
Mit dem Magic hat BOYA bereits ein hervorragendes und äußerst vielseitiges Funkmikrofon an den Start gebracht. Nun legt der Hersteller nach: Das winzige BOYA Mini 2 verspricht einen überzeugenden Klang im kompakten Format. Ob das gelingt, klären wir im Test.
Technische Daten
| Produkt: | Mini 2 |
| Anschluss: | USB-Type-C; Lightning |
| Abtastrate: | 48 kHz / 24-bit |
| Richtcharakteristik: | Omnidirektional |
| Abmessungen | 23,2 x 22,4 x 10,1 mm (Sender) |
| Gewicht: | 5 Gramm (Sender) 3 Gramm (Empfänger) |
| Akkulaufzeit: | 6 Stunden (Sender und Empfänger); insgesamt 30 Stunden im Ladecase |
| Reichweite: | 100 Meter |
| Besonderheiten: | Sicherheitstonspur; Mono/Stereo; Noise Cancellation (2 Stufen); Limiter |
| Preis: | € 52,62 * |
BOYA Mini 2 Test: Design und Verarbeitung
Das BOYA Mini 2 ist mit seinen nur 5 g eines der leichtesten Wireless-Mikrofone überhaupt. Sein minimalistisches, modernes Gehäuse macht es besonders dezent und alltagstauglich. Die Maße des Senders (23,2 x 22,4 x 10,1 mm) lassen das Gerät fast verschwinden, gleiches gilt für den USB-C- (2,5 g) oder Lightning-Receiver (3 g), die sich beide im Lieferumfang befinden.
Einziger Wermutstropfen: Das Ladecase bietet lediglich Platz für einen der beiden Receiver. Den anderen musst du also entweder zu Hause lassen oder separat mitführen.
Ein stabiler Metallclip ist ins Gehäuse integriert, was für sicheren Halt an jeder Kleidung sorgt. Das schwarze Finish und die wertige Kunststoffeinfassung hinterlassen einen robusten Eindruck, obwohl das Gerät primär für mobile Nutzung und weniger für harte Außenbedingungen konzipiert wurde.

Das beiliegende Lade-Case wiegt nur 29 g und ermöglicht zusammen mit den Mikros eine Betriebszeit von bis zu 30 Stunden. Das Case ist schlank (67,4 x 48,4 x 22,5 mm) und passt problemlos in jede Hosentasche. Ideal also für unterwegs, Vlogs, spontane Interviews oder Streaming-Aufträge.
Einrichtung und Bedienung
Wie schon beim Magic markiert auch das BOYA Mini 2 ein Paradebeispiel für Plug-and-Play-Komfort. Die Verbindung von Sender und Empfänger wird automatisch über eine störungsresistente 2,4-GHz-Digitalfrequenz hergestellt. Die Installation erfordert keinerlei Kopplung, abgesehen vom Einstecken des Empfängers ins Mobilgerät, denn das System erkennt die Verbindung sofort. Über die „BOYA Central“ App wird die Bedienung nochmals erweitert. Zu den Funktionen gehören:
- Anpassung von Verstärkung (Gain) und EQ-Profil
- Low Cut Filter (75/150 Hz) zur Reduzierung von Wind- und Trittschall
- Einstellung der Mikrofonempfindlichkeit
- Aktivierung der Safety-Track-Funktion (eine Backup-Tonspur mit -12 dB)
- Auswahl von Mono-/Stereo-Modus
Die Bedienung direkt am Mikro erfolgt über eine multifunktionale Taste, mit der zwischen Normalbetrieb, starker (-40 dB) oder leichter (-15 dB) Rauschunterdrückung und Mute gewechselt wird. Eine RGB-LED informiert über den Status: Blau für verbunden, Grün für Aufnahmen, Rot bei geringem Akkustand oder Mute.
Damit punktet das Mini 2 nicht nur mit einer intuitiven und zuverlässigen Bedienung, sondern auch mit einer äußerst praktischen Begleit-App, die sich bei der Nutzung als sehr praktisch und hilfreich erweist.
Akkulaufzeit des BOYA Mini 2
Die Akkulaufzeit beträgt ca. 6 Stunden (ohne Rauschunterdrückung, ca. 4,5 Stunden mit aktiver Geräuschunterdrückung), was einen beeindruckenden Wert in Anbetracht der winzigen Abmessungen darstellt. In Kombination mit dem Ladecase ist so eine Nutzung für bis zu 30 Stunden möglich. Vollgeladen sind die Mikrofone dabei in rund zwei Stunden.
Das Mikrofon geht bei Inaktivität automatisch in den Energiesparmodus. Das System unterstützt Android- und iOS-Geräte, Mac/Windows-Computer und zahlreiche Actioncams, was die Nutzung extrem flexibel macht.
Überzeugende Klangqualität im BOYA Mini 2
Das BOYA Mini 2 überzeugt im Praxistest mit glasklarer, detailreicher Aufnahmequalität in 48 kHz/24-Bit-Auflösung, was besonders für anspruchsvolle Sprachaufnahmen wie Podcasts, Interviews oder Voice-Overs entscheidend ist. Die Frequenzübertragung liegt zwischen 20 Hz und 20 kHz – Stimmen werden neutral und ohne störende Peaks oder Dumpfheit abgebildet.
Die verbaute KI-gestützte Noise Cancellation (in zwei Stufen) eliminiert zuverlässig Umgebungsgeräusche, ohne die Sprachverständlichkeit zu beeinträchtigen. Besonders beeindruckt hat uns im Test dabei der starke Modus, der Geräusche um bis zu 40 dB verringert.
Gerade Straßenlärm oder laute Umgebungsgeräusche werden dabei effektiv herausgefiltert, ohne dass dies nennenswerte Auswirkungen auf die Sprachverständlichkeit hätte. In Verbindung mit dem Schaumstoff-Aufsatz werden auch Windgeräusche sehr gut herausgefiltert, womit sich das Mikrofon sehr gut für den Outdoor-Einsatz eignet.
Mikrofon-Testaufnahme BOYA Mini 2:
Mikrofon-Testaufnahme BOYA Magic:
Mikrofon-Testaufnahme DJI Mic 2:
Im Praxistest sorgt die Kombination aus starkem Limiter, 80 dB Signal-Rausch-Verhältnis und Safety Track dafür, dass auch unerwartete Pegelspitzen oder sehr laute Stimmen nicht zum Problem werden: Ein zweiter Audiotrack wird mit -12 dB aufgezeichnet, sodass Übersteuerungen nachträglich ausgebügelt werden können.
Das BOYA Mini 2 ist in der Lage, Schalldruckpegel bis 120 dB SPL zu verarbeiten, bleibt dabei auch in extrem lauten Situationen stabil und verzerrungsfrei. Die Latenz beträgt nur 25 ms – auch bei Videoaufnahmen tritt kein sicht- oder hörbares Delay auf. Das Signal bleibt dank digitaler Übertragung auf bis zu 100 Meter Entfernung stabil.
Besonders praktisch ist, dass zwischen Mono- und Stereoaufnahme gewählt werden kann. Im Mono-Betrieb werden beide Sender kombiniert, im Stereo-Mode getrennt auf den linken und rechten Kanal aufgenommen – ideal für Zwei-Personen-Interviews.
Allerdings wurden im Rahmen des BOYA Mini 2 Tests auch im Mono-Modus beide Audiosignale beim Nutzen zweier Sender zu einem Audiotrack zusammengeführt. Wer also beispielsweise ein Interview plant, erhält die Stimmen beider Sprecher auf einer Tonspur, was das spätere bearbeiten etwas erschwert.
BOYA Mini 2 Test: Fazit
Klein, aber oho: Mit dem BOYA Mini 2 liefert der Hersteller ein überzeugendes Funkmikrofon ab, das einen überzeugenden Klang mit kompakten Abmessungen kombiniert. Besonders beeindruckt hat uns im Test die KI-gestützte Geräuschunterdrückung, die Umgebungsgeräusche effektiv unterbindet, ohne dabei die Stimmdarstellung stark zu verändern.
Das macht das BOYA Mini 2 zu einem kompakten Alleskönner für Content Creator, die höchste Flexibilität, direkte Kontrolle per App, sehr gute Sprachqualität sowie unkomplizierte Bedienung schätzen. Und die auf der Suche nach einer besonders handlichen und leichten Lösung sind, die sich auch hinter großen Namen wie DJI oder Rode nicht verstecken muss.
- Überzeugendener Klang
- Effektive Geräuschunterdrückung
- Intuitive Bedienung
- Starke Akkulaufzeit
- Verarbeitung könnte besser sein
- Keine separaten Tonspuren
- Reichweite etwas niedriger als bei Konkurrenz
BOYA Mini 2
Design & Verarbeitung
Aufnahmequalität
Reichweite
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis
89/100
Kompakt, klangstark und günstig: Das BOYA Mini 2 ist eine echte Alternative für alle, die nach einem überzeugenden Funkmikrofon suchen.









