DJI Osmo Pocket 4 Gimbal-Kamera mit 4K/240, 1-Zoll-CMOS-Sensor und genialen Neuerungen im Test! Seit dem Release im Jahr 2023 ist die Osmo Pocket 3 aus dem Hause DJI aus Creator-Setups nicht mehr wegzudenken. Egal ob für Vlogs, Produktvideos oder cineastische Aufnahmen: Die kompakte Gimbal-Kamera liefert einfach immer ab. Nachdem die Gerüchteküche bereits 2025 zu brodeln begann, schickt der Hersteller mit der DJI Osmo Pocket 4 nun endlich den Nachfolger an den Start. Und auch, wenn sich nicht alle Leaks bewahrheitet haben, kann ich nach dem DJI Osmo Pocket 4 Test sagen: Die kürzlich vorgestellte DJI Osmo Pocket 4 ist die bisher ausgereifteste und beste Gimbal-Kompaktkamera, die ich je genutzt habe.
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Technische Daten der DJI Osmo Pocket 4
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Produkt: |
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Abmessungen: |
144,2 mm x 44,4 mm x 33,5 mm |
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Gewicht: |
190,5 g |
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Sensor: |
1-Zoll CMOS (f/2.0) |
| Video Modi: | 4K (16:9): 3840×2160@24/25/30/48/50/60fps 1080p (16:9): 1920×1080@24/25/30/48/50/60fps 3K (9:16): 1728×3072@24/25/30/48/50/60fps 1080p (9:16): 1080×1920@24/25/30/48/50/60fps |
| Slow Motion: | 4K (16:9): 3840×2160@100/120/200/240fps 1080p: 1920×1080@120/240fps |
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Videoformat: |
MP4 |
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Fotoauflösung |
7.680 x 4.320 Pixel |
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Fotoformat: |
JPG, JPG+DNG |
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Speicher: |
107 GB interner Speicher |
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Speichererweiterung: |
microSD (bis maximal 1 TB) |
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Display: |
2-Zoll-Touchscreen; 556 x 314 Pixel; 1.000 Nits |
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Akku: |
LiPo; 1.545 mAh; bis zu 240 Minuten Laufzeit |
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Konnektivität: |
USB-C , Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax; Bluetooth LE 5.4 |
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Wasserdicht: |
Nein |
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Preis: |
€ 479,00 * |
DJI Osmo Pocket 4 Test: Detailverbesserungen beim Design
Wer die Pocket 3 kennt, wird sich beim ersten Blick auf die DJI Osmo Pocket 4 sofort heimisch fühlen. DJI bleibt dem Formfaktor treu und das ist absolut richtig so. Die kompakte Stiftform mit dem Gimbal-Kamerakopf oben und der griffigen Handauflage unten hat sich bewährt. Sie passt nach wie vor in jede Jackentasche, wiegt kaum mehr als ihr Vorgänger und ist innerhalb von Sekunden einsatzbereit. Konkret erreicht die Osmo Pocket 4 Maße von 144,2 mm x 44,4 mm x 33,5 mm und bringt 190,5 Gramm auf die Waage – ideal also für unterwegs geeignet.
Was DJI aber überarbeitet hat, sind die Details und die machen im Alltag einen enormen Unterschied. Unterhalb des 2-Zoll-Displays sitzen jetzt zwei neue Tasten, die vorher nicht vorhanden waren: eine dedizierte Zoom-Taste und eine frei belegbare Voreinstellungstaste. Das klingt nach einem kleinen Detail, erweist sich in der Praxis aber als genial. Wer früher den Zoom über das Touchscreen-Interface wischen musste, weiß, wie unhandlich das mitten in einer Aufnahme sein kann. Jetzt tippt man einfach auf die Taste und wechselt zwischen einfach und zweifach verlustfreiem optischen Zoom. Durch einen längeren Druck zoomt die DJI Osmo Pocket 4 sogar bis zu vierfach heran, dann allerdings digital.
Ebenfalls neu und eine geniale Verbesserung ist der 5D-Joystick, der die Bedienung wesentlich verbessert. Gimbal zentrieren, Kamera drehen, zurück schwenken – alles mit einem einzigen, kleinen Bedienelement. Der Joystick ist eine willkommene Ergänzung.
Der Gimbal-Kamerakopf selbst wirkt weiterhin präzise und solide verarbeitet. Die drei Achsen arbeiten geräuschlos und schnell, die Initialisierung nach dem Einschalten dauert nur wenige Sekunden. Wie beim Vorgänger schaltet man die Kamera ein, indem man das Display aufklappt. Eine intuitive Geste, an die man sich sofort gewöhnt.
Auch das Display zeigt sich detailverbessert. Auf einer Größe von 2,0 Zoll löst es mit 556 x 314 Pixeln auf und wird bis zu 1.000 Nits hell, was auch im Freien und unter direktem Sonnenlicht eine exzellente Ablesbarkeit ermöglicht.
Was ich nach wie vor vermisse, ist eine stärkere Wetterschutzversiegelung. Leichten Nieselregen übersteht die Pocket 4, wirklich wasserfest ist die Cam allerdings nicht. Ein klarer Nachteil gegenüber Actioncams wie der DJI Osmo Action 6 (unser Test) oder der Osmo Nano (Test). Für eine Kamera, die so konsequent auf Mobilität ausgelegt ist, wäre hier mehr wünschenswert. Ein weiterer Kritikpunkt: Der Akku ist weiterhin fest verbaut, was beim langen Einsatz ohne Lademöglichkeit ein Thema bleibt. Aber dazu später mehr.
Die Ausstattung und Neuerungen der DJI Osmo Pocket 4
Aus technischer Sicht legt die DJI Osmo Pocket 4 zu und zwar deutlich! Die größte Schlagzeile der Osmo Pocket 4 lautet: 4K mit 240 fps. Das ist ein echter Quantensprung gegenüber der Pocket 3, die bei 4K maximal 120 fps erreichte. Für Zeitlupenaufnahmen bedeutet das, dass ihr jetzt doppelt so viel Material habt, um Bewegungen einzufrieren, ohne in die Full-HD-Auflösung wechseln zu müssen. In der Praxis macht das einen riesigen Unterschied, vor allem für Sport-Content, Reisevideos oder dynamische Vlogging-Situationen.
Der Sensor selbst bleibt ein 1-Zoll-CMOS, was aber nicht bedeutet, dass sich nichts getan hat. DJI hat den Dynamikumfang auf 14 Blendenstufen erweitert, gegenüber den 13 Blendenstufen der Pocket 3. Das mag marginal klingen, merkt man aber in der Praxis, besonders bei kontrastreichen Lichtbedingungen: Szenen mit direktem Gegenlicht, Aufnahmen in der Abenddämmerung oder Innenräume mit Fenstern im Hintergrund liefern jetzt merklich mehr Details aus Schatten und in den Highlights. Das 10-Bit-D-Log-Farbprofil steht ebenfalls weiterhin zur Verfügung (ebenfalls verbessert) und ermöglicht maximale Flexibilität in der Nachbearbeitung.
Zusätzlich hebt die Osmo Pocket 4 die Auflösung von Fotos deutlich an. Bilder werden jetzt mit 37 Megapixeln aufgenommen (gegenüber 9,4 MP beim Vorgänger), was deutlich mehr Details herauskitzelt.
Eine weitere echte Neuerung ist das Tracking-System. Aus ActiveTrack 6.0 beim Vorgänger wird jetzt ActiveTrack 7.0, das wir bereits aus den Smartphone-Gimbals von DJI kennen. Und dieser Schritt ist mehr als nur eine höhere Versionsnummer. Das neue System kann Motive jetzt auch bei 4-fachem Zoom verfolgen, was vorher nicht möglich war. In der Praxis bedeutet das: Ihr könnt eine Person aus größerer Distanz aufnehmen, die Kamera hält sie im Bildausschnitt, selbst wenn sie sich durch Menschenmengen bewegt. Dazu kommen zwei neue Tracking-Modi: Spotlight Follow verfolgt das Motiv und richtet die Kamera darauf aus, während Dynamic Framing den Bildausschnitt cinematisch nachführt – eine Funktion, die einem echten Kameraassistenten nachempfunden ist.
Hier muss ich sagen: Das Tracking zeigt sich im Vergleich zur Osmo Pocket 4 wesentlich verbessert. Es arbeitet nicht nur genauer, sondern auch deutlich ruhiger. Die Aufnahmen, die am Ende rauskommen, fühlen sich weicher an und sehen merklich besser aus.
Gestensteuerung, interner Speicher und mehr
Gestensteuerung war beim Vorgänger bereits vorhanden, wurde bei der DJI Osmo Pocket 4 aber deutlich ausgebaut. Zeigt ihr die Handfläche in die Kamera, aktiviert sich ActiveTrack. Ihr müsst die Kamera nicht mal anfassen. Das Peace-Zeichen löst ein Foto aus oder startet die Aufnahme. Für Selfie-Situationen oder spontane Vlogs ohne Stativ ist das wirklich clever.
Eine der genialsten Neuerungen: Die DJI Osmo Pocket 4 verfügt endlich über internen Speicher. Satte 107 Gigabyte stehen dafür zur Verfügung. Eine microSD-Karte nimmt die Gimbal-Kamera zwar weiterhin auf, diese bleibt aber nun rein optional. Zumal Inhalte aus dem internen Speicher mit bis zu 800 MB/s per Kabel sowie 90 MB/s kabellos rasant übertragen werden.
Das Weitwinkelobjektiv der Pocket 3 war beim Vorgänger ein separates Zubehörteil – die DJI Osmo Pocket 4 ist kompatibel mit dem Osmo Pocket 3 Weitwinkelobjektiv, das bei der Creator Combo enthalten ist. Das chromatische Aberrationsverhalten an den Bildrändern, das beim Vorgänger mit Weitwinkel gelegentlich auffiel, bleibt daher ein latentes Thema.
Neue kreative Funktionen erweitern das Repertoire: Video mit langer Belichtungszeit ermöglicht echte Bewegungsunschärfe und Lichtspuren im Videomodus. Filmlooks bieten verschiedene vorinstallierte Farbprofile für cineastische Aufnahmen. Und ein Beauty Modus verschönert auf Wunsch die Haut. In Echtzeit und direkt auf der Kamera, ohne Nachbearbeitung.
Wer des Öfteren in dunkleren Umgebungen aufnimmt (oder sich ein Bisschen mit Videographie auskennt) weiß, wie wichtig eine gute Beleuchtung ist. Auch hier bessert DJI nach und bietet ein optionales Fill Light an, das ebenfalls in der Creator Combo enthalten ist.
Das DJI Osmo Pocket 4 Fill Light dockt magnetisch an die Seite der Kamera an und bietet zahlreiche Optionen:
- 3 Leuchtstufen (Low – 12 Lux, Medium – 25 Lux, High – 40 Lux)
- 3 Farbtemperaturen (Warm – 2800K, Neutral – 4000K, Kalt – 5500K)
Die Bedienung erfolgt dabei intuitiv über die Buttons an der Leuchte oder wahlweise direkt über die Kamera.
DJI Osmo Pocket 4 vs DJI Osmo Pocket 3: Der direkte Vergleich
Wer stets das Neueste und Beste sucht und bei Bildqualität sowie Bedienkomfort keine Kompromisse eingehen möchte, wird mit der Pocket 4 genau richtig liegen. Die Pocket 3 bleibt dabei aber weiterhin ein leistungsstarkes Gerät mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
| Eigenschaft | DJI Osmo Pocket 4 | DJI Osmo Pocket 3 |
|---|---|---|
| Bildsensor | Neuer 1-Zoll-CMOS, 14 Blendenstufen Dynamik | 1-Zoll-CMOS, 13 Blendenstufen |
| Max. Videoauflösung | 4K/240fps | 4K/120fps |
| Farbprofil | 10-Bit D-Log | HLG / D-Log M |
| ActiveTrack | ActiveTrack 7.0 | ActiveTrack 6.0 |
| Zoom | 2× verlustfreier Zoom – funktioniert auch bei Aufnahme, ActiveTrack, D-Log und Fotomodus | 2× verlustfreier Zoom – nicht verfügbar bei Lowlight-Video, Zeitlupe, Motionlapse sowie ActiveTrack, D-Log und Fotomodus während der Aufnahme |
| Beauty-Filter & Filmlooks | Integrierte Beauty-Filter, Glamour-Effekt & Filmlooks per App | Glamour-Effekt nur per App |
| Speicher & Dateiübertragung | 107 GB interner Speicher, Wi-Fi 6 (bis 90 MB/s kabellos), USB 3.1 (bis 800 MB/s kabelgebunden) | Kein interner Speicher, Wi-Fi 5, USB 2.0 |
| Objektiv | 20 mm (KB-äquivalent), f/2,0, Fokus ab 0,2 m | 20 mm (KB-äquivalent), f/2,0, Fokus ab 0,2 m |
| Fotoauflösung | 37 MP, Live Photo-Unterstützung | ca. 9,4 MP |
| Akkukapazität | 1.545 mAh | 1.300 mAh |
| Abmessungen | 144,2 × 44,4 × 33,5 mm | 139,7 × 42,2 × 33,5 mm |
| Gewicht | 190,5 g | 179 g |
Stark verbesserte Akkulaufzeit
Akkulaufzeit war beim Vorgänger einer der meistgenannten Kritikpunkte. Die Pocket 3 schaffte in der Praxis je nach Auflösung und Einsatz zwischen 80 und 166 Minuten. Gut, aber für intensive Drehtage zu wenig. DJI hat hier deutlich nachgearbeitet.
Die DJI Osmo Pocket 4 ermöglicht in 1080p/24fps bis zu 240 Minuten Aufnahmezeit, das sind 74 Minuten mehr als beim Vorgänger. In der Praxis, also in 4K mit aktivem Tracking und gelegentlichem Displaybetrieb, sind es eher 120 bis 160 Minuten, was realistisch und echt gut ist. Für einen halben Drehtag reicht das entspannt, für einen vollen Tag mit intensivem Einsatz wird eine Lademöglichkeit zwischendurch wichtig. Dafür gibt es optional wieder einen passenden Batterie-Griff als Zusatzakku.
Was DJI aber deutlich verbessert hat, ist die Ladezeit: Von 0 auf 80 Prozent in nur 18 Minuten. Das ist schneller als beim Vorgänger (dort waren es 16 Minuten bis 80 Prozent, die Pocket 4 braucht hier also marginal länger, hat aber auch einen größeren Akku und bietet bei voller Ladung deutlich mehr Kapazität). In der Praxis heißt das: Kamera an die Powerbank, einen Kaffee trinken, weitermachen. Das ist ein echter Workflow-Vorteil.
Der Kritikpunkt bleibt aber derselbe wie beim Vorgänger: Der Akku ist fest verbaut. Das ist eine bewusste Designentscheidung von DJI, man will das Gerät so kompakt wie möglich halten. Für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer ist das kein Problem. Wer aber professionell und ganztägig filmt, braucht entweder einen Akkugriff oder muss öfters nachladen.
App-Anbindung per DJI Mimo
Die DJI Mimo App, bekannt aus dem Ökosystem der Pocket 3, ist weiterhin die zentrale Schaltstelle für erweiterte Kameraeinstellungen, Livestreaming, direktes Überspielen von Clips und die Steuerung via Smartphone. Wer die App kennt, findet sich sofort zurecht.
Was die App wirklich gut kann: der schnelle Import von Clips. Mit stabiler WLAN-Verbindung überträgt die Pocket 4 Material in guter Geschwindigkeit aufs Telefon, dank der 800-MB/s-Übertragungsrate am Gerät selbst ist die Verbindung dabei deutlich flüssiger als beim Vorgänger. Wer mitten auf einem Reise-Trip Material direkt am Smartphone schneiden und uploaden will, wird das schätzen.
Für manuelle Fokus-Kontrolle, den Einsatz eigener LUTs und tiefere Farbprofil-Anpassungen braucht ihr zwingend die App. Das ist für professionellere Anwender ein unverzichtbares Feature, für den normalen Creator hingegen läuft alles auch ohne App wunderbar.
Ein Kritikpunkt, der sich von der Pocket 3 fortsetzt: Die App-Stabilität lässt gelegentlich zu wünschen übrig. Abstürze sind selten, aber vorhanden. Updates verbessern die Situation kontinuierlich, aber das Problem ist bekannt und sollte bis zum nächsten größeren App-Update nicht unerwähnt bleiben.
Bild- und Audioqualität der DJI Osmo Pocket 4
Bei der Bild- und Tonqualität legt die DJI Osmo Pocket 3, im direkten Vergleich zum Vorgänger, am deutlichsten zu. Tagsüber war schon die Pocket 3 kaum zu kritisieren. Die Pocket 4 legt aber noch eine Schippe drauf: Die Farben wirken wesentlich natürlicher, die Hauttöne in Porträtaufnahmen sind feiner und weniger plastisch als beim Vorgänger. Die f/2,0-Blende in Kombination mit dem 1-Zoll-Sensor sorgt für eine angenehme Freistellung bei Nahaufnahmen. Kein Bokeh einer Systemkamera, aber modernen Smartphones deutlich überlegen.
Bei schlechten Lichtverhältnissen ist der Unterschied zur Pocket 3 am deutlichsten. Die erweiterten 14 Blendenstufen Dynamikumfang machen sich sofort bemerkbar: Aufnahmen in der Dämmerung, in Bars oder bei Kunstlicht zeigen weniger Rauschen, mehr Detailzeichnung in dunklen Bereichen und eine bessere Kontrolle über Highlights. Und wenn es mal richtig dunkel ist, dann hilft das Fill Light aus der Patsche.
Die 4K/240fps-Zeitlupen sind das neue Showcase-Feature und sie rechtfertigen den Aufpreis gegenüber der Pocket 3. Zumindest, wenn du gerne in Slo-Mo aufnimmst. Bei 120fps lag die Pocket 3 noch auf vergleichbarem Niveau mit guten Actionkameras. Bei 240fps in 4K zieht die Pocket 4 schlicht davon.
Der verlustfreie 2-fach-Zoom ist zudem eine unterschätzte Funktion. In der Praxis ermöglicht er wesentlich mehr Flexibilität: Weite Einstellung für Establishing-Shots, dann einfach die Zoom-Taste drücken und auf 2x wechseln für engere Porträts. Alles ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Das ersetzt zwar kein Zoomobjektiv, kommt dem aber näher als alles andere in dieser Kategorie.
Kleiner Kritikpunkt: Chromatische Aberrationen an den Bildrändern, besonders bei Weitwinkelaufnahmen, sind gelegentlich sichtbar. Das war bei der Pocket 3 auch der Fall und hat sich hier nicht grundlegend geändert, aber immerhin sichtbar verbessert. Wer sehr perfektionistisch an seine Aufnahmen herangeht, wird das bemerken. Im normalen Vlogging-Kontext spielt das aber quasi gar keine Rolle.
Das eingebaute Mikrofon-Array war schon bei der Pocket 3 eines der besten in dieser Kategorie und DJI hat hier nicht gespart. Die Stimme klingt klar, die Umgebungsgeräusche werden angenehm in den Hintergrund gestellt. Für Außenaufnahmen bei leichtem Wind reicht das integrierte Mikrofon problemlos aus.
Die direkte Kompatibilität mit DJI Mic-Sendern (Mic 2, Mic 3 und Mic Mini) ohne Adapter per Osmo Audio bleibt weiterhin genial: einfach aufstecken und loslegen. Ein echter Qualitätsgewinn für alle, die professionelles Audio wollen.
DJI Osmo Pocket 4 Test: Fazit
Die DJI Osmo Pocket 4 ist eine kleine Revolution, die die gelungenen Features des Vorgängers nochmal deutlich übertrifft. Eine Kamera, der man einfach vertraut. Die Verbesserungen gegenüber der Pocket 3 sind im Alltag spürbare Fortschritte. 4K mit 240fps, ActiveTrack 7.0, schnelle Ladezeiten, interner Speicher und deutlich bessere Low-Light-Performance machen einen echten Unterschied.
Die Kompromisse der Pocket-Reihe bleiben: fest verbauter Akku, kein Wetterschutz, schwaches Nahfokussieren und mit ab 479 Euro ist der Einstiegspreis nicht ohne.
Für alle ohne Pocket-Vorgänger ist sie ein klarer Pflichtkauf. Pocket-3-Besitzer sollten upgraden, wenn sie regelmäßig 4K-Zeitlupen drehen oder das verbesserte Tracking brauchen, alle anderen können noch warten. Eines steht fest: Die Osmo Pocket 4 ist die beste Gimbal-Kompaktkamera auf dem Markt. Und die beste Kamera, die ich seit Langem in der Jackentasche hatte.
VORTEILE
- Herausragende Bildqualität
- 2K/240
- Hoher Dynamikumfang
- Exzellentes Tracking
- Interner Speicher
- Gute Akkulaufzeit
- Sehr gute Mikrofone
- Osmo Audio
NACHTEILE
- Akku fest verbaut
- Kein Wetterschutz
- Hoher Preis
Fazit
Stark verbesserte Gimbal-Kamera mit exzellentem Tracking, überzeugender Bildqualität und gelungenen Features.


