LiberNovo Maxis Airflow Test – Bürostuhl mit aktiver Sitzbelüftung

Alexander Schröder
Alexander Schröder · 14 Min. Lesezeit
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Mit dem Maxis Airflow richtet sich LiberNovo an große und kräftig gebaute Nutzer, denen bei vielen ergonomischen Bürostühlen Sitztiefe, Rückenlehne oder Armlehnen zu knapp ausfallen. Der Hersteller empfiehlt das Modell für eine Körpergröße von 178 bis 200 Zentimetern und gibt eine maximale Belastbarkeit von 181 Kilogramm an. Die 52 Zentimeter tiefe Sitzfläche und die breite Konstruktion sollen ausreichend Platz bieten, ohne die Bewegungsfreiheit durch ausgeprägte Seitenwangen einzuschränken.

Eine Besonderheit ist die mehrteilige FlexFit Rückenlehne. Ihre beweglichen Elemente sollen sich beim Sitzen an den Rücken anpassen und Positionswechsel unterstützen. Hinzu kommen eine elektrisch einstellbare Lendenstütze, die motorisierte Omni Stretch Funktion und eine aktive Sitzbelüftung mit zwei Leistungsstufen. Die Stromversorgung übernimmt ein herausnehmbarer Akku, sodass der Stuhl im Alltag ohne dauerhafte Kabelverbindung auskommt.

Im Test tritt der Maxis Airflow in der Farbe Graphit zusammen mit der StepSync Fußstütze an. Genutzt wurde die Kombination mehrere Wochen lang, darunter an vollständigen achtstündigen Arbeitstagen. Mit einer Körpergröße von 1,81 Metern, einem Gewicht von 115 Kilogramm und breiten Schultern liegen dabei passende Voraussetzungen vor, um den Anspruch des Stuhls zu prüfen. Angesichts eines Preises von rund 1.800 Euro muss sich zeigen, ob die umfangreiche Technik einen spürbaren Mehrwert schafft und ob Komfort, Verarbeitung und Materialwahl der Premiumklasse gerecht werden.

Spezifikationen

Eigenschaft Wert
Modell LiberNovo Maxis Airflow
Testkonfiguration Maxis Airflow mit StepSync-Fußstütze
Empfohlene Körpergröße 178–200 cm
Maximale Belastbarkeit 181 kg
Sitztiefe 52 cm
Rückenlehne Bionische FlexFit-Rückenlehne, 630 mm hoch
Rückenlehnenneigung 5 Positionen, 105°, 115°, 125°, 135° und 160°
Lendenstütze Elektrisch verstellbar
Streckfunktion Motorisierte Lendenwirbel-Streckfunktion
Sitzbelüftung Aktiver Luftstrom mit zentrifugalem Kühlgebläse
Aufbau des Sitzpolsters Atmungsaktives Gewebe, Kapok-Polsterung, 3D-Netzmaterial, perforierter Schaumstoff und Luftstromkanal
Kopfstütze 3D-verstellbar, 140 mm in der Höhe und 120 mm in der Tiefe
Armlehnen 4D-verstellbar, 130 mm vor und zurück, 128 mm Höhenverstellung, 400–600 mm Breite
Rückenlehnenbreite 430 mm im Schulterbereich, 520 mm im Taillenbereich
Bezug Gabriel Atlantic-Gewebe
Abriebfestigkeit des Bezugs >100.000–120.000 Scheuertouren
Fußkreuz Aluminiumlegierung
Gasdruckfeder TÜV Rheinland zertifiziert, Klasse 4, getestet auf 20.000 Hubzyklen
Rollen 360°-Drehrollen mit integrierter Dämpfung
Garantie 6 Jahre auf das Stuhlgestell, 2 Jahre auf elektronische Bauteile
Preis des Stuhls € 1.391,00 *
StepSync-Fußstütze 10° Neigung, zwei Höhenvarianten mit 7,1 cm und 11,9 cm, 2 kg Nettogewicht
Garantie der Fußstütze 5 Jahre

 

Lieferumfang und Verpackung: Drei Kartons mit durchdachter Sortierung

Verpackung und Sortierung hinterlassen einen durchdachten Eindruck. Der LiberNovo Maxis Airflow verteilt sich auf zwei große Kartons, während die StepSync Fußstütze in einem dritten, kleineren Karton geliefert wird. Sämtliche Komponenten saßen fest an ihrem Platz und waren gut vor Transportschäden geschützt. Beschädigungen waren nicht festzustellen.

Neben den einzelnen Bauteilen des Stuhls gehören der Akku, die benötigten Schrauben, Werkzeug und Handschuhe zum Lieferumfang. Die elektrischen Komponenten sind bereits weitgehend vormontiert. Während des Aufbaus müssen daher nur wenige Kabel miteinander verbunden werden.

Den beiden großen Kartons liegt jeweils eine Papptafel mit den wichtigsten Montageschritten bei. Bauteile und Befestigungsmaterial sind übersichtlich sortiert und verständlich beschriftet. Eine ausführlichere Anleitung liegt ebenfalls bei und erklärt die einzelnen Schritte genauer.

Der Hersteller nutzt größtenteils Verpackungsmaterial aus Pappe und verzichtet weitgehend auf Kunststoff. Die braunen Kartons wirken äußerlich schlicht, die großen Anleitungstafeln sorgen beim Öffnen aber für einen kleinen Überraschungsmoment. Weniger angenehm ist der Transport der beiden Stuhlkartons. Durch ihr hohes Gewicht und die klobigen Abmessungen lassen sie sich allein nur mühsam über Treppen bewegen. Der kleinere Karton der Fußstütze ist deutlich leichter zu handhaben.

Design und Verarbeitung: Stabil gebaut, aber mit zu leichtgängigen Armlehnen

Optisch ist der Maxis Airflow klar als moderner Bürostuhl zu erkennen. Die Farbe Graphit fällt in der Realität etwas heller aus als auf den Produktbildern. Seine breite und tiefe Bauweise wirkt recht wuchtig, in der Höhe bleibt der Stuhl dagegen zurückhaltender. Unter einen Schreibtisch lässt er sich problemlos schieben. In der weit zurückgelehnten Position benötigt die Rückenlehne allerdings viel freien Platz.

Bei der Verarbeitung gibt es wenig Anlass zur Kritik. Alle Bauteile sitzen fest und zeigen kein spürbares Spiel. Störende Geräusche traten während des Tests ebenfalls nicht auf. Ein großer Teil der Konstruktion besteht allerdings aus Kunststoff. Angesichts des hohen Preises hätten weitere Metallteile die Materialanmutung verbessert.

Akku, Kabel und Bedienelemente sind sinnvoll in die Konstruktion eingebunden. Die sichtbaren Kabel passen zum technischen und modernen Charakter des Stuhls, ohne ungeordnet zu wirken. Das zurückhaltende Design macht den Maxis Airflow allerdings weniger auffällig, als es seine technische Ausstattung vermuten lässt.

Auf Sitzfläche und Rückenlehne kommt Gabriel Atlantic Stoff zum Einsatz. Das Material fühlt sich weich und angenehm an, seine offene Struktur wirkt atmungsaktiv. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass eine gründliche Reinigung etwas aufwendiger ausfällt. Erfahrungen mit hartnäckigen Flecken liegen bislang nicht vor.

Weniger gelungen sind die Armlehnen. Ihre zahlreichen Verstellmöglichkeiten sind grundsätzlich praktisch, die einzelnen Positionen halten aber nicht zuverlässig. Beim Heranfahren an den Schreibtisch verschieben sich die Auflagen schnell. Gleiches passiert, wenn man sich beim Aufstehen oder Hinsetzen darauf abstützt. Im Alltag ist das lästig und passt nicht zum ansonsten festen Aufbau.

Die StepSync Fußstütze greift Farbe und Form des Stuhls passend auf. Nach dem Aufbau steht sie fest auf dem Boden und wackelt nicht. Das Polster auf der Oberseite fällt allerdings recht dünn aus. Bei längerer Nutzung wird die Auflage dadurch etwas unbequem.

Montage und Inbetriebnahme: Einfacher Aufbau trotz elektrischer Komponenten

Trotz der verbauten Elektronik ist die Montage unkompliziert und allein gut zu bewältigen. Rund 20 Minuten waren nötig, bis der Stuhl vollständig aufgebaut und einsatzbereit war. Eine zweite Person ist nicht erforderlich, kann das Halten und Zusammensetzen der großen Bauteile aber erleichtern.

Die Papptafeln führen verständlich durch die wichtigsten Arbeitsschritte. Für genauere Erklärungen hilft die beiliegende Anleitung weiter. Schrauben, Bohrungen und Bauteile passten ohne Schwierigkeiten zusammen. Das mitgelieferte Werkzeug reicht für die vollständige Montage aus. Die Handschuhe erwiesen sich dagegen als unnötige Beigabe.

Auch der elektrische Teil des Aufbaus ist schnell erledigt. Ein USB C Kabel verbindet die Rückenstütze mit der Sitzbasis. Der Anschluss ist gut erreichbar und ohne besondere Vorkenntnisse herzustellen. Da der Akku bereits vorgeladen war, ließen sich die elektrischen Funktionen direkt nach der Montage ausprobieren. Das spätere Aufladen verlief ebenfalls problemlos.

Für den Aufbau der StepSync Fußstütze waren etwa fünf Minuten erforderlich. Die wenigen Bauteile lassen sich einfach zusammensetzen und die Anleitung erklärt den Ablauf verständlich.

Sitzkomfort und Passform: Viel Platz für breite Schultern

Selbst an langen Arbeitstagen bleibt der Sitzkomfort hoch. Passform und Polsterhärte werden allerdings sehr individuell wahrgenommen und hängen vom Körperbau sowie der bevorzugten Sitzhaltung ab. Die Einschätzung basiert hier auf einer Körpergröße von 1,81 Metern, einem Gewicht von 115 Kilogramm und breiten Schultern. Unter diesen Voraussetzungen lässt der Maxis Airflow viel Bewegungsfreiheit. Auch nach acht Stunden und weiterer Nutzung in der Freizeit entstanden keine Druckstellen oder Beschwerden.

Das Sitzpolster fühlte sich beim ersten Hinsetzen weich an, besonders im Vergleich zum zuvor genutzten Stuhl mit deutlich härterer Sitzfläche. Nach mehreren Wochen hat das Polster vermutlich etwas nachgegeben und wirkt nicht mehr ganz so weich wie zu Beginn. An den äußeren Rändern lässt sich die feste Unterkonstruktion leicht ertasten. Beim normalen Sitzen fällt das jedoch nicht störend auf.

Bei den genannten Körpermaßen bieten Sitztiefe und Breite ausreichend Platz. Die große Fläche erlaubt auch weniger klassische Positionen, etwa das Sitzen mit einem angewinkelten Bein. Die Rückenlehne begrenzt den Körper nicht durch seitliche Wangen, wie sie bei vielen Gamingstühlen üblich sind. Die Schultern ragen nur leicht über die Rückenlehne hinaus, ohne die Bewegungsfreiheit oder den Komfort einzuschränken.

An der vorderen Sitzkante kann bei hochgelegten Füßen leichter Druck entstehen. Obwohl sich das Polster an dieser Stelle weich anfühlt, ist die Kante in dieser Haltung spürbar. Im normalen Arbeitsalltag verursacht sie jedoch keine Beschwerden. Auch nach mehreren Stunden entstand kein unangenehmer Wärmestau.

Kopfstütze und Armlehnen sind angenehm gepolstert. Die Kopfstütze lässt sich so ausrichten, dass sie den Kopf in verschiedenen Sitzpositionen gut abfängt. Die Armlehnen haben eine passende Größe und sind bequem. Ihre zu leichtgängige Verstellung bleibt allerdings auch beim längeren Sitzen ein störender Punkt.

Ergonomie und elektrische Funktionen: Viele Einstellungen mit geringem Aufwand

Die Sitzhöhe lässt sich einfach anpassen und deckt bei einer Körpergröße von 1,81 Metern einen passenden Bereich ab. Beide Füße stehen vollständig auf dem Boden, gleichzeitig bleibt ausreichend Spielraum nach oben und unten. Unter der linken Sitzseite sitzt der Akku, auf der rechten Seite befindet sich die zweigeteilte Steuereinheit. Alle Bedienelemente sind aus der Sitzposition erreichbar.

Eine Besonderheit ist die flexible Rückenlehne. Beim normalen Sitzen fällt ihre Beweglichkeit zunächst kaum auf. Beim Blick von hinten oder beim Ertasten zeigt sich jedoch, wie stark sich die einzelnen Rippen mit dem Rücken bewegen. Die Konstruktion fühlt sich angenehm an und schränkt die Bewegungen nicht ein.

Beim Zurücklehnen vermittelt der Stuhl auch mit 115 Kilogramm ein sicheres Gefühl. Die Bewegung läuft kontrolliert ab, ohne dass die Konstruktion instabil wirkt. Über die rechte Bedieneinheit lässt sich festlegen, wie weit die Rückenlehne nach hinten schwingen darf. Alternativ bleibt sie vollständig frei, sodass eine weit zurückgelehnte Position möglich ist. Die Armlehnen bewegen sich mit und bleiben passend zu den Armen ausgerichtet. Die Kopfstütze verändert ihre Position nicht automatisch, lässt sich bei Bedarf aber schnell neu einstellen.

Viel Spielraum hat auch die elektrische Lendenstütze. Ihre Position lässt sich leise und ohne störende Motorgeräusche verändern. Der Verstellweg ist groß und reicht deutlich weiter nach vorn, als es für eine normale Sitzhaltung nötig erscheint. In der stärksten Einstellung drückt die Stütze den unteren Rücken so weit vor, dass bereits eine leicht gekrümmte Haltung entstehen kann. Dadurch lässt sie sich aber gut an unterschiedliche Vorlieben anpassen.

Die OmniStretch Funktion bewegt die Lendenstütze wiederholt vor und zurück. Der Rücken wird dabei spürbar gedehnt, was für kurze Zeit angenehm sein kann. Ein großer Mehrwert entstand im Alltag jedoch nicht. Nach einigen Versuchen wurde die Funktion nur noch selten genutzt. Sie ist damit eher eine gelegentliche Ergänzung und kein Ersatz für regelmäßige Bewegung oder eine dauerhaft gute Sitzhaltung.

Praxistest: Wirksame Belüftung und bequeme Liegeposition

Im Alltag erweist sich die aktive Sitzbelüftung als mehr als eine technische Spielerei. Zwei Leistungsstufen stehen zur Wahl. Die niedrigere Stufe lässt sich problemlos über längere Zeit nutzen und hält die Sitzfläche angenehm kühl. Ihr Lüfter bleibt zwar hörbar, arbeitet aber unaufdringlich im Hintergrund. Das Geräusch erinnert an einen laufenden Computer und störte während der Arbeit nicht.

Deutlich kräftiger fällt die zweite Stufe aus. Sie bewegt spürbar mehr Luft und kann nach längerer Nutzung sogar zu kühl werden. Für den dauerhaften Betrieb eignet sie sich daher weniger, sorgt bei Bedarf aber schnell für eine stärkere Kühlung. Vom Lüftergehäuse ist durch das Sitzpolster nichts zu spüren.

Gesteuert wird die Belüftung über einen Knopf in der linken Armlehne, über den sich ebenfalls die elektrischen Funktionen der Rückenlehne bedienen lassen. Der integrierte Anwesenheitssensor funktionierte im Alltag zuverlässig und erkannte, wenn der Stuhl verlassen oder wieder genutzt wurde. Dadurch muss die Belüftung nicht jedes Mal manuell ein und ausgeschaltet werden.

Bei regelmäßiger Nutzung der Lüfter musste der Akku etwa einmal pro Woche geladen werden. Er lässt sich einfach aus seiner Halterung ziehen und über USB C aufladen. Der Ladevorgang verlief im Test schnell und problemlos. Eine klar erkennbare Anzeige des verbleibenden Akkustands fiel während der Nutzung allerdings nicht auf.

In der weitesten Einstellung lässt sich die Rückenlehne fast bis in eine waagerechte Position bringen. Trotz der starken Neigung fühlt man sich gut unterstützt und kann bequem liegen. Die flexible Konstruktion der Rückenlehne passt sich der Position an, während die StepSync Fußstütze eine stabile Ablage für die Füße bietet. Selbst bei einem Körpergewicht von 115 Kilogramm wirkte die gesamte Kombination sicher und standfest. Hinter dem Stuhl muss dafür allerdings ausreichend Platz vorhanden sein, da die Liegeposition viel Raum beansprucht.

Beim aufrechten Sitzen ist besonders die niedrigere Ablage der Fußstütze angenehm. Sie erleichtert eine aufrechtere Sitzposition und bietet den Füßen festen Halt. Werden die Beine dagegen auf der gepolsterten Oberseite abgelegt, macht sich nach längerer Zeit die geringe Polsterstärke bemerkbar. Für kurze Pausen reicht sie aus, auf Dauer könnte die Auflage aber bequemer sein. Dank der gummierten Unterseite steht die Fußstütze fest auf dem Boden und verrutscht nicht.

Auf Laminat bewegen sich die Rollen leichtgängig und ohne spürbares Schleifen oder Blockieren. Auffällige Spuren auf dem Boden entstanden während des Testzeitraums nicht, bei dauerhafter Nutzung kann eine Bodenschutzmatte dennoch sinnvoll sein. Der offenporige Bezug zeigte nach mehreren Wochen ebenfalls keine sichtbaren Verschmutzungen. Staub und Krümel lassen sich aus den größeren Zwischenräumen absaugen. Wie gut sich hartnäckige Flecken entfernen lassen, konnte im Test nicht beurteilt werden.

Fazit: Hoher Komfort trifft auf einen noch höheren Preis

Der LiberNovo Maxis Airflow ist ein bequemer und geräumiger Bürostuhl, dessen hoher Preis eine uneingeschränkte Empfehlung verhindert. Besonders große und kräftige Personen profitieren von der breiten Sitzfläche, der flexiblen Rückenlehne und den vielen Anpassungsmöglichkeiten. Mehrere Stunden am Schreibtisch sind ohne Druckstellen oder Beschwerden möglich.

Zu den größten Stärken gehört die aktive Sitzbelüftung. Beide Lüfterstufen sind deutlich spürbar und die niedrigere Stufe eignet sich auch für eine längere Nutzung. Der Bezug fühlt sich angenehm an, während die elektrisch verstellbare Lendenstütze eine individuelle Anpassung ermöglicht. Verarbeitung und Stabilität geben ebenfalls wenig Anlass zur Kritik. Alle Bauteile sitzen fest und störende Geräusche traten während des Tests nicht auf.

Schwächen zeigen sich vor allem bei den Armlehnen. Diese verstellen sich zu leicht und rutschen bereits beim Kontakt mit dem Schreibtisch aus ihrer Position. Die Omni Stretch Funktion ist zwar angenehm, brachte im Alltag aber keinen ausreichenden Mehrwert. Bei der StepSync Fußstütze überzeugt die stabile Konstruktion, das dünne Polster wird bei längerer Nutzung jedoch unbequem. Angesichts ihres Preises ist sie daher kein notwendiger Bestandteil des Pakets.

Bei rund 1.800 Euro fehlt dem Stuhl etwas von der erwarteten Extravaganz. Der hohe Kunststoffanteil und das zurückhaltende Design lassen ihn weniger exklusiv wirken, als es der Preis vermuten lässt. Hochwertigere Materialien oder einzelne optische Akzente hätten den Anspruch besser vermittelt. Die auf zwei Jahre begrenzte Garantie für elektronische Komponenten fällt in dieser Preisklasse ebenfalls knapp aus.

Wer einen besonders breiten Bürostuhl mit hohem Sitzkomfort und wirksamer Belüftung sucht, bekommt mit dem Maxis Airflow ein technisch ungewöhnliches Modell. Personen unterhalb der empfohlenen Körpergröße dürften mit den großzügigen Abmessungen dagegen weniger gut zurechtkommen. Trotz seiner Stärken bleibt der Preis die größte Hürde. Für eine klare Kaufempfehlung fehlt es an einigen Stellen an Wertigkeit und Feinschliff.

Silver Award für LiberNovo Maxis Airflow - 09/2026LiberNovoMaxis Airflow09/2026

VORTEILE

  • Hoher Sitzkomfort
  • Viel Platz für große Nutzer
  • Stabile und geräuschlose Konstruktion
  • Einfache Montage

NACHTEILE

  • Zu leichtgängige Armlehnen
  • Geringer Mehrwert von Omni Stretch
  • Nur zwei Jahre Garantie auf Elektronik
  • Sehr hoher Preis

Detailbewertung

Optik82
Sitzkomfort95
Verarbeitung90
Ausstattung90
Preis-Leistungs-Verhältnis70

Fazit

Der LiberNovo Maxis Airflow überzeugt mit hohem Sitzkomfort, einer flexiblen Rückenlehne und einer im Alltag wirksamen Sitzbelüftung. Leicht verstellbare Armlehnen, der begrenzte Nutzen der Omni Stretch Funktion und der hohe Kunststoffanteil passen jedoch nicht zum Preis von rund 1.800 Euro. Für große und kräftige Personen ist der Stuhl eine interessante, aber sehr teure Wahl.

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