Zwei Bildschirme auf einem Standfuß, aber ohne den Platzbedarf von zwei Monitoren: Mit dem 24B2D5300 bringt Philips ein Konzept auf den Markt, das es in dieser Form bislang kaum gab. Statt eines einzelnen Panels sitzen bei diesem 23,8-Zoll-Business-Monitor zwei vollwertige IPS-Displays Rücken an Rücken. Eines zeigt zum Nutzer, das zweite gleichzeitig zur Gegenseite, etwa zu einem Kunden am Empfangstresen. Beide Panels bieten Full-HD-Auflösung bei 120 Hertz und lassen sich über DualView, SmartView und MultiView unabhängig voneinander oder synchron betreiben. Wir haben uns Ausstattung, Verarbeitung und Praxistauglichkeit des Philips 24B2D5300 genauer angeschaut und verraten dir, für wen sich der ungewöhnliche Doppeldisplay-Monitor eignet und wo die Grenzen des Konzepts liegen.
Technische Daten des Philips 24B2D5300
| Bildschirmdiagonale | 2x 23,8 Zoll (60,47 cm), rückseitig montiert |
| Paneltyp | IPS mit W-LED-Backlight, beide Seiten |
| Auflösung | 1920 x 1080 Pixel (Full HD, 16:9) je Seite |
| Bildwiederholrate | 120 Hz auf beiden Displays |
| Reaktionszeit | 4 ms (Grau-zu-Grau) |
| Helligkeit | 300 cd/m² |
| Kontrastverhältnis | 1.500:1 (nativ), SmartContrast 50.000.000:1 |
| Farbraumabdeckung | 100 % NTSC, 110 % sRGB |
| Blickwinkel | 178° horizontal / 178° vertikal |
| Anschlüsse je Seite | 1x HDMI 1.4, 1x USB-C (DP Alt-Mode, Daten, Power Delivery), Audio-Ausgang, 2x USB-A (Hub) |
| Power Delivery | bis zu 65 W je USB-C-Port |
| Besondere Funktionen | DualView, SmartView, MultiView (Split-Screen/PiP/PbP), OSD Sync, KVM-Funktion |
| Augenkomfort | Eyesafe 2.0, FlickerFree, SoftBlue (Low Blue Light) |
| Audio | Integrierte Stereo-Lautsprecher, 3 W x 2 |
| Ergonomie | 180° Schwenkfunktion im Standfuß; keine Höhenverstellung, Neigung oder Pivot |
| Gewicht | 5,32 kg (Gerät ohne Standfuß) / 8,78 kg (inkl. Verpackung) |
| Energieverbrauch | 23,88 W (Betrieb) / 19,8 W (ECO) / 0,5 W (Standby) / 0,3 W (Aus) |
| Preis (UVP) | € 432,80 * |
Unboxing, Design und Verarbeitung
Schon die Grundidee des Philips 24B2D5300 unterscheidet sich deutlich von klassischen Business-Monitoren, wie auch der B-Line von Philips samt Pop-up-Webcam: Statt eines einzelnen Panels stecken hier zwei vollwertige 23,8-Zoll-Displays Rücken an Rücken in einem gemeinsamen Gehäuse. Auf den ersten Blick wirkt das ungewöhnlich, ergibt aber sofort Sinn, sobald man den Einsatzzweck kennt. Etwa am Empfangstresen, wo Mitarbeiter und Kunde gleichzeitig auf Informationen blicken sollen, ohne dass ein zweiter Monitor extra Platz beansprucht.
Das schlanke, in dunklem Grau gehaltene Gehäuse wirkt aufgeräumt und büro-tauglich, ohne auffällige Gaming-Attribute. Der Standfuß erlaubt eine 180-Grad-Schwenkfunktion, mit der sich beide Displays gemeinsam um die eigene Achse drehen lassen – praktisch, wenn der Monitor zwischen unterschiedlichen Gesprächssituationen ausgerichtet werden muss. Auf Höhenverstellung, Neigung und Pivot verzichtet Philips beim 24B2D5300 allerdings komplett, was angesichts der ungewöhnlichen Doppel-Panel-Bauweise nachvollziehbar, für die individuelle Anpassung am Arbeitsplatz aber ein spürbarer Verzicht ist.
Verarbeitungsseitig macht der Monitor einen soliden, für die Business-Klasse typischen Eindruck. Mit 5,32 Kilogramm für das reine Gerät ohne Standfuß bringt der 24B2D5300 durch die doppelte Panel-Bestückung erwartungsgemäß mehr Gewicht auf die Waage als ein vergleichbarer Einzelmonitor dieser Größenklasse. Für das Design wurde der Monitor 2025 mit dem Red Dot Award ausgezeichnet, was das ungewöhnliche, aber durchdachte Gehäusekonzept unterstreicht.
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Das Doppeldisplay-Konzept im Detail
Das Herzstück des 24B2D5300 sind seine zwei rückseitig montierten 23,8-Zoll-IPS-Panels, die jeweils Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) bei 120 Hertz Bildwiederholrate liefern. Beide Displays teilen sich zwar die technischen Eckdaten, lassen sich aber über drei unterschiedliche Betriebsmodi flexibel steuern:
- DualView erlaubt es, auf beiden Seiten unabhängige Inhalte darzustellen – etwa Arbeitsoberfläche auf der einen und Präsentation oder Werbeinhalt auf der anderen Seite.
- SmartView teilt ein einzelnes Eingangssignal auf beide Panels auf, sodass Vorder- und Rückseite dasselbe Bild zeigen.
- MultiView ergänzt Split-Screen-, Picture-in-Picture- und Picture-by-Picture-Funktionen, mit denen sich mehrere Quellen gleichzeitig auf einem der beiden Panels anzeigen lassen.
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Zusätzlich sorgt OSD Sync dafür, dass Helligkeit und Kontrast zwischen beiden Displays synchron gehalten werden können, damit kein Panel sichtbar heller oder dunkler wirkt als das andere. Mit 100 % NTSC- und 110 % sRGB-Farbraumabdeckung sowie 178°/178° Blickwinkeln bewegt sich die reine Bildqualität der IPS-Panels auf einem für Business-Monitore soliden, aber nicht herausragenden Niveau – hier geht es klar um Funktionalität und Flexibilität, nicht um maximale Farbtreue.
Ein Punkt, der im Philips 24B2D5300 Test auffällt: Die Full-HD-Auflösung wirkt bei einer Bildschirmdiagonale von 23,8 Zoll im Jahr 2026 nicht mehr ganz zeitgemäß, gerade im Vergleich zu WQHD- oder 4K-Panels in ähnlicher Preisklasse. Für den vorgesehenen Einsatzzweck wie Informationsdarstellung, Präsentationen, Kundenkontakt reicht die Schärfe aber in aller Regel aus, zumal die 120 Hz für ein durchgängig flüssiges Bild sorgen.
Anschlüsse und Konnektivität
Bei der Konnektivität setzt Philips konsequent auf das Doppeldisplay-Konzept: Jede der beiden Seiten verfügt über einen eigenen HDMI-1.4-Anschluss sowie einen eigenen USB-C-Port mit DisplayPort-Alt-Mode, Datenübertragung und Power Delivery bis 65 Watt. Damit lässt sich an jeder Seite unabhängig ein Zuspielgerät anschließen und gleichzeitig laden, etwa ein Notebook auf der einen und ein zweites Gerät auf der anderen Seite.
Ergänzt wird das Anschlusspaket durch einen integrierten USB-Hub mit je zwei USB-A-Downstream-Ports pro Seite, über die sich zusätzliche Peripherie wie Tastatur, Maus oder ein USB-Stick anschließen lässt. Eine Ethernet-Anbindung über RJ45 ist ebenfalls vorhanden und macht den 24B2D5300 auch für Docking-Szenarien interessant, in denen Netzwerkverbindung, Bildsignal und Stromversorgung über ein einziges Kabel zum Notebook laufen sollen.
Anders als bei klassischen Einzelmonitoren bringt der Standfuß des Philips 24B2D5300 konstruktionsbedingt deutliche Einschränkungen bei der Ergonomie mit sich. Die 180-Grad-Schwenkfunktion erlaubt es, den kompletten Doppel-Panel-Aufbau um die eigene Achse zu drehen und so flexibel auf wechselnde Gesprächssituationen auszurichten. Eine Höhenverstellung, Neigungsfunktion oder Pivot-Modus für den Hochformat-Einsatz fehlt dagegen komplett.
Das ist der nachvollziehbare Preis für das ungewöhnliche Doppeldisplay-Konzept, sollte potenziellen Käufern aber bewusst sein: Wer eine ergonomisch flexible Einzelplatzlösung mit individueller Höhen- und Neigungsanpassung sucht, ist mit einem klassischen Business-Monitor besser bedient.
Bildqualität und Praxistest
In der Praxis überzeugt der Philips 24B2D5300 vor allem durch sein Grundkonzept: Zwei vollwertige, unabhängig ansteuerbare Displays auf einem einzigen, platzsparenden Standfuß lösen ein Problem, für das es bislang kaum elegante Alternativen gab. Mit 120 Hz auf beiden Panels bewegt sich das Bild angenehm flüssig, was gerade bei der Darstellung von Bewegtbild-Content am Empfangsdesk oder in Präsentationen positiv auffällt.
Die 300 cd/m² Helligkeit reichen für normal beleuchtete Büro- und Empfangsbereiche gut aus, an sehr hellen, sonnendurchfluteten Standorten könnte die Ablesbarkeit an Grenzen stoßen – ein Punkt, den auch internationale Berichterstattung rund um den Marktstart des 24B2D5300 aufgreift. Kritischer wird dort vor allem die Full-HD-Auflösung gesehen: Bei 23,8 Zoll Diagonale gilt 1920 x 1080 Pixel im Jahr 2026 nicht mehr als besonders scharf, auch wenn sie für Text- und Präsentationsinhalte im vorgesehenen Einsatzbereich meist ausreichend bleibt. Für den Augenkomfort bei längeren Bürosessions sind FlickerFree-Technologie, SoftBlue Low-Blue-Light-Modus und die Eyesafe-2.0-Zertifizierung an Bord, die die Belastung durch blaues Licht reduzieren sollen.
Integrierte Stereo-Lautsprecher mit 3 W x 2 decken einfache Anwendungsfälle wie Videokonferenzen oder Präsentationston ab, ersetzen für anspruchsvollere Audioanforderungen aber keine externen Lautsprecher. Ein Kensington-Sicherheitsschloss rundet die Business-Ausstattung ab und schützt den Monitor gerade in öffentlich zugänglichen Bereichen wie Empfangsdesks vor Diebstahl.
Positiv fällt dagegen auf, dass Philips das Konzept konsequent zu Ende gedacht hat: eigene Anschlüsse, eigener USB-Hub und eigene Power-Delivery-Versorgung je Seite sorgen dafür, dass beide Displays tatsächlich unabhängig voneinander betrieben werden können, statt nur als gespiegelte Notlösung zu fungieren.
Philips 24B2D5300 Test: Fazit
Der Philips 24B2D5300 zeigt, dass der Hersteller mit dem Doppeldisplay-Konzept ein echtes Nischenproblem löst: Zwei unabhängig nutzbare Full-HD-Displays mit 120 Hz auf einem platzsparenden Standfuß, ergänzt um durchdachte Anschluss- und KVM-Funktionen, machen den Monitor zu einer cleveren Lösung für Empfangsbereiche, Beratungsgespräche und kollaborative Arbeitsplätze. Der Red Dot Award 2025 unterstreicht, dass auch das Gehäusedesign konsequent zu Ende gedacht wurde.
Wer allerdings einen klassischen Einzelplatzmonitor mit hoher Auflösung und voller ergonomischer Flexibilität sucht, wird mit dem 24B2D5300 nicht glücklich: Full-HD-Auflösung bei 23,8 Zoll sowie die fehlende Höhen-, Neigungs- und Pivot-Verstellung sind der Preis für das ungewöhnliche Doppel-Panel-Konzept. Für den eigentlich vorgesehenen Einsatzzweck überwiegen die Vorteile klar. In Heimanwendungen sollte man hingegen natürlich eher zu einem klassischen Monitor greifen, sofern man die dualen Displays nicht benötigt.
VORTEILE
- Platzsparendes Doppeldisplay-Konzept
- 120 Hertz auf beiden Seiten
- Stimmige Konnektivität
- DualView, SmartView und MultiView
- KVM-Funktion
- Eigener HDMI- und USB-C-Anschluss inkl. USB-Hub und Power Delivery je Seite
NACHTEILE
- Sehr spezielles Konzept
- Nicht gerade günstig
- Ergonomie stark eingeschränkt
- Nur Full-HD auf 23,8 Zoll
Fazit
Der Philips 24B2D5300 überzeugt als clevere Nischenlösung für Empfang, Beratung und Kassenbereiche. Zwei unabhängige Full-HD-Displays auf einem Standfuß sparen Platz und bieten flexible Nutzung.
