MOVA Mobius 60 Test: Wischmopp, Wischmopp wechsel dich

Jens Scharfenberg
Jens Scharfenberg · 13 Min. Lesezeit

MOVA gehört zu den Marken, die sich im hart umkämpften Saugroboter-Markt in bemerkenswert kurzer Zeit einen Namen gemacht haben. Mit dem MOVA Mobius 60 hat die Dreame-Tochter sogar ein Modell mit automatischem Wischmopp-Wechsel im Angebot. Statt eines einzigen Moppaars verwaltet die Basisstation gleich drei unterschiedliche Pad-Typen und wählt je nach Raum und Bodenbelag selbstständig das passende Paar aus. Bekannt wurde dieses Prinzip zuerst durch den Dreame Matrix10 Ultra (Test | € 1.199,00 *). Wir haben den Mobius 60 ausführlich getestet und zeigen, wo das Gerät überzeugt und wo noch Luft nach oben bleibt.

Technische Daten des MOVA Mobius 60

Eigenschaft Wert
Modell MOVA Mobius 60
Abmessungen Saugroboter 350 × 350 × 89,5 mm (DToF-Turm eingefahren) / 111,5 mm (ausgefahren)
Abmessungen Basisstation 416 × 467 × 589 mm
Gewicht Roboter ca. 4,7 kg
Maximale Saugleistung 30.000 Pa
Akkukapazität 6.400 mAh
Akkulaufzeit (praxisnah) ca. 120–150 Minuten, bei Maximalleistung deutlich weniger
Ladezeit bis zu 270 Minuten
Navigation FlexScope™ DToF-LiDAR, einfahrbar
Hinderniserkennung AI SmartSight, 3D-Strukturlichtscanner, LED-Fülllicht
Erkannte Hindernistypen über 240
Max. Hindernisüberwindung 80 mm (kombinierte Stufenhöhe), einzelne Stufe bis 50 mm
Hauptbürste TroboWave DuoBrush mit Triple-Anti-Tangle-System
Seitenbürste ausfahrbar, anhebbar (10 mm)
Wischsystem 2 rotierende Pads, 260 U/min, 12 N Anpressdruck, bis 5° Neigung
Wischpad-Typen ThermoHold, Plush, HyperClean (MopSwap™ Hub)
Wischpad-Ausfahrweg bis 4 cm (Mop Extend RoboSwing)
Wischpad-Anhebehöhe 10,5 mm
Staubbehälter (Roboter) ≥ 300 ml
Staubbeutel (Basisstation) 3,2 l
Frischwassertank ≥ 5,5 l
Schmutzwassertank 4,0 l
Reinigungslösungstanks 2 × (Universalreiniger + Speziallösung)
Waschtemperatur Basisstation bis 100 °C (PTC-System)
Sprühdüsen JetSpray Dryboard 20 (10 pro Seite)
UV-Sterilisation ja, laut Hersteller 99,99 % Bakterienreduktion
Sprachassistent integriert („Hey, MOVA“)
Lautstärke bis zu 68 dB
Preis € 699,00 *

Lieferumfang des MOVA Mobius 60

Mova Mobius 60

  • Basisstation (× 1)
  • Saugroboter (× 1)
  • Wischer-Pads (× 12, 3 Paar vormontiert – je 2× ThermoHold, Plush, HyperClean)
  • Wischer-Pad-Halterungen (× 6)
  • Staubbehälter mit Filter (× 1, vormontiert)
  • Seitenbürste (× 1, vormontiert)
  • Hauptbürste (× 1, vormontiert)
  • Rampenverlängerung für die Basisstation (× 1)
  • Automatisches Reinigungsmittel-Abgabemodul, Doppelfach (× 1, vormontiert)
  • Waschbrettfilter (× 1, vormontiert)
  • Staubbeutel (× 2, davon 1 vormontiert)
  • Bodenreiniger (× 1)
  • Spezielle Reinigungslösung, z. B. für Holzböden oder gegen Tiergerüche (× 1)
  • Benutzerhandbuch (× 1)
  • Schnellstartanleitung (× 1)

Design und Verarbeitung des MOVA Mobius 60

Optisch setzt der Mobius 60 auf ein edles mattschwarzes Kunststoffgehäuse. Auf der Oberseite des kreisförmigen Robos sitzt ein einfahrbarer LiDAR-Turm, samt LED-Ring und Bedientasten. Mit eingefahrenem LiDAR-Turm ist der Mobius 60 dann weniger als 9 cm hoch, was ihm auch Fahrten unter flache Möbel ermöglicht. An der Front befindet sich die Kameraeinheit für die Hinderniserkennung, sowie ein Bumper, der im Notfall Kollisionen abmildern soll.

Mova Mobius 60

Auf der Unterseite finden wir die beiden Wischpads, die Seitenbürste und die doppelte Hauptbürste vor. Die matte Oberfläche des Roboters selbst zeigt sich im Alltag angenehm unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken. Verarbeitungsqualität und Spaltmaße bewegen sich durchweg auf hohem Niveau. Aber das sind wir von MOVA auch nicht anders gewöhnt.

Mova Mobius 60

Die Frontblende der Basisstation besteht aus verspiegeltem, gehärtetem Glas, kleinere goldene Akzente runden das hochwertige Erscheinungsbild ab. Während viele Konkurrenzstationen rein funktional gestaltet sind, behandelt MOVA die Docking-Station sichtbar wie ein eigenständiges Möbelstück. Mit ihren Maßen von 416 × 467 × 589 mm (B × T × H) fällt sie im direkten Vergleich zu klassischen All-in-One-Stationen spürbar höher aus. Wer den Mobius 60 aufstellen möchte, sollte entsprechend Platz nach oben einplanen.

Mova Mobius 60

Zwar mag die Station deutlich wuchtiger sein als die Basis vergleichbarer Konkurrenten, doch dafür ist sie mit ihrer edlen Optik eben auch ein echter Hingucker. Ein kleiner Wermutstropfen ist aus meiner Sicht aber die glänzende Oberfläche an der Front. Die Glasplatte zieht nämlich nicht nur Staub, sondern auch Fingerabdrücke geradezu magisch an. Hier zeigt sich das matte Gehäuse des Robos deutlich pflegeleichter.

Einrichtung und Inbetriebnahme

Aufbau und Ersteinrichtung gehen zügig vonstatten. Die vormontierten Wischpads werden hinter der Frontklappe der Basisstation eingesetzt, die mitgelieferten Reinigungslösungen in die entsprechenden Tanks gefüllt, der Frischwassertank (5,5 Liter) unter dem Wasserhahn aufgefüllt. Der Staubbeutel ist bereits vorinstalliert, sodass nach dem Anschluss ans Stromnetz direkt die App übernehmen kann. Die Einrichtung läuft über die MOVAhome-App. Einfach den QR-Code unter dem Deckel des Roboters scannen, WLAN-Zugangsdaten freigeben, fertig.

Zum Testzeitpunkt stand direkt ein Firmware-Update bereit, das sich mit einem Fingertipp herunterladen und installieren ließ. Anschließend startet automatisch die erste Kartierungsfahrt. Hier erstellt die KI-gestützte Navigation innerhalb weniger Minuten einen Grundriss der zu reinigenden Fläche. Obendrein wird der Wohnraum in sinnvolle Zonen eingeteilt. Bei mir funktionierte das hervorragend. Badezimmer, Flur und Wohnzimmer wurden zuverlässig erkannt. Sollte es hier zu Fehlern kommen, kann man anschließend aber auch manuell Anpassungen vornehmen.

MOVA App

Die MOVAhome-App ist beim Mobius 60 das zentrale Steuerinstrument und bietet deutlich mehr als eine simple Start-Stopp-Fernbedienung. Hier findet man nämlich zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten vor. Für jeden Raum lässt sich getrennt festlegen, ob nur gesaugt, nur gewischt oder beides kombiniert werden soll. Außerdem kann man die Reihenfolge festlegen, in der die Räume gereinigt werden sollen. Natürlich kann man auch Saugleistung und Wasserdurchflussrate anpassen. Alternativ steht mit dem CleanGenius Mode aber auch ein KI-gestützter Modus zur Verfügung, bei dem der Robo diese Parameter eigenständig festlegt.

In Verbindung mit den wechselbaren Pads entscheidet die App außerdem, welcher Mopp-Typ pro Zone zum Einsatz kommt und wie oft er während eines Durchgangs gewaschen wird. Per Fingertipp lassen sich zudem einzelne Bereiche für eine gezielte Spot-Reinigung markieren, etwa unter dem Esstisch oder vor der Küchenzeile. Zeitpläne können nach Uhrzeit, Wochentag und Reinigungsart kombiniert werden, sodass der Mobius 60 etwa unter der Woche nur saugt und am Wochenende zusätzlich wischt. Auch die Wartung wird durch die App erleichtert. So kann man zu den austauschbaren Teilen stets den Wartungsstatus einsehen.

So weiß man bspw., wann eine neue Hauptbürste ansteht oder die Reinigungslösung nachgefüllt werden sollte. Eine aktualisierte 3D-Echtzeitvisualisierung zeigt das Umfeld des Roboters während der Fahrt an, inklusive Dunkelmodus für Nachtreinigung oder dunklere Oberflächen. Und das ist nur ein Auszug. Trotz der vielen Einstellungsmöglichkeiten verliert man hier aber nie den Durchblick. Die MOVA App ist nämlich erfreulich übersichtlich gestaltet.

Navigation und Hinderniserkennung

Für die Navigation setzt MOVA auf das FlexScope-System: einen einfahrbaren DToF-LiDAR-Sensor in Kombination mit einer frontseitigen KI-Kamera und einem 3D-Strukturlichtscanner. Das KI-System AI SmartSight wurde laut Hersteller auf über 240 verschiedene Hindernistypen trainiert, von Kabeln über Schuhe bis zu Tierhinterlassenschaften. Ein LED-Fülllicht unterstützt die Erkennung in dunklen Bereichen. Beim Überqueren von Türschwellen kommt das StepMaster-2.0-System zum Einsatz.

Mova Mobius 60

Ausfahrbare Roboterbeine heben das Fahrgestell an, um Stufen, Schienen und U-förmige Möbelbeine bis zu einer kombinierten Höhe von 80 mm zu bewältigen. In der Praxis wurde eine einzelne Schwelle von ca 5 cm sicher überquert – ein toller Wert, der auf einer Stufe mit dem hauseigenen MOVA Z60 (Test | € 699,00 *) erreicht wird.

MOVA Mobius 60

Die Navigation arbeitet in der Praxis hervorragend. So fährt der Mobius 60 stets geregelte Parallelbahnen durch den Innenraum, nachdem er zuvor den Rand abgefahren hat. Im Test fand er auch stets zuverlässig den Rückweg in seine Basisstation. Mich störte lediglich, dass er sich nicht traute, unter meine Couch zu fahren.

Mova Mobius 60

Ausreichend Platz hätte ihm zur Verfügung gestanden. Die Hinderniserkennung machte im Test einen guten Job. Egal, ob Spielzeugecke oder Stuhlbeine – der Mobius 60 erlaubte sich keine Patzer. Zu einem kleinen Ausrutscher kam es lediglich bei einem Schnürsenkel, den er übersah und einsog. Der Fairness halber muss ich aber sagen, dass er den Schnürsenkel in den beiden folgenden Reinigungstouren erkannte und umfuhr.

Saugleistung des MOVA Mobius 60

Mit bis zu 30.000 Pa Saugleistung zählt der Mobius 60 zur Spitzengruppe des aktuellen Marktes. Da verwundert es auch nicht, dass die Performance auf Hartböden hervorragend ist. Für ein starkes Vakuum auf Teppich sorgt zusätzlich eine automatisch absenkende Druckhalteblende. Erkennt der Roboter einen Teppich, bildet sie einen halbversiegelten Raum, der die Saugwirkung im Bürstenbereich bündelt.

mova mobius 60

Das verspricht eine tolle Reinigungsleistung auf Teppichen, was der Praxistest dann auch bestätigt. Selbst tiefliegenden Schmutz holte der Mobius 60 größtenteils aus den Fasern. Eine tolle Leistung! Die TroboWave DuoBrush Hauptbürste kombiniert Borsten- und Gummirippen mit einem Anti-Verhedderungsmechanismus, ergänzt durch eine Anti-Tangle-Seitenbürste mit exzentrischer Drehung und ein Omni-Rad mit Hartborsten-Design.

Mova Mobius 60

Das zahlt sich natürlich vor allem in Tierhaushalten aus. Als Besitzer von zwei Langhaarkatzen kann ich bestätigen, dass die Hauptbürste einen tollen Job macht. Während meines Testzeitraums verhedderten sich hier keinerlei Katzenhaare. Stattdessen landeten diese zuverlässig im Staubbehälter. Einzig auf langflorigen Teppichen schwächelte der Mobius 60 ein wenig. Dieses Problem teilt er sich aber mit so ziemlich jedem anderen Saugroboter.

mova mobius 60
Die ausfahrbare Seitenbürste macht einen guten Job

Ein Highlight ist zweifelsohne die ausfahrbare Seitenbürste, die sich bei Wandannäherung automatisch ausklappt. Sie sorgt dafür, dass Ecken und Randbereiche nicht ausgespart bleiben. Im Test hat sie zuverlässig Schmutzpartikel aus den Ecken holen können. Das rundet die tolle Saugleistung ab und sorgt für ein wirklich gutes Gesamtbild bei der Saugleistung.

Wischleistung des MOVA Mobius 60

Das Wischsystem ist das herausragende Merkmal des Mobius 60 und zugleich dasjenige, das ihn am stärksten von der breiten Konkurrenz abhebt. Über den MopSwap Hub wählt die Basisstation automatisch zwischen drei Wischpad-Typen. Der rote ThermoHold-Mopp speichert beim Waschgang mit heißem Wasser Wärme und gibt sie während des Wischens wieder ab, um eingetrocknete Flecken und Fettreste in Küche oder Essbereich leichter zu lösen.

mova mobius 60

Der beige Plush-Mopp aus ultraweichem, saugfähigem Material ist für empfindliche Holz- und Parkettböden gedacht, reinigt dabei auch in Fugen und hinterlässt kaum Feuchtigkeit. Der blaue HyperClean-Mopp aus Verbundfasern ist der Allrounder für die alltägliche Reinigung auf Fliesen und Hartböden. Über die App lässt sich jedem Zimmer ein Pad-Typ fest zuweisen, alternativ übernimmt die KI die Auswahl anhand der erkannten Raumzone.

mova mobius 60

Technisch rotieren die beiden Wischpads mit bis zu 260 Umdrehungen pro Minute bei einem Anpressdruck von 12 N. Weiterhin kann sich der FlexiPress-Pad-Halter 2 mm nach oben und 1 mm nach unten bewegen und das runde Pad um bis zu 5 Grad neigen. Das sorgt auch auf unebenen Flächen für einen gleichmäßigen Bodenkontakt. Über Mop Extend RoboSwing fährt das rechte Pad zusätzlich bis zu 4 cm seitlich aus, um näher an Wände und Möbelkanten heranzuwischen. Das sorgt für eine randlose Reinigung.

mova mobius 60

Bei den Ergebnissen bin ich allerdings ein wenig zwiegespalten. Während mich die Randreinigung vollends überzeugt, finde ich die allgemeine Wischleistung nur befriedigend bis gut. Hier blieben mir dann doch teilweise zu viele Rückstände auf dem Boden liegen. Insbesondere bei hartnäckigen Flecken war das der Fall. Woran das liegt? Der Mobius 60 trägt im Vergleich zum Wettbewerb spürbar weniger Wasser auf die Fläche auf, was insbesondere bei stark eingetrockneten Verschmutzungen zu einem unterdurchschnittlichen Ergebnis führt.

Doch dagegen kann man zumindest ein stückweit Abhilfe schaffen. So sollte man über die App die Wassermenge erhöhen, die beim Wischen zum Einsatz kommt und für Bereiche mit starken Verschmutzungen den ThermoHold Mop nutzen. Da dieser die Wärme besser speichert, kann er auch bei starken Verschmutzungen etwas bessere Ergebnisse erzielen. Beim Befahren von Teppichen kann der Mobius 60 seine Pads übrigens wahlweise 10,5 mm anheben oder sie gleich in der Station ablegen.

Reinigungsstation im Alltag

Die Basisstation ist das eigentliche Herzstück des Mobius-60-Konzepts. Nach jedem Durchgang übernimmt sie vollautomatisch. Der Staubbehälter des Roboters wird in den 3,2-Liter-Staubbeutel der Station entleert, die Wischpads werden über das JetSpray-Dryboard-System mit seinen 20 Präzisionsdüsen mit bis zu 100 °C heißem Wasser gewaschen, anschließend mit Heißluft getrocknet und optional UV-sterilisiert – laut Hersteller werden dabei 99,99 % der Bakterien beseitigt.

mova mobius 60

Damit die Pads beim Wechsel nicht durcheinandergeraten, lagern sie farblich markiert hinter der verriegelten Frontklappe; ein interner Aufzugsmechanismus holt sie zum Waschen und Trocknen ab und setzt sie danach wieder ein. Der Frischwassertank fasst 5,5 Liter, der Schmutzwassertank 4 Liter – genug für mehrere vollständige Reinigungsdurchgänge, bevor manuell nachgefüllt oder geleert werden muss. Das doppelte Reinigungsmittelmodul erlaubt es, zwei unterschiedliche Lösungen einzusetzen, etwa einen Universalreiniger und einen Spezialreiniger für Holzböden oder gegen Tiergerüche; die passende Lösung wird je nach eingestellter Zone automatisch beigemengt.

mova mobius 60

In einem Langzeittest über mehrere Tage blieb die Mechanik des Pad-Wechsels auch nach hunderten Zyklen präzise und störungsfrei, ohne Verklemmen oder Fehlermeldungen. Auch unangenehme Gerüche im Frisch- oder Schmutzwassertank traten dabei nicht auf. Der Wechselvorgang selbst dauert inklusive Reinigung bis zu drei Minuten. Dementsprechend kann ein vollständiger Wohnungsputz inklusive Moppwechseln durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen.

Das führt uns zum spürbarsten Nachteil des Systems: Dem Akkuverbrauch. Da der Roboter die Pads während des Waschzyklus rotieren lassen muss, sinkt der Ladezustand bei häufigem Pad-Wechsel merklich schneller. Mitunter rauben Moppwechsel und Vorbehandlung der Mopps bereits 10% des Akkustands. Und da hat die Reinigung an sich noch gar nicht begonnen. Wirklich störend ist das in der Praxis aber nicht. Sollte der Robo während der Fahrt nämlich Akkuprobleme bekommen, setzt er nach erfolgter Akkuladung seine Reinigungstour einfach an der letzten Stelle fort. Allerdings kann auf diese Weise ziemlich viel Zeit vergehen, bis die Reinigung komplett beendet ist.

Fazit zum MOVA Mobius 60

Der MOVA Mobius 60 zeigt eindrucksvoll, wohin sich die Saugroboter-Oberklasse entwickelt: Mit dem MopSwap-Hub und drei automatisch wechselnden Wischpad-Typen bietet er eine Funktion, die aktuell nur wenige Konkurrenten wie der Dreame Matrix10 Ultra vorweisen können. In der Praxis überzeugt dieses System durch seine Zuverlässigkeit – auch nach vielen Wechselzyklen im Test blieb die Mechanik präzise und störungsfrei. Navigation und Hinderniserkennung arbeiten auf durchweg hohem Niveau, die Saugleistung von bis zu 30.000 Pa setzt sich souverän gegen Tierhaare und Teppichschmutz durch, und auch als Katzenhaushalt hatte ich keinerlei Probleme mit verhedderten Haaren in der Hauptbürste.

Eigentlich müsste man angesichts des MopSwap-Systems davon ausgehen, dass gerade die Wischleistung des Mobius 60 überzeugt. Doch kleinere Abstriche gibt es ausgerechnet hier. Insbesondere bei hartnäckigen, eingetrockneten Flecken blieben im Test teils deutliche Rückstände zurück. Auch der spürbare Akkuverbrauch während der Pad-Wechsel und die wuchtige, fingerabdruckanfällige Basisstation trüben das ansonsten sehr runde Gesamtbild etwas. Wer bereit ist, für diesen komfortablen und innovativen Saugroboter etwas mehr Stellfläche und Pflegeaufwand einzuplanen, bekommt mit dem Mobius 60 aber einen der aktuell durchdachtesten Saug- und Wischroboter am Markt.

Gold Award für MOVA Mobius 60 - 06/2026MOVAMobius 6006/2026

VORTEILE

  • Automatischer Wischmopp-Wechsel mit drei verschiedenen Pad-Typen
  • Sehr hohe Saugleistung von 30.000 Pa
  • Einfahrbarer LiDAR-Turm ermöglicht Unterfahren flacher Möbel
  • Große Wassertanks: 5,5 Liter Frischwasser, 4 Liter Schmutzwasser
  • Hochwertige Verarbeitung mit edlem mattschwarzem Gehäuse
  • Umfangreiche App-Steuerung mit raumspezifischen Einstellungsmöglichkeiten

NACHTEILE

  • Basisstation sehr wuchtig
  • Wischleistung könnte besser sein
  • Lange Reinigungsdauer

Detailbewertung

Design und Verarbeitung93
Saugleistung94
Wischleistung89
Navigation93
Hinderniserkennung92
App & Bedienung93
Preis-Leistungs-Verhältnis93

Fazit

Der MOVA Mobius 60 überzeugt mit innovativem Wischmopp-Wechsel, starker Saugleistung und hochwertiger Verarbeitung. Leichte Schwächen gibts lediglich bei der Wischleistung. Insbesondere die edle Optik und umfangreiche App machen ihn dennoch zur Empfehlung für Anspruchsvolle.

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