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Baseus VD1 Pro Test: Flexible 4K-Dashcam mit Solarunterstützung

Eine gute Dashcam kann im Ernstfall entscheidende Beweise liefern und das Sicherheitsgefühl im Auto erhöhen. Doch leider schrecken viele Autofahrer vor der Nutzung zurück, da der Einbau meist mit einem großen Aufwand verbunden ist. Baseus macht mit seiner VD1 Pro deutlich, dass das nicht immer der Fall sein muss. Die preiswerte Dashcam will nicht nur mit moderner Technik wie 4K-Aufnahme, Dual-Kamera, Solaraufladung, Parkmodus, WiFi 6 und Sprachsteuerung überzeugen. Besonders praktisch ist auch die einfache Installation ohne feste Verkabelung. Das macht nicht nur die Einrichtung unkompliziert, sondern eignet sich auch ideal für Miet- und Leasingfahrzeuge. Im Baseus VD1 Pro Test zeigt sich, wie gut die Kamera ihre Versprechen im Alltag einlöst – von der Montage über die App-Bedienung bis zur Bildqualität.

Technische Daten

Modell Baseus VD1 Pro
Videoauflösung 2160p (vorne), 1080p (hinten)
Halterung Windschutzscheibe
Sichtfeld 170°
Bildfrequenz 30 FPS
Speicherplatz  32 GB – 256 GB
Größte Blende F2.0
Lieferumfang 1080P Rückfahrkamera, 3M Klebepad, Statische Klebefolie, Hebelwerkzeug, 4K HD Dashcam, microSD-Karte (32 GB), USB-A auf USB-C-Kabel, Kfz-Ladegerät
Features App-Steuerung, G-Sensor, Integriertes GPS, Nachtsicht, Parkmonitor, Sprachsteuerung, 14 Tage Akkulaufzeit dank Solar-Panel und low-power Mode
Preis € 139,98 *

Lieferumfang

Baseus vd1 pro test

  • Frontkamera
  • Rückkamera
  • Klebestreifen
  • Installations-Tool
  • 3 m Rück­kamera-Verbindungskabel
  • USB-A auf USB-C Ladekabel
  • KFZ-Ladegerät (Zigarettenanzünder auf USB-A)
  • 32 GB Micro-SD-Karte
  • Bedienungsanleitung
  • Sticker

Baseus VD1 Pro Dashcam Test: Design und Verarbeitung

Die Baseus VD1 Pro macht bereits auf den ersten Blick einen richtig guten Eindruck. Das liegt nicht nur an der hochwertigen Verarbeitung. Hier knackt und knarzt es an keiner Stelle. Dank des kompakten Designs bringt die Dashcam auch einen entscheidenden Vorteil mit sich: Sie ist extrem unauffällig. So wird man als Fahrer auch nicht von ihr gestört und behält immer freie Sicht durch die Windschutzscheibe.

Baseus vd1 pro test
Frontkamera

Wenn man sich das Stück Technik dann mal genauer anschaut, macht es direkt einen professionellen Eindruck. Die Frontkamera setzt auf eine Glaslinse und eine F2.0-Blende. Am oberen Rand der handlichen Dashcam lässt sich dann ein weiteres praktisches Ausstattungsmerkmal ausmachen. Hier platziert der Hersteller nämlich ein Solarpanel im Kleinformat.

Baseus vd1 pro test
Heckkamera

Angesichts des kleinen Formats dürfte es aber nicht verwunderlich sein, dass sich die Effektivität des Panels  in Grenzen hält. Dazu aber später mehr. Ergänzt wird die Frontkamera durch eine Rückkamera im Mini-Format. Auch die punktet mit einer guten Verarbeitung und gibt auf den ersten Blick keinen Anlass zum Meckern. Da sich Baseus in den technischen Daten nicht zu einer IP-Schutzklasse äußert, gehen wir einfach mal davon aus, dass das System nicht wasserdicht ist. Das soll beim Einsatz im Auto aber nicht weiter stören.

Baseus VD1 Pro Dashcam Test: Einrichtung und Inbetriebnahme

Der Bedienkomfort beginnt auch bei einer Dashcam bei der Einrichtung und Inbetriebnahme. Und hier punktet die Baseus VD1 Pro auf ganzer Linie. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ihr die Kamera nicht fest verdrahten müsst. Vielmehr müsst ihr sie einfach mit beiliegender Folie und passendem Klebestreifen an der Windschutzscheibe befestigen.

Baseus vd1 pro test
Klebefläche und Solarfläche an der Frontkamera

Der Vorteil liegt nicht nur in dem geringeren Installationsaufwand. Außerdem eignet sich die Baseus VD1 Pro dadurch perfekt für den Einsatz in Miet- oder Leasingfahrzeugen, in denen eine feste Verkabelung in der Regel untersagt ist. Während die Installation der Frontkamera kinderleicht ist, müsst ihr euch bei der Rückkamera etwas mehr ins Zeug legen.

Da beide Kameras mit einem Kabel miteinander verbunden sind, müsst ihr das Verbindungskabel hinter der Innenverkleidung verstecken. Das kann je nach Auto recht aufwendig sein. Ein passendes Tool zum Aufhebeln der Verkleidung liegt dem Lieferumfang bei. Wenn beide Kameras platziert wurden, müsst ihr für eine passende Stromversorgung sorgen. In unserem Test habe ich die Dashcam einfach über meinen USB-C-Port im Auto mit Strom versorgt.

Alternativ legt Baseus aber auch einen Adapter bei, den ihr bequem in den Zigarettenanzünder stecken könnt. So eignet sich die Dashcam auch für ältere Autos. Sobald alles installiert ist und mit Strom versorgt wird, könnt ihr auch schon euer Smartphone mit passender Baseus App zücken. Die Verbindung zwischen Smartphone und VD1 Pro erfolgt dann via WiFi.

Baseus VD1 Pro Dashcam Test: Baseus App

Die App von Baseus sorgt für zusätzlichen Komfort, da ihr über die Software bequem auf die Dashcam zugreifen könnt. So lassen sich nicht nur Videos übertragen. Auch könnt ihr weitergehende Einstellungen zur Kamera vornehmen. Weiterhin sorgt die App-Anbindung dafür, dass die VD1 Pro immer auf dem neuen Stand bleibt.

Schließlich könnt ihr so Firmware-Updates installieren. Über die App lassen sich dann auch Einstellungen zu Sprachbefehlen vornehmen. So könnt ihr während der Fahrt Befehle an die Dashcam schicken, ohne das Lenkrad aus den Händen nehmen zu müssen.

Per Sprachbefehl lassen sich Fotos schießen oder ihr könnt zwischen dem Bild der Front- und Rückkamera wechseln. Im Test funktionierte das Ganze erstaunlich gut. Was hingegen noch nicht so gut funktioniert, ist die Lokalisierung des App. Hier darf Baseus gerne nochmal im Zuge einer Sprachoptimierung nachhelfen, um für mehr Überblick in der Menüführung zu sorgen.

Baseus VD1 Pro Dashcam Test: Bildqualität

Die Baseus VD1 Pro setzt sich aus einer Front- und einer Heckkamera zusammen. Bei der Frontkamera kommt eine 4K-Ultra-HD-Kamera mit einem Sony IMX335 STARVIS Sensor und einer F2.0-Blende zum Einsatz. Ein Sichtfeld von 170° sorgt für den nötigen Überblick über den Bereich vor dem Auto. Tagsüber bei hellen Lichtverhältnissen kann sich die Bildqualität wirklich sehen lassen.

Aufnahme Frontkamera

Und auch in den frühen Morgenstunden und der spätnachmittäglichen Dämmerung können sich die Aufnahmen sehen lassen. Insbesondere Verkehrsschilder und die Kennzeichen anderer Verkehrsteilnehmer ließen sich ohne Probleme erkennen. Da dies eine Kernaufgabe von Dashcams ist, punktet die VD1 Pro hier auf alle Fälle. Angesichts des kleinen Formfaktors verwundert es nicht, dass die Rückkamera technisch natürlich nicht mit der Frontkamera mithalten kann.

Baseus vd1 pro test
Aufnahme Rückkamera

Hier gibt es eine 1.080p Auflösung (Full HD) und ein Sichtfeld von 120°. Für Aufnahmen bei hellem Tageslicht liefert sie eine befriedigende Arbeit ab, fällt im direkten Vergleich zur Frontkamera aber deutlich ab. Bei Dämmerung und Nacht werden die Qualitätsunterschiede noch einmal deutlicher. Generell wirken die Aufnahmen deutlich dunkler als bei der Frontkamera. Alles in allem kann die Baseus VD1 Pro also vor allem mit den Aufnahmen der Frontkamera punkten. Die Heckkamera arbeitet hingegen nur befriedigend.

Baseus VD1 Pro Dashcam Test: Alltagstest

Ich habe die Baseus VD1 Pro eine knappe Woche lang getestet und dabei verschiedene Szenarien ausprobiert. So fuhr ich mit der Dashcam sowohl tagsüber als auch nachts in der Start und auf der Autobahn. Die Aufnahmequalität war dabei zumindest seitens der Frontkamera größtenteils überzeugend. Wie bereits erwähnt fällt die Heckkamera im direkten Vergleich in Sachen Bildqualität ab.

Baseus vd1 pro test

Beim Komfort kann ich hingegen nur positive Worte verlieren. So funktionierte die Sprachsteuerung überraschend gut. Und auch Dinge wie das GPS-Tracking arbeiteten stets zuverlässig. Positiv hervorheben muss man auch den praktischen Parkmodus. Sobald es zu einer Erschütterung kommt, während das Fahrzeug steht, schaltet die Kamera automatisch eine Videoaufnahme an.

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Mehr Informationen

Das ist insofern positiv als dass dieses Prinzip für einen datenschutzfreundlichen Betrieb sorgt und obendrein auch noch den Akku schont. Dieser Parkmodus soll laut Herstellerangaben bis zu 14 Tage durchhalten können. Möglich wird dies durch das eingangs erwähnte Solarpanel im Kleinformat. Dieses versorgt den Akku nämlich mit ein wenig Energie, um das Maximum an Laufzeit herauszukitzeln.

Das soll laut Baseus auch an schattigen Parkplätzen und sogar in Parkhäusern funktionieren. Zum Testzeitpunkt (Ende Oktober/Anfang November) gab es bereits erste Frostnächte, die den 14 Tagen Maximallaufzeit sicherlich im Wege stehen könnten. Ein großer Vorteil des Parkmodus im Baseus VD1 Pro: Im Gegensatz zur Konkurrenz läuft das alles ohne Verkabelung ab. Dies ermöglicht die Kombination aus Solar-Modul und Akku.

Black-Friday-Deal: Baseus VD1 Pro deutlich reduziert

Wer mit der Baseus VD1 Pro liebäugelt, sollte den kommenden Black Friday im Auge behalten. Die Dashcam wird im Aktionszeitraum vom 20. November bis 1. Dezember deutlich günstiger angeboten. Statt dem regulären Preis von 169,99 € kostet die Baseus PrimeTrip VD1 Pro Dashcam während der Aktion nur 119,99 € – das entspricht einem Rabatt von 29 %. Ein guter Anlass, um sich die Dashcam mit 4K-Frontkamera, App-Integration und einfacher Montage zum Bestpreis zu sichern.

Fazit

Die Baseus VD1 Pro zeigt im Test, dass sie mehr ist als nur eine einfache Dashcam. Mit ihrer Kombination aus 4K-Frontkamera, praktischer Zweitkamera fürs Heck, moderner App-Anbindung, Sprachsteuerung und Parkmodus bietet sie ein rundes Gesamtpaket für alle, die Wert auf Komfort und einfache Handhabung legen. Besonders positiv fallen die hochwertige Verarbeitung, das unauffällige Design und die unkomplizierte Installation ohne feste Verkabelung auf – ideal für Leasing- oder Mietfahrzeuge. In puncto Bildqualität überzeugt vor allem die Frontkamera mit klaren, detailreichen Aufnahmen, während die Rückkamera etwas hinterherhinkt und mitunter sichtbare Schwächen offenbart.

Bild: Baseus

Auch das Solarpanel ist eher als unterstützende Zusatzfunktion zu verstehen und kann die Stromversorgung nur in begrenztem Maße entlasten. Die App und Sprachsteuerung sind grundsätzlich durchdacht, könnten jedoch in Sachen Übersetzung und Menüführung noch Feinschliff vertragen. Im Alltag punktet die VD1 Pro mit zuverlässiger Aufnahme, funktionierendem GPS und einem intelligenten Parkmodus, der energiesparend und datenschutzfreundlich arbeitet. Unterm Strich ist die Baseus VD1 Pro eine empfehlenswerte Dashcam für alle, die eine moderne, flexible und leicht installierbare Lösung suchen – mit kleinen Schwächen bei der Nachtaufnahme und Witterungsresistenz, aber einem überzeugenden Gesamtpaket in Bedienung und Bildqualität.

PRO

  • Einfache Installation ohne feste Verkabelung
  • Unauffälliges, kompaktes Design
  • Hochwertige Verarbeitung
  • 4K-Frontkamera mit guter Bildqualität
  • Dual-Kamera-System (Front + Heck)
  • Sprachbefehle funktionieren gut
  • Praktischer Parkmodus mit Erschütterungserkennung
  • Solarpanel Betrieb ohne Strom
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Baseus vd1 pro test

CONTRA

  • Heckkamera nur Full HD (1080p)
  • Solarpanel nur eingeschränkt wirksam
  • Verlegung des Kabels zur Rückkamera kann aufwendig sein

Baseus VD1 Pro

Design und Verarbeitung
Hardware
Bildqualität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Stark ausgestattete 4K-Dashcam mit einfacher Montage und überzeugender Frontkamera – nur die Heckkamera und der Akku zeigen Schwächen.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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