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Cherry XTRFY Ngale R Test: Stylisches USB-Mikrofon im Retro-Look

Seit rund einem Jahr firmieren Cherry und Xtrfy unter einem gemeinsamen Namen. Nach Headsets, Tastaturen wie der überzeugenden K5V2 Compact (unser Test) und Mäusen bringt der Hersteller nun seine ersten Mikrofone an den Start. Den Anfang bildet das Cherry XTRFY Ngale R, das als USB-Mikrofon mit einem ansprechenden Retro-Look samt RGB-Beleuchtung und 96 kHz-Auflösung punkten will. Wie gut das klappt, klären wir im Test.

Technische Daten

Produkt: Ngale R
Anschluss: USB-Type-C
Mikrofon-Membran: 16 mm (Kondensator)
Frequenzgang: 20 Hz – 20.000 Hz
Abtastrate: 96 kHz / 24 Bit
Richtcharakteristik: Niere
SPL: 112 dB
Abmessungen (inkl. Standfuß): 193 mm x 66 mm (Höhe x Tiefe)
Gewicht: 419 Gramm (mit Standfuß)
Anschlüsse: USB-C; 3,5-mm-Klinke
Besonderheiten: RGB-Beleuchtung; Stummschalttaste; Multifunktionaler Bedienknopf; Low-Cut Filter
Preis: € 119,00 *

Cherry XTRFY Ngale R Test: Design und Verarbeitung

  • ansprechendes Retro-Design
  • angenehm kompakte Bauweise
  • tadellose Verarbeitung

Gaming meets Retro: Optisch hebt sich das Cherry XTRFY Ngale R gekonnt vom Einheitsbrei der Gaming-Mikrofone ab und setzt stattdessen auf einen kompakten Retro-Look, den man mit einer ansprechenden RGB-Beleuchtung kombiniert.

Mit einer Höhe von 193 mm und Breite von 86 mm ist das USB-Mikrofon angenehm kompakt gehalten und fällt mit 280 Gramm (ohne Standfuß) auch angenehm leicht aus. Mit seinem Look fällt das Mic zweifelsohne auf. Auffälligstes Merkmal ist vor allem die mit löchern versehene Kapsel, unter der sich das Kardioiden-Mikrofon befindet.

Darunter findet sich an der Front, unter dem Herstellerlogo, ein praktischer Gain-Regler, der als LED-Leiste realisiert wird und stärker ausschlägt, je lauter das Mikrofon eingestellt ist. Darunter positioniert Cherry Xtrfy einen angenehm griffigen Drehregler aus Metall.

Den Stummschalt-Knopf positioniert man an der Oberseite des Mikrofons, während die Rückseite neben dem USB-C-Port für die Verbindung einen 3,5-mm-Klinkenanschluss zur Verbindung mit einem Kopfhörer, sowie einen weiteren Knopf für die Anpassung der RGB-Beleuchtung beherbergt.

Der Standfuß ist an der Unterseite gummiert, damit das Mikrofon auf dem Tisch nicht verrutschen kann. Dabei lässt sich das Ngale R durch eine leichte Drehung einfach herausnehmen und mithilfe des 3/8-Zoll-Gewindes auch an einem Stativ oder Mikrofonarm nutzen.

Trotz des vergleichsweise niedrigen Preises und der Kunststoff-Bauweise gibt es hinsichtlich der Verabeitungsqualität nichts zu beanstanden. Das Cherry XTRFY Ngale R fühlt sich angenehm robust und wertig an, nur die schwarze Lackierung ist ein echter Fingerabdruck-Magnet.

Dank Plug and Play sofort einsatzbereit

Das satte Sprachaufnahmen über den gesamten Frequenzbereich  wartet mit einer Plug-and-Play-Konnektivität auf. Einfach Kabel einstöpseln und loslegen. Auf eine Begleit-Software oder ähnliches verzichtet der Hersteller konsequent.

Das macht die Verwendung natürlich besonders einsteigerfreundlich, allerdings lässt sich damit so gut wie kein Einfluss auf das Klangbild nehmen. Mit einer Ausnahme, denn das Mikrofon verfügt über einen hinzuschaltbaren Low-Cut Filter.

Cherry XTRFY Ngale R

Diesen aktiviert ihr, indem ihr den Mute-Button an der Oberseite für drei Sekunden drückt. Die LED-Leiste an der Front verrät durch ein grünes Blinken, dass der Filter aktiv ist oder blinkt blau, wenn der Standard-Modus ohne Low-Cut Filter ausgewählt ist.

Dabei entfernt der Filter vor allem tiefe Frequenzen wie das Tippen auf einer Tastatur, Mausklicks oder die Lüfter des eigenen PCs. Der Full-Rang-Modus hingegen richtet sich eher an Voiceover-Aufnahmen oder Podcasts, da hier besonders satte Sprachaufnahmen über den gesamten Frequenzbereich möglich sind.

Die RGB-Beleuchtung kann über die Taste an der Rückseite verändert werden. Per Knopfdruck wechselt ihr zwischen den verschiedenen Farben oder Effekten, während ein 2-5-sekündiges Gedrückt halten die Helligkeit verringert oder erhöht. Leider ist es nicht möglich, die Beleuchtung mit nur einem Handgriff sofort zu deaktivieren.

Praktisch zudem: Ist das Mikrofon stummgeschaltet, leuchtet es rot um zu signalisieren, dass die Stimme nicht aufgezeichnet wird.

Der Klang des Cherry XTRFY Ngale R gefällt

Obwohl die Kapsel des Cherry XTRFY Ngale R aufgrund der kompakten Bauweise mit 16 mm recht klein ausfällt, realisiert das USB-Mikrofon einen wirklich starken Klang. Dabei realisiert das Mic maxima eine Sampling-Rate von 96 kHZ bei 24 Bit.

Die Stimmübertragung erfolgt dabei angenehm klar, warm und detailreich, während der eingebaute Popschutz Plosivlaute recht gut reduziert. S-Laute werden jedoch etwas scharf dargestellt, das hält sich aber noch immer im Rahmen.

Allerdings will das Mikrofon sehr nah vor dem Mund positioniert werden, da es sonst konstant ein leichtes Hintergrundrauschen zu hören und der Hall in einem nicht schalldichten Raum wahrnehmbar ist.

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Wer dem entgegenwirken will, schaltet den Low-Cut Filter hinzu, der diese unerwünschten Frequenzen reduziert, die Stimme aber merklich flacher und detailarmer wiedergibt. Gerade als Mikrofon beim Zocken ist dies sinnvoll, da hier auch Umgebungsgeräusche, beispielsweise durch das Tippen auf der Tastatur oder die Maus merklich verringert werden.

Im Full-Range Modus hingegen kann man den Problemchen softwareseitig natürlich problemlos in der Nachbearbeitung entgegenwirken. Allgemein gefällt mir das Cherry XTRFY Ngale R klanglich aber sehr gut, gerade in Anbetracht des Preises.

Cherry XTRFY Ngale R USB-Mikrofon Referenzaufnahme:

ASUS ROG Carnyx USB-Mikrofon Referenzaufnahme:

Shure MV7 XLR-Mikrofon Referenzaufnahme: 

Ein Endorfy Solum Studio (unser Test) oder Endgame Gear XSTRM (unser Test) klingen dann aber noch einmal merklich besser. Gerade was den Umgang mit Plosiv- und scharfen S-Lauten anbelangt.

Cherry XTRFY Ngale R Test: Fazit

Mit dem Ngale R legt Cherry Xtrfy einen überzeugenden Einstieg in die Welt der Mikrofone auf das Parkett. Das USB-Kondensatormikrofon punktet nicht nur mit einem ansprechenden, kompakten Design und einer schicken RGB-Beleuchtung, sondern hat auch aus klanglicher Sicht einiges zu bieten.

Im normalen Modus punktet das Mic mit einem vollen und detailreichen Klang, der insbesondere mit Plosivlauten sehr gut zurecht kommt und bietet dabei mehr als genug Gain-Reserven, die eine recht freie Platzierung im Raum ermöglichen.

Dieser sollte dabei aber etwas abgedichtet sein, da das Mikrofon recht viel Hall mit aufnimmt und bei hoher Lautstärke ein leichtes, konstantes Grundrauschen aufweist. Dem kann man mit dem Low Cut-Filter sehr gut entgegenwirken, mit dem die Stimme aber merklich an Volumen und Details verliert.

Insgesamt ergibt sich aber ein stimmiges Gesamtpaket zu einem äußerst attraktiven Preis, mit dem das Cherry XTRFY Ngale R alle preisbewussten Personen anspricht, die auf der Suche nach einem hübschen und gut klingenden Mikrofon sind. Dank Plug and Play ist es zudem sofort einsatzbereit und kommt gänzlich ohne Software aus.

Cherry XTRFY Ngale R Test: Gold Award

Cherry XTRFY Ngale R

Verarbeitung
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

92/100

Hübsches, kompaktes und wirklich gut klingendes USB-Mikrofon, das seine Vorzüge mit tadelloser Plug-and-Play-Konnektivität und einem ansprechenden Preis kombiniert.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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