Ein smarter Bewegungsmelder, der eine Vielzahl an Überwachungsmöglichkeiten bietet: Der Aqara P100 zeigt sich in unserem Test als flexibel und punktet durch eine ganze Reihe an Einsatzorten. Doch wie genau funktioniert das Produkt überhaupt, worauf sollte beim Einsatz unbedingt geachtet werden und worauf reagiert der Sensor wirklich?
Der Lieferumfang des Aqara P100 Sensors
Wirklich viel Inhalt bietet das Gesamtpaket rund um den Aqara P100 Sensor nicht, doch das dürfte wohl auch niemand erwarten. Neben dem eigentlichen Bewegungssensor gibt es ein zweites Paar Klebestreifen, die auf der Rückseite angebracht werden, sobald die schon befestigten Streifen nicht mehr kleben. Zudem gibt es eine schon integrierte Knopfbatterie.
Überdies gibt es eine Quick Starter Anleitung, die im Prinzip nur erklärt, wie die schon eingelegte Batterie aktiviert wird und einen QR-Code zum Herunterladen der kostenlosen Aqara Home App beinhaltet. Ebenso gibt es zwei QR-Codes, die eine schnelle Integration in die App beziehungsweise in ein Matter-Netzwerk ermöglichen.
Die technischen Details
| Produkt | Aqara P100 |
| Größe (L x B x H) | 45 x 31 x 13 Millimeter |
| Gewicht | 20 Gramm |
| Drahtlose Netzwerkprotokolle | Zigbee, Thread, Bluetooth |
| Smart-Home-Kompatibilität | Apple Home, Google Home, Alexa, Homey, SmartThings |
| Betriebstemperatur | -10 °C bis 55 °C |
| Unterstützte Luftfeuchtigkeit | 0 bis 95 % |
| Batterie | CR2450 × 1, 3V DC |
| Farbvarianten | Grau, Weiß |
| Preis UVP | 29,99 €* |
Design & Verarbeitung
Mit einem äußerst kompakten Korpus zeigt sich der Aqara P100 in unserem Test ideal, um ihn eigentlich überall zu nutzen. Die Farbgebung in einem dunklen Grau sorgt zudem dafür, dass das Gerät auch perfekt in jedem Ambiente genutzt werden kann. So fügt es sich in seinem unscheinbaren Design überall ein und fällt nicht auf, während er seine Aufgaben erledigt.
Auch in puncto Verarbeitung gibt es wirklich keinerlei Kritikpunkte: Die Außenhülle besteht aus hochwertigem Kunststoff und mit einem Eigengewicht von gerade einmal 20 Gramm fällt es äußerst leicht aus. Damit agiert dieses Produkt sogar noch kompakter als der Schüco Funksensor, der speziell für Türen und Fenster entwickelt wurde.
Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Vibrationssensor nicht für den Außeneinsatz geeignet ist und Regen oder Staub zum Problem werden könnten. Sollte also eine Außentür oder ein Fenster überwacht werden, so sollte der Sensor immer an der Innenseite angebracht sein.
Aufbau & Installation: Wenige Minuten bis zum Start
Der Aufbau selbst ist wirklich kinderleicht. Die Folie von den Klebestreifen auf der Rückseite des Aqara P100 abziehen und den Sensor dort anbringen, wo er seine Aufgabe erledigen soll. Das kann zum Beispiel an einer Tür oder an einem Fenster, aber auch im Briefkasten oder an einer Schublade der Fall sein.
Danach sollte die kostenlose Aqara Home App heruntergeladen werden, um eine Einbindung in das Smart-Home-System oder eine Nutzung ohne ein solches Netzwerk zu starten. Denn auch ohne SmartThings, Google Home, Apple Home oder ähnliche Anbieter lässt sich das Gadget einfach über die App nutzen.
Dazu muss zunächst der QR-Code im Quick Starter Guide über die App eingelesen und das Gerät eingeschaltet werden. Nachdem das Pairing funktioniert hat (hierzu einfach den Anweisungen am Bildschirm folgen), ist das Gerät voll einsatzbereit. Insgesamt haben wir hierfür in unserem Test weniger als zwei Minuten benötigt, bis der Aqara P100 genutzt werden konnte.
Wichtig: Soll der Sensor in ein schon vorhandenes Smart-Home-Netzwerk integriert werden, sollte Matter via Thread genutzt werden. Diese Technologie ermöglicht die Anbindung an das heimische Netzwerk, solange ein entsprechender Matter-Hub vorhanden ist. Google Home-Nutzer können hierfür unter anderem den Nest Hub, den Nest Mini oder einen WLAN-Router wie den Nest Wifi Pro einsetzen. Hier ist es sinnvoll, vorab genau zu überprüfen, welche Matter-Hubs für das heimische Smart-Netzwerk existieren.
Aqara P100 im Praxistest
Die Nutzung des Aqara P100 ist so einfach wie genial. Überall dort, wo Bewegung durch Objekte stattfinden kann, kann der Sensor seine Arbeit erledigen. Das kann eine Tür oder ein Fenster sein, eine Schublade oder eine Kiste, ein beweglicher Deckel oder sogar ein Bürostuhl sind theoretisch denkbare Orte, an denen der Sensor angebracht werden könnte. Dabei reagiert der Aqara P100 im Gegensatz zum Präsenzsensor Aqara FP1E (zu unserem Test) auf Bewegungen des jeweiligen Objektes und nicht auf Bewegungen von Menschen oder Tieren.
In unserem Test haben wir zunächst die Bürotür gewählt und dann den Sensor via Google Home mit dem Smart-Home-Netzwerk verbunden. Sobald morgens die Tür geöffnet wird, schaltet sich automatisch das Licht an, der Computer fährt hoch und der Ventilator startet, wenn eine entsprechend hohe Zimmertemperatur herrscht.
Auch eine Nutzung im Briefkasten funktionierte tadellos: Sobald der Briefkastendeckel geöffnet wurde, wurde ein Push-Alarm auf das Smartphone übertragen. Da ausschließlich der Postbote den Deckel anhebt, war also klar, dass ein Brief eingeworfen wurde.
Denkbar sind natürlich auch eine ganze Reihe anderer Automatismen. Sobald das Badezimmerfenster geöffnet wird, soll nach 15 Minuten ein Timer enden, der daran erinnert, das Fenster wieder zu schließen. Wird der Gaming-Stuhl nach 20 Uhr noch einmal bewegt, sollen automatisch die Gaming-Lichter aktiviert werden. Wurde die Medikamentenbox noch nicht geöffnet, wurden die Medikamente auch noch nicht eingenommen und eine Push-Nachricht kann daran erinnern.
Letztendlich sind den Möglichkeiten der Automatisierung beziehungsweise der Integration in das Smart-Home-Netzwerk nur Grenzen in Bezug auf die eigene Fantasie gesetzt. Denn wirklich funktioniert hat all das ohne großartig komplizierte Konzepte zu entwickeln oder komplexe automatisierte Vorgänge zu finden.
App-Nutzung ist empfehlenswert
Die App selbst bietet nicht unbedingt viele Einstellungsmöglichkeiten für den Aqara P100, doch es lohnt sich definitiv, etwas Zeit zu investieren, um die App gründlich zu erkunden. Hier wird nämlich unter anderem genau erklärt, welche Tür- und Fenstermodelle unterstützt werden oder wie das Gerät erneut kalibriert werden kann.
Wer zudem kein Smart-Home-Netzwerk besitzt, kann den Aqara P100 auch einfach als Erkennungssensor nutzen. So lässt sich über die App einstellen, welcher Auslöser (und etwaige optionale Bedingungen) vorhanden sein müssen, um unter anderem eine Push-Nachricht zu erhalten, eine andere Automatisierung auszulösen oder ein weiteres Aqara-Gerät anzusteuern. Denn wer zum Beispiel eine Aqara Steckdose, eine Lichtquelle oder andere Produkte dieses Herstellers besitzt, kann auch ohne Google, Apple und Co. ein eigenes Smart-Home-Netzwerk erstellen.
Aqara P100 Test: Unser Fazit
Zugegeben, die Möglichkeiten des Aqara P100 hängen stark von der eigenen Fantasie ab, denn er kann sowohl als einfacher Überwachungssensor als auch als Auslöser für ganze Automatisierungen fungieren. All das funktioniert erstaunlich gut. Das Anbringen und Einrichten dauert nur wenige Minuten und wer über einen Matter-fähigen Hub verfügt, kann sogar das heimische Smart-Netzwerk mit dem Sensor kombinieren.
Fraglich ist lediglich, wie lange die verbaute Knopfzellenbatterie hält, denn gerade beim Einsatz von Matter via Thread muss eine ständige Anbindung an das Netzwerk vorhanden sein. Trotzdem: Wer einen einfachen und problemlos funktionierenden Sensor sucht, wird mit diesem Gerät mehr als zufrieden sein. Gerade im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt uns der Sensor.
VORTEILE
- Kinderleichte Nutzung
- Anbindung an Smart-Home-Netzwerke
- Geringes Eigenwicht (20g)
- Hochwertige Verarbeitung
- Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
NACHTEILE
- Matter-Hub für Smart-Integration notwendig
- Nicht für Außeneinsatz geeignet
Fazit
Der Aqara P100 überzeugt als vielseitiger Objekterkennungssensor mit einfacher Installation und zuverlässiger Funktion. Für knapp 30 Euro eine klare Empfehlung für Smart-Home-Nutzer.

