Der Ecovacs WINBOT W2S PRO OMNI kombiniert einen kompakten Fensterputzroboter mit einer akkubetriebenen OMNI-Station. WIN-SLAM 4.0 übernimmt die Routenplanung, TruEdge 2.0 kümmert sich um Kanten und Ecken und mit bis zu 10.000 Pa Unterdruck hält sich der Roboter während der Reinigung an der Scheibe. Im Test musste er an sechs Wohnungsfenstern, mehreren Spiegeln, großen Bilderrahmen und schwer erreichbaren Glasflächen zeigen, wie viel davon in der Praxis ankommt. Die Navigation funktionierte zuverlässig und das Ergebnis lag sehr nah an vollständig streifenfreiem Glas. Komplett aus dem Fensterputzen verabschieden kann man sich trotzdem nicht: Rahmen bleiben Handarbeit und bei stärker verschmutzten Scheiben muss das Wischpad häufiger unter den Wasserhahn.
Technische Daten des Ecovacs WINBOT W2S PRO OMNI im Überblick
| Modell | Ecovacs WINBOT W2S PRO OMNI |
| Abmessungen WINBOT | 272 x 272 x 76 mm |
| Gewicht WINBOT | ca. 2,1 kg |
| Gewicht Station | ca. 5 kg |
| Navigation | WIN-SLAM 4.0 |
| Kantenreinigung | TruEdge 2.0 |
| Saugleistung | bis zu 10.000 Pa im Reinigungsbetrieb |
| Wassertank | 120 ml |
| Akku | 5.200 mAh |
| Akkulaufzeit laut Hersteller | bis zu 110 Minuten |
| Ladezeit laut Hersteller | bis zu 3 Stunden |
| Lautstärke laut Hersteller | 66 dB |
| Reinigungsmodi | Schnell, Gründlich, Tiefenreinigung, Kanten, Flecken, Bereich, Hochleistung und Fernsteuerung |
| Geeignete Neigung | bis ±45 Grad |
| Preis zum Testzeitpunkt | 599 Euro |
Lieferumfang und OMNI-Station
ECOVACS liefert den WINBOT zusammen mit seiner mobilen OMNI-Station. Sie dient als Stromversorgung, Bedieneinheit, Transporthilfe und Aufbewahrung für den Roboter. Reinigungspads und Reinigungsmittel liegen ebenfalls bei.
Im Karton finden sich:
- ECOVACS WINBOT W2S PRO
- OMNI-Station
- zwei Mikrofaser-Wischpads
- 230 ml Reinigungslösung
- Sicherheitsseil mit Saugnapf
- Stromkabel
- Bedienungsunterlagen
Die Station wiegt rund 5 kg, lässt sich über den großen Griff aber problemlos von Raum zu Raum tragen. Das Kabel wird ordentlich eingezogen und liegt nach der Reinigung nicht irgendwo auf dem Boden herum.
Auf einem festen Untergrund fixiert sich die Station zusätzlich per Saugsystem. Dadurch rutscht sie nicht einfach mit, wenn Zug auf das Verbindungskabel kommt. Erst mit angehobenem Griff lässt sie sich wieder normal versetzen. Auf Teppich oder ähnlich weichen Böden funktioniert diese Fixierung dagegen nicht.
Die App ist optional und darf es auch bleiben
Viele Smarthome-Geräte benötigen eine App, um überhaupt sinnvoll zu funktionieren. Beim WINBOT W2S PRO OMNI ist das angenehmer gelöst. Für eine normale Fensterreinigung braucht man die ECOVACS-HOME-App nicht zwingend. WINBOT ansetzen, warten, bis er sich festgesaugt und den Start bestätigt hat, und anschließend den Reinigungsvorgang starten. Das funktioniert auch ohne Smartphone.
Im Test haben wir die App trotzdem genutzt. Darüber stehen die verschiedenen Modi, Einstellungen und eine Fernsteuerung bereit. Wer einzelne Bereiche gezielt nacharbeiten oder zwischen mehreren Reinigungsprogrammen wechseln möchte, kommt per Touch deutlich komfortabler ans Ziel als über mehrfaches Drücken der Modustaste an der Station.
Ganz perfekt ist die Bedienung direkt an der OMNI-Station trotzdem nicht. Im Dreierblock der Bedientasten neigen ausgerechnet die beiden äußeren Tasten für Ein/Aus und Moduswahl dazu, sich leicht zu verkanten, wenn man sie nicht ziemlich mittig drückt. Die mittlere Taste fiel bei uns dabei nicht negativ auf.
Für den normalen Betrieb fanden wir die App trotzdem eher optional. Ein Fensterputzroboter profitiert davon, wenn man ihn auch einfach an die Scheibe setzen und losfahren lassen kann, ohne jedes Mal das Smartphone herauszuholen. Wer häufiger zwischen Modi wechselt, dürfte die App dagegen schnell bevorzugen.
12 Schutzstufen sichern den WINBOT ab
Bei einem gut 2 kg schweren Fensterroboter ist die Absturzsicherung entsprechend wichtig. ECOVACS kombiniert beim W2S PRO OMNI zwölf Schutzmaßnahmen aus Hard- und Software. Dazu gehören unter anderem eine automatische Druckkompensation, eine beweglich gelagerte Wischplatte, Beschleunigungs- und Kantensensoren sowie das zusätzliche Sicherheitsseil. Der Optokopplersensor soll rahmenlose Kanten innerhalb von 0,007 Sekunden erkennen.
Bei einem Stromausfall hält sich der WINBOT mit geladenem Akku laut ECOVACS noch mindestens 30 Minuten an der Scheibe. Im Test hatten wir zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Haftung kritisch werden könnte. Eher das Gegenteil: Ein- oder zweimal meldete das System vorsichtshalber einen Alarm, obwohl aus unserer Sicht kein Problem bestand. Einen unfreiwilligen Abgang gab es jedenfalls nicht – und einen absichtlichen Absturztest haben wir uns gespart.
WIN-SLAM 4.0 findet zuverlässig seinen Weg
Unsere sechs Wohnungsfenster sind relativ ähnlich aufgebaut, waren durch die Lage an einer Stadtstraße aber alles andere als frisch geputzt. Staub und typische Straßenverschmutzung auf den Außenseiten boten damit einen ganz brauchbaren Praxistest.
WIN-SLAM 4.0 fuhr die Scheiben in nachvollziehbaren Bahnen ab und deckte die Flächen gleichmäßig ab. Größere ausgelassene Bereiche oder unnötiges Hin- und Herfahren konnten wir nicht beobachten. Nach dem Durchgang kehrt der WINBOT wieder in die Nähe seiner Ausgangsposition zurück. In der Nähe sollte man während der Reinigung natürlich trotzdem bleiben, eingreifen mussten wir wegen der Navigation aber nicht.
TruEdge 2.0 kommt sehr nah an den Rahmen
Bei der Kantenreinigung machte TruEdge 2.0 einen guten Job. Der WINBOT fährt dicht an den Rahmen heran und erwischte auch die Ecken unserer Fenster ordentlich. Breite ungeputzte Streifen blieben bei uns nicht zurück.
Ganz ohne kleine Rückstände geht es dennoch nicht immer. Vereinzelt blieb direkt am Rand etwas stehen, das mit einem kurzen Wisch per Mikrofasertuch erledigt war. Eine komplette Nachbearbeitung aller Fensterkanten war nach unseren Durchgängen aber nicht nötig.
Bei stärkerem Schmutz bringt die zweite Runde etwas
Da unsere Fenster länger nicht gereinigt worden waren, haben wir mehrere Scheiben zweimal abfahren lassen. Der Unterschied war sichtbar: Nach dem zweiten Durchgang wirkte das Glas gleichmäßiger und auch hartnäckigere Rückstände waren weitgehend verschwunden.
Das Ergebnis kam insgesamt sehr nah an vollständig streifenfreies Glas heran. Bei genauer Betrachtung fanden wir vereinzelt noch leichte Spuren, etwa am Endpunkt eines Durchgangs. Im normalen Licht fielen diese kaum auf.
Bei so viel Straßenschmutz setzte sich allerdings das Mikrofaserpad entsprechend schnell zu. Wir haben es ungefähr nach jedem Doppelfenster ausgewaschen. Das ist keine feste Vorgabe, sondern hing bei uns schlicht mit dem Verschmutzungsgrad zusammen. Bei regelmäßig gereinigten Fenstern dürfte das Pad deutlich länger durchhalten.
Der 120-ml-Tank musste nicht nachgefüllt werden
Der integrierte Tank fasst 120 ml. Die Reinigungslösung wird automatisch auf die Scheibe gesprüht und anschließend vom Mikrofaserpad aufgenommen und verteilt. Während unserer normalen Fensterrunde mussten wir den Tank kein einziges Mal nachfüllen.
Interessant war der Verbrauch im Tiefenreinigungsmodus. Mit einer Tankfüllung kamen wir grob auf rund 50 Reinigungsfahrten, wobei eine Fahrt bei uns ungefähr einer Hälfte eines typischen Doppelfensters entsprach. Überschlagen sind das etwa 25 bis 30 m² Glasfläche. ECOVACS nennt für die Tiefenreinigung rund 26 m² pro Füllung – unser Praxiswert liegt damit ziemlich genau in diesem Bereich. Im Schnellmodus gibt der Hersteller rund 72 m² an.
Auch die Dosierung funktionierte gut. Die Flüssigkeit lief nicht unnötig an der Scheibe herunter und trockene Bereiche konnten wir ebenfalls nicht beobachten.
Einen Punkt sollte man bei den laufenden Kosten trotzdem berücksichtigen: ECOVACS setzt auf eine eigene WINBOT-Reinigungslösung, die sich unter anderem direkt über die App nachbestellen lässt. Alternative Reinigungsmittel nennt der Hersteller für den W2S PRO OMNI nicht. Wir würden deshalb auch keine beliebige Mischung in den Tank kippen, die Kosten für die Reinigungslösung gehören bei häufiger Nutzung also mit in die Rechnung.
Auch Spiegel, Fliesen und andere glatte Flächen funktionieren
Der WINBOT blieb im Test nicht ausschließlich an Fensterscheiben. Mehrere Spiegel, darunter auch eine sehr große Spiegelfläche, ließen sich problemlos reinigen. Solange die Oberfläche eben und ausreichend groß ist, unterscheidet sich der Ablauf kaum von einem Fenster.
Auch große Bilderrahmen mit Glasfront funktionierten gut. Die kompakte Bauform hilft dabei, weil der Roboter auch auf kleineren zusammenhängenden Flächen noch genügend Platz zum Navigieren hat.
Prinzipiell kommt der WINBOT aber auch mit anderen glatten, geschlossenen Oberflächen zurecht. Wir haben ihn unter anderem auf ebenen Schrankflächen und an einem Kühlschrank ausprobiert. Voraussetzung ist, dass die Oberfläche möglichst plan ist und sowohl Feuchtigkeit als auch die verwendete Glasreinigungslösung verträgt. Bei empfindlichen Beschichtungen, Holzoberflächen oder unbekannten Materialien würden wir deshalb vorher an einer unauffälligen Stelle prüfen, wie die Oberfläche reagiert.
Bei glatten Fliesen sieht es ähnlich aus. Sind sie eben verlegt und die Fugen nicht zu breit oder tief, kann der WINBOT darüberfahren. Deutliche Höhenunterschiede oder große Fugen setzen dem Konzept dagegen Grenzen, weil der Roboter für seine Haftung eine weitgehend geschlossene Oberfläche benötigt.
Bei schwer erreichbaren Scheiben wird der Nutzen deutlich
Am interessantesten fanden wir den WINBOT nicht unbedingt am normalen Fenster direkt auf Armhöhe. Ein solches Fenster ist mit Tuch und Abzieher ebenfalls schnell gemacht. Sein Vorteil wächst dort, wo man selbst anfangen müsste, mit Verlängerung, Leiter oder unbequemer Körperhaltung zu arbeiten.
Bei uns ist ein Badfenster über der Badewanne so ein Fall. Die oberen Bereiche sind per Hand nur umständlich erreichbar. Den WINBOT setzt man dagegen an die Scheibe und lässt ihn anschließend selbst arbeiten.
Auch leicht geneigte Glasflächen sind möglich. ECOVACS gibt einen Arbeitsbereich von bis zu ±45 Grad an, wodurch beispielsweise entsprechend geneigte Glasdächer oder Elemente einer Terrassenüberdachung infrage kommen. Überkopf reinigen kann der WINBOT dagegen nicht.
Gerade bei großen Glasflächen oder Stellen, die man sonst nur mit Hilfsmitteln erreicht, ergibt das Konzept wesentlich mehr Sinn als bei zwei kleinen Fenstern auf Augenhöhe.
66 dB sind hörbar, aber nicht störend
Ein Fensterputzroboter mit permanent laufendem Sauggebläse ist kein leises Haushaltsgerät. ECOVACS gibt für den W2S PRO OMNI 66 dB an.
Im Alltag fanden wir die Geräuschkulisse dennoch völlig in Ordnung. Man hört den Roboter deutlich, ein normales Gespräch im selben Raum bleibt aber problemlos möglich. Da ein einzelner Durchgang ohnehin nicht ewig dauert, empfanden wir die Lautstärke nicht als störend.
Fast präsenter als das eigentliche Arbeitsgeräusch kann irgendwann die Sprachausgabe der Station werden. Sie kommentiert Start, Ende und verschiedene Statusmeldungen recht fleißig. Wer nach dem dritten Fenster keine weiteren Ansagen mehr braucht, kann die Lautstärke in der App reduzieren oder die Sprachausgabe ganz abschalten. Das haben wir irgendwann auch gemacht.
Die Akku-Station macht die Steckdose (fast) nebensächlich
Die OMNI-Station besitzt einen 5.200-mAh-Akku und lässt sich dadurch unabhängig von einer Steckdose betreiben. ECOVACS gibt eine Laufzeit von bis zu 110 min pro Ladung an.
In unserem Test ging für ein Doppelfenster mit vier einzelnen Glasflächen, jeweils zweimal im Tiefenreinigungsmodus abgefahren, grob rund 20 % Akku drauf. Das ist kein Laborwert, gibt aber ein gutes Gefühl dafür, wie weit man mit einer Ladung kommt. Für unsere Fensterrunde war die Laufzeit damit ausreichend.
Interessant ist die Reserve der Station: Ohne Netzanschluss hält sie rund 20 % Ladung zurück. Fällt der Akkustand darunter, startet der WINBOT nicht mehr kabellos. Ganz leerfahren lässt sich die Station im mobilen Betrieb also nicht.
Auch beim Laden ging es recht flott. Unsere Station kam mit 87 % Ladestand an und war nach rund 25 min wieder bei 100 %. Das ist natürlich nur ein Teil-Ladevorgang und nicht mit der vollständigen Ladezeit vergleichbar. Weniger gefallen hat uns dagegen das Ladekabel der Station. Es fällt ziemlich kurz aus, wodurch die Station zum Laden relativ nah an einer Steckdose stehen muss.

Im Alltag gefiel uns trotzdem vor allem die Mobilität. Station greifen, zum nächsten Fenster tragen und weitermachen. Ein Verlängerungskabel quer durch mehrere Räume entfällt.
Was bleibt beim Fensterputzen noch an Handarbeit?
Fensterrahmen, Falze und Fensterbänke übernimmt der W2S PRO OMNI nicht. Seine Aufgabe endet im Wesentlichen auf der Glasfläche.
Dazu kommt bei stärker verschmutzten Fenstern die Pflege des Wischpads. Wir mussten es während unserer Runde mehrfach abnehmen, auswaschen, auswringen und wieder befestigen. Wer seine Fenster regelmäßiger reinigt, wird damit deutlich seltener beschäftigt sein.
Zeitlich lässt sich der Aufwand zumindest grob einordnen: Für ein Doppelfenster mit vier Glasflächen und jeweils zwei Durchgängen im Tiefenreinigungsmodus kamen wir überschlagen auf rund 10 min reine Reinigungszeit. Das Umsetzen des WINBOT zwischen den einzelnen Scheiben und ein eventuelles Auswaschen des Pads kommen noch dazu.
Damit automatisiert der WINBOT einen großen Teil der eigentlichen Glasreinigung, aber nicht den gesamten Fensterputz. Die rund 10 min für unser Doppelfenster arbeitet er allerdings weitgehend selbstständig ab. In dieser Zeit kann man sich um Rahmen, Fensterbank oder schlicht etwas anderes kümmern.
Wo steht der WINBOT W2S PRO OMNI am Markt?
Mit 599 Euro gehört der W2S PRO OMNI zur oberen Preisklasse. Konkurrenz gibt es inzwischen sowohl mit vergleichbaren mobilen Stationen als auch deutlich günstiger ohne Akku-Basis.
| Modell | Station | Akkulaufzeit | Besonderheit | Preis* |
| ECOVACS WINBOT W2S PRO OMNI | mobile Akku-Station | bis 110 Min. | TruEdge 2.0, WIN-SLAM 4.0, 120-ml-Tank | 599 Euro |
| ECOVACS WINBOT W3 OMNI | Akku-Station mit Pad-Reinigung | bis 130 Min. | WIN-SLAM 5.0, Vortex Wash | 649 Euro |
| Dreame C1 Station | mobile Akku-Station | bis 180 Min. | CornerClean, Dual Spray, KI-Routenplanung | 599 Euro |
| Dreame C1 Station S | mobile Akku-Station | bis 60 Min. | 8.000 Pa, CornerClean, Dual Spray | 549 Euro |
| MOVA N1 | keine Akku-Station | Netzbetrieb | kompakte Bauform, Dual-Spray, intelligente Wegplanung | 249 Euro, aktuell 199 Euro |
*Preise im Hersteller-Shop zum Redaktionszeitpunkt.
Das Feld reicht damit vom deutlich günstigeren MOVA N1 ohne mobile Akku-Station bis zu Dreames C1-Modellen, die dem ECOVACS-Konzept deutlich näher kommen. Wer hauptsächlich eine kompakte Lösung für gelegentliche Einsätze sucht, muss nicht zwingend 599 Euro ausgeben.
Besonders interessant ist allerdings der ECOVACS WINBOT W3 OMNI. Zum Testzeitpunkt kostet er nur rund 50 Euro mehr und bringt mit Vortex Wash genau die Funktion mit, die wir beim W2S PRO OMNI während längerer Putzrunden vermisst haben: Die Station wäscht das verschmutzte Pad automatisch aus. Beim W2S PRO OMNI bleibt dieser Arbeitsschritt beim Nutzer.
Fazit: Sinnvoller wird er mit jedem schwierigen Fenster
Der ECOVACS WINBOT W2S PRO OMNI macht seine Kernaufgabe sehr gut. Auf unseren Fenstern und Spiegeln kam das Ergebnis sehr nah an vollständig streifenfreies Glas heran, die Navigation arbeitete zuverlässig und auch an Rändern und Ecken blieb nur wenig zum Nacharbeiten.
Seinen größten Nutzen sehen wir dort, wo die Glasreinigung sonst Zeit oder unbequeme Handgriffe kostet. Der WINBOT arbeitet die Fläche selbstständig ab, während man parallel etwas anderes erledigen kann. Gerade bei mehreren oder größeren Scheiben summiert sich dieser Vorteil schnell.
Ganz ohne Handarbeit geht es trotzdem nicht. Bei stärkerer Verschmutzung muss das Wischpad zwischendurch ausgewaschen werden, Fensterrahmen bleiben außen vor und die eigene Reinigungslösung verursacht laufende Kosten. Kleine Bedienungsdetails wie die leicht verkantenden Außentasten an der Station ändern am insgesamt guten Eindruck wenig.
Mit 599 Euro ist der W2S PRO OMNI allerdings kein günstiger Helfer. Gerade weil der W3 OMNI aktuell nur wenig mehr kostet und die Pad-Reinigung bereits übernimmt, lohnt sich ein Preisvergleich. Wer viele passende Glasflächen hat und das Gerät regelmäßig nutzt, bekommt mit dem W2S PRO OMNI aber spürbar Arbeit abgenommen. Bei zwei kleinen Fenstern auf Augenhöhe wäre uns der Aufwand zu groß, bei sechs Fenstern, Spiegeln und schwer erreichbaren Flächen sieht das deutlich anders aus.
VORTEILE
- WIN-SLAM 4.0 Navigation zuverlässig und effizient
- TruEdge 2.0 erreicht Kanten sehr präzise
- Reinigungsergebnis nahezu streifenfrei
- OMNI-Station mit Kabelmanagement und Saugfixierung
- 10.000 Pa Unterdruck sorgt für sicheren Halt
- 120-ml-Tank deckt große Flächen ab
NACHTEILE
- Rahmen werden nicht automatisch gereinigt
- Wischpad muss bei Verschmutzung zwischendurch ausgewaschen werden
- Zweiter Durchgang oft nötig für optimales Ergebnis
- Stationsfixierung funktioniert nur auf hartem Untergrund
- Anschaffungspreis doch recht hoch
Fazit
Der ECOVACS WINBOT W2S PRO OMNI überzeugt mit zuverlässiger Navigation, starker Kantenreinigung und einem Ergebnis, das sehr nah an streifenfreie Scheiben herankommt. Besonders bei großen oder schwer erreichbaren Glasflächen nimmt er spürbar Arbeit ab, ganz ohne Handarbeit geht es wegen Fensterrahmen und Wischpad-Pflege aber nicht.
