
Im Bereich der Wischsauger gilt DREAME als waschechter Experte. Da verwundert es auch nicht, dass auch die noch recht junge Tochter-Marke MOVA smarte Haushaltshelfer mit der praktischen Kombifunktion aus Saugen und Wischen anbietet. Im MOVA M50 Ultra Test haben wir uns das neueste Modell anschauen und auf Herz und Nieren testen dürfen.
Technische Daten
| Modell | MOVA M50 Ultra |
| Saugleistung | 22.000 Pascal |
| Maße | 256 × 275 × 1180 mm |
| Gewicht | 5,8 kg |
| Wischmodi | – Smart-Mode – Smart-Solution-Mode – Suction Mode |
| Volumen Wassertanks | Frischwasser: 800 ml Schmutzwasser: 700 ml |
| App | Mova home App |
| Features | – Flexibles Gelenk in der Haltestange – Haltestange ausziehbar – Roboterarm für tolle Randreinigung – Automatische Beigabe von Reinigungslösung |
| Selbstreinigung | – Intelligente Selbstreinigung (ca. 34 min) – Intensive Selbstreinigung (ca. 12 min) – Heißwasserwäsche bis zu 100°C – Heißlufttrocknung |
| Preis | € 499,00 * |
Lieferumfang
- MOVA M50 Ultra Wischsauger
- Ersatzwischrolle
- Reinigungstool
- 500 ml Reinigungskonzentrat
- HEPA-Ersatzfilter
- Bedienungsanleitung
- Quickstart-Guide
- Reinigungsstation
MOVA M50 Ultra Test: Design und Verarbeitung
Der MOVA M50 Ultra kommt in den Maßen 256 × 275 × 1180 mm und mit einem Gewicht von 5,8 kg daher. Damit bewegt er sich auf durchschnittlichem Größen- wie Gewichtsniveau gängiger Wischsauger. In Sachen Optik setzt der Hersteller auf ein schwarzes Gehäuse mit hellgrauen, bronzefarbenen und glitzernden Akzenten. Beim Aufbau geht MOVA größtenteils übliche Wege.
Im oberen Bereich befindet sich der ergonomisch geformte Handgriff, der nicht nur Bedieneinheit, sondern auch ein kleines Display beherbergt. Damit unterscheidet er sich ganz klar vom MOVA X4 Pro (Test | € 399,00 *) und anderen gängigen Wischsaugern, die in der Regel ein deutlich größeres Display auf der Oberseite der Haupteinheit platzieren.
Vielmehr erinnert mich die Lösung des M50 an den Roborock Flexi Pro (Test | € 463,00 *). Trotz des kleineren Formfaktors stellt mich das Display aber voll zufrieden. Hier bekommt ihr die wichtigsten Parameter wie Akkuladung, Verschmutzungsgrad und gegenwärtigen Reinigungsmodus dargestellt. Am Haltegriff gibt es ingesamt sechs Tasten (Ein/Aus, Reinigungsmodus, Selbstreinigung, Knicken der Stange, Verlängern der Stange, WiFi/Spracheinstellung).
Bevor wir zur Haupteinheit kommen, müssen wir die Haltestange unter die Lupe nehmen. Über einen Trigger am Griff könnt ihr die Stange nämlich knicken und und über einen weiteren Knopf verlängern, um die Reichweite unter flachen Möbeln zu erhöhen. Die Haupteinheit verfügt über einen praktischen Tragegriff, der den Transport des Wischsaugers deutlich erleichtert. Neben Akku und Motor sitzt in der Haupteinheit noch der 700 ml fassende Schmutzwassertank.
Dieser lässt sich durch Drücken des entsprechenden Schalters bequem ausbauen. Im Inneren befindet sich nicht nur ein praktisches Sieb, das Schmutzwasser von Feststoffen trennt und so die Entsorgung erleichtert. Obendrein sitzt hier ein Aromastab, der die Bildung übler Gerüche verhindern soll. Der 800 ml fassende Frischwassertank befindet sich wiederum auf der Reinigungseinheit, was für zusätzlichen Walzendruck auf den Boden sorgen soll.
Diesen baut ihr aus indem ihr links und rechts jeweils einen Knopf betätigt. Das kann Mutunter etwas nervig sein, da man im Gegensatz zum Schmutzwassertank für den Ausbau immer zwei Hände benötigt. Positiv ist der separate Reinigungsmitteltank. So kann der Wischsauger automatisch Reiniger beimischen. Über einen Gummistopfen lässt sich Reinigungslösung in den separaten Tank einfüllen.
Bei der Walze setzt MOVA auf ein nahezu randloses Design, was eine starke Reinigung im Randbereich verspricht. Vor der Walze befindet sich eine Gummilippe, die den Boden vor der Walze abschabt. Mittig sitzt ein, anstelle der typischen zwei Antriebsräder, was für mehr Beweglichkeit sorgen soll. Dieses ist motorisiert und unterstützt bei Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen.
MOVA M50 Ultra Test: Einrichtung
Den MOVA M50 Ultra in Betrieb zu nehmen ist kein Hexenwerk. So ist das Gerät nach wenigen Minuten auch bei all denjenigen einsatzbereit, die noch nie zuvor einen Wischsauger eingerichtet haben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Gerät nahezu komplett montiert ausgeliefert wird.
Als Nutzer müsst ihr nur noch den Haltegriff in die Haupteinheit einstecken, die Reinigungs- bzw. Ladestation an einem geeigneten Ort mit Steckdose platzieren und den Frischwassertank mit Wasser füllen. Die Zeit während der M50 Ultra in der Ladestation seinen Akku lädt kann man sinnvoll nutzen und das Smartphone zücken.
Hier installiert man die MOVA App, um das Maximum aus dem smarten Haushaltshelfer herauszuholen. Das geht in der Praxis ebenfalls erstaunlich schnell. Einmal das WiFi des Wischsaugers zurückgesetzt und schon lässt er sich ins heimische Netzwerk einbinden. Das ist zwar optional, eröffnet dem Nutzer aber so manche Einstellungsmöglichkeit.
MOVA M50 Ultra Test: Kinderleichte Bedienung
Ob ihr den M50 Ultra mit der MOVA App nutzen wollt oder nicht, bleibt euch überlassen. Anders als beispielsweise bei Saugrobotern ist die App-Nutzung bei Wischsaugern nach wie vor nicht essentiell. Da muss jeder für sich selbst entscheiden, ob man ein weiteres Gerät ins heimische Netzwerk aufnehmen möchte. Wer sich aber für die App entscheidet, bekommt einiges geboten. Über die Startseite lässt sich zum Beispiel bequem die Selbstreinigung starten.
Das ist vor allem dann komfortabel, wenn man vergessen hat, diese nach der letzten Reinigungstour per Knopfdruck zu aktiveren. Weiterhin lassen sich hier weitergehende Einstellungen zur Reinigung selbst vornehmen. Man kann zum Beispiel festlegen, mit welchem Reinigungsmodus der Wischsauger starten soll, wie stark die motorisierten Räder beim Bewegen unterstützen und, ob der Roboterarm, welchen wir bereits vom Dreame H15 Pro (Test | € 399,00 *) kennen, aktiv sein soll oder nicht. Auch lässt sich festlegen, wie intensiv der Wischsauger im Smart-Mode arbeiten soll.

Auch die Selbstreinigung könnt ihr euren Wünschen entsprechend anpassen. Besonders praktisch finde ich hierbei das Feature, dass die Selbstreinigung automatisch startet, wenn man den Wischsauger in die Station stellt. Mindestens so unkompliziert wie die App-Bedienung ist auch die Bedienung am Gerät selbst. Die Steuerung erfolgt über die Knöpfe am Handgriff.

Dabei erhält man als Nutzer vom Wischsauger nach jeder Eingabe ein akustisches Feedback. Das hohe Gewicht des M50 Ultra spürt man im Einsatz kaum. Das liegt an dem motorisierten Rad, welches den Nutzer beim Bewegen des schweren Wischsaugers unterstützt.

Für hohen Komfort sorgt das, wenn man den smarten Haushaltshelfer nach vorne oder hinten bewegt. Was in der Praxis ebenfalls für Komfort sorgt, ist der knickbare Griff. Vor allem in Kombination zu dem 180°-Flachdesign macht dieser die Reinigung unter flachen Möbeln zum Kinderspiel.
MOVA M50 Ultra Test: Reinigung
Der MOVA M50 Ultra kommt mit einer Saugleistung von 22.000 Pascal daher und stellt dem Nutzer insgesamt drei Modi zur Wahl. Standardmäßig dürften die allermeisten zum Smart-Mode greifen. Hier passt der Wischsauger die Saug- und Wischleistung automatisch an den vom Schmutzsensor gemessenen Verschmutzungsgrad an. Die Farbe auf dem Display verrät, ob der Bereich sauber (Grün), leicht verschmutzt (Gelb) oder schmutzig (Rot) ist. Weiterhin gibt es einen mittlerweile gängigen Suction-Mode.

Hierbei wird die Reinigungswalze nicht mit Wasser aus dem Frischwassertank durchtränkt. Stattdessen rotiert sie und im Zusammenspiel mit eingeschaltetem Vakuum lassen sich Flüssigkeiten aufsaugen – perfekt, wenn mal ein Glas umkippt. Der dritte Modus im Bunde ist der Auto-Solution-Mode. Dieser hat mir im Test ehrlich gesagt Rätsel aufgegeben. Laut MOVA soll hierbei das Reinigungskonzentrat aus dem entsprechenden Tank automatisch verdünnt und dem Wasser beigemengt werden.
In der Theorie klingt das super, doch in der Praxis habe ich ehrlich gesagt kaum einen Unterschied zum Auto-Mode feststellen können. Doch am wichtigsten ist schlussendlich doch, wie gut die Reinigungsleistung des Wischsaugers ist. Bei normalen Verschmutzungen wie feuchter Marmelade, einer Mischung aus Milch und Müsli und einer Kaffeepfütze hatte der M50 keinerlei Probleme. Etwas zu kämpfen hatte er hingegen bei großformatigem Schmutz wie Cornflakes und hartnäckigen Flecken wie dem von uns kreierten Nutella-Fleck und eingetrockneter Marmelade.

Hier dauerte es einige Züge, bis der M50 Ultra es mit den Flecken aufnehmen konnte. Verwunderlich ist das nicht. Schließlich mangelt es dem Wischsauger an Ausstattungsmerkmalen wie einer Heißwasserfunktion, um mit solchen Verschmutzungen besser klar zu kommen. Wie gut das funktioniert, zeigen andere Modelle wie der Dreame H15 Pro Heat (Test | € 499,00 *). So hinterlässt der M50 Ultra beim Reinigungstest einen sehr guten, aber eben keinen hervorragenden Eindruck.
MOVA M50 Ultra Test: Selbstreinigung
Natürlich befindet sich auch eine Selbstreinigung an Bord des MOVA M50 Ultra. Diese könnt oder besser gesagt solltet ihr aktivieren, sobald ihr den Wischsauger nach der Reinigung in die Ladestation eingesetzt habt. Über die App könnt ihr euch bei der Selbstreinigung für zwei verschiedene Modi entscheiden. Zum einen gibt’s den Smart-Self-Cleaning Modus. Hier wird die Reinigungswalze für 5 Minuten ausgiebig mit Heißwasser gereinigt.
Wie stark die Reinigung ausfällt, bemisst sich dabei am Verschmutzungsgrad. Anschließend wird die Walze für eine weitere knappe halbe Stunde getrocknet. Alternativ gibt es noch einen Deep-Cleaning-Modus. Dieser arbeitet mit 100°C Heißwasser und setzt ebenfalls auf eine Heißlufttrocknung, was in Summe insgesamt 12 Minuten in Anspruch nimmt.

Beide Modi haben ihre Vor- und Nachteile. Im Deep-Cleaning-Modus dürft ihr euch dank 100°C Heißwasser sicher sein, dass auch wirklich kein Bakterium überlebt. Umgekehrt spart der Smart-Mode Energiekosten und arbeitet beim Trocknen deutlich leiser. In der Station wird der Wischsauger aber nicht nur gereinigt. Auch der 4.000 mAh große Akku wird hier geladen.

Während die Selbstreinigung stattfindet kann die Station den Akku allerdings nicht laden. Deshalb ist auch eine Mindestladung von 25% vonnöten. Ist die Selbstreinigung beendet, startet die Akkuladung. Mit vollem Akku konnte der Wischsauger im Smart-Mode eine knappe halbe Stunde durchhalten. Das dürfte für die meisten Wohnungen ausreichen, doch diesen Wert schlagen einige Konkurrenten mittlerweile deutlich.
Fazit
Mit dem MOVA M50 Ultra liefert die junge Dreame-Tochter MOVA einen durchdachten und leistungsstarken Wischsauger, der im Alltag vor allem durch seinen hohen Bedienkomfort punktet. Das flexible Design mit knick- und ausziehbarer Haltestange, der große Frisch- und Schmutzwassertank sowie die nahezu randlose Walze mit Roboterarm sorgen dafür, dass man auch schwer erreichbare Bereiche gründlich reinigen kann. Die Bedienung ist sowohl am Gerät als auch über die App unkompliziert und durchdacht, und das motorisierte Antriebsrad nimmt spürbar Gewicht und Kraftaufwand aus der Arbeit.

Die Reinigungsleistung ist auf typischen Alltagsverschmutzungen sehr gut – Flüssigkeiten, Müsli, Marmelade oder Kaffee sind schnell erledigt. Bei sehr hartnäckigen oder eingetrockneten Flecken braucht der M50 Ultra jedoch mehrere Züge und kann nicht ganz mit Modellen mithalten, die zusätzlich mit einer Heißwasserfunktion während der Reinigung arbeiten. Die Selbstreinigung überzeugt im Alltag und punktet mit Wahlfreiheit zwischen Smart- und Deep-Cleaning-Mode. Wer einen Wischsauger sucht, der einfache Bedienung, Komfort und sehr gute Reinigungsleistung vereint, findet im MOVA M50 Ultra einen starken Alltagshelfer. Nur bei extrem hartnäckigen Flecken zeigen andere Premiumgeräte aktuell noch etwas mehr Leistung.
PRO
CONTRA Sehr guter Wischsauger mit starkem Komfort- und Automationsfokus, der nur bei hartnäckigen Flecken schwächelt.
MOVA M50 Ultra
Design & Verarbeitung
Bedienkomfort
Reinigungsleistung
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis
92/100


































