44.000 DPI, 678 IPS Geschwindigkeit, satte 130 Stunden Akkulaufzeit und eine dreifache Konnektivität. Die Logitech G305 X Superlight klingt nach einer absoluten High-End-Gaming-Maus. Doch kostet… gerade mal wie viel? Für 79,99 Euro schnürt Logitech G hier ein unglaublich attraktives Paket, das nicht nur Einsteiger überzeugen dürfte. Unser Test.
Logitech G305 X Superlight Test: Technische Daten
| Produkt | G305 X Superlight |
| Ergonomie | Symmetrisch (für Rechtshänder) |
| Sensor | Logitech HERO 44K |
| Sensortyp | Optisch |
| DPI | 100 – 44.000 |
| IPS | 678 |
| Beschleunigung | k. A. |
| Abfragerate | 1.000 Hz (optional bis 8.000 Hz mit separatem PRO Wireless-Empfänger) |
| Tastenzahl | 6 (6 programmierbar) |
| Material | Kunststoff |
| Gewicht | 61 Gramm |
| Länge / Material des Kabels | USB-C-Ladekabel (Länge k. A.) |
| Anschluss | USB-Typ-A auf USB-Typ-C |
| Konnektivität | Kabellos (LIGHTSPEED 2,4-GHz-Empfänger); Bluetooth; kabelgebunden |
| Akkulaufzeit | Über 130 Stunden; 2 Min. Laden = bis zu 3,5 Stunden Nutzung |
| Preis | € 82,98 * |
Logitech G305 X Test: Design und Verarbeitung
Die ursprüngliche Logitech G305 (unser Test) gehört seit Jahren zu den meistverkauften kabellosen Gaming-Mäusen überhaupt und das, obwohl sie technisch längst in die Jahre gekommen war. Umso gespannter war ich, als mit der Logitech G305 X Superlight endlich die lang erwartete Neuauflage auf meinem Schreibtisch landete.
Wer die alte G305 kennt, wird die G305 X Superlight auf den ersten Blick sofort wiedererkennen. Logitech bleibt seiner Linie treu und setzt erneut auf die klassische, symmetrische Eiform, die schon das Original so beliebt gemacht hat. Die Abmessungen sind nahezu identisch geblieben, was ich im Test als bewusste und kluge Entscheidung empfand: Wer mit der alten Maus zurechtkam, fühlt sich auch hier sofort zu Hause. Trotz der symmetrischen Grundform handelt es sich um eine klar für Rechtshänder ausgelegte Maus, denn die beiden zusätzlichen Tasten sitzen ausschließlich auf der linken Gehäuseseite.
Die größte Veränderung erfühlt man jedoch erst beim Anheben: Mit gerade einmal 61 Gramm ist die G305 X Superlight ein echtes Leichtgewicht und damit deutlich leichter als der rund 99 Gramm schwere Vorgänger. Den größten Anteil an dieser Diät hat der Wegfall der AA-Batterie, die beim Original noch einen Großteil des Gewichts ausmachte. In schnellen Shootern macht sich dieser Unterschied sofort bemerkbar – dazu später im Praxistest mehr.
Bei der Verarbeitung gibt sich Logitech keine Blöße. Das verwendete Kunststoffmaterial wirkt fest und widerstandsfähig, nichts knarzt oder gibt unter Druck nach. Für eine vergleichsweise günstige Maus ist das ein ordentliches Niveau. Einen kleinen, aber feinen Akzent setzt die dezente RGB-Beleuchtung unterhalb des Mausrads. Ich muss allerdings ehrlich sein: Diese Beleuchtung fällt so zurückhaltend aus, dass sie im Alltag kaum auffällt. Wer ein RGB-Spektakel erwartet, wird hier nicht fündig – wäre die Beleuchtung gar nicht vorhanden, würde es den Gesamteindruck der Maus kaum schmälern. Für mich ist das aber kein Nachteil, sondern passt gut zum reduzierten Charakter der Maus.
Der wichtigste Kritikpunkt betrifft die Größe. Die G305 X Superlight ist bewusst kompakt gehalten, und das kann je nach Handgröße zum Problem werden. Ich würde meine Hände nicht als besonders groß bezeichnen, dennoch umschloss meine Handfläche die Maus so vollständig, dass Daumen und kleiner Finger beim Bewegen gelegentlich über das Mauspad schleiften. Für meinen Geschmack fällt die Maus etwa ein Fünftel zu klein aus. Wer also wirklich große Hände hat oder den Palm-Grip bevorzugt, sollte eher zur größeren (und teureren) Logitech G Pro X Superlight 2 oder direkt dem Top-Modell in Form der Logitech G Pro X2 Superstrike (unser Test) greifen. Für Claw- und Fingertip-Grip ist die kompakte Form hingegen wie gemacht.
Ausstattung der G305 X
Unter der schlichten Schale steckt das eigentliche Highlight dieser Neuauflage: der HERO 44K-Sensor. Mit bis zu 44.000 DPI und einem maximalen IPS-Wert von 678 ist die G305 X Superlight technisch absolut auf der Höhe der Zeit und richtet sich damit ausdrücklich auch an kompetitive Spieler. In der Praxis sind 44.000 DPI natürlich völlig praxisfern. Kaum jemand wird derart hohe Werte jemals nutzen. Entscheidend ist aber, dass der Sensor über den gesamten realistischen Bereich hinweg absolut sauber und präzise arbeitet und genau das tut er.
Beim Tastenlayout bleibt Logitech minimalistisch. Neben der linken und rechten Maustaste gibt es das Mausrad, eine mittig platzierte Taste zum Wechseln der DPI-Profile sowie zwei frei belegbare Daumentasten an der linken Seite. Insgesamt kommt die Maus damit auf sechs programmierbare Tasten. Das ist kein üppiges Arsenal, reicht für Shooter und die meisten anderen Genres aber vollkommen aus. Die beiden Seitentasten lassen sich in der Software frei belegen. Ob für Nahkampf, Ducken oder eine beliebige andere Aktion, bleibt jedem selbst überlassen. Dieser bewusste Verzicht auf überflüssigen Ballast macht die G305 X Superlight zu einem Werkzeug für Spieler, die schnelle Reflexe statt Tastenvielfalt suchen.
Ein durchdachtes Detail, das ich im Alltag schnell zu schätzen gelernt habe, ist das kleine Fach an der Unterseite. Dort lässt sich der LIGHTSPEED-Dongle sicher verstauen. Ideal, wenn man die Maus mit zu einem LAN-Event oder auf Reisen nimmt und den winzigen Empfänger nicht verlieren möchte. Das macht natürlich absolut Sinn, da die G305 X dank Funk- und Bluetooth-Verbindung auch unterwegs am Tablet, Laptop und Co eine tadellose Figur abgibt.
Akkulaufzeit: Beeindruckende 130 Stunden
Beim Thema Akku hat Logitech offensichtlich auf das Feedback der Community gehört. Statt wie beim Vorgänger auf eine wechselbare AA-Batterie zu setzen, kommt nun ein fest verbauter Akku zum Einsatz, der bequem per USB-C geladen wird. Logitech verspricht eine Laufzeit von mindestens 130 Stunden mit einer einzigen Ladung. Und dieser Wert hat sich in meinem Testzeitraum als durchaus realistisch erwiesen.
In der Praxis bedeutet das: Ich habe die Maus über mehrere Wochen täglich genutzt und musste sie dabei erstaunlich selten ans Kabel hängen. Wer nicht gerade rund um die Uhr spielt, kommt damit locker ein bis zwei Wochen ohne Nachladen aus. Besonders praktisch ist die Schnellladefunktion: Laut Logitech genügen bereits zwei Minuten am Kabel für bis zu 3,5 Stunden Nutzung. Sollte der Akku also einmal mitten in einer Session schlappmachen, ist man nach einer kurzen Kaffeepause wieder einsatzbereit. Ehrlicherweise ist eine derart üppige Laufzeit für die meisten Setups fast schon überdimensioniert, da das Ladekabel ohnehin selten weit entfernt ist – ein Luxusproblem, über das sich niemand beschweren sollte.
App-Anbindung per G-Hub
Wie von Logitech gewohnt, läuft die gesamte Konfiguration über die hauseigene Software G HUB. Diese Anwendung gehört für mich nach wie vor zu den durchdachtesten ihrer Art: Sie ist übersichtlich aufgebaut, einfach zu navigieren und bietet trotzdem eine Fülle an Einstellungsmöglichkeiten. Über G HUB lassen sich die DPI-Stufen anpassen, die sechs Tasten frei belegen und die zugegeben dezente RGB-Beleuchtung individualisieren. Auch das Anlegen verschiedener Profile, die sich dann per Knopfdruck durchwechseln lassen, funktioniert problemlos.
Besonders erfreulich: Die Einrichtung gelang im Test schnell und ohne Stolpersteine. Wer schon einmal mit einem Logitech-Produkt gearbeitet hat, findet sich sofort zurecht, und auch Neulinge dürften kaum Probleme haben. Hier zeigt sich der Vorteil eines etablierten Herstellers, der seine Software über viele Jahre verfeinert hat.
Logitech G305 X: Praxis- und Sensortest
Theorie ist das eine, der Alltag das andere und genau hier konnte die G305 X Superlight zeigen, was in ihr steckt. Den größten Unterschied zum Vorgänger macht zweifellos das geringe Gewicht. In schnellen Shootern wie Valorant, The Finaks oder Counter-Strike 2 ließ sich die Maus dank der 61 Gramm mühelos über das Pad führen, schnelle Flickshots und Richtungswechsel gingen spürbar leichtgängiger von der Hand. In Kombination mit dem präzisen HERO 44K-Sensor entsteht ein sehr direktes, kontrolliertes Spielgefühl, das auch anspruchsvollen Ansprüchen genügt.
Ein zentrales Ausstattungsmerkmal, das im Praxisalltag glänzt, sind die drei Verbindungsmodi. Die kabellose LIGHTSPEED-Verbindung über den mitgelieferten Dongle lief in meinem Test absolut zuverlässig und verzögerungsfrei. Hier gibt es nichts zu bemängeln. Wer die Maus auch abseits des Gaming-PCs etwa am Notebook nutzen möchte, profitiert vom neu hinzugekommenen Bluetooth-Modus, der die Maus deutlich vielseitiger macht als das Original. Und falls der Akku doch einmal leer ist, lässt sie sich im Kabelbetrieb einfach weiternutzen. Für ambitionierte E-Sportler bietet Logitech zudem die Option, die Maus mit einem separat erhältlichen Empfänger auf eine Polling-Rate von bis zu 8 kHz aufzurüsten. Für die allermeisten Spieler ist das zwar weit mehr, als sie jemals benötigen, aber es ist ein schönes Extra, das die Maus zukunftssicher macht.
Der bereits erwähnte Wermutstropfen bleibt die Größe. Während die kompakte Form für meinen Claw-Grip in kurzen Sessions hervorragend funktionierte, machte sich bei längeren Spielabenden bemerkbar, dass die Maus für meine Hand einen Tick zu klein ist. Auch das geringe Gewicht ist letztlich Geschmackssache: Ich persönlich mag tendenziell etwas mehr Masse unter der Hand, doch wer auf maximale Agilität aus ist, wird die federleichte Bauweise lieben. Das ist kein Mangel, sondern schlicht eine bewusste Designphilosophie, die zum Namen „Superlight“ passt.
Logitech G305 X Test: Fazit
Mit der Logitech G305 X Superlight ist dem Hersteller eine rundum gelungene Modernisierung eines echten Klassikers geglückt. Die Neuauflage behebt praktisch alle Schwächen des Vorgängers: Das Gewicht sinkt von 99 auf federleichte 61 Gramm, die betagte AA-Batterie weicht einem ausdauernden USB-C-Akku mit über 130 Stunden Laufzeit, und der hochmoderne HERO 44K-Sensor sorgt für kompromisslose Präzision. Hinzu kommen die flexiblen drei Verbindungsmodi inklusive des neuen Bluetooth-Betriebs sowie die bewährt ausgereifte G-HUB-Software. Für einen Preis von 79,99 Euro bekommt man hier ein erstaunlich komplettes Gesamtpaket. Die neue Logitech G3-Serie spielt technisch deutlich oberhalb ihrer Preisklasse. Absolut beeindruckend.
Die einzigen nennenswerten Kritikpunkte sind die sehr kompakte Bauform, die größeren Händen und Palm-Grip-Nutzern zu klein ausfallen dürfte, sowie die kaum sichtbare RGB-Beleuchtung. Beides sind jedoch keine echten Mängel, sondern Entscheidungen der konsequent auf Leichtbau und Minimalismus ausgelegten Designphilosophie. Wer eine leichte, präzise und vielseitige Gaming-Maus mit kompakten Maßen sucht (allen voran FPS-Spieler mit Claw- oder Fingertip-Grip), bekommt mit der G305 X Superlight eine klare Empfehlung. Wer hingegen große Hände hat oder gerne etwas mehr Masse unter den Fingern spürt, sollte vor dem Kauf einen prüfenden Griff riskieren oder zur größeren G Pro X Superlight 2 schielen.
VORTEILE
- Niedriges Gewicht
- 44.000 DPI
- Starke Sensorleistung
- Drei Verbindungsmodi
- Ausgereifte Software
- Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
NACHTEILE
- Kompakte Form nicht ideal für große Hände bzw. Palm-Grip
- RGB-Beleuchtung sehr dezent
- 8.000 Hz nur mit separatem Empfänger
- Fromfaktor ist Geschmackssache
Fazit
Die Logitech G305 X Superlight modernisiert einen Bestseller konsequent und überzeugt mit federleichten 61 Gramm, präzisem HERO 44K-Sensor und drei flexiblen Verbindungsmodi zum fairen Preis. Einzig die sehr kompakte Bauform und die kaum sichtbare RGB-Beleuchtung trüben den ansonsten rundum gelungenen Gesamteindruck.