SteelSeries Arctis Nova Pro Omni Test: High-End-Headset für alle Systeme

Philipp Briel
Philipp Briel · 13 Min. Lesezeit
SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

Frisches Headset-Futter aus Dänemark: Mit dem SteelSeries Arctis Nova Pro Omni hat der Hersteller ein neues Premium-Headset am Start, dass sich stark am absoluten Top-Modell (und in meinen Augen besten aktuell erhältlichen Headset) orientiert. Namentlich dem SteelSeries Arctis Nova Pro Elite (unser Test). Das neue Pro Omni bringt dafür einen Großteil der Features des rund 300 Euro teureren Elite mit. Wo die Unterschiede liegen und was das Teil auf dem Kasten hat, klärt unser SteelSeries Arctis Nova Pro Omni Test.

Technische Daten des SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

Produkt Arctis Nova Pro Omni
Bauform Over-Ear
Treiber 40-mm-Neodym
Frequenzbereich (Kopfhörer) 10 – 40.000 Hz
Impedanz 38 Ohm
Konnektivität 3x USB-C (2,4-GHz); Bluetooth 5.3; 3,5-mm-Klinke
Mikrofontyp ClearCast Pro
Frequenzbereich (Mikrofon) 50 – 16.000 Hz
Reichweite (Wireless) Circa 12 Meter
Akkulaufzeit 30 Stunden (2 Akkus enthalten; austauschbar)
Ladezeit 1,5 Stunden
Gewicht 339 g
Raumklang Tempest 3D, Windows Sonic Spatial, SteelSeries Sonar Surround für Windows, DTS Headphone, Dolby Atmos
Kompatibilität PC, Mac, PS4, PS5, Nintendo Switch / 2, Xbox Series, Xbox One, Smartphone/Tablet
Besondere Funktionen ANC; Infinite Power System; OmniPlay; Wireless-Hi-Res-Klang; Basisstation
Preis € 399,99 *

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni Test: Design und Verarbeitung

Das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni setzt auf das bekannte Design des Herstellers, das uns bereits seit Jahren durch sämtliche Preisklassen begleitet. Wer das Elite und das Pro Omni nebeneinander hält, wird auf den ersten Blick kaum einen Unterschied ausmachen können. Wohl aber auf den Zweiten. Überrachend: Beim ersten Anfassen fällt sofort auf, dass das Arctis Nova Pro Omni trotz seines Premium-Anspruchs stärker auf Kunststoff setzt als auf metallische Komponenten. Das Headset verwendet überwiegend  Kunststoff, verfügt jedoch über ein Metallkopfband und wirkt insgesamt solide verarbeitet. Dennoch: Gemessen am Preis ist das schon etwas enttäuschend, wenngleich es hier in der Praxis nichts zu beanstanden gibt.

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

Der Tragekomfort ist dank des flexiblen Aufhängungssystems im Hersteller-typischen Skibrillen-Design sehr angenehm, denn der Druck auf den Kopf lässt sich durch simples Verstellen gut regulieren. Mit einem Eigengewicht von 339 Gramm ist das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni zwar relativ schwer, aber immerhin deutlich leichter als das Elite mit seinen 380 Gramm. Vorteil Kunststoff, hm?

Was mit allerdings aufgefallen ist: Der Mechanismus zum Einstellen der Ohrmuscheln läuft nicht so geschmeidig wie beim Elite oder anderen Premium-Headsets- Wer die Größe anpasst, wird sich zunächst über das leicht kratzige Geräusch erschrecken. Auch wenn die Mechanik in der Praxis tadellos funktioniert. Dennoch will das Arctis Nova Omni hinsichtlich der Verarbeitungsqualität in meinen Augen dem aufgerufenen Preis, rein objektiv, nicht ganz gerecht werden. So wirklich Premium fühlt es sich nicht an. Auch wenn es im Praxistest nicht viel zu beanstanden gibt.

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

Ein Pluspunkt ist das einziehbare Boom-Mikrofon. Wer das Headset auch unterwegs nutzen möchte, profitiert davon, dass es sich bündig in die Ohrmuschel zurückziehen lässt und das Mikrofon dabei automatisch stumm schaltet. Kein permanent herausragender Ausleger, kein unangenehmes Aufsehen in der Öffentlichkeit. Herzstück des Systems ist die externe GameHub-Basisstation, die als zentrale Schaltstelle für Audioquellen, Mixing und Systemsteuerung fungiert. Das OLED-Display auf der Basisstation zeigt Lautstärke, Akku und EQ auf einen Blick. Insgesamt wirkt das Arctis Nova Pro Omni funktional und durchdacht, ohne dabei luxuriös zu wirken.

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni vs Arctis Nova Elite – Die Unterschiede

Die offensichtliche Frage lautet: Was unterscheidet das Arctis Nova Pro Omni vom teureren Arctis Nova Elite und lohnt sich der Aufpreis?
Der Nova Elite kostet rund 699 Euro und setzt auf Materialien, die deutlich hochwertiger sind. Kaltgewalzter Stahl und Aluminiumdruckguss sorgen beim Nova Elite für eine spürbar festere Haptik und ein auffälligeres Finish.

Hinzu kommen Kohlefaser-Treiber mit Messingumrandung, die eine ultrapräzise Klangwiedergabe ermöglichen sollen. Demgegenüber verwendet das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni klassische 40-mm-Neodym-Treiber. Das Nova Elite bietet zudem Metallelemente an Bedienelementen und eine deutlich geschmeidigere Slider-Mechanik mit sanft gedämpftem Anschlag. Allein diese Details rechtfertigen für Nutzer, die täglich mehrere Stunden am Headset verbringen, bereits einen Teil des Preisunterschieds.

Ein weiterer relevanter Unterschied liegt beim Mikrofon: Das Nova Elite besitzt neben dem einziehbaren Boom-Mikrofon ein zweites, diskretes integriertes Mikrofon, das automatisch aktiv wird, wenn das Boom-Mikrofon eingezogen ist. Das Nova Pro Omni hat das nicht.

Beim ANC gibt es ebenfalls Unterschiede: Das Nova Elite verspricht laut SteelSeries eine ANC-Leistung, die bis zu 42 Prozent stärker ist als die wichtigsten Mitbewerber und reduziert bis zu 89 Prozent der Hintergrundgeräusche. Das Pro Omni ist zweifellos verdammt stark, aber nicht auf diesem High-End-Niveau.

Was das Omni dem Elite voraus hat, ist der Preis: Mit 399,99 Euro ist es rund 300 Euro günstiger. Die Kernfunktionen bleiben erhalten: ANC, virtuell unbegrenzte Akkulaufzeit und bis zu vier simultane Verbindungen. Wer die volle Material- und Klangkompetenz des Elite nicht zwingend benötigt, bekommt mit dem Omni das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis

Ausstattung und Bedienung des Arctis Nova Pro Omni

Im Mittelpunkt der Neuauflage des legendären Arctis Nova Pro Wireless (Test) steht das OmniPlay-Konzept, das eine gleichzeitige Nutzung von bis zu vier parallelen Audioquellen ermöglicht: zwei USB-Verbindungen, Bluetooth und Line-In. In der Praxis bedeutet das: Spielsound von der Konsole, Discord vom PC, Musik oder Anrufe vom Smartphone. Und das alles gleichzeitig, ohne Umstöpseln oder nervigen Quellwechsel. Ein echter Komfortgewinn für alle, die auf mehreren Plattformen unterwegs sind.

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni
Der GameHub dient als Dreh- und Angelpunkt

Der GameHub übernimmt als zentrale Verwaltungseinheit das Echtzeit-Mixing der Audioquellen. Er erlaubt das Anpassen von Lautstärke, EQ und ChatMix direkt am Gerät,  ohne auf eine Software-Oberfläche angewiesen zu sein. Das ist für Konsolenspieler besonders wertvoll, die keinen PC in Reichweite haben. Und ganz ehrlich: Wenn ich mit einem Schreibtisch-Setup schnell zwischen PC und Konsole wechsele und den zwischen beiden Systemen platzierten GameHub bediene, ist dieses Konzept ein Komfortgewinn, den man schnell zu schätzen lernt.

Die Bedienelemente am Headset selbst sind intuitiv platziert. Links findet sich ein analoger Stummschalter für das Mikrofon, ein Ein/Aus-Schalter, der gleichzeitig als ANC-Taste fungiert, sowie ein gerasterter Lautstärkeregler. Rechts sitzt eine Bluetooth-Pairing-Taste, die auch als Medien-Steuerung dient. Beide Seiten besitzen abnehmbare Platten: Links verbirgt sich dahinter ein USB-C-Ladeanschluss, rechts der austauschbare Akku (während der GameHub in der Zwischenzeit die zweite Batterie auflädt).

Offiziell unterstützte Plattformen sind PC (Windows und macOS), PlayStation, Xbox, Nintendo Switch, Quest sowie Android und iOS. Im Lieferumfang enthalten sind zwei USB-C-Kabel, zwei Akkus, ein Mikrofon-Popschutz und eine Transporttasche. Ein 3,5-mm-Klinkenkabel fehlt, was bei einem Headset dieser Preisklasse ein kleines Minus ist- Beim Bluetooth-Codec setzt das Omni auf LC3 und LC3+. Wer aptX oder LDAC erwartet, wird enttäuscht. Diese weit verbreiteten Codecs fehlen, obwohl LC3+ technisch auf Hi-Res-Niveau operiert. In der Praxis fällt das für Gaming kaum ins Gewicht, für Musikhörer könnte das aber durchaus relevant sein.

Akkulaufzeit

Das sogenannte Infinite Power System ist eines der überzeugendsten Features des Arctis Nova Pro Omni, das das neue Gaming-Headset von seinen Geschwisterchen geerbt hat. Die rechte Ohrmuschel nimmt einen wechselbaren Akku auf, während ein zweiter Akku entspannt in der Ladestation mit Energie versorgt wird. Und das sorgt in der Theorie für eine nahezu unendliche Akkulaufzeit.

Lediglich wer den leeren Akku tauscht, muss das Headset kurz aus- und wieder einschalten. Im Gegensatz zum Nova Elite, das hier kurze Wechselpausen überbrücken konnte. Im Test erreichte das Headset eine Akkulaufzeit von 30 Stunden und 12 Minuten über die 2,4-GHz-Verbindung. Die Herstellerangabe von bis zu 30 Stunden pro Akku bei deaktiviertem ANC wurde damit sogar übertroffen. Für Bluetooth-Betrieb gibt SteelSeries bis zu 50 Stunden an. Wer die aktive Geräuschunterdrückung nutzt, kommt laut Hersteller au 19 Stunden pro Akku bei 2,4-GHz- und Bluetooth. Das sind gute Werte, die auf Augenhöhe mi dem Elite agieren.

Wer trotzdem einmal beide Akkus leer spielt: SteelSeries gibt an, dass eine 15-minütige Schnellladung rund vier Stunden Wiedergabe ermöglicht. Damit ist das Omni eines der wenigen Headsets auf dem Markt, bei denen die Akkulaufzeit faktisch aufgehört hat, ein Problem zu sein.

App-Anbindung: Sonar bleibt das Maß aller Dinge

Gerade am PC sucht die Begleit-App des SteelSeries Arctis Nova Pro Omni weiterhin seinesgleichen. Der SteelSeries GG-Suite, insbesondere aber Sonar sei Dank. Obwohl das Grundgerüst in dieser Form bereits seit Jahren zum Einsatz kommt, gibt es in meinen Augen keinen anderen Hersteller, der eine derart überzeugende App-Erfahrung anbietet. Nicht zuletzt dank parametrischem Equalizer, nahezu endloser Equalizer-Presets und detaillierter Tuning-Möglichkeiten für Kopfhörer und Mikrofon.

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

SteelSeries Sonar bietet granulare EQ-Einstellungen mit Kontrolle über spezifische Frequenzen und Q-Tiefen, separate Profile für 2,4-GHz- und Bluetooth-Verbindungen sowie hunderte spielspezifischer EQ-Presets. Während des Spiels lässt sich der Klang in Echtzeit anpassen und die Auswirkung jeder Änderung sofort nachvollziehen. Das macht die Software zu einem mächtigen Tuning-Werkzeug, das sich zudem intuitiv bedienen lässt.

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

Für Konsolenspieler ohne PC gibt es die Arctis Companion App für iOS und Android. Sie ist funktional eingeschränkter, bietet aber ebenfalls einen mächtigen Umgang. Im Alltag eignet sich die App als schnelle Fernbedienung für Anpassungen unterwegs, während die Desktop-Software für tiefergehende Konfigurationen die bessere Wahl bleibt.

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

Ein Kritikpunkt: Das volle Potenzial entfaltet sich erst, wer bereit ist, sich intensiv mit den Einstellungen auseinanderzusetzen. Im Plug-and-Play-Betrieb bleibt ein Teil des Potenzials ungenutzt. Das Headset richtet sich damit klar an audiophile Gamer, nicht an Käufer, die ein Headset einfach anschließen und sofort loszocken wollen

Audioqualität, ANC und Mikrofone

Aber wie (gut) klingt das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni denn nun? Nun ja: Bereits der Vorgänger zählt bis heute zu den klanglich besten Gaming-Headsets am Markt. Das Elite-Modell setzt in meinen Augen dank der Carbon-Treiber neue Maßstäbe. Das Nova Pro Omni liegt allerdings, trotz klassischer Neodym-Treiber, gar nicht mal allzu weit dahinter.

Der Grundcharakter des Klangs lässt sich am besten als klar, kontrolliert und detailorientiert beschreiben. Statt aufgeblähtem Bass oder übertriebener V-Kurve setzt das Omni auf einen analytischen Ansatz, bei dem Frequenzbereiche sauber voneinander getrennt bleiben. Das ist eine bewusste Designentscheidung, denn den Headset-typsichen Bass-Matsch suchst du hier (Gott sei Dank) vergebens. Akustisch ist das Omni angenehm neutral, detailliert und ausgeglichen. I love it.

Insbesondere in kompetitiven Titeln wie CS2 oder Valorant zahlt sich das direkt aus. Schritte wirken klarer abgegrenzt, entfernte Geräusche verlieren ihre Unschärfe und selbst in hektischen Situationen bleibt das Klangbild strukturiert. Wer einmal gehört hat, wie sich ein sauber aufgelöstes Frequenzbild in einem Ranked-Match anfühlt, will nicht mehr zurück. Richtungsinformationen werden nicht nur erahnt, sondern lassen sich klar lokalisieren. In komplexeren Soundlandschaften, etwa in MMOs oder storygetriebenen Spielen, trennt das System sehr sauber zwischen Musik, Effekten und Sprache.

Auffällig (positiv) ist, dass selbst bei höheren Lautstärken kaum hörbare Verzerrungen auftreten, was die technische Abstimmung der 40-mm-Treiber unterstreicht. Die Hi-Res-Wireless-Zertifizierung mit 96 kHz und 24 Bit ist in diesem Kontext kein reines Marketing-Versprechen, sondern liefert einen merklich höheren Detailgrad als viele andere günstigere Headsets, die kabellos funken.

Was insbesondere beim Musikhören auffällt: Der Frequenzbereich der Mitten ist stark überrepräsentiert, was sibilante Laute betont und das Klangbild bei längerem Hören ermüdend machen kann. Zischlaute in Gesang oder harte Hi-Hat-Schläge können in dieser Abstimmung unangenehm schrill wirken. Dem kann man allerdings mithilfe des Equalizers entgegensteuern. Und das sollte man auch.

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

Im Musik- und Multimediaeinsatz wirkt der Klang insgesamt eher analytisch. Nutzer, die stark bassbetonte oder warme Klangprofile bevorzugen, müssen hier in der Software nachjustieren. Aber, um das noch einmal deutlich zu sagen: Ich finde das gut so! (Relativ) Neutrale Headsets haben Seltenheitswert. Und wer ein Bisschen Ahnung hat, wird mit einer typischen Bass-Brumme manch eines Konkurrenten ohnehin nicht glücklich.

um ein persönlicheres Klangbild zu erreichen. Das ist lösbar – verlangt aber die Bereitschaft, sich mit der EQ-Software auseinanderzusetzen. Wer das tut, bekommt ein Headset, das sich für nahezu jeden Einsatzzweck optimieren lässt. Wer es aus der Box benutzen möchte, ohne etwas anzupassen, sollte wissen, worauf er sich einlässt.

ANC und Mikrofon

Die aktive Geräuschunterdrückung des Omni ist stark. Dauerhafte Umgebungsgeräusche wie Klimaanlagen oder vorbeifahrende Autos werden zuverlässig reduziert. Stimmen dringen noch zu einem gewissen Grad durch, werden aber von aktivem Audio problemlos überdeckt. Das ist zwar nicht ganz auf dem Niveau des Elite oder gar echter ANC-Kopfhörer, sorgt im Alltag aber für eine sehr angenehme Abschottung.

Aber das gilt nicht nur für die aktive Geräuschunterdrückung, sondern auch die Unterdrückung von Umgebungslärm im Headset, wie das folgende Video eindrucksvoll unter Beweis stellt. Der Transparenzmodus funktioniert ebenfalls zuverlässig und lässt sich über den Power-Knopf am Headset direkt umschalten.

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Ich konnte dass zwar jetzt nicht im Hubschrauber testen, wohl aber mit einem nebenbei laufenden Staubsauger und einer Baustelle direkt vor der Haustür: Die Stimmverständlichkeit bleibt stets klar und detailliert. Wenngleich man das Processing natürlich deutlich hört, keine Frage.

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni
Härtetest für das Mikrofon mit simuliertem Wind

Das Mikrofon nutzt ein omnidirektionales Aufnahmemuster und arbeitet mit einer Bandbreite von 32 kHz bei 16 Bit. Im Vergleich zu dedizierten Standalone-Mikrofonen ist das kein Ersatz,  aber als Gaming-Headset-Mikrofon ist die Leistung in meinen Augen extrem beeindruckend. Die Audioqualität ist bereits ab Werk hervorragend, mithilfe des Equalizers lässt sich aber noch mehr herausholen.

Mikrofon-Testaufnahme SteelSeries Arctis Nova Pro Omni:

Noise-Cancellation Test des Mikrofons:

Was fehlt und beim Nova Elite vorhanden ist: ein diskretes zweites Mikrofon, das aktiv wird, sobald das Boom-Mikrofon eingezogen ist. Wer das Headset auch unterwegs für Anrufe nutzen möchte, verliert beim eingezogenen Mikrofon die Möglichkeit zur Sprachkommunikation.

SteelSeries Arctis Nova Pro Omni Test: Fazit

Mit dem SteelSeries Arctis Nova Pro Omni ist dem Hersteller einmal mehr ein herausragendes Gaming-Headset gelungen, das vor allem aus klanglicher Sicht brilliert. Frei von Kritik bleibt das Teil allerdings nicht, also fangen wir damit mal an: Der aufgerufene Preis ist zweifellos happig und die Kunststoff-Verarbeitung wird dem aus meinen Augen nicht gerecht. Wenn man bedenkt, wie sich beispielsweise ein ASUS ROG Kithara (Test) für knapp 279 Euro anfühlt, ist das schon ein Unterschied. Hier muss ich einfach Punkte abziehen. Hinzu kommt, dass das Nova Pro Omni etwas Feintuning bedarf, um wirklich das Optimum zu liefern. Wer ein einfaches Plug-and-Play-Erlebnis sucht, ist hier falsch.

ABER: Wer sich mit dem Teil auseinandersetzt, bekommt hier eines der überzeugendsten Gaming-Headsets schlechthin. Ein System für Gamer, die mehrere Plattformen gleichzeitig betreiben, die keine Ladeunterbrechungen akzeptieren wollen und bereit sind, sich mit einer Software-Umgebung auseinanderzusetzen, die echte Tiefe bietet. Die Konsole läuft, Discord ist im Ohr, das Smartphone ist verbunden und man muss gar nichts mehr umstecken oder umschalten. Ein Träumchen.

Ja, der Preis ist heftig. Ja, man bekommt auch sehr gute Headsets für deutlich weniger Geld. Aber das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni ist ohne Frage das flexibelste und vielseitigste Gaming-Headset auf dem Markt.

Gold Award für SteelSeries Arctis Nova Pro Omni - 05/2026SteelSeriesArctis Nova Pro Omni05/2026

VORTEILE

  • Exzellenter Klang
  • Starkes ANC
  • Theoretisch unendliche Akkulaufzeit
  • Beste App ever
  • Bis zu 4 simultane Verbindungen
  • Hoher Tragekomfort

NACHTEILE

  • Verarbeitung für den Preis nur ok
  • Scharfe Sibilanten
  • Benötigt etwas Feintuning
  • Sehr teuer

Detailbewertung

Verarbeitung84
Tragekomfort97
Soundqualität95
Aufnahmequalität95
Ausstattung99
Preis-Leistungs-Verhältnis88

Fazit

Das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni ist das richtige Headset für alle, die mehrere Plattformen gleichzeitig bespielen und keine Kompromisse bei Akkulaufzeit oder Verbindungsflexibilität eingehen wollen. Die Audioqualität überzeugt besonders im kompetitiven Gaming, verlangt für andere Einsatzzwecke aber Software-Nacharbeit.

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