JIMMY steht inzwischen nicht nur für zuverlässige Staubsauger und andere Reinigungshelfer. Auch im Bereich der Wasseraufbereitung hat sich der Hersteller mittlerweile einen Platz auf internationalen Küchenzeilen und in Büroräumen erkämpfen können. Mit seiner neuen Matrix-Serie etabliert JIMMY nun ein praktisches modulares Design, das nicht nur das blitzschnelle Aufheizen des gefilterten Wassers ermöglicht. Obendrein lassen sich zusätzliche Elemente installieren, was den Funktionsumfang nochmal erweitert. Wir durften das JIMMY Matrix M9 Pro gemeinsam mit dem „Cold Sprinkling Water Maker“ JIMMY S9 auf Herz und Nieren testen dürfen.
Plug & Play Design: Keine Klempnerarbeiten nötig
Schon beim ersten Eindruck zeigt sich, dass der JIMMY Matrix M9 Pro klar im Premiumsegment angesiedelt ist. Das Design ist modern, minimalistisch und aufgeräumt – typisch für aktuelle Küchengeräte, die nicht versteckt, sondern bewusst präsentiert werden wollen. Mit Abmessungen von rund 278 × 310 × 366 mm und einem Gewicht von etwa 7,5 kg wirkt das Gerät solide, aber nicht übermäßig klobig. Ein großes Highlight ist das Plug & Play Design. Man benötigt keinen Klempner, sondern stellt das Gerät einfach am Einsatzort auf, steckt den Netzstecker ein und füllt den 5 Liter fassenden Wassertank.
JIMMY setzt außerdem auf eine dezente Farbgebung. Das Kunststoffgehäuse kommt in einem dunklen Grau daher und ist damit sehr unauffällig. Ein Highlight ist das gut integrierte LED-Touchdisplay auf der Front. Über dieses nimmt man die wichtigsten Einstellungen vor. Die Verarbeitung hinterlässt insgesamt einen wirklich hochwertigen Eindruck. Die Materialien wirken robust und auch bewegliche Teile wie der abnehmbare 5-Liter-Wassertank sitzen stabil. Besonders praktisch: Der Tank für das aufzubereitende Wasser befindet sich seitlich und nicht auf der Rückseite – das erleichtert das Nachfüllen im Alltag deutlich.
Ein kleines, aber durchdachtes Detail ist die integrierte Beleuchtung, die nicht nur dafür sorgt, dass man auch nachts das Glas richtig platziert. Obendrein signalisiert das Licht durch unterschiedliche Farben, ob es sich um erhitztes oder kühles Wasser handelt. Insgesamt kombiniert der M9 Pro Design und Funktionalität sehr gelungen – er fügt sich optisch in moderne Küchen ein und wirkt gleichzeitig wie ein technisches Statement.
Bedienung und Nutzererlebnis des JIMMY M9 Pro
Die Bedienung erfolgt über ein LED-Touchdisplay, das intuitiv aufgebaut ist und direkt auf Eingaben reagiert. Nutzer können hier sowohl Temperatur als auch Wassermenge einstellen – und das sehr flexibel. Zur Auswahl stehen sieben Temperaturstufen von Raumtemperatur bis hin zu 98 °C. Damit deckt das Gerät praktisch alle Anwendungsbereiche ab: von Wasser für Babymilch (45 °C) bis hin zu heißem Tee oder Kaffee. Ein Highlight ist die Geschwindigkeit des Ganzen.
Zum einen gibt es mit dem JIMMY I9 einen Eiswürfelbereiter, der das frisch gefilterte Wasser kurzerhand zu Eiswürfeln verarbeiten kann. Alternativ gibt es noch das S9-Sprudelmodul, mit dem sich schnödes stilles Wasser mit Kohlensäure anreichern lässt. Ein besonders praktisches Feature ist die Anzeige der Wasserqualität (TDS-Wert) in Echtzeit.
Hier kann man als Nutzer die Qualität vor und nach Filtration nachvollziehen. Zusätzlich informiert das System über den Zustand der Filter und erinnert an einen Austausch. Die Reinigung und Wartung sind ebenfalls unkompliziert. Die Filter haben relativ lange Standzeiten (bis zu 24 Monate für die RO-Membran), was den Wartungsaufwand reduziert.
Filtration und Technik
Das Herzstück des JIMMY Matrix M9 Pro ist ohne Frage sein aufwendiges 7-stufiges Filtersystem, das deutlich über die klassische Wasserfilter-Technologie hinausgeht. Während einfache Tischfilter meist nur mit Aktivkohle arbeiten, setzt der M9 Pro auf eine Kombination aus Vorfiltration, Umkehrosmose und Nachbehandlung – ein Aufbau, der eher aus professionellen Wasseraufbereitungssystemen bekannt ist. Wie gut das funktioniert, wissen wir bereits von anderen Wasserfiltersystemen des Herstellers wie dem JIMMY R9 (Test | € 469,99 *) und dem JIMMY R9 Pro (Test | Preis nicht verfügbar *).
Mehrstufiges Filtersystem im Detail
Das System besteht im Kern aus drei physischen Filtereinheiten, die zusammen die sieben Filtrationsstufen abbilden:
1. M2S Verbundfilter (Vorfiltration)
Dieser Filter kombiniert Mikrofaser- und Aktivkohle-Technologie. In dieser ersten Stufe werden grobe und geschmacklich störende Bestandteile entfernt:
- Rostpartikel und Sedimente
- Schwebstoffe
- Chlor sowie Geruchs- und Farbstoffe
Das Ziel dieser Stufe ist es, das Wasser zunächst mechanisch und chemisch vorzubereiten, bevor es in die deutlich feinere Hauptfiltration gelangt.
2. RO-2.0S Umkehrosmose-Membran (Hauptfiltration)
Die zentrale und wichtigste Komponente ist die Umkehrosmose-Membran. Sie arbeitet mit einer extrem feinen Filterstruktur von etwa 0,0001 Mikrometer, was sie in die Lage versetzt, selbst kleinste Verunreinigungen herauszufiltern.
Hier werden unter anderem entfernt:
- Schwermetalle (z. B. Blei)
- PFAS (z. B. PFOA/PFOS)
- Bakterien und Viren
- Kalk und gelöste Salze
- Chlorreste und organische Schadstoffe
Laut Hersteller liegt die Gesamtentfernungsrate bei bis zu 99,99 % der Schadstoffe, was den M9 Pro auf ein Niveau hebt, das man sonst eher aus fest installierten RO-Systemen kennt. Diese Stufe ist entscheidend für die tatsächliche Wasserreinheit – sie entfernt nicht nur sichtbare, sondern auch gelöste und gesundheitlich relevante Stoffe, die durch Abkochen nicht beseitigt werden können.
3. Q2S Aktivkohle-Mineralisierungsfilter (Nachbehandlung)
Ein typischer Nachteil von Umkehrosmose ist, dass sie dem Wasser nahezu alle Mineralien entzieht. Genau hier setzt die dritte Filterstufe an:
- Rückführung wichtiger Mineralstoffe
- Verbesserung des Geschmacks
- Neutralisierung möglicher Restgerüche
Das Ergebnis ist ein Wasser, das nicht nur sauber, sondern auch wohlschmeckend ist – vergleichbar mit Mineralwasser aus dem Supermarkt.
UV-C-Sterilisation als zusätzliche Sicherheit
Neben der mechanischen Filtration verfügt der M9 Pro über eine integrierte UV-C-Sterilisationseinheit. Diese arbeitet unabhängig von den Filtern und sorgt dafür, dass das bereits gereinigte Wasser im Tank nicht erneut durch Keime belastet wird. Das ist ein wichtiger Punkt, denn bei vielen Wasserfiltern besteht genau hier ein Risiko: stehendes Wasser kann sich wieder mit Bakterien anreichern. Durch die kontinuierliche UV-Behandlung bleibt das Wasser hygienisch stabil – ein Feature, das man sonst eher aus professionellen Trinkwassersystemen kennt.
TDS-Monitoring: Transparenz in Echtzeit
Ein weiteres technisches Detail ist die integrierte TDS-Anzeige (Total Dissolved Solids). Sie zeigt in Echtzeit an, wie viele gelöste Stoffe sich im Wasser befinden – sowohl im Rohwasser als auch im gefilterten Wasser.
Das hat zwei Vorteile:
- Nutzer sehen unmittelbar den Effekt der Filtration
- Veränderungen der Wasserqualität oder Filterleistung werden sofort sichtbar
Gerade im Alltag sorgt das für ein deutlich höheres Vertrauen in die Technik, da die Reinigung nicht „unsichtbar“ bleibt, sondern messbar wird.
Effizienz und Wasserverbrauch
Ein oft kritischer Punkt bei Umkehrosmose-Systemen ist der Wasserverbrauch. Der M9 Pro arbeitet hier mit einem Verhältnis von etwa 3:1 (Reinwasser zu Abwasser). Das bedeutet: Für drei Liter gefiltertes Wasser entsteht ein Liter Abwasser – ein für RO-Systeme durchaus effizienter Wert. Dennoch bleibt dies ein Aspekt, den man im Vergleich zu einfachen Filtern berücksichtigen sollte.
Filterlebensdauer und Wartung
Auch in Sachen Wartung zeigt sich das System alltagstauglich:
- Vorfilter (M2S) und Mineralfilter (Q2S): Austausch nach ca. 12 Monaten
- RO-Membran: Austausch nach ca. 24 Monaten
Die vergleichsweise lange Lebensdauer reduziert nicht nur Kosten, sondern auch Wartungsaufwand. Der Austausch selbst erfolgt werkzeuglos und ist in wenigen Schritten erledigt. Hier muss man einfach die alten Filterkartuschen herausdrehen und durch neue ersetzen.
Was macht die Filtration besonders?
Im Vergleich zu klassischen Tischfiltern oder einfachen Wasserkochern bietet der M9 Pro ein deutlich höheres Niveau an Wasseraufbereitung:
- Tiefe Filtration statt Oberflächenreinigung (durch RO-Technologie)
- Hygienesicherung durch UV-C
- Geschmacksoptimierung durch Remineralisierung
- Transparenz durch TDS-Monitoring
Damit richtet sich das System klar an Nutzer, die nicht nur „besser schmeckendes“, sondern tatsächlich hochreines und kontrolliertes Trinkwasser möchten.
Das modulare Konzept des JIMMY M9 Pro
Der wohl wichtigste Aspekt des M9 Pro ist das modulare System. Dieses unterscheidet ihn auch ganz klar von seinen Geschwistern JIMMY R9 und R9 Pro. Anders als klassische Wasserfilter ist er nämlich Teil einer größeren Plattform, die sich individuell erweitern lässt. Im Zentrum steht der M9 Pro als „Hub“. Über das sogenannte AquaLink-System können weitere Module angeschlossen werden.
Euch stehen bislang zwei verschiedene Erweiterungsmodule zur Wahl. Zum einen gibt es den JIMMY I9. Der JIMMY Matrix I9 Ice Maker & Crusher erweitert das Matrix-M9-Pro-System um eine kombinierte Eis- und Kühlfunktion. Zu den wichtigsten Features zählen zwei Eismodis für klare Eiswürfel und weiches Crushed Ice, die Herstellung von Eis aus RO-gefiltertem Wasser für besseren Geschmack und höhere Hygiene sowie eine automatische, berührungslose Eisabgabe.
Zusätzlich bietet das Modul gekühltes Wasser, einen abnehmbaren Ice-Crusher-Behälter zur einfachen Reinigung und eine nahtlose Integration über das AquaLink-System. Zum anderen gibt es das JIMMY S9 Modul. Das JIMMY Matrix S9 Cold Sparkling Water Maker Module erweitert das Matrix-M9-Pro-System um eine Funktion für gekühltes Sprudelwasser. Zu den wichtigsten Features zählen frisch karbonisiertes Wasser mit einer Temperatur von 10–15 °C für feinere und länger anhaltende Kohlensäure, eine einstellbare Karbonisierungsintensität für individuell anpassbare Getränke sowie die Kompatibilität mit handelsüblichen CO₂-Zylindern, mit denen bis zu 60 Liter Sprudelwasser hergestellt werden können.
Zusätzlich umfasst das Modul zwei wiederverwendbare BPA-freie Flaschen. Diese unterstützen den Nutzer bei der Zubereitung gesunder DIY-Getränke mit individuellen Geschmacksrichtungen und fügt sich nahtlos in das AquaLink-Modulsystem ein. Die Idee dahinter: Statt mehrere Geräte (Wasserfilter, Wassersprudler, Eiswürfelmaschine) separat aufzustellen, bündelt man alles in einem System. Das spart Platz und sorgt für ein einheitliches Bedienkonzept. Für unseren Test stellte JIMMY uns den S9 bereit. Dadurch konnten wir direkt einen der modularen Erweiterungen austesten.
Das S9-Modul im Detail
Im Test besonders interessant ist das zusätzliche S9-Modul. Dabei handelt es sich um einen Sprudelwasserbereiter, der ausschließlich in Kombination mit dem M9 Pro funktioniert. Wer also ausschließlich Leitungswasser sprudeln möchte, kann auch zu einem anderen Gerät greifen. Zwei mitgelieferte BPA-freie Tritan-Flaschen machen es dabei einfach, gekühlte Sprudelgetränke überallhin mitzunehmen – von zu Hause ins Büro oder auf Outdoor-Abenteuer.
Das S9 bezieht das bereits gefilterte Wasser des M9 Pro und bietet dabei zwei Funktionen:
- Kühlung des Wassers auf etwa 10–15 °C
- Karbonisierung für Sprudelwasser
Das Modul verfügt über einen eigenen 0,75-Liter-Kühltank, aus dem jederzeit gekühltes Wasser entnommen werden kann.
Die Bedienung ist denkbar einfach:
- Flasche mit gekühltem Wasser füllen
- Karbonisierungs-Hebel drücken
- Gewünschte Sprudelstärke durch mehrfaches Drücken einstellen
Ein großer Vorteil ist die flexible Dosierung der Kohlensäure. Nutzer können selbst bestimmen, ob sie leichtes Sprudelwasser oder stark karbonisierte Getränke bevorzugen. Das System arbeitet mit Standard-CO₂-Zylindern. Ein Zylinder reicht für etwa 60 Liter Sprudelwasser, was ungefähr 120 Flaschen entspricht.
Die Vorteile des S9 Moduls liegen auf der Hand. So spart man sich nicht nur das nervige Schleppen von Wasserkisten. Obendrein bekommt man jederzeit auf Wunsch frisch gezapftes Sprudelwasser. Dabei lässt sich der Kohlensäuregehalt individuell an die eigenen Wünsche anpassen.
Fazit
Der JIMMY Matrix M9 Pro ist weit mehr als ein klassischer Wasserfilter. Er ist eine durchdachte, modulare Plattform, die eine umfangreiche Wasseraufbereitung bietet und sich dabei flexibel in so ziemlich jede Privat- oder Büroküche einsetzen lässt. Besonders das Zusammenspiel mit dem S9-Modul zeigt, wie viel Potenzial in diesem Konzept steckt: Statt einzelner Geräte entsteht eine zentrale Getränkestation, die sich flexibel an die Bedürfnisse des Nutzers anpassen lässt. Ohne Frage ist das System natürlich recht kostspielig. Allerdings sollte man im Kopf behalten, dass hier im Gegensatz zu kostengünstigeren Alternativen kaum Folgekosten anfallen. Wer aber die umfangreiche Filterung des Wassers nicht benötigt und sich mit einer einfachen Filtration zufrieden gibt, findet sicherlich günstigere Alternativen. Wer jedoch Wert auf Komfort, Design und Vielseitigkeit legt – und insbesondere die modulare Erweiterbarkeit nutzen möchte – bekommt mit dem M9 Pro ein hervorragend durchdachtes System.
VORTEILE
- 7-stufiges Filtersystem mit Umkehrosmose
- Modulares Design mit Erweiterungen wie Eiswürfel- und Sprudelmodul
- Sieben Temperaturstufen von Raumtemperatur bis 98°C
- Seitlich platzierter 5-Liter-Wassertank erleichtert Nachfüllen
- LED-Touchdisplay mit Echtzeit-TDS-Anzeige der Wasserqualität
- Lange Filterstandzeiten bis zu 24 Monaten
- Heißwasser in 3 Sekunden
NACHTEILE
- hoher Preis
Fazit
Der JIMMY Matrix M9 Pro überzeugt mit 7-stufiger Filtration, modularem Design und schneller Aufheizung. Hochwertige Verarbeitung trifft auf durchdachte Bedienung. Empfehlenswert für alle, die Wert auf Trinkwasserqualität legen.
