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DJI Neo 2 Test: Schneller, ausdauernder, vielseitiger – Die perfekte Einsteiger-Drohne?

Mit der DJI Neo hat der Platzhirsch im Drohnensegment im vergangenen Jahr das Einsteiger-Segment regelrecht revolutioniert. Nun schickt man einen verbesserten Nachfolger an den Start, der mehr Features, besseres Tracking und eine längere Flugzeit verspricht. Ist die DJI Neo 2 damit ein Must-Have für Drohnen-Fans? Das klären wir im Test.

Beste Drohnen 2025: Für Einsteiger und Profis

Technische Daten

Name DJI Neo 2 (offizielle Produktseite)
Drohnenklasse C0
Gewicht 151 g
Maße 147 × 171 × 41 mm
Features
  • App-Steuerung (iOS + Android; Apple Watch)
  •  integriertes Display
  • autonome Flugmodi
  • 2-Achsen-Gimbal
Maximale Flugdistanz 7 km
Maximale Flugzeit 19 Minuten (17 Min. mit Propellerschutz)
Maximale Geschwindigkeit 8 m/s (Normalmodus)
12 m/s (Sportmodus)
12 m/s (Tracking-Status)
Bildsensor 1/2-Zoll
Videoaufnahmen
  • 4K (4:3): 3840 × 2880 bei 60/50/30 fps
  • 1080p (4:3): 1440 × 1080 bei 60/50/30 fps
  • 4K (16:9): 3840 × 2160 bei 100*/60/50/30 fps
  • 1080p (16:9): 1920 × 1080 bei 100*/60/50/30 fps
  • Hochformat: 2,7K (9:16): 1512 × 2688 bei 60/50/30 fps
Speicher 49 GB interner Speicher
Preis € 329,00 * (Fly More Combo)

DJI Neo 2 Test: Einsteiger-Drohne bleibt klein und leicht

  • angenehm handlich
  • nur 151 Gramm leicht
  • robust verarbeitet

Die DJI Neo 2 überzeugt durch ein durchdachtes, minimalistisches Design, das auf absolute Benutzerfreundlichkeit ausgelegt ist. Mit einem Gesamtgewicht von nur etwa 151 Gramm zählt sie zur ultraleichten Klasse C0, was den Transport erleichtert und die Drohne in vielen Ländern auch ohne aufwändige Registrierung fliegen lässt.

DJI Neo 2

Das Gehäuse ist aus robustem, aber dennoch leichtem Kunststoff gefertigt, der sich hochwertig anfühlt und eine zuverlässige Schutzfunktion bietet. Ein wesentlicher Vorteil ist der Propellerschutz, der die Rotoren umgibt und so sicherstellt, dass auch Indoor- oder Nahbereichsflüge ohne Beschädigungen möglich sind.

Die Drohne ist kompakt gebaut, sodass sie problemlos in Rucksäcken oder größeren Taschen mitgenommen werden kann. Das Design besticht durch klare Linien, eine schlichte Farbgebung und funktionale Details wie stabile Landefüße, die für sicheren Stand sorgen. Neu sind Sensoren zur Hinderniserkennung rundum (omnidir-Sensorik) sowie ein LiDAR-Sensor vorne, was dem Vorgängermodell noch fehlte.

Eine weitere Neuerung betrifft ein kleines Display an der Front, das nützliche Details zum aktuellen Flugmodus aufzeigt. Das erleichtert die Bedienung ohne Smartphone und App natürlich nochmals deutlich.

DJI Neo 2
Vorne gibt’s jetzt ein kleines Display und einen LiDAR-Sensor

In Sachen Verarbeitung liefert DJI eine sehr gute Qualität ab, die für den Einsatz im Alltag und auf Reisen ausgelegt ist. Insgesamt macht die Neo 2 einen sehr robusten und langlebigen Eindruck, der auch ungeübten Nutzern das Fliegen erleichtert und die Angst vor kleineren Stößen nimmt.

Kamera und Speicher

  • 1/2-Zoll-Sensor mit 12 MP
  • 2-Achsen-Gimbal
  • 4K/60 und 2,7K-Hochkant-Videos
  • 49 GB interner Speicher

Die Kamera der DJI Neo 2 ist ein echtes Highlight für eine Drohne dieser Größe und Preisklasse. Sie basiert auf einem überarbeiteten 1/2-Zoll-CMOS-Sensor mit 12 Megapixeln, der eine lichtstarke Blende von f/2.2 besitzt. DJI hat ein mechanisches 2-Achsen-Gimbal integriert, das zusammen mit einer elektronischen Bildstabilisierung (EIS) für sehr ruhige und verwacklungsarme Aufnahmen sorgt.

Dies ist ein bedeutender Fortschritt gegenüber dem Vorgängermodell, das nur einen 1-Achsen-Gimbal hatte. Die Kamera ermöglicht Videoaufnahmen in echtem 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde (fps), bei Verwendung des DJI-Controllers sogar in 4K mit 100 fps, was besonders für Slow-Motion-Aufnahmen attraktiv ist. Zudem ist ein spezieller Vertikalmodus integriert, der 2,7K-Videos im 9:16-Format ohne Qualitätsverlust generiert und ideal für Social-Media-Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube Shorts geeignet ist.

Die Sensor- und Bildverarbeitung arbeitet mit aktualisierten Algorithmen, die bessere Farbwiedergabe, dynamischeren Kontrast und reduzierte Bildrauschen selbst bei schlechten Lichtverhältnissen liefern.

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Mehr Informationen

Hinsichtlich der Bildqualität zeigt die Kamera im Alltag eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell: Die Bildqualität bei Tageslicht ist gut und liefert satte Farben sowie gute Kontraste. Im direkten Vergleich mit der DJI Flip (unser Test) sowie teureren Drohnenmodellen hat die verbaute Cam aber bezüglich des Detailgrades der Aufnahmen noch immer das Nachsehen. Schade zudem, dass Fotos nur im JPEG-Format möglich sind.

Die Leistung bei wenig Licht kann ebenfalls noch nicht mit teureren Drohnen mithalten kann: Bildrauschen und Schwächen beim Autofokus zeigen, wo teurere Drohnen weiterhin die Nase vorn haben. Dennoch lassen sich mit der DJI Neo 2 aber beeindruckende Aufnahmen anfertigen.

Der interne Speicher wurde auf großzügige 49 GB erweitert (gegenüber 22 GB beim Vorgänger), was Platz für rund 105 Minuten hochauflösende 4K-Videos bietet. Dank Wi-Fi 6 ist zudem eine rasante Datenübertragung zum Smartphone möglich, was Workflows für Creator erheblich erleichtert. Trotz der kompakten Bauweise liefert die Neo 2 damit Aufnahmen, die qualitativ durchaus professionellen Ansprüchen genügen und besonders bei Vlogs oder Outdoor-Aufnahmen brillieren

Steuerung und App-Anbindung

  • Gelungene Gestensteuerung
  • Bedienung per Smartphone
  • tolles Flugerlebnis mit RC-Controller

Die DJI Neo 2 stellt eine waschechte Revolution in Sachen Steuerungskonzept und Bedienkomfort dar. So lässt sich die Einsteiger-Drohne nicht nur, ganz klassisch, mit einem physischen Controller fliegen, sondern auch ausschließlich per Smartphone via DJI Fly App oder sogar über Gesten steuern.

Das Palm-Start-System erlaubt ein Starten der Drohne direkt von der Handfläche, was spontane Flüge ohne umständliches Setup ermöglicht und mit „Return to Palm“ kann die Drohne ebenso sicher in der Hand landen. Diese merklich verbesserte Gestensteuerung 2.0 ist besonders für Einsteiger eine enorme Erleichterung.DJI Neo 2

Der RC-Controller (DJI RC-N3) kommt mit traditionellem Joystick-Interface daher und bietet einen großem Flugbereich (bis zu 6 km CE bzw. 10 km FCC laut Herstellerangaben im Remote-Modus) wenn das Digital-Transceiver-Modul verwendet wird.

Die DJI Fly App selbst ist intuitiv gestaltet, übersichtlich und bietet schnellen Zugriff auf sämtliche Flugmodi, Kameraeinstellungen sowie Live-Video-Streaming von der Drohne. Die Verbindung erfolgt stabil über Wi-Fi mit einer Reichweite von bis zu 500 Metern, wobei Wi-Fi 6 für eine stabile und schnelle Datenübertragung sorgt.

 

Zusätzlich ist eine Steuerung über die Apple Watch möglich, was Komfort und Kontrolle deutlich erhöht. Für ambitionierte Nutzer gibt es optionale Controller wie den DJI RC-N3 oder DJI RC 2, die mit höheren Bildraten und erweiterten Funktionen auch immersive FPV-Flüge mit Brillen wie DJI Goggles 3 ermöglichen. Insgesamt erlaubt die Steuerung der DJI Neo 2 ein sehr präzises, responsives Flugerlebnis, das sowohl ruhige Kamerafahrten als auch dynamische Manöver mühelos unterstützt.

Intelligente Flugmodi – Fokus auf Komfort

Die DJI Neo 2 besticht durch hochentwickelte, intelligente Flugmodi, die die Bedienung erleichtern und kreative Möglichkeiten erweitern. Auch hier zeigen sich deutliche Verbesserungen gegenüber der Neo 1.

Das Herzstück bildet die omnidirektionale Hinderniserkennung mit LiDAR-Sensoren, Infrarotkameras und Rundumsicht-Vision, die Hindernisse in alle Richtungen wahrnimmt und kollisionsfreies Fliegen auch in komplexen Umgebungen ermöglicht. Dies ist außergewöhnlich für Drohnen dieser Kompaktklasse und sorgt für deutlich mehr Sicherheit insbesondere in Innenräumen, an Stränden, in urbanen Gebieten oder im Schnee.

DJI Neo 2

Das ActiveTrack-System der Neo 2 verfolgt Personen, Fahrräder, Skifahrer oder Fahrzeuge mit bis zu 12 m/s Geschwindigkeit und passt Fluggeschwindigkeit, Neigung der Kamera und Sicherheitsabstand automatisch an. Neu ist eine KI-gestützte Szenenerkennung, die Sport-, Natur- und Stadtsituationen erkennt und darauf basierend die Flugparameter optimiert. Die präzise Sensorfusion aus visueller Tiefenerkennung, LiDAR-Reflexion und AI-Motion-Prediction sorgt für ein sehr flüssiges Tracking samt Hindernisausweichmanövern ohne Bedienereingriff.

Zusätzlich sind diverse QuickShots- und MasterShots-Programme an Bord, die schnelle, cineastische Kamerafahrten wie Dolly Zoom oder Kreisflüge automatisieren. Dadurch sind auch ohne große Drohnen-Erfahrung beeindruckende Videoaufnahmen möglich. Die Drohne zeigt eine äußerst präzise Schwebefähigkeit mit stabilisierenden Mikrokorrekturen. Selbst auf unebenem Terrain oder bei Wind, was besonders für Video- und Fotoaufnahmen von Vorteil ist.

Verbesserte Akkulaufzeit der DJI Neo 2

  • Bis zu 19 Minuten Flugzeit (realistisch 14 bis 16)
  • 1.600 mAh Akku
  • Fly More Combo mit drei Batterien lohnt sich

Die Akkulaufzeit der DJI Neo 2 bewegt sich in der Praxis zwischen circa 14 und 16 Minuten pro Ladung, abhängig von Flugstil, Windbedingungen und Nutzung spezifischer Funktionen wie ActiveTrack oder schnellen Manövern.

DJI gibt theoretisch eine Flugzeit von bis zu 19 Minuten an, die bei idealen Bedingungen und sparsamem Flug zumeist knapp unterschritten wird, dennoch sind das nochmal ein paar Minuten mehr als beim Vorgänger. Besonders die Fly More-Combo mit drei enthaltenen Akkus eignet sich dabei für alle, die gerne längere Flüge absolvieren wollen oder alle, die nicht nach jedem Flug den Akku wieder aufladen möchten.

Trotz der kompakten Bauweise konnte DJI den Akku etwas vergrößern und mit einem höheren Energie-Inhalt ausstatten als beim Vorgängermodell. Der Lithium-Polymer-Akku mit ca. 1.600 mAh lässt sich komfortabel über USB-C-Port relativ zügig wieder aufladen.

Zusätzlich wurde die Drohne auf Windresistenz (Windklasse 5) optimiert, die für mehr Stabilität und Effizienz sorgt, insbesondere bei Außenaufnahmen. Das Zusammenspiel aus kompaktem Akku, schneller Wiederauflademöglichkeit und effizientem Energiemanagement macht die Neo 2 dennoch zu einem zuverlässigen und alltagstauglichen Begleiter.

DJI Neo 2
Der Lieferumfang der DJI Neo 2 Fly More-Combo fällt üppig aus

Grundsätzlich empfehlen sich die 100 Euro Aufpreis für die Fly More-Combo dabei allemal. Denn dank zweier Zusätzlicher Akkus, Ladestation und Fernbedienung erweiterst du damit die Möglichkeiten der Neo 2 deutlich.

DJI Neo 2 Test: Fazit

Die DJI Neo 2 ist eine gelungene, wenn auch stellenweise überschaubare Weiterentwicklung der ersten Einsteiger-Drohne. Sie legt in einigen Bereichen deutlich zu, so gibt es praktische Automatik-Modi, eine einsteigerfreundliche Bedienung, sowie LiDAR- und omnidirektionale Sensoren, was die Hinderniserkennung deutlich verbessert.

Allerdings fällt die Flugzeit, wenn auch minimal verbessert, weiterhin recht mager aus, während die Bildqualität zwar gute Ergebnisse liefert, aber ebenfalls nicht mit den besten Drohnen mithalten kann.

Demgegenüber steht allerdings der äußerst attraktive Preis, dank dem Drohnen-Neulinge bereits ab 239 Euro erste Gehversuche wagen können. Der Griff zur rund 100 Euro teureren Fly More Combo lohnt sich aber definitiv.

Das macht die DJI Neo 2 zu einer gelungenen Einsteiger-Drohne zum günstigen Preis. Wer eine bessere Bildqualität und längere Flugzeit wünscht, muss jedoch deutlich tiefer in die Tasche greifen.

PRO

  • Klein und leicht
  • Sehr günstig
  • Hindernisvermeidung
  • Großer interner Speicher
  • Sehr gute Flugeigenschaften
  • Exzellentes Tracking
DJI Neo 2 Award
CONTRA

  • kein microSD-Steckplatz
  • Kurze Flugzeit
  • Bildqualität könnte besser sein
  • Fotos nur als JPEG

DJI Neo 2

Design und Verarbeitung
Hardware
Bedienkomfort
Akku
Kameraqualität
Preis-Leistungs-Verhältnis

89/100

Äußerst günstige und kompakte Drohne mit sehr guten Flugeigenschaften und intuitiver Steuerung. Akkulaufzeit und Bildqualität könnten allerdings besser sein.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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