Audeze Maxwell 2 ANC im Test: Planar-Sound trifft Noise Cancelling

Philipp Briel
Philipp Briel · 13 Min. Lesezeit
Audeze Maxwell 2 ANC

Audeze Maxwell 2 ANC im Test: Kabelloses Gaming-Headset mit Planar-Treibern und aktiver Geräuschunterdrückung. Audeze legt nach. Galt das Original-Maxwell (unser Test) bereits als eines der besten Gaming-Headsets schlechthin, legt der Hersteller nun gleich mehrere Schippen drauf. Nach dem Maxwell 2 zu Beginn des Jahres 2026 lässt man nun eine überarbeitete Variante mit dem Namenszusatz „ANC“ folgen, die bereits verrät, was hier unter der Haube steckt: Eine aktive Geräuschunterdrückung, was in Kombination mit den Planar-Treibern eine waschechte Revolution darstellt. Ob sich der Kauf lohnt, klärt unser Test.

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Hinweis: Am 22.07.2026 veröffentlichte Audeze ein mächtiges Firmware-Update für das Headset, das zahlreiche Änderungen und Verbesserungen vornimmt. Wir haben den davor begonnen Test entsprechend angepasst.

Technische Daten des Audeze Maxwell 2 ANC

Produkt Maxwell 2 ANC
Treiber Planar-magnetisch, 90 mm
Magnet-/Membrantechnik Fluxor-Magnetarray, Fazor-Waveguides, Uniforce-Membran, SLAM-Technologie
Frequenzbereich 10 Hz – 50 kHz
Klirrfaktor (THD) < 0,1 % bei 100 dB
Maximaler Schalldruck > 115 dB SPL
Verstärkung Duale 1,4-W-Verstärker im Balanced-Betrieb
Noise Cancelling Adaptives Hybrid-ANC (Feedforward + Feedback), bis zu 35 dB, Transparenzmodus
Spatial Audio Dolby Atmos (Xbox-Variante) / Tempest 3D (PS5) + Head-Tracking
Mikrofon Abnehmbares Hypernieren-Boom-Mikro mit Popfilter, FILTER-KI-Rauschunterdrückung, interner Chat-Mikro
Verbindung USB-C-Dongle (Ultra-Low-Latency, bis 24 bit/96 kHz), USB-C digital, 3,5 mm analog, Bluetooth 5.3
Bluetooth-Codecs LDAC, LE Audio, LC3, LC3plus, AAC, SBC, inkl. Auracast & Multipoint
Akku 1.800 mAh Li-Po; bis 40 h (ANC aus) bzw. 35 h (ANC an)
Schnellladen 25 % in 20 min, Vollladung in ca. 2 h (USB-C)
Gewicht ca. 560 g (ohne Mikrofonarm)
Varianten PlayStation & Xbox
Preis (UVP) 479 € (PlayStation) / 499 € (Xbox)

Audeze Maxwell 2 ANC Test: Design und Verarbeitung

Wer das Maxwell 2 kennt, erkennt das ANC-Modell auf den ersten Blick wieder. Audeze bleibt seiner nüchtern-technischen Linie treu: mattschwarze Gehäuse, gebürstete Akzente, keine RGB-Spielereien. Das Headset wirkt weniger wie klassisches Gaming-Zubehör und mehr wie ein Werkzeug für Leute, die Klang ernst nehmen. Über die magnetisch gehaltenen ReSkin-Seitenplatten lässt sich die Optik bei Bedarf anpassen, teils in limitierten Editionen. Ein nettes Extra, das aber niemand braucht.

Die auffälligste Änderung gegenüber dem ersten Maxwell steckt im Kopfbügel: Er ist deutlich breiter und großzügig perforiert, was das Gewicht besser verteilen und für Belüftung sorgen soll. Nötig ist das auch, denn mit rund 560 Gramm (ohne Mikrofonarm) gehört das Maxwell 2 ANC klar zu den Schwergewichten seiner Klasse. Die geschlossenen Hörschalen fassen die Ohren großzügig ein, die Ohrpolster aus Memory Foam sind tief und angenehm und lassen sich dank Magnetbefestigung in Sekunden wechseln. Der Tragekomfort ist gut, allerdings merkt man das Gewicht dann bei längeren Sessions schon deutlich auf dem Kopf.

Audeze Maxwell 2 ANC
Das Audeze Maxwell 2 ANC gehört zu den wuchtigsten Headsets am Markt

An der Verarbeitung gibt es wenig zu meckern: Materialien und Spaltmaße sind auf hohem Niveau, das Headset fühlt sich wertig und langlebig an. Einen Kritikpunkt übernimmt das ANC-Modell aber vom Vorgänger:  Die Größenverstellung funktioniert über ein Stecksystem mit lediglich drei Stufen pro Seite, dessen Umstecken spürbar Kraft kostet. Einmal eingestellt, sitzt es dann bombenfest – Verstellen zwischendurch macht aber keinen Spaß.

Audeze Maxwell 2 ANC
Der Anpressdruck ist, auch aufgrund des Gewichts, enorm

Hinzu kommt, dass der Anpressdruck des Audeze Maxwell 2 ANC auch aufgrund des hohen Gewichtes enorm ist. Für 1-2 Stunden passt das noch wunderbar, danach beginnt das Headset aber, zumindest bei mir, ziemlich zu drücken, was sich auch an meinem Kopf zeigt. Das Teil ist damit sicherlich nicht für jeden geeignet.

Lieferumfang und Ausstattung

Beim Zubehör gibt sich Audeze keine Blöße. Im Karton liegen neben dem Headset:

  • abnehmbares Boom-Mikrofon mit Popfilter (Schwanenhals, per Miniklinke an der linken Hörschale)
  • USB-C-Wireless-Dongle
  • USB-C-auf-USB-C-Kabel (1,5 m)
  • USB-C-auf-USB-A-Adapterkabel (0,3 m)
  • 3,5-mm-TRRS-Analogkabel (1,2 m)
Audeze Maxwell 2 ANC
Der Lieferumfang des Audeze Maxwell 2 ANC

Das reicht, um das Headset an praktisch jeder Quelle zu betreiben – vom modernen USB-C-Rechner über ältere USB-A-PCs bis zur Konsole und zum Klinkenanschluss am Controller. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch: Eine Transporttasche oder ein Case sucht man vergeblich. Bei einem Headset dieser Preisklasse, das man gerade wegen des ANC gern auch mal mitnehmen möchte, ist das ärgerlich.

Wichtig vor dem Kauf: Das Maxwell 2 ANC gibt es in einer PlayStation- und einer Xbox-Variante. Wer primär an der Xbox spielt, braucht zwingend das Xbox-Modell, das aus Lizenzgründen etwas teurer ist (499 statt 479 Euro) und zusätzlich eine Dolby-Atmos-Lizenz für Windows und Xbox mitbringt. Die PS5-Variante setzt stattdessen auf Sonys Tempest-3D-Audio.

Bedienung und Konnektivität

Audeze hat die Bedienelemente gegenüber dem ersten Maxwell neu sortiert und auf beide Hörschalen verteilt. Rechts sitzen Power-Taste (die per Doppeltipp auch das Bluetooth-Pairing startet) und der Schiebeschalter fürs Mikrofon-Mute. Links finden sich zwei stufenlose Drehregler für Lautstärke, Wiedergabe und EQ sowie eine Taste, die durch die Stufen der KI-Mikrofon-Rauschunterdrückung schaltet.

Audeze Maxwell 2 ANC

Das System ist mächtig, aber gewöhnungsbedürftig. Ein Drehregler übernimmt gleich drei Funktionen (Lautstärke, Playback, EQ), zwischen denen man per Druck umschaltet – eine dedizierte Wiedergabesteuerung fehlt. In der Praxis funktioniert das nach kurzer Eingewöhnung ordentlich, intuitiv ist es aber nicht. Die Beschriftung der Regler in glänzendem Schwarz auf mattem Schwarz sieht schick aus, ist im Eifer des Gefechts aber schwer abzulesen. Auch der lose sitzende Mute-Schalter, der beim Vorgänger-Modell zu einem leichten Klappern neigte, bleibt ein potenzielles Ärgernis.

Bei der Konnektivität spielt das Maxwell 2 ANC dagegen seine ganze Stärke aus. Der USB-C-Dongle liefert latenzarmes Highres-Audio mit bis zu 24 bit/96 kHz, dazu kommen kabelgebundenes USB-C, ein analoger 3,5-mm-Anschluss und Bluetooth 5.3 mit einer beeindruckenden Codec-Liste: LDAC, LE Audio, LC3, LC3plus, AAC und SBC, dazu Auracast und Multipoint. Praktisch: Kabel- und Bluetooth-Audio lassen sich parallel wiedergeben, sodass man etwa den Spielton und ein zweites Quellsignal gleichzeitig hört.

Audeze Maxwell 2 ANC

Eine altbekannte Einschränkung schleppt Audeze aber weiter mit: Dongle und Bluetooth lassen sich nicht gleichzeitig nutzen. Wer den USB-C-Dongle an Konsole oder PC betreibt, kann nebenbei keine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone halten – laut Hersteller eine Sache des verbauten Chipsatzes. In der Preisklasse, in der simultanes Bluetooth längst Standard ist, bleibt das ein echter Kritikpunkt, gerade für PC-Spieler.

Active Noise Cancelling im Fokus

Der große Unterschied zum normalen Maxwell 2 steckt im Namen: Active Noise Cancelling. Und zwar nicht als Marketing-Beigabe, sondern als das erste ANC-System, das Audeze überhaupt in einem Kopfhörer verbaut. Zum Einsatz kommt ein adaptives Hybrid-System aus Feedforward- und Feedback-Mikrofonen, das laut Hersteller bis zu 35 dB an Umgebungslärm herausrechnet. Ein latenzarmer Transparenzmodus lässt die Außenwelt bei Bedarf wieder durch.

Spannend ist der Anspruch dahinter: Audeze positioniert das ANC ausdrücklich fürs Gaming und legt den Fokus auf tieffrequente Störgeräusche – das Brummen einer Klimaanlage, der PC-Lüfter unterm Schreibtisch, Straßenlärm durchs Fenster. Genau hier zeigt sich die Kombination aus geschlossener Bauweise, kräftiger passiver Dämmung und aktiver Unterdrückung von ihrer besten Seite: Der monotone Grundlärm eines Arbeits- oder Gaming-Zimmers verschwindet spürbar in den Hintergrund, ohne dass man die Lautstärke hochdrehen muss.

An das Niveau spezialisierter Lifestyle-ANC-Kopfhörer wie einem Sony WH-1000XM6 (unser Test) oder eines Bose QuietComfort Ultra (Test) reicht das System bei hohen Frequenzen und Stimmen erwartungsgemäß nicht heran – das ist bei einem Gaming-Headset mit planarem Treiber und offener abgestimmter Klangphilosophie aber auch nicht der Anspruch. Andere Headsets mit ANC wie das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni (Test) toppt das Audeze hingegen und das sogar deutlich.

Was allerdings negativ auffällt, ist ein deutlich wahrnehmbares White Noise-Geräusch mit aktiver Geräuschunterdrückung. Wie sehr einen das stört, hängt sicherlich von den persönlichen Gegebenheiten ab. Mich stört es kaum und eigentlich ist es auch nur wahrnehmbar, wenn es um einen herum laut und im Spiel wirklich leise ist.

Positiv zudem: Das Audeze Maxwell 2 ANC behält seinen Klang mit aktiviertem ANC praktisch unverändert bei. Genau das ist die Achillesferse vieler ANC-Kopfhörer, die mit eingeschaltetem Noise Cancelling dünn oder künstlich klingen. Hier bleibt die Signatur konstant – ein wichtiger Punkt, wenn man wegen des audiophilen Klangs überhaupt zu Audeze greift.

Akkulaufzeit des Audeze Maxwell 2 ANC

Beim Akku muss man beim ANC-Modell genauer hinschauen. Der verbaute 1.800-mAh-Akku ist derselbe wie beim normalen Maxwell 2, doch die zusätzliche ANC-Elektronik zieht Strom. Audeze gibt für das Maxwell 2 ANC offiziell bis zu 40 Stunden mit deaktiviertem und rund 35 Stunden mit aktiviertem ANC an (gemessen über Bluetooth mit Rosa Rauschen bei 80 dBA). Die beeindruckenden 80-Stunden-Werte, die man teils liest, beziehen sich auf das Maxwell 2 ohne ANC – das sollte man beim Vergleich im Kopf behalten.

Audeze Maxwell 2 ANC

Auch bei 35 Stunden reden wir aber immer noch über mehr als genug Ausdauer für mehrere lange Gaming-Abende oder eine komplette Arbeitswoche ohne Steckdose. Und falls es doch mal knapp wird, hilft die USB-C-Schnellladung: 20 Minuten am Kabel bringen rund 25 Prozent zurück, eine volle Ladung dauert etwa zwei Stunden. Während des Ladens lässt sich das Headset weiter nutzen.

App-Anbindung per Audeze HQ

Zum Maxwell 2 ANC gehört die überarbeitete Audeze-App, die für Windows, macOS, iOS und Android bereitsteht und beide Maxwell-2-Modelle unterstützt. Sie präsentiert sich aufgeräumt und modern – ohne Werbung, ohne Login-Zwang, ohne Newsletter-Nerverei beim ersten Start. Das ist wohltuend, wenn man die überladenen Software-Suiten mancher Konkurrenten kennt.

Herzstück ist der 10-Band-Equalizer mit ±12 dB Regelbereich. Dazu gibt es fünf Presets (Treble Boost, Bass Boost, Immersive, Competition und Footsteps) sowie Platz für vier eigene Profile, die sich direkt am Headset durchschalten lassen. Wer die footstep-lastige „Competition“-Kurve für kompetitive Shooter nutzt, bekommt hörbar mehr Informationen über Schritte und Nachladegeräusche. Ein echter parametrischer EQ mit frei wählbaren Frequenzen und Güte fehlt zwar, für ein Gaming-Headset ist der Funktionsumfang aber überdurchschnittlich. Ergänzend regelt die App ANC und Transparenzmodus, Sidetone, das Game-/Chat-Mischverhältnis, die Auto-Shutdown-Zeit und die Lautstärke der Audio-Ansagen.

Audioqualität, Head-Tracking und Mikrofon

Der eigentliche Grund, zu Audeze zu greifen, bleibt der Klang und der ist auch beim Maxwell 2 ANC das Highlight. Die 90-mm-Planartreiber mit Fluxor-Magneten und Fazor-Waveguides spielen in einer Liga, in der sich normale Gaming-Headsets nicht bewegen.

Und hier muss ich sagen: Mit etwas Eingewöhnung klingt das Audeze Maxwell 2 ANC wirklich herausragend. Wenn auch anders als man es von Gaming-Headsets oder auch Studio-Kopfhörern gewohnt ist. Dazu kommt Audezes SLAM-Technologie, die den Luftdruck in den geschlossenen Hörschalen kontrolliert und so für kräftige, aber verzerrungsfreie Bässe sorgt.

In der Praxis heißt das: Tiefbässe kommen auch bei hoher Lautstärke sauber und ohne Wummern, Explosionen und tiefes Grollen haben Wucht, ohne den Rest zu überdecken. Die Mitten stehen klar im Vordergrund, was der Sprachverständlichkeit zugutekommt und Spielen einen sehr direkten, präsenten Charakter verleiht. Die Höhen sind detailliert und weit, der Superhochton klingt für einen geschlossenen Kopfhörer erstaunlich offen. Genau diese Auflösung macht die Ortung von Gegnern und Geräuschquellen zum echten Vorteil – die Stereobühne ist breit und sauber gestaffelt.

Ein Hinweis aus Messungen zum baugleichen Maxwell 2: Im Bereich um 7 kHz gibt es eine Anhebung, die Stimmen gelegentlich etwas spitz oder zischelnd wirken lassen kann. Wen das stört, der zähmt es in wenigen Sekunden über den EQ der App. Für zusätzliche Immersion sorgt das integrierte, selbstkalibrierende Head-Tracking, das in unterstützten Anwendungen (etwa Embody Immerse Gaming Hive oder dem Dolby Atmos Renderer) den Klang an die Kopfbewegung koppelt und so ein glaubwürdigeres 3D-Bild erzeugt.

Maxwell 2 ANC

Klanglich würde ich das Headset aktuell an die Spitzenposition im Bereich der Singleplayer- oder Story-Games heben. Ein derart immersives, gelungenes Klangbild bekommt aktuell kein Mitbewerber hin. Doch auch in kompetitiven Titeln wie Apex Legends, Battlefield 6 oder The Finals legt das Maxwell 2 ANC im Vergleich zur ersten Auflage deutlich zu. Insbesondere mit dem „Footsteps“-Preset oder eigenen Equalizer-Einstellungen.

Sehr gutes Mikrofon

Das abnehmbare Boom-Mikrofon mit Popfilter arbeitet mit Hypernieren-Charakteristik, greift seitlichen Schall also kaum auf, muss dafür aber sauber vor dem Mund positioniert werden. Der Klang ist fokussiert und gut verständlich, wenn auch etwas mittenlastig; für In-Game-Chat und Discord reicht das locker, für ernsthafte Streaming- oder Aufnahmezwecke bleibt ein dediziertes USB- oder XLR-Mikrofon aber natürlich die bessere Wahl. Das sollte nicht verwundern und dennoch liefert Audeze hier ein wirklich gutes Mikrofon ab, das sich hören lassen kann.

Mikrofon-Testaufnahme Audeze Maxwell 2 ANC:

Mikrofon-Testaufnahme SteelSeries Arctis Nova Pro Omni:

Mikrofon-Testaufnahme SteelSeries Arctis Nova Elite:

Neu ist die FILTER-KI-Rauschunterdrückung der jüngsten Generation mit doppelter Bandbreite, die sich per Knopfdruck in mehreren Stufen aktivieren lässt. Sie filtert Hintergrundgeräusche wie Tastaturanschläge oder Lüfterrauschen zuverlässig aus der Sprachübertragung heraus. In den höchsten Stufen und in schwierigen Umgebungen (Wind, halliger Raum) kann die Stimme allerdings leicht künstlich oder komprimiert klingen. Ein Verhalten, das man von KI-Filtern kennt. Für den Alltag am Schreibtisch macht das Mikrofon einen guten Job.

Audeze Maxwell 2 ANC Test: Fazit

Das Audeze Maxwell 2 ANC hat mich im Test überrascht und zwar positiv. Ich bin nicht auf den Hype-Train des ersten Maxwell aufgesprungen und fand den Klang, insbesondere für kompetitive Spiele gut, mehr aber auch nicht. Mit dem Maxwell 2 ANC ändert sich meine Einstellung. Der Klang bleibt klar das Aushängeschild – kräftig, präzise, räumlich und dank SLAM-Technologie auch im Bass verzerrungsfrei. Und das ANC verrichtet gerade bei tieffrequentem Störlärm einen spürbar guten Job, ohne die Klangsignatur zu verbiegen.

Perfekt ist das Headset trotzdem nicht. Das hohe Gewicht von rund 560 Gramm fordert bei langen Sessions Tribut, das fehlende simultane Bluetooth wirkt in dieser Preisklasse aus der Zeit gefallen und ein Case hätte man bei knapp 500 Euro erwarten dürfen. Auch die kürzere Akkulaufzeit gegenüber dem ANC-losen Maxwell 2 sollte man einkalkulieren.

Unterm Strich richtet sich das Maxwell 2 ANC an eine klar umrissene Zielgruppe: an Spieler, die keine Kompromisse beim Klang eingehen wollen und zusätzlich Ruhe in einer lauten Umgebung suchen. Wer diese Kombination sucht, findet sie derzeit nirgendwo sonst in dieser Qualität. Wem ANC dagegen egal ist, spart mit dem normalen Maxwell 2 Geld und bekommt sogar mehr Akkulaufzeit.

Gold Award für Audeze Maxwell 2 ANC - 07/2026AudezeMaxwell 2 ANC07/2026

VORTEILE

  • Herausragender Klang
  • Überzeugendes ANC
  • Exzellente Verarbeitung
  • Enorm flexible Konnektivität (Dongle, USB-C, Klinke, BT 5.3 mit LDAC/LE Audio)
  • Head-Tracking & Spatial Audio
  • Umfangreiche, werbefreie App mit 10-Band-EQ
  • Magnetisch wechselbare Ohrpolster & ReSkin-Platten

NACHTEILE

  • EXTREM schwer
  • Hoher Anpressdruck
  • Kein gleichzeitiger Betrieb von Dongle und Bluetooth
  • Kürzere Akkulaufzeit als das Maxwell 2 ohne ANC
  • Keine Transporttasche / kein Case im Lieferumfang
  • Sehr teuer

Detailbewertung

Verarbeitung98
Tragekomfort78
Soundqualität95
Ausstattung97
Preis-Leistungs-Verhältnis85

Fazit

Das Audeze Maxwell 2 ANC ist das erste Gaming-Headset, das audiophile 90-mm-Planartreiber mit echtem Active Noise Cancelling verbindet und liefert dabei kräftigen, verzerrungsfreien Klang, der auch mit aktivem ANC seine Signatur behält. Das Noise Cancelling glänzt vor allem bei tieffrequentem Störlärm, während hohes Gewicht (~560 g), fehlendes simultanes Bluetooth und der Verzicht auf ein Case die einzigen echten Schwächen bleiben.

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