Mähroboter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Wer einen hügeligen Garten sein eigen nennt, für den ist die Suche nach dem passenden Gerät manchmal aber gar nicht so einfach. Schließlich sind viele Modelle in Sachen Geländegängigkeit nicht so gut aufgestellt. Der MOVA LIDAX Ultra 1000 AWD macht auf den ersten Blick deutlich, dass er sich dieser Herausforderung stellen möchte. Mit Allradantrieb soll er Gärten mit einer Rasenfläche von bis zu 1000 m² auch dann allumfänglich bemähen können, wenn das eine oder andere Gefälle vorliegt. Dabei sollen LiDAR-Navigation und kamerabasierte Hinderniserkennung nicht nur für Orientierung und Sicherheit sorgen, sondern auch den Zwang eines Begrenzungsdrahts sowie nerviger RTK-Antenne aushebeln. Wie gut der Allrad-Mähroboter sich in der Praxis schlägt, lest ihr in unserem Testbericht.
Technische Daten des MOVA LIDAX Ultra 1000 AWD
| Modell | MOVA LIDAX UItra AWD |
| Maße | 740 mm x 532 x 321 mm |
| Gewicht | 23,6 kg |
| Mähbreite | 40 cm |
| Mähhöhe | 30 mm bis 100 mm |
| Geländegängigkeit | Steigungen bis zu 80% |
| Navigation | 360°-LiDAR-Navigation |
| Hinderniserkennung | UltraView 3.0 (2x Kameras + KI) |
| Arbeitsbereich | max. 1000 m² |
| Preis | Preis nicht verfügbar * |
Lieferumfang des MOVA LIDAX Ultra AWD
- Mähroboter MOVA LIDAX Ultra AWD
- Ladestation
- Erdnägel + Imbusschlüssel
- Netzteil
- Ersatzmesser und Ersatzschrauben
- Schraubendreher
- Reinigungsbürste
- Quick-Start-Guide
- Bedienungsanleitung
Design und Verarbeitung des MOVA LIDAX Ultra 1000 AWD
Schon beim ersten Blick wird klar: Der MOVA LIDAX Ultra 1000 AWD will kein unauffälliger Gartenhelfer sein, sondern positioniert sich bewusst als High-End-Gerät. Das Design ist funktional geprägt, verzichtet auf verspielte Elemente und setzt stattdessen auf eine robuste, fast schon industrielle Anmutung. Dabei wirkt er aber dennoch sehr stylisch und setzt beim Material auf denselben hochwertigen Kunststoff wie der MOVA 600 (Test | € 941,19 *).
Beim Gehäuse kommt ansehnliches Mattgrau zum Einsatz. Auch die technische Ausstattung wirkt auf den ersten Blick identisch. So gibt es auch beim LIDAX Ultra eine LiDAR-Einheit, die halbkugelförmig aus der Oberseite herausragt. Obendrein befinden sich oben Bedieneinheit und Display. beides wird unter einer praktischen Klappe geschützt, die sich kinderleicht öffnen lässt. Das hübsch anzusehende Farbdisplay punktet nicht nur mit einer übersichtlichen Software, sondern lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch wunderbar ablesen.
An der Front sitzt wiederum die Kameraeinheit für die Hinderniserkennung. Das war es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. So gibts schon allein bei der Formgebung gewaltige Unterschiede. Mit seinen Maßen von 740 x 532 x 321 mm ist der LIDAX nämlich nicht nur deutlich größer als sein kleiner Bruder. Obendrein wiegt er mit satten 23,6 kg mehr als das doppelte.
Verwunderlich ist das angesichts der breiten Bauform kaum. Warum der LIDAX Ultra größer und schwerer ist, hat mehrere Gründe. Zum einen bietet er an der Front nicht nur bloße Lenkräder. Stattdessen kommen hier zwei eigenständig angetriebene Räder zum Einsatz – Allrad eben. In Kombination zum veränderten Lenkkonzept, das auf seitlich rotierende Rollen an jedem Rad setzt, verspricht MOVA starken Grip. Laut MOVA sollen Steigung von bis zu 80% möglich sein.
Der geradezu monströse Eindruck setzt sich auch beim Blick auf die Unterseite fort. Hier erblicken wir gleich zwei Mähteller mit jeweils sechs Klingen. Das verspricht eine beeindruckende Mähbreite von 40 cm und dank insgesamt zwölf Klingen für eine gleichmäßige Mähleistung. Ob der Plan aufgeht, klären wir später. Die Mähteller sind beide schwimmend gelagert und lassen sich in der Mähhöhe zwischen 30 und 100 mm anpassen.
Weiterhin wird beim Blick auf die Unterseite deutlich, dass der MOVA auch in Randbereichen eine gute Leistung abliefern will. Die Mähteller können nämlich ähnlich wie bei einem Dreame A2 (€ 1.599,00 *) kurzerhand ausgefahren werden, wenn Halme entlang von Kanten gestutzt werden sollen. Dieses UltraTrim 2.0 System soll dafür sorgen, dass weniger als 3 cm übrig bleiben.
Das Gehäuse wirkt durchweg hochwertig verarbeitet. Spaltmaße sind sauber, nichts knarzt oder wirkt nachgiebig. Gerade im Outdoor-Einsatz ist das entscheidend, denn hier muss ein Mähroboter dauerhaft Feuchtigkeit, UV-Strahlung und mechanischen Belastungen standhalten. Eine IPX6-Zertifizierung bestätigt den Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz.
Die Materialwahl vermittelt Vertrauen in die Langlebigkeit, was in dieser Preisklasse auch erwartet werden darf. Besonders prägend sind die großen, griffigen Räder in Kombination mit der Einzelradaufhängung. Hier wird klar: Der Fokus liegt nicht nur auf gepflegten Standardrasenflächen, sondern auch auf komplexeren, unebenen Grundstücken.
Einrichtung und Inbetriebnahme des MOVA LIDAX Ultra 1000 AWD
Die Inbetriebnahme des LIDAX Ultra ist kinderleicht. Das liegt nicht zuletzt an dem gut erklärten Quick-Start-Guide, der auch Neulinge bequem an die Hand nimmt. Nachdem man das Zubehör aus der großformatigen Verpackung gehoben hat, sucht man sich zunächst einen passenden Platz für die Ladestation. Hier ist eine Steckdose in der Nähe zwingend erforderlich. Hat man einen passenden Ort gefunden, wird die Station mittels der beiliegenden Erdnägel am Boden befestigt und per Netzkabel mit Strom versorgt. Nun noch den Robo einsetzen und es kann losgehen.
Habt ihr diesen eingeschaltet und seid den Anweisungen auf dem Display gefolgt, könnt ihr auch schon das Smartphone zücken. Über die MOVA App fügt ihr den LIDAX Ultra nun einfach als neues Gerät hinzu. Die App führt euch durch eine übersichtliche Schritt-für-Schritt-Anleitung an deren Ende die Kartierung des Mähroboters steht. Dank LiDAR und KI-Kamera müsst ihr hier nämlich keine nervigen Kabel verlegen und auch keine RTK-Antenne aufstellen. Stattdessen findet die Kartierung ganz einfach über das Smartphone statt.
Hierbei kann man den Robo wahlweise wie ein ferngesteuertes Auto durch den Garten steuern oder man lässt ihn automatisch den Rand der zu bemähenden Fläche abfahren. Beim Kartierungsvorgang lässt sich zwischen den beiden Methoden wechseln, was sich in der Praxis als hilfreich erweist. Schließlich bietet es sich bei komplexen Bereichen an, zur manuellen Kartierung zu wechseln. In meinem Test funktionierte die automatische Kartierung recht gut.
Allerdings ließ der Robo im Randbereich für meinen Geschmack etwas zu viel Abstand. Hier muss man manuell nachhelfen. Am Ende der Kartierungsfahrt lassen sich weitere Mähzonen hinzufügen. Sage und schreibe 150 Zonen sind in Summe möglich. Auch kann man die Karte nochmal anpassen. So lassen sich beispielsweise virtuelle Grenzen oder Sperrzonen errichten. In der Praxis zeigt sich, dass die Einrichtung nicht nur schnell von der Hand geht.
MOVA App
Wie bereits erwähnt, verfügt der MOVA über eine Bedieneinheit samst Display am Gerät selbst. Über dieses lassen sich bereits viele essentielle Einstellungen vornehmen. Doch das eigentliche Kontrollzentrum für Überwachung und Einstellungen ist die MOVA App. Im Zentrum steht die Kartenverwaltung: Hier lassen sich nicht nur Mähbereiche definieren, sondern auch detailliert konfigurieren. Nutzer können Zonen priorisieren, Zeitpläne festlegen und sogar unterschiedliche Mähstrategien für verschiedene Bereiche bestimmen.
Doch das war es noch lange nicht. Darüber hinaus integriert die App nämlich viele weitere Funktionen. Wichtig ist dabei natürlich die Einstellung der Mähhöhe. Hier hat man die Wahl zwischen 30 und 100 mm. Außerdem könnt ihr in der App auch noch Mähmuster festlegen. Das ist für die echten Rasenenthusiasten sicherlich spannend. Abseits der vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten integriert die App auch Funktionen, die man sonst eher aus dem Smart-Home-Bereich kennt.
Dazu gehören Dinge wie GPS-Tracking, Diebstahlschutz, Statusüberwachung in Echtzeit und Firmware-Updates over the air. Auch Diagnosefunktionen sind vorhanden, was bei eventuellen Problemen hilfreich ist. Praktisch sind auch Features wie die Fernsteuerung, über die ihr den Robo nicht automatisch fahren lasst, sondern manuell über den Rasen steuert. Außerdem lässt sich der MOVA als mobile Überwachungskamera in eurem Garten auf Patrouille schicken. So behält man auch im Urlaub alles im Blick.
Navigation und Hinderniserkennung
Hier spielt der LIDAX Ultra seine größten technischen Stärken aus. Das Navigationssystem basiert auf einer Kombination aus 3D-LiDAR und KI-gestützter Kameraerkennung – ein Ansatz, der bereits beim MOVA 600 einen guten Job gemacht hat. Das LiDAR-System scannt kontinuierlich die Umgebung und erstellt ein dreidimensionales Modell der Gartenstruktur. Dadurch kann sich der Roboter auch unabhängig von GPS orientieren, was insbesondere in Gärten mit dichter Bepflanzung, hohen Hecken oder Gebäuden ein entscheidender Vorteil ist. Ergänzt wird das Ganze durch eine KI-Kamera, die Objekte klassifiziert.
Laut Hersteller kann das System über 300 verschiedene Hindernistypen erkennen – von klassischen Gartenobjekten bis hin zu kleineren Gegenständen. In der Praxis bedeutet das: Der Roboter reagiert nicht nur auf „irgendetwas im Weg“, sondern unterscheidet aktiv zwischen Objekten und passt sein Verhalten entsprechend an. Im Test hat das hervorragend funktioniert. So kann man auf der Karte in der App eingezeichnet die unterschiedlichen Hindernistypen erkennen.
Von der Qualität der Hinderniserkennung bin ich allerdings nicht vollends überzeugt. Schließlich arbeitete diese ein wenig schwankend. Meine Gartenschuhe umfuhr der MOVA zuverlässig, doch bei meiner Igelfamilie aus Kunststoff war es eher Zufall, ob der Robo hier nun auswich oder aber kurzerhand rüberfuhr. Bei etwas kleineren Gegenständen sollte man also lieber Vorsicht walten lassen.

Die Fahrstrategie gefiel mir hingegen sehr gut. So fährt der Robo zunächst den Innenbereich in Parallelbahnen ab, um im Anschluss nochmal den Rand abzufahren. Zu guter letzt kehrte er dann stets zuverlässig zurück in seine Ladestation. Das sorgt für eine gleichmäßige Abdeckung und reduziert unnötige Überfahrten. Besonders in Kombination mit dem Allradantrieb ergibt sich ein sehr souveränes Bewegungsverhalten. Steigungen, unebene Flächen oder schwierigere Passagen konnte er gut meistern.
Mähleistung des MOVA LIDAX Ultra 1000 AWD
Bei der Mähleistung setzt der LIDAX Ultra ebenfalls klare Akzente und unterscheidet sich technisch von vielen Wettbewerbern. Statt eines einzelnen Mähtellers kommen hier zwei separate Mähwerke zum Einsatz. Diese sind jeweils mit sechs Messern ausgestattet und arbeiten parallel, was eine deutlich größere Schnittbreite als bei der Konkurrenz ermöglicht. Mit rund 40 cm Schnittbreite bewegt sich das Gerät dann auch ganz klar über dem Durchschnitt typischer Mähroboter.
Das macht sich natürlich unmittelbar in der Flächenleistung bemerkbar. Große Rasenflächen können schneller und effizienter bearbeitet werden, was wiederum die Gesamtbetriebszeit reduziert. Das schwimmend gelagerte Design der Mähteller ist ein weiteres technisches Detail, das in der Praxis relevant wird. Sie passen sich Unebenheiten auf dem Boden an und sorgen so für ein gleichmäßigeres Schnittbild.
Auch das ist ein Vorteil gegenüber Standardmodellen, die mit starren Mähtellern ausgestattet sind und somit auf unebenem Gelände unsaubere Ergebnisse erzielen. Auch bei dichterem oder höherem Gras zeigt sich der Mäher leistungsstark. Die Motoren halten die Drehzahl stabil, sodass die Schnittleistung nicht sofort einbricht, wenn das Gras dichter wird oder sich Unkraut in den Weg stellt. So eignet sich der MOVA LIDAX Ultra auch für schwierigere Bedingungen.

Unterstützt wird das Ganze durch die systematische Fahrstrategie, die Überlappungen minimiert und ein konsistentes Ergebnis liefert. Nicht zu unterschätzen ist zudem der Einfluss des Allradantriebs auf die Mähleistung. Gerade bei Steigungen oder feuchtem Untergrund bleibt die Traktion erhalten, wodurch der Roboter seine Arbeit zuverlässig fortsetzen kann, wo andere Modelle ins Rutschen geraten. Auch im Randbereich kann der MOVA größtenteils überzeugen.

Das UltraTrim 2.0 System geht so nah an Rasenkanten und andere Ränder heran, dass hier nur ein Bereich von unter 3 cm unbearbeitet bleiben soll. In der Praxis war der Rand bei mir zwar größer, aber es bewegte sich dennoch in einem sehr guten Bereich. Unterm Strich liefert der LIDAX Ultra eine Mähleistung, die klar auf Effizienz, Flächenabdeckung und Geländetauglichkeit ausgelegt ist. Besonders in größeren oder anspruchsvolleren Gärten spielt das System seine technischen Vorteile konsequent aus.
Passender Mähroboter gesucht? Dann wird einen Blick in unsere Bestenliste.
Fazit
Der MOVA LIDAX Ultra 1000 AWD positioniert sich klar als High-End-Mähroboter für anspruchsvolle Gärten – und wird diesem Anspruch im Test weitgehend gerecht. Besonders der Allradantrieb hebt ihn deutlich von vielen Konkurrenzmodellen ab und sorgt in Kombination mit der durchdachten Navigation für eine starke Performance auf unebenem oder hügeligem Gelände. Die LiDAR- und kamerabasierte Orientierung funktioniert zuverlässig und macht Begrenzungsdraht oder RTK-Antenne überflüssig, was die Einrichtung spürbar vereinfacht. Auch bei der Mähleistung überzeugt das Gerät mit großer Schnittbreite und sauberem Schnittbild.
Die hochwertige Verarbeitung sowie die umfangreiche App unterstreichen den Premium-Anspruch zusätzlich. Kleinere Schwächen konnte ich nur bei der schwankenden Zuverlässigkeit der Hinderniserkennung und der mitunter unzureichenden Mähleistung im Randbereich feststellen. Unterm Strich ist der LIDAX Ultra 1000 AWD eine leistungsstarke, technisch fortschrittliche Lösung für größere und anspruchsvolle Rasenflächen. Wer Wert auf Geländetauglichkeit, moderne Navigation und hohe Effizienz legt, findet hier ein überzeugendes Gesamtpaket. Wer hingegen einen flachen Garten hat, kann auch guten Gewissens zu einem preiswerteren Gerät greifen.
VORTEILE
- Allradantrieb bewältigt Steigungen bis 80 Prozent
- 40 cm Mähbreite mit zwölf Klingen
- LiDAR-Navigation ohne Begrenzungsdraht oder RTK-Antenne
- UltraTrim 2.0 System für Kantenmähen unter 3 cm
- IPX6-Zertifizierung gegen Feuchtigkeit und Schmutz
- Gut ablesbares Farbdisplay auch bei Sonneneinstrahlung
NACHTEILE
- Schwankende Hinderniserkennung
- Hoher Preis in der Premium-Klasse
Fazit
Der MOVA LIDAX Ultra 1000 AWD überzeugt mit Allradantrieb, cleverer LiDAR-Navigation und starker Mähleistung auf schwierigem Gelände. Für hügelige Gärten bis 1000 m² auf jeden Fall einen Blick wert.
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