PC-Komponenten

DeepCool CH160 PLUS Test – ein transportables mATX-Case

DeepCool ist ein PC-Hardware-Hersteller, der sich durch die eigenen Fabriken preislich sehr stark aufstellen kann und damit fast immer ein Top-Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Dabei werden bei DeepCool insbesondere Luft-, und Wasserkühler sowie Gehäuse gefertigt. Dazu gehört auch das DeepCool CH160 Plus aus diesem Test, das eine etwas größere Version vom regulären CH160 darstellt und somit nicht nur Platz für Mini-ITX-Boards bietet, sondern auch für mATX-Mainboards. Ob das Preis-Leistungs-Verhältnis tatsächlich passt, was zu beachten ist und wie einfach die Handhabung ist, das betrachten wir im DeepCool CH160 Plus Test.

Spezifikationen

Größe 375 x 195 x 323.5 mm
Gewicht 4,2 kg
Mainboard-Kompatibilität mATX, Mini-ITX
maximale Luftkühler-Höhe 164 mm
maximale Grafikkarten-Länge 342 mm (ohne Frontlüfter im Gehäuse)
Radiatorgrößen: 120 / 240 mm
Netzteil-Kompatibilität ATX (max 140 mm) / SFX / SFX-L
Preis € 52,90 * (schwarz)
€ 59,90 * (weiß)

Verpackung und Lieferumfang

  • Brauner Karton mit zusätzlichem farbigen Aufdruck um ein Eck
  • Kunststoff-Box mit Schrauben und Kabelbindern und eine gedruckte Anleitung liegen bei
  • Schutzfolien auf der Scheibe

Die Verpackung des DeepCool CH160 Plus ist ein bisschen, wie man sie erwarten würde. Das Gehäuse steckt in einer Plastikhülle, wird von zwei Schaumstoffschalen gehalten und all das wird sicher von einem braunen Karton zusammengehalten. Aber aus optischer Sicht gibt es noch eine Überraschung, denn wo es die meisten Hersteller bei einem braunen Karton mit Aufdruck belassen, gibt es hier eine weiße Ecke mit mehrfarbigem Aufdruck. Gut gemacht. Ich finde es angenehm, dass die Schalen, die das Gehäuse halten, aus Schaumstoff sind und nicht aus Styropor. Der Schaumstoff ist weicher und bricht nicht so schnell.

Zubehörmäßig liegt direkt auch die Anleitung dabei. Ansonsten finden sich mehr im Gehäuse selbst noch zwei Plastiktüten mit weiterem Zubehör: Einmal zwei Brackets mit vier Schrauben zur Montage von Lüftern oder Festplatten und einmal eine Box mit diversen sortierten Schrauben. Auch cool: Die Box kann man natürlich behalten und darin Computerschrauben sammeln, falls man denn mal wieder welche benütigt. Abgesehen von den Schrauben sitzen in der Box auch Kabelbinder und auch drei Klett-Kabelbinder. Damit kann dann das Kabelmanagement durchführen.

Last but not least finden sich an der Scheibe des DeepCool CH160 Plus sowohl an der Innenseite als auch an der Außenseite eine Schutzfolie. Diese sollte man vor dem Betrieb entfernen. Aber zum Schutz vor Fingerabdrücken lieber erst, nachdem man den restlichen Einbau erledigt hat.

Design

  • Kompaktes, schwarzes Case
  • Großzügig mit quadratischem Mesh ausgestattet
  • Ab Werk keine Beleuchtung oder Lüfter vorhanden

Das Design des DeepCool CH160 Plus ist sehr simpel gehalten: Eine Box mit harten Kanten, quadratischem Mesh vorne, hinten, oben und unten, einer Glasscheibe links und einer dichten Rückabdeckung rechts. Und das herausstechende Merkmal: Auf der Oberseite sitzt ein Griff. Spoiler: Wenn man den nicht möchte, kann man ihn auch abschrauben.

Das quadratische Mesh-Gitter auf allen Seiten ist recht großzügig gehalten und darunter ist überall außer auf der Rückseite ein Staubfilter zu erkennen.

Aber auch die Frontpanel-Kabel sind im Gehäuse hinter der Scheibe zu sehen, denn das Frontpanel befindet sich direkt unter der Scheibe. Dieses besteht aus dem Power-Schalter, zwei USB-A-Anschlüssen (USB 3.2), einem USB-C-Anschluss und einem kombinierten Audio-Anschluss.

Frontpanel und Kabel des DeepCool CH160 Plus
Direkt unter der Seitenscheibe befindet sich das Frontpanel – aber die Kabel bekommt man nicht so wirklich leicht aus dem Blickfeld.

Ab Werk sind keine RGB-Komponenten oder Lüfter verbaut. So ist das Case erstmal einfach nur eine möglichst kompakt gehaltene Box, die dennoch so groß ist, dass man auch große Grafikkarten und auch ATX-Netzteile unterbekommen kann.

Mann trägt DeepCool CH160 Plus
Insgesamt ist das Gehäuse ziemlich kompakt, vergleichbar mit einem breiten Aktenkoffer, und wenig aufdringlich. Und mit dem Griff transportbereit.

Design-Addon: Pixel

  • Optionales Zubehör in einzelnen Farben oder im 10-Farben-Paket erhältlich
  • Macht sehr viel Spaß und kann zu einer meditativen Arbeit werden
  • Leider nicht ganz günstig

Okay, diese Idee von DeepCool ist wirklich cool. Ein Designmerkmal der Marke sind ja schon seit einiger Zeit quadratische Elemente. Quadratische Kühler, quadratisches Mesh, sogar das Logo wird aus quadratischen Elementen zusammengepixelt. Und gerade das quadratische Mesh an Gehäusen – so auch dem DeepCool CH160 Plus – machen sie nun zu einem praktischen Designelement. Denn hier werden die „Pixel“ angeboten. Das sind farbige Silikonquadrate, die man in die Mesh-Öffnungen des Gehäuses einsetzen kann, um sich eigene Schriftzüge oder Bilder zu „pixeln“. Diese finden sich standardmäßig nicht im Lieferumfang, sondern man muss sie sich zusätzlich kaufen. Aber hui: Die machen Spaß!

Klar – diese gehören nicht zum essenziellen Umfang des Gehäuses und ja: Sie behindern natürlich den Airflow ein wenig. Aber ich bin selten so sehr in Details versunken beim Basteln an einem Gehäusetest. Das hat sich wirklich zu einer meditativen Arbeit entwickelt. Und man kann die Pixel jederzeit wieder herausnehmen und sich frisch austoben.

Wer nicht sicher ist, wie viele Pixel er von welcher Farbe braucht und ob das gewünschte Kunstwerk passt, kann sich auf der Webseite von DeepCool online in einem Pixel-Tool ein passendes Gehäuse wählen und herumspielen. Die Anzahl der platzierten Pixel wird dort mitgezählt. So kann man gezielter die gewünschten Farben in der passenden Menge kaufen, denn das Set „Pixel 10“ ist nicht gerade günstig und zwei dieser Sets überschreiten Schon die Kosten des DeepCool CH160 Plus selbst – solange man keine zusätzlichen Lüfter mit einberechnet.

Zusätzlich zum spaßigen Einsatz kann man die Pixel aber auch als praktische Markierung nutzen, wenn man beispielsweise für Veranstaltungen mehrere Rechner braucht und diese je nach Einsatzbereich schnell erkennbar markieren möchte. So kann man diese beschriften (Name / Einsatzzweck) oder farblich markieren.

Verarbeitungsqualität

  • Solide Verarbeitungsqualität
  • Frontpanel-Anschluss als Einzelstecker
  • Leicht gehaltene, dünne Glasscheibe

Bei dem geringen Preis und dem niedrigen Gewicht des DeepCool CH160 Plus habe ich in diesem Test die Erwartungen eher heruntergeschraubt gehabt. Aber ich muss sagen, dass ich doch positiv überrascht war. Ich habe keine scharfen Kanten entdeckt und die Spaltmaße sind sehr gut. Der Lack ist ordentlich verarbeitet und sieht gut aus, auch wenn ich es im Laufe des Tests geschafft habe, dennoch einen Kratzer in den Lack auf der Gehäuserückseite zu hauen.

Die Materialstärke ist dennoch so, dass sich die Konstruktion nicht billig anfühlt und gerade für das Aufbringen der Pixel muss man schon etwas drücken – und hier haben alle Stellen sehr gut standgehalten. Auch im Innenraum fühlt sich die Stärke des Metalls gut an.

Die Glasscheibe besteht, wie zu erwarten, aus gehärtetem Glas, das eher dünn gehalten ist. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn Glas kann sehr schnell schwer werden. Und gerade bei einem Gehäuse, das mit einem Griff zum einfachen Transport kommt, ist es doch von Vorteil, wenn das Gewicht gering gehalten wird.

Einzig bei den Rändelschrauben, die die Glasscheibe vorne und die Abdeckung der Gehäuserückseite halten, war ich kurz mal überrascht, denn diese hatte ich beim Herausschrauben plötzlich in der Hand. Bei vielen neueren Gehäusen ist man gewohnt, dass diese an den Seitenteilen hängenbleiben. Aber gut – ein Detail.

Sehr positiv ist, dass der Frontpanel-Anschluss simpel gehalten ist mit einem einzelnen Stecker, der nicht aufgesplittet ist, wie man es bei vielen Gehäusen sieht.

Komponentenkompatibilität

  • Selbst große Luftkühler kann man verbauen
  • Platz für Radiatoren bis 240 mm
  • Die Montage von 2,5″- und 3,5″-Laufwerken ist sehr beschränkt, aber möglich

Im DeepCool CH160 Plus hat man trotz der kompakten Maße erstaunlicherweise Platz für selbst sehr große Luftkühler, wie beispielsweise den DeepCool Assassin IV. Im Bereich der Wasserkühlungen ist man ein wenig limitierter, aber bei Radiatoren kann man immerhin auf Modelle bis 240 mm setzen.

Bei den Laufwerken sollte man weitestgehend auf M.2 setzen, sofern man auf mATX-Boards eine ausreichende Menge an Slots besitzt. Im Bereich der 2,5″- oder 3,5″-Laufwerke ist man auf ein Modell an Brackets beschränkt, was allerdings mit einem Lüfterplatz kollidiert. Dazu kann man ein 2,5″-Laufwerk am Mainboard-Tray verschrauben.

2,5"-Festplatte wird auf der Rückseite im DeepCool CH160 Plus verschraubt.
Man kann von der Rückseite des Mainboardtrays ein 2,5″-Laufwerk im Gehäuseinnenraum festschrauben. Achtung: Kabelverlegung beachten – da hinten wird es eng.

Mainboards kann man im mATX- und im Mini-ITX-Format einbauen, wobei DeepCool mit dem CH160 (ohne Plus) auch eine noch kompaktere Version speziell für ITX-Boards im Angebot hat. Beim Mainboard-Einbau ist es angenehm, dass gleich zwei der Abstandshalter eine erhöhte Mitte besitzen. So sitzt das Mainboard beim Einbau fest in Position und verrutscht oder dreht sich nicht, bevor man die Schrauben einbaut.

Das ist sehr angenehm und erleichtert den ansonsten doch etwas anstrengenden Einbau etwas.

Einbau

  • Die Oberseite muss zur Montage des Netzteils entfernt werden und auch der Griff kann bei Bedarf abgenommen werden
  • Frontpanel-Abdeckung kann für bessere Erreichbarkeit entfernt werden
  • Unterschiedliche Netzteile möglich

Für den Einbau muss man zuerst die Seitenteile des DeepCool CH160 Plus beide entfernen und die obere Abdeckung abschrauben. Das ist nötig, um an die Netzteilhalterung zu kommen und um oben Lüfter oder einen Radiator zu verschrauben. Bei Bedarf kann man nun auch den Griff herausschrauben, wenn man diesen nicht benötigt.

Interessant ist die Position des Netzteils, denn dieses wird im Gehäuse vorne angebracht. Um dennoch einen Anschluss hinten zu haben, gibt es ein intern verlegtes Verlängerungskabel. Damit nutzt das Netzteil den Platz, der ansonsten in den meisten Gehäusen leer bleibt, da man für moderne, lange Grafikkarten eine gewisse Gehäuselänge braucht, die weit über reguläre Mainboard-Breiten hinausgehen. Ergo vorne oben.

Die Netzteilhalterung ist von oben gesteckt und von zwei Schrauben gesiuchert, von der Seite auch mit zwei Schrauben verschraubt und bietet Schraubenplätze für unterschiedliche Montageorientierungen von ATX- und SFX-Netzteilen. Im DeepCool CH160 Plus Test habe ich ein SFX-Netzteil verbaut.

Nun muss man die Konstruktion wieder ins Gehäuse setzen, verschrauben, die Netzkabel-Verlängerung anschließen und das Netzteil einschalten, bevor man die obere Abdeckung wieder anschraubt – sonst kommt man hier nicht mehr dran.

Netzteil im DeepCool CH160 Plus
Das Kaltgeräte-Verlängerungskabel muss angeschlossen werden und man sollte das Netzteil einschalten (der Schalter wie im Bild), bevor man die Gehäuseoberseite wieder anschraubt.

Kabelmanagement

  • Kein Platz hinter dem Mainboard-Tray
  • Netzteil und Anschlüsse offen sichtbar hinter der Glasscheibe
  • Alles etwas eng und die Frontpanel-Kabel liegen auch sichtbar im Innenraum

Das Kabelmanagement läuft im DeepCool CH160 Plus eher „rustikal“. Das Gehäuse ist auf Kompaktheit getrimmt und das merkt man hier: Der Platz hinter dem Mainboard-Tray ist weitestgehend nicht existent. Die Kabel verbleiben also alle im Hauptfach und hier ist auch das Netzteil untergebracht. Hier muss man also etwas kreativ werden, um die Kabel einigermaßen aus dem Sichtfeld zu befördern. Hier lohnt sich die Verwendung modularer Netzteile natürlich besonders, da man mit diesen überflüssige Kabel einfach weglassen kann.

Aber wie auch immer man es dreht und wendet: Das Netzteil und dessen Anschlüsse sitzen im Blickfeld und die Kabel, die direkt von vorne unter der Scheibe nach hinten verlegt werden müssen, sind auch nicht knapp bemessen und daher recht lang und kaum zu verstecken. Der Bereich vorne unter dem Netzteil wird also in den meisten Fällen kaum besonders „optisch sauber“ zu halten sein.

Hier wäre es von Vorteil, wenn DeepCool beim die Abdeckung unter der Scheibe anders gestaltet hätte und diese nicht unten platziert hätte, sondern vorne (dann eben nicht horizontal, sondern vertikal) als Sichtschutz vor dem Netzteil.

Kabel im DeepCool CH160 Plus
Im vorderen Bereich habe ich keine Möglichkeit gefunden, die Kabel wirklich sauber und schön zu platzieren.

Jedenfalls war das Kabelmanagement in diesem Gehäuse keine Freude, zumal es durch die kompakte Bauweise auch schnell recht eng im Innenraum wird. SFX-Netzteile helfen aber durch kürzere Kabel und die kompaktere Konstruktion.

Lüfter

  • Keine Lüfter im Lieferumfang
  • Empfehlung für günstige Lüfter
  • Auch wenn vorne theoretisch 140-mm-Lüfter möglich sind, passen 120-mm-Lüftern besser

Im DeepCool CH160 Plus sind ab Werk keine Lüfter verbaut. Hier kann man also wählen, ob man sich Lüfter anschafft, bereits vorhandene Lüfter weiternutzt oder rein auf die Lüfter eines Kühlers setzt. Damit hat man auch die volle Wahl, ob man auf RGB-Lüfter oder auf unbeleuchtete Modelle setzen möchte. Das Gehäuse bietet Platz für bis zu vier 120-mm-Lüfter, wobei man, sofern man sich eine Wasserkühlung besorgt, hier bereits je nach Radiatorgröße ein bis zwei Stellen belegt hat.

Wer passend zum günstigen Gehäuse auch günstige Lüfter sucht, wird feststellen, dass DeepCool auch sehr gute Lüfter hierfür im Angebot hat, wie beispielsweise die FK120, die auch im großen Lüftertest für Gehäuselüfter gut abgeschnitten haben und nicht zu teuer sind. Aber auch die Arctic P12 sind beliebte, starke Lüfter, die es zu einem günstigen Preis gibt. Aber klar: Noch günstiger kommt man, wenn man bereits vorhandene Lüfter weiterverwendet. Wer das Gehäuse aufgrund anderer Features nutzen möchte als aufgrund des geringen Preises, der kann natürlich auch problemlos teurere Lüfter einsetzen. Aber diese beiden spielen leistungsmäßig bereits im Premium-Segment.

Wenn man kein ATX-Netzteil einsetzt, sondern ein SFX-Netzteil, der kann in der Front des DeepCool CH160 Plus alternativ auch einen 140-mm-Lüfter platzieren. Die anderen Positionen bleiben auf 120 mm beschränkt. Aber bei meinem Test des DeepCool CH160 Plus scheint das eher im Bereich der Theorie zu bleiben. der 140-mm-Lüfter hat bei mir auch mit dem SFX-Netzteil nicht gepasst. Der 120-mm-Lüfter war kein Problem.

Airflow

  • Gute Belüftung durch viel Mesh
  • Grafikkarte kann die eigenen Lüfter als Gehäuselüfter betreiben

Durch das Mesh auf vier Seiten des Gehäuses gibt es eine gute Belüftungsmöglichkeit. Dazu kommen die recht großen Füße des DeepCool CH160 Plus, die auch genug Platz lassen, von unten Luft zu ziehen. Man kann unten zwar keine Lüfter montieren, aber die Grafikkarte kann sich so selbst mit den eigenen Lüftern Frischluft ziehen. Mit Lüftern hinten und oben kann man einen gewissen Unterdruck im Gehäuse erzeugen, durch den auch passiv Luft von unten angesaugt wird und die Versorgung der Grafikkarte unterstützt.

Letztendlich ist der Effekt durch den Frontlüfter damit eher gering. Man muss sich also keine sonderlichen Gedanken über nennenswerte Temperaturunterschiede machen, wenn man den Platz nach vorne hin für eine längere Grafikkarte braucht oder noch eine Festplatte oder SSD in der Front montieren möchte.

Transportfähigkeit

  • Ein Griff ist an der Oberseite eingeschraubt
  • Das geringe Gewicht hilft beim Transport
  • Ist der Transport geplant, sollte man auch auf das Gewicht der Komponenten achten

Das herausstechende Feature des DeepCool CH160 Plus ist der Transportgriff, den ich ebenfalls einem Test unterziehe. Dazu passend ist das Gehäuse mit rund 4 kg recht leicht gehalten. Um das in ein Verhältnis zu setzen: Letztens hatte ich mit dem ASUS AP202 ein anderes und auch komplett anders konzipiertes mATX-Gehäuse im Test, das mehr als das doppelte Gewicht auf die Waage gebracht hat. Und bei modernen ATX-Gehäusen sind auch die 10 kg schnell geknackt.

Wo das Gehäuse selbst also relativ leicht ausfällt, kann man aber natürlich dennoch schwere Komponenten einbauen. Es kann also durchaus sinnvoll sein, auf das Gewicht von Kühlern und Grafikkarten zu achten, wenn man einen Computer entwerfen will, der tatsächlich leicht zu transportieren bleiben soll. Und natürlich sind beispielsweise SSDs nicht nur leichter als Festplatten, sondern auch resistenter gegen Bewegungen und Schläge, denen ein Rechner beim Transport ausgesetzt sein könnte.

Mann mit Bart trägt DeepCool CH160 Plus PC Gehäuse
Das DeepCool CH160 Plus ist dank des kompakten Formats und des Griffs leicht zu transportieren.

Der Griff ist auch recht breit und besteht aus einem beweglichen Kunststoff ohne scharfe Kanten. So macht er einen sehr sicheren Eindruck, ohne beim Transport zu sehr in die Hand zu schneiden. Doch je nach verbauten Komponenten ist man dann doch mal schnell bei einem Gesamtgewicht von 8-10 kg. Im Test des DeepCool CH160 Plus bin ich in diesem Fall bei 9,5 kg herausgekommen. Dabei ist zwar der verwendete CPU-Kühler recht schwer, aber ich habe keine Festplatten verbaut und auch bei der Grafikkarte hätte man auf noch etwas größere und schwerere Modelle zurückgreifen können.

Blick auf den Preis

  • Niedriger Preis
  • Man muss – falls nicht bereits vorhanden – den Preis für wenige zusätzliche Lüfter einkalkulieren
  • Das Pixel-Zubehör ist optional

Das DeepCool CH160 Plus ist wirklich kein teures Gehäuse. So passt es dazu, dass auch die meisten günstigen Mainboards im mATX-Bereich liegen. Und für den Preis bekommt man auch einen guten Wert. Klar – Lüfter befinden sich nicht im Lieferumfang, aber bei maximal vier Stück und sinnvollerweise meist zwei ausreichenden kann man hier noch recht günstig davonkommen oder auch auf bereits vorhandene Lüfter zurückgreifen.

Das Pixel-Zubehör ist durchaus nicht ganz so günstig, macht aber viel Spaß und kann auch jederzeit später ergänzt werden, wenn man das überhaupt möchte.

DeepCool CH160 Plus mit Pixel Art
Das DeepCool CCH160 Plus zeigt sich als praktisches, günstiges Case, wobei das Pixel-Zubehör die Kosten steigern kann. und auch zusätzliche Lüfter nötig sind.

Mit dem Gehäuse bekommt man auf jeden Fall ein solides Teil mit besonderen Merkmalen, wie dem robusten Transportgriff, zu einem für Computergehäuse der heutigen Zeit guten Preis.

Fazit

Ich mag das DeepCool CH160 Plus. Der Einbau ist nicht ganz so simpel wie bei manchen größeren Gehäusen und man sollte etwas mehr Zeit rechnen für den Zusammenbau, aber auch hier würde ich das nur in einem mittleren Schwierigkeitsbereich einordnen. Und aus optischer Sicht bekommt man kaum die Kabel aus dem Blick. Aber das Gesamtpaket ist stimmig und man bekommt ein effektives, transportables Case mit einer guten Kompatibilität, großzügigem Mesh-Gitter für eine gute Belüftung auch mit wenigen Lüftern und einem gewissen Spaßfaktor.

Auch die Verarbeitungsqualität lässt nichts zu Wünschen übrig. Die Panels sind trotz des hohen Mesh-Anteils robust und alles kann sicher verschraubt werden, damit das Gehäuse Transporte gut übersteht. Dazu muss man bedenken, dass man mit diesem Case eines der kompaktesten mATX-Gehäuse auf dem Markt findet. Und man spielt hier in einer Größenklasse, in der man eher Mini-ITX-Formate erwarten würde. Damit ist es noch kompakter, leichter und günstiger als das BitFenix Prodigy M, das ich vorher für Anforderungen in diesem Bereich (also kompaktes mATX-Case, das auf Transportfähigkeit ausgelegt ist) gewählt hätte. Und das DeepCool-Case ist auch durch den mittigen Griff besser ausbalanciert.

Wer also ein kompaktes PC-Gehäuse sucht, das beispielsweise regelmäßig an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden soll, seien es Haupt- und Zweitwohnung oder beispielsweise der Einsatz im Veranstaltungsbereich, in dem Desktop-Hardware nötig ist, kann mit dem DeepCool CH160 Plus durchaus eine gute Lösung zum sehr fairen Preis finden.


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PRO

  • Geringer Preis
  • Tragegriff für eine erhöhte Transportfähigkeit
  • Wahlweise ATX- oder SFX-Netzteile möglich
  • Auch große Luftkühler sind kompatibel
  • Erstaunlich viel Platz auch für lange Triple-Slot-Grafikkarten
DeepCool CH160 Plus Test Silver Award
CONTRA

  • Ab Werk keine Lüfter verbaut
  • Kabel bleiben zwangsweise sichtbar
  • Durch die kompakte Bauweise eng in der Handhabung

DeepCool CH160 Plus

Verarbeitung
Aufbau
Ausstattung
Dämmung
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

88/100

Das DeepCool CH160 Plus ist ein cooles, kompaktes und transportables für ITX und mATX-Boards zu einem niedrigen Preis mit viel Mesh, aber man benötigt noch Lüfter.

Simon Deobald

Schon zu Kindertagen, noch bevor ich wirklich lesen konnte, wusste ich unter DOS, was einzutippen ist, um "Die Siedler" zu starten. Wenige Jahrzehnte später beschäftige ich mich auch weit intensiver mit PCs und entsprechender Hardware, bin ansonsten als Feuerwehrmann, (Produkt-)Fotograf und Redakteur tätig, wie auch ein Gitarren-Nerd.

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