PC- & Konsolen-Peripherie

Anker Nano Laptop Dock Test: Die modulare 13-in-1 Docking-Station mit herausnehmbarem Hub

Das neue Anker Nano Laptop Dock ist der Optimus Prime unter den Dockingstationen, denn das 2-in-1-Gerät ist ein echter Transformer. Per Knopfdruck wird aus dem Desktop-Hub mit 13 Ports ein portables Notebook-Dock mit sechs Anschlüssen. Wir haben uns die kürzlich vorgestellte Dockingstation im Test genauer angeschaut.

Technische Daten des Anker Nano Laptop Dock

Modellbezeichnung Nano Laptop Dock
Hauptschnittstelle USB Type-C
USB-Type C-Anschlüsse 1x USB Upstream (10 Gbit/s)
1x USB-C (5 Gbit/s)
USB-A-Anschlüsse 1x USB-A (5 Gbit/s)
2x USB-A (bis zu 480 Mbps)
Videoschnittstellen 3x HDMI 2.0 (maximal (4K@60 Hz)
1x DisplayPort 1.4 (maximal 4K@60 Hz)
Weitere Schnittstellen RJ45 Gigabit-Ethernet; 3,5-mm-Klinke
Kartenleser 1x SD-Kartenleser (UHS-I)
1x microSD-Kartenleser (UHS-I)
Netzteil 140 Watt
Laptop-Stromversorgung Bis zu 100 Watt per USB-C
Material Aluminium
Betriebssystemkompatibilität Microsoft Windows; macOS
Preis € 119,99 *

Anker Nano Laptop Dock Test: Design und Verarbeitung

Das Design der Anker Nano Docking Station fällt sofort durch die modulare Bauweise auf, die ich in dieser Form bisher bei keiner anderen Docking-Station gesehen habe. Die Basisstation selbst präsentiert sich in einem kompakten, rechteckigen Gehäuse mit hochwertiger Verarbeitung und einem matten Finish, das Fingerabdrücke weitestgehend vermeidet. Anker-typisch setzt das Dock auf eine silberne und hochwertige Aufmachung.

Die Abmessungen sind deutlich kleiner als bei klassischen Docking-Stations, was sie ideal für aufgeräumte Schreibtische macht. 14 Zentimeter hoch, nur 4,5 cm schmal und angenehm leicht. Perfekt für das Office-Setup also.

Das absolute Highlight ist jedoch der herausnehmbare 6-in-1-Hub, der sich elegant in die Vorderseite der Basisstation einfügt. Über einen kleinen Schalter an der Oberseite kann dieser mobile Hub entriegelt werden und ist sofort einsatzbereit für unterwegs.

Über den Verriegelungs-Schalter wird der Notebook-Hub zudem sicher in der Dockingstation gehalten, sodass er sich auch beim An- und Abstecken von Peripheriegeräten nicht ungewollt löst. Dieser Mechanismus funktioniert in meinem Test einwandfrei und gibt ein zufriedenstellendes haptisches Feedback beim Ein- und Ausrasten.

Anker Nano Laptop Dock

Besagter Notebook-Hub ist darüber hinaus echt kompakt gehalten. Mit einer Länge von acht Zentimetern und einer Höhe von nur 1,4 cm gibt er auch an schmalen Ultrabooks eine gute Figur ab. Dass Anker hier den USB-C-Port für die Verbindung ganz am äußeren Rand positioniert, gefällt ebenfalls, da das Mini-Dock so keinen zusätzlichen Anschluss blockiert. Die Verarbeitungsqualität des Hubs steht der Basisstation in nichts nach. Alle Anschlüsse sitzen fest, und das Gehäuse wirkt robust genug, um den täglichen Transport zu überstehen.

Anker Nano Laptop Dock
Der Lieferumfang des Anker Nano Laptop Dock

Betrieben wird die Anker Nano Docking Station mit einem 140-Watt-Netzteil, das neben dem USB-C-Kabel für den Anschluss den Lieferumfang abrundet.

Anschlüsse und Features der Anker Nano Docking Station

Die Anker Nano Docking Station verteilt ihre Anschlüsse clever auf die Vorder- und Rückseite, wobei das Dock über einen Power-Button an der Hinterseite an- und ausgeschaltet werden kann. Dabei kommt das „große“ Dock auf ganze 13 Ports, während der kompakte Notebook-Hub immerhin sechs Anschlüsse aufweist.

Kombiniert bekommst du die folgenden Anschlüsse:

  • 2x HDMI (4K mit 60 Hz)
  • 1x DisplayPort (4K mit 60 Hz)
  • 1x USB-C upstream (10 Gbps, 100 W max input)
  • 1x USB-C downstream (5 Gbps, 7.5 W) – im Hub
  • 1x USB-A (5 Gbps, 4.5 W) – im Hub
  • 2x USB-A (480 Mbps, 2.5 W)
  • 1x SD-Kartenslot (UHS-I, 104 MB/s) – im Hub
  • 1x microSD-Kartenslot (UHS-I, 104 MB/s) – im Hub
  • 1x Gigabit Ethernet-LAN

Der mobile Hub bringt also auf den ersten Blick zwei Kartenslots, einen USB-A- und einen USB-Port mit sich. Wenn du ihn aber aus der großen Station ausdockst, offenbart dieser an der Seite einen zusätzlichen HDMI-Anschluss (4K mit 60 Hz) sowie einen PD-fähigen USB-C-Port, der maximal 100 Watt Leistung bereitstellt.

Die Frontseite bietet damit direkten Zugriff auf häufig genutzte Anschlüsse: SD- und microSD-Kartenleser, einen zusätzlichen USB-A-Port, zwei USB-C-Datenports sowie einen 3,5mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer oder Mikrofon. Diese Anordnung hat sich in meinem Test als äußerst praktisch erwiesen, da ich Speicherkarten und USB-Sticks bequem von vorne einstecken kann, ohne hinter den Schreibtisch greifen zu müssen. Die Dockingstation kann bis zu 100 Watt an den verbundenen Computer beziehungsweise das Notebook weiterleiten, was für die meisten Ultrabooks mehr als ausreichend ist.

Bei den Display-Anschlüssen unterstützt die Docking-Station bis zu drei externe Monitore gleichzeitig mit 4K-Auflösung bei 60Hz. Allerdings gibt es hier eine wichtige Einschränkung: Werden alle drei Displays genutzt, sinkt die Auflösung auf 1080p@60Hz.

Man muss sich natürlich vor Augen führen, dass es sich bei der Anker Nano Docking Station um einen USB-C-Hub handelt und nicht um eine Thunderbolt-Dockingstation. Entsprechend fallen die Geschwindigkeiten der verbauten Anschlüsse überschaubar, wenn auch für die meisten Szenarien absolut ausreichend aus. Schade jedoch, dass Anker dem Dock keine UHS-II-Kartenleser spendiert, was die Übertragungsgeschwindigkeiten für kreative Profis natürlich stark begrenzt.

Praxistest der Anker Nano Docking Station

Im Praxistest habe ich die Anker Nano Docking Station sowohl im Home-Office als auch unterwegs am Laptop intensiv getestet. Das modulare Konzept funktioniert in der Realität noch besser als auf dem Papier. Am Schreibtisch habe ich die Station mit 4K-Monitoren, einer mechanischen Tastatur, einer Gaming-Maus, externen Lautsprechern über den Audio-Jack sowie einer Ethernet-Verbindung betriebe. Alles lief stabil und ohne Probleme.

Anker Nano Docking Station

Die Power Delivery mit bis zu 100W reicht aus, um ein Notebook auch unter Last vollständig zu laden. Dabei bleibt die Docking-Station angenehm kühl und entwickelt kaum hörbare Betriebsgeräusche. Die Wärmeentwicklung ist minimal und kaum zu spüren, was für die Langlebigkeit der Komponenten spricht.

Der 10-Gbps-USB-C-Port erwies sich beim Transfer großer 4K-Videodateien von einer externen SSD als äußerst performant. Die SD-Kartenleser arbeiten mit USB 3.0-Geschwindigkeit von rund 100 MB/s. Das ist in Ordnung, Foto- und Videosprofis müssen sich beim Übertragen von großen Videodateien oder RAW-Fotos jedoch etwas länger gedulden. Schade, dass Anker hier nicht auf den schnelleren UHS-II-Standard setzt.

Der wahre Mehrwert zeigt sich jedoch bei der Mobilität des Docks. Wer eine Reise antritt oder sein Notebook mitnehmen will, drückt einfach auf den Knopf und kann schon den kompakten und leichten 6-in-1-Hub einpacken, der kaum Platz wegnimmt. Ein praktisches Detail: Der Hub verfügt über einen eigenen HDMI-Port, der unabhängig von der Basisstation 4K@60Hz liefert.

Ein kleiner Nachteil zeigte sich bei der Nutzung von drei Displays: Die Reduzierung auf 1080p@60Hz ist für Office-Anwendungen akzeptabel, für Bild- oder Videobearbeitung jedoch suboptimal. Hier muss man sich entscheiden, ob man drei Bildschirme mit niedrigerer Auflösung oder lieber ein bis zwei Monitore in voller 4K-Pracht nutzt.

Die Mac-Beschränkung auf gespiegelte Displays bei Nutzung mehrerer Monitore ist ärgerlich, liegt aber nicht an Anker, sondern an Apples Hardware-Limitierungen. Windows-Nutzer können hingegen problemlos drei unabhängige Displays erweitern und beispielsweise auf jedem Monitor verschiedene Anwendungen nutzen

Anker Nano Laptop Dock Test: Fazit

Das Anker Nano Laptop Dock ist eine durchdachte Lösung für alle, die zwischen stationärem Arbeitsplatz und mobilem Einsatz wechseln. Das modulare Konzept mit dem herausnehmbaren 6-in-1-Hub funktioniert in der Praxis hervorragend und macht einen separaten USB-C-Hub für unterwegs überflüssig. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Anschlussvielfalt mit 13 Ports beeindruckend und die Performance überzeugt in allen Bereichen.

Der Preis von rund 140 Euro ist allerdings recht happig und ein paar mehr schnelle Ports beziehungsweise Kartenleser wären wünschenswert gewesen. Ansonsten gibt’s aber nicht viel auszusetzen.

PRO

  • Innovatives modulares Design
  • Gute Anschlussauswahl
  • Zwei Kartenleser
  • Bis zu 100W PD
  • Gigabit-LAN
  • Kompakte Bauweise
CONTRA

  • Recht teuer
  • Nur UHS-I
  • Bei drei Displays nur 108p

Anker Nano Laptop Dock

Design & Verarbeitung
Kompatibilität & Anschlüsse
Performance & Stabilität
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Vielseitige und hochwertige Dockingstation mit überzeugender Anschlussvielfalt und praktischem Notebook-Hub. Allerdings recht teuer.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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