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Kiwi Ears Altruva Test: Klangstarker Over-Ear für kleines Budget

Mit dem Altruva wagt Kiwi Ears den Schritt vom erfolgreichen In-Ear-Monitoring-Hersteller hin zu vollwertigen Over-Ear-Kopfhörern. Dabei richtet sich das Modell klar an preisbewusste Audiophile, die einen offenen Kopfhörer mit ausgewogener, leicht spaßiger Abstimmung suchen. Trotz seines vergleichsweise niedrigen Preises möchte der Altruva sowohl klanglich als auch haptisch in einer höheren Liga mitspielen. Doch gelingt das auch? Wir verraten es euch im Kiwi Ears Altruva Test.

Technische Daten

Modell Kiwi Ears Altruva
Typ Offener Over-Ear-Kopfhörer
Impedanz  32 Ohm
Rauschkontrolle Passive Geräuschunterdrückung
Frequenzgang 20 Hz – 40.000 Hz
Empfindlichkeit 98dB ± 3dB
Kopfhörerbuchse 3,5-mm-Klinkenstecker
Treiber OEM 50-mm-Dynamiktreiber
Material PVD-beschichteter Stahl, Holz und verganes Leder
Preis Preis nicht verfügbar *
LINSOUL Kiwi Ears Altruva Over-Ear-Kopfhrer, Hi-Fi
Dieses Produkt ist nicht verfügbar.

Lieferumfang

  • Kiwi Ears Altruva Kopfhörer
  • Abnehmbares 3,5 mm Kabel (Single-Ended)
  • 6,35 mm Adapter
  • Zwei Paar Ohrpolster (Kunstleder & Velours)
  • Bedienungsanleitung

Kiwi Ears Altruva Test: Design und Verarbeitung

Optisch macht der Altruva deutlich mehr her, als es sein Preis vermuten lässt. Deshalb kann man zumindest in Sachen Design und Verarbeitungsqualität durchaus den Eindruck bekommen, dass wir uns hier in einer Preisklasse jenseits der 100 Euro bewegen. Je nach Variante kommt er mit silbernem oder holzähnlichem Finish, was ihm eine edle Anmutung verleiht.

Für unseren Test stellte man uns das Modell mit silbernem Finish auf der Ohrmuschel-Außenseite zur Verfügung. Die Konstruktion des Kopfhörers wirkt sehr gut durchdacht. So setzt der Hersteller auf eine Kombination aus robusten Metallgabeln und einer stabilen Aufhängung. Die Außenseite der Ohrmuscheln macht nicht nur durch die Metalloptik einiges her.

Kiwi Ears Altruva Test

Obendrein punktet der Kopfhörer hier mit einem schicken offenen Gitterdesign. Hinter dem schwarzen Gitter platziert der Hersteller sein Markenlogo. Doch Kiwi Ears schafft dennoch den Spagat zwischen edlem Design und einem dezenten, unauffälligen Auftreten – hier ist Understatement angesagt.

Die Materialien fühlen sich erfreulich hochwertig an. Dabei bleibt das Gesamtgewicht des Kopfhörers angenehm niedrig, weshalb der Kopf auch nach mehreren Stunden des Tragens nicht schwer wird. Hier wurde ein guter Kompromiss zwischen Robustheit und Tragekomfort gefunden.

Kiwi Ears Altruva Test: Tragekomfort

Als offener Kopfhörer ist der Kiwi Ears Altruva erfreulich leichtgewichtig. Dementsprechend eignet er sich auch für lange Hörsessions. Doch nicht nur das geringe Gewicht ist dem Komfort zuträglich. Dank des gut durchdachten doppelten Kopfbügel-Systems mit flexiblem Innenband sitzt er bequem und sicher auf dem Kopf. Bei Anpressdruck hat der Hersteller den Sweetspot gefunden. Er sitzt weder zu locker, noch zu stramm.

Kiwi Ears Altruva Test

Auch die Ohrpolster machen einen guten Job. Ab Werk sind Kunstleder-Polster am Kopfhörer angebracht. Nach längerem Tragen können diese aber etwas warm werden. Wer damit Probleme hat, kann alternativ auch einfach die Velours-Pads am Kopfhörer installieren. Diese sind nicht nur atmungsaktiver als die Kunstleder-Alternative. Obendrein tragen sie sich aus meiner Sicht angenehmer. Das ist aber Geschmacksache.

Schließlich ändert sich mit dem Pad-Wechsel auch der Sound des Kopfhörers ein wenig. So reduziert sich der Bassdruck und der Sound ist weniger offen. Positiv hervorheben muss man den kinderleichten Wechsel der Polster. Binnen weniger Sekunden könnt ihr zwischen Kunstleder und Velours wechseln. Für den unkomplizierten Wechsel sorgt der praktische Drehmechanismus der Ohrmuscheln.

Kiwi Ears Altruva Test: Technik

Im Inneren arbeitet ein 50 mm dynamischer Treiber, der ganz speziell für den Kiwi Ears Altruva entwickelt wurde. Laut Hersteller kommt dabei eine PU- und PEK-Verbundmembran mit Neodym-Magneten zum Einsatz. Das soll für eine schnelle Ansprache und saubere Wiedergabe sorgen.

Wichtige technische Eckdaten:

  • Offene Bauweise
  • Impedanz: ca. 32 Ohm
  • Gute Effizienz, aber profitiert von Kopfhörerverstärkern
  • Austauschbares Kabel mit dualem 3,5-mm-Anschluss an den Ohrmuscheln

Kiwi Ears Altruva Test: Klangcharakter & Soundqualität

Klanglich punktet der Kiwi Ears Altruva mit einem sehr natürlichen und musikalischen Sound. Wir haben unsere Klangeindrücke einmal für euch aufgeschlüsselt:

Bass

Der Bass ist kräftig und tiefreichend, besonders dann, wenn ihr den Altruva mit den Kunstleder-Polstern nutzt. Er bleibt dabei kontrolliert und erstaunlich sauber für einen offenen Kopfhörer dieser Preisklasse. Überraschend fand ich die Qualitäten im Subbass-Bereich. Hier macht der Kiwi Ears Altruva mitunter ordentlich Druck, ohne jemals ins Dröhnen oder Wummern abzudriften. Wer mehr Präzision beim Bass bevorzugt und dafür auch mit etwas weniger Druck leben kann, sollte den Altruva mit den Velours-Pads nutzen.

Mitten

Die Mitten präsentieren sich leicht warm und angenehm voll. Stimmen haben Körper und Natürlichkeit, ohne übertrieben nach vorne zu treten. Männliche Vocals profitieren von der leichten Wärme im unteren Mittenbereich, während weibliche Stimmen klar und sauber bleiben. Es gibt keine störenden Peaks oder Einbrüche, was besonders bei längeren Hörsessions positiv auffällt.

Höhen

Die Höhen sind gut aufgelöst, luftig und lebendig, ohne scharf oder ermüdend zu wirken. Der Altruva bietet eine schöne Balance zwischen Detailreichtum und Hörfreundlichkeit. Auch bei höheren Lautstärken bleibt der Hochtonbereich kontrolliert – ein großes Plus, das man in dieser Preisklasse nur selten antrifft.

Bühne & Imaging

Als offener Kopfhörer punktet der Altruva vor allem mit seiner räumlichen Darstellung. Dabei bietet er eine breite Bühne mit einer guten Trennung zwischen Rechts und Links. Instrumente lassen sich dadurch erstaunlich gut orten. Dennoch wirkt die räumliche Darstellung immer natürlich und nicht übertrieben künstlich aufgeblasen. Auch bei der Höhenstaffelung macht er einen ordentlichen Job. Allerdings fehlt es hier mitunter etwas an Tiefe.

Fazit

Mit dem Altruva gelingt Kiwi Ears ein überraschend starker Einstand im Bereich der Over-Ear-Kopfhörer. Für einen vergleichsweise günstigen, offenen Kopfhörer bietet er ein Gesamtpaket, das sowohl klanglich als auch in Sachen Verarbeitung und Tragekomfort überzeugt. Das edle, unaufdringliche Design, die wertige Materialwahl und das geringe Gewicht sorgen für einen hohen Langzeitkomfort, der auch bei längeren Hörsessions bestehen bleibt. Klanglich präsentiert sich der Altruva angenehm ausgewogen mit einer leicht spaßigen Note. Der Bass ist für einen offenen Kopfhörer erstaunlich kräftig und sauber, die Mitten warm und natürlich, während die Höhen luftig und gut kontrolliert bleiben.

Besonders positiv fällt die breite Bühne und das präzise Imaging auf, auch wenn es in der Tiefenstaffelung noch etwas an Feinschliff fehlt. Der unkomplizierte Polsterwechsel ermöglicht zudem eine einfache Anpassung von Klang und Komfort an persönliche Vorlieben. Unterm Strich ist der Kiwi Ears Altruva eine klare Empfehlung für preisbewusste Audiophile und Einsteiger in die Welt der offenen Over-Ears. Er bietet viel Klang fürs Geld, einen hohen Tragekomfort und eine Verarbeitungsqualität, die man in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich findet.

PRO

  • Schickes Design und tolle Verarbeitung
  • Hoher Tragekomfort
  • Schneller Polsterwechsel
  • Kräftiger sauberer Bass
  • Ausgewogene Mitten und Höhen
  • Tolle Klangqualität mit musikalischem Sound
  • Gute Klangbühne & Räumlichkeit
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis

CONTRA

  • Bassdruck variiert mit Polstern
  • Tiefenstaffelung begrenzt

Kiwi Ears Altruva

Design und Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Der Kiwi Ears Altruva bietet ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis mit ausgewogenem Klang, hohem Tragekomfort und hochwertiger Verarbeitung.

LINSOUL Kiwi Ears Altruva Over-Ear-Kopfhrer, Hi-Fi
Dieses Produkt ist nicht verfügbar.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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