsystem

Prozessor AMD Ryzen 7 7800X3D*
Grafikkarte AMD RX6900 XT
Mainboard MSI MPG B650 Tomahawk*
Arbeitsspeicher Corsair Vengeance RGB DDR 5 32 GB 6000MHz*
CPU-Kühler Arctic Freezer 36 Black*

Gemessene Temperaturen

Idle-Betrieb:

  • CPU: 51 °C
  • GPU: 57 °C

Gaming-Last (Battlefield 6):

  • CPU: 58 °C
  • GPU: 76 °C

Einordnung der Ergebnisse

Die gemessenen Temperaturen fallen insgesamt unauffällig bis gut aus und bestätigen, dass das ungewöhnliche Layout des OmnyX in der Praxis funktioniert. Trotz des geschlossenen Bodens und der seitlichen Luftführung bleiben sowohl CPU als auch GPU klar innerhalb unkritischer Bereiche. Besonders positiv fällt auf, dass die CPU-Temperatur unter Gaming-Last nur moderat über dem Idle-Wert liegt, was auf eine stabile Frischluftzufuhr und einen gleichmäßigen Luftstrom hindeutet.

Die GPU-Temperatur von 76 °C unter Gaming-Last liegt im erwartbaren Bereich für eine RX 6900 XT in einem geschlossenen Gehäuse mit Luftkühlung. Hier zeigt sich, dass die seitliche Luftführung in Kombination mit den vorinstallierten 160-mm-Lüftern ausreichend Frischluft bereitstellt, auch wenn das Airflow-Konzept vom klassischen Front-to-Back-Ansatz abweicht.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Cougar OmnyX die vom Hersteller versprochene solide Kühlleistung in der Praxis bestätigt. Die vorinstallierten Lüfter geben ein funktionierendes Grundlayout vor, das ohne aufwendige Anpassungen bereits gute Ergebnisse liefert. Nutzer, die das Kühlkonzept weiter optimieren oder um zusätzliche Lüfter beziehungsweise Radiatoren ergänzen, dürften hier noch etwas thermischen Spielraum nach oben haben.

Fazit

Mit dem Cougar OmnyX geht der Hersteller bewusst einen anderen Weg als bei klassischen Midi-Towern. Das Gehäuse versteht sich klar als Showcase mit modularer Ausrichtung, das nicht nur optisch auffallen, sondern auch funktional neue Freiheiten bieten will. Dieses Konzept zieht sich konsequent durch Design, Innenaufbau und Nutzungsmöglichkeiten – erfordert vom Nutzer jedoch auch die Bereitschaft, sich auf ein ungewohntes Layout einzulassen.

Im Praxistest bestätigt das OmnyX die vom Hersteller versprochene solide Kühlleistung. Trotz geschlossenem Boden und seitlich orientiertem Airflow bleiben die Temperaturen von CPU und GPU in einem unkritischen Bereich. Die vorinstallierten 160-mm-Lüfter liefern dabei ein stimmiges Grundkonzept, das ohne aufwendige Anpassungen bereits gut funktioniert und gleichzeitig Raum für individuelle Optimierungen lässt.

Stärken zeigt das Gehäuse vor allem bei der Flexibilität: Rotierbares Design, modulare I/O-Position, vertikale GPU-Montage, umfangreiche Radiatoroptionen sowie die Unterstützung moderner Back-Connector-Mainboards machen das OmnyX zu einer interessanten Plattform für individuelle Builds. Der Innenraum ist großzügig bemessen, klar strukturiert und bietet sowohl in der Hauptkammer als auch auf der Mainboard-Rückseite viel Gestaltungsfreiheit.

Nicht frei von Kritik bleibt die Detailverarbeitung, insbesondere bei den Mesh-Seitenteilen, die durch ihre Materialkombination und leichte Verformung den ansonsten hochwertigen Eindruck etwas schmälern. Auch der Lieferumfang und die Präsentation des Zubehörs fallen funktional, aber wenig hochwertig aus. Diese Punkte betreffen jedoch eher den Feinschliff als die grundlegende Alltagstauglichkeit.

Unterm Strich richtet sich das Cougar OmnyX weniger an Nutzer, die einen klassischen, möglichst unkomplizierten Midi-Tower suchen, sondern an Enthusiasten, Modder und designorientierte PC-Bauer, die Wert auf Individualisierung, Präsentation und ein ungewöhnliches Layout legen. Wer bereit ist, sich auf das Konzept einzulassen, erhält ein eigenständiges Gehäuse mit viel Charakter, guter Kühlleistung und hohem kreativen Spielraum.

PRO

  • Modulares Rotationsdesign
  • Hohe Individualisierbarkeit
  • Solide Kühlleistung

CONTRA

  • Mesh-Seitenteile verzogen
  • Zubehör schlicht verpackt
  • Ungewohntes Layout

Cougar OmnyX

Verarbeitung
Aufbau
Ausstattung
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

84/100

Innovatives Showcase-Gehäuse mit rotierbarem Layout, starker Ausstattung und solider Kühlleistung. Kleine Schwächen bei Details, dafür viel Spielraum für individuelle Builds.

Alexander Schröder

Als Technikbegeisteter verfasse ich Testberichte für allerlei technische Geräte. Speziell die Themen PC-Hardware und Gaming haben es mir aber am meisten angetan. In meinen Tests gebe ich gerne Tipps und verschaffe euch einen unabhängigen und ehrlichen Eindruck zu dem jeweiligen Produkt.

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