MOVA ViAX 500 Test: Handlicher KI-Mähroboter für Gärten bis 500 m²

Jens Scharfenberg
Jens Scharfenberg · 9 Min. Lesezeit
MOVA Viax 500

Der Mährobotermarkt hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Weg von trägen Zufallsmaschinen, die mühsam per Begrenzungsdraht eingesperrt werden mussten – hin zu intelligenten Geräten, die eigenständig kartieren, navigieren und dabei kaum noch Einrichtungsaufwand erfordern. Mit dem MOVA ViAX 500 tritt ein kabellos arbeitender Mähroboter an, der vollständig auf Begrenzungsdrähte, RTK-Stationen oder Antennen verzichtet und stattdessen auf KI-gestützte Kartierung setzt. Ich habe den Mäher für Rasenflächen bis zu 500 m² ausgiebig getestet und zeige euch Vor- und Nachteile.

Technische Daten des MOVA ViAX 500

Modell MOVA Viax 500
Empfohlene Mähfläche 500 m²
Schnitthöhe 20 bis 60 mm (stufenlos)
Schnittbreite 20 cm
max. Steigung 40% (22°)
Navigationssystem UltraEyes 2.0 (AI Dual-Vision + 360° LiDAR)
Ladezeit ca. 45 min
Geräuschpegel 59 dB
Maße und Gewicht Mähroboter 380,4 × 595,1 × 271,9 mm und 9,4 kg
Maße Ladestation 481 × 770 × 309 mm
Preis € 569,00 *

Lieferumfang des MOVA 500 ViAX

MOVA Viax 500

  • MOVA Viax 500 Mähroboter
  • Basisstation
  • Erdnägel + Inbusschlüssel
  • Ersatzklingen + Schraubendreher
  • Mikrofasertuch zur Linsenreinigung
  • Netzteil
  • Bedienungsanleitung
  • Quick Start Guide

Design und Verarbeitung des MOVA ViAX 500

Der MOVA ViAX 500 tritt in einem dunklen matten Grau auf und kombiniert das Ganze mit schwarzen Kunststoffelementen. Das ist ein für MOVA typisches Farbschema, das bereits von anderen Modellen der Marke wie einem MOVA 600 oder einem MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD bekannt ist. Die rote STOP-Taste auf der Oberseite ist gut erreichbar und setzt einen markanten Akzent.

MOVA Viax 500

Die Verarbeitung ist robust und solide, auch wenn das Design nicht ganz an Premium-Modelle heranreicht. Die Räder machen einen ordentlichen Eindruck und strahlen mit ihrem tiefen Profil direkt Geländegängigkeit aus. Das verspricht eine gute Traktion und verhindert ein Rutschen oder Festfahren an Hängen. Laut MOVA sollen Steigungen bis zu 40% kein Problem für den Mähroboter sein.

MOVA Viax 500

Das ist in der Praxis durchaus spürbar. Selbst auf leicht durchfeuchtetem Untergrund hat der ViAX 500 keinerlei Probleme, die Spur zu halten. Auf der Oberseite befindet sich die Bedieneinheit, welche durch eine Kunststoffabdeckung in Hochglanzoptik geschützt wird.

MOVA Viax 500

Neben verschiedenen Tasten sitzt hier außerdem ein einfacher Drehschalter zur Anpassung der Schnitthöhe. Damit lässt sich die Schnitthöhe unkompliziert zwischen 2 und 6 cm einstellen – eine direkte, mechanische Lösung ohne App-Tipperei, die ich persönlich sehr schätze.

Mit einem Gewicht von 9,4 kg ist das Gerät für einen Mähroboter vergleichsweise leicht. Die praktische Mulde im Gehäuse an der Rückseite ermöglicht dann auch den bequemen Transport von A nach B. So lässt sich der Robo im Notfall problemlos in seine Garage tragen.

Einrichtung und Inbetriebnahme

MOVA verspricht eine Einrichtungszeit von rund 10 Minuten für Rasenflächen bis 500 m². Das ist aus meiner Sicht etwas ambitioniert. Für meine ca. 100 m² große Rasenfläche benötigte ich etwa 20 Minuten. Dennoch muss man die typisch unkomplizierte Inbetriebnahme loben, die Modelle ohne Begrenzungsdrähte und RTK-Antenne nun einmal mitbringen. Ladestation aufstellen, Gerät einschalten, App öffnen, WLAN-Verbindung herstellen und los geht die erste Kartierungsfahrt.

Bei der Kartierungsfahrt habt ihr die Qual der Wahl. Das System stellt es euch nämlich frei, ob ihr eine Rasenkarte automatisch erstellen lassen wollt oder lieber manuell erstellt. Während der ViAX bei der automatischen Kartierung selbstständig Rasenränder und -kanten erkennen können soll, steuert ihr ihn bei der manuellen Kartierung wie ein ferngesteuertes Auto durch den Garten und fahrt die Ränder ab. Ich entschied mich bei der Einrichtung für die manuelle Kartierung, da die automatische Alternative für meinen Geschmack etwas ungenau war. Allerdings dürfte das von Garten zu Garten verschieden sein.

mova viax 500

Sobald die Karte fertig erstellt wurde, kann man in der App noch Anpassungen vornehmen. Entspricht das Ergebnis den Vorstellungen des Anwenders, steht auch fast die erste Mähtour bevor. Zunächst nimmt man noch Anpassungen wie bspw. Mähmodus (Standard oder Effizient) vor und entscheidet sich wahlweise für ein Schachbrett- oder Kreuzmuster. Alles in allem verlief die Einrichtung wirklich kinderleicht. Mehr zum Thema kabelloses Mähen und was dabei generell zu beachten ist, findet ihr in unserem Ratgeber: Mähroboter ohne Begrenzungskabel: Worauf es wirklich ankommt.

MOVA App

Die Steuerung läuft über die MOVAhome App, die für iOS und Android verfügbar ist. Die Oberfläche ist aufgeräumt und selbsterklärend. Nach der ersten Kartierungsfahrt zeigt die App eine detaillierte Karte des Gartens, auf der Mähbereiche, Sperrzonen und Wege zwischen Bereichen eingetragen werden können. Der ViAX 500 bietet insgesamt 5 Mähmodi sowie Dual-Map-Verwaltung, Zoneneinstellungen und die Möglichkeit, Zeitpläne direkt über die App anzulegen.

In der Praxis bedeutet das: Ich kann zum Beispiel die Rasenfläche vor dem Haus und die hintere Terrasse separat verwalten und unterschiedliche Schnitthäufigkeiten festlegen. Nach Erstellung der Karte generiert die App automatisch einen ersten Zeitplan, den man natürlich jederzeit anpassen kann. Zwei separate Zeitpläne stehen in den Mähmodi „Alle Bereiche“, „Bereich“ und „Kante“ zur Verfügung – ausreichend für die meisten Alltagssituationen.

Dass MOVA auch bei Saugrobotern starke App-Erfahrungen bietet, haben wir bereits im MOVA P70 Pro Ultra Test und beim MOVA V70 Ultra Complete festgestellt – die App-Philosophie ist erkennbar konsistent. Einziger Kritikpunkt: Eine stabile WLAN-Verbindung ist für den vollen Funktionsumfang zwingend. Wer den Router weit weg vom Garten stehen hat, sollte über einen WLAN-Repeater nachdenken, da ohne Netzverbindung keine Remote-Steuerung und kein Live-Feed möglich sind.

Ein lustiges Feature ist die Nutzung als mobile Überwachungskamera. So könnt ihr den ViAX gewissermaßen als Garten-Patrouille durch den Garten fahren lassen und Ausschau nach Auffälligkeiten halten lassen. Das Ganze lässt sich dann bequem über die App als Live-Video beobachten. Besonders praktisch ist das, um von unterwegs auch auf dem Grundstück mal nach dem Rechten sehen zu können.

Navigation und Hinderniserkennung

Im Gegensatz zu vielen anderen LiDAR-Mährobotern kommt der ViAX 500 ohne die typische Halbkugel auf der Oberseite daher. Dennoch setzt der Robo auf bewährte Lasernavigation, setzt hierbei aber eben auf ein etwa abgeändertes System. Das technische Herzstück des ViAX 500 ist das UltraEyes 2.0 System. Es kombiniert zwei HDR-Kameras mit einem 3D-LiDAR-Sensor für automatische Kartierung, Kantenerkennung und Routenoptimierung. Die zwei Ultra-HDR-KI-Kameras in Verbindung mit dem 360°-LiDAR sorgen für hochpräzise Umgebungswahrnehmung und ermöglichen sicheres Mähen selbst in engen Passagen und bei komplexen Grundstücksformen.

mova viax 500

In der Praxis ist die Hinderniserkennung wirklich beeindruckend. Das System erkennt über 300 verschiedene Objekte – darunter Spielzeug, Haustiere und Kleintiere – und weicht sowohl beweglichen als auch stationären Hindernissen zuverlässig aus. Mein Gartenschlauch, den ich einmal quer über die Rasenfläche gelegt hatte, wurde sauber erkannt und umfahren. Selbiges galt für meine Igelfamilie aus Kunststoff, die ich in meinen Mährobotertests gerne als Hindernis auf dem Rasen platziere.

mova viax 500

Zuverlässig umfahren wurde dann sogar mein flacher Gartenlatsch, was alles andere als selbstverständlich ist. Auch unter Bäumen oder in engen Passagen, wo Satellitensignale schwach oder gar nicht vorhanden sind, bleibt die Navigation durch die kamera- und LiDAR-basierte Positionierung zuverlässig. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber rein GPS-basierten Systemen mit RTK-Antenne wie beispielsweise einem ANTHBOT M9. Auf sehr unebenem Gelände – etwa bei ausgeprägten Maulwurfshügeln – kommt allerdings auch der ViAX 500 an seine Grenzen.

mova viax 500

Kleine Bodenwellen und kleinere Unebenheiten meistert er problemlos; stärkere Hügel können hingegen gelegentlich dazu führen, dass er stehen bleibt und auf Hilfe wartet. Da dies in meinem Testgarten kaum gegeben ist, hat mich das allerdings nicht gestört. Dank der intelligenten U-förmigen Wegplanung folgt der ViAX 500 übrigens jedes Mal der effizientesten Route und sorgt so nicht nur für eine gründliche, gleichmäßige Abdeckung der Rasenfläche. Obendrein konnte ich mich darauf verlassen, dass er jedes Mal wieder seinen Weg in die Ladestation zurückfindet.

Mähleistung des MOVA ViAX 500

Mit einer Schnittbreite von 20 cm und einer einstellbaren Schnitthöhe zwischen 2 und 6 cm deckt der ViAX 500 das ab, was der Normalgarten braucht. Im Standard-Modus schafft er laut Hersteller 400 m² pro 24 Stunden, im Effizienzmodus bis zu 600 m² – wobei Letzteres für die empfohlene maximale Mähfläche von 500 m² ein komfortabler Puffer ist. Das Schneidsystem ist schwimmend gelagert, was Unebenheiten gut ausgleicht und dennoch ein gleichmäßiges Mähen verspricht.

mova viax 500

Die flexible Mähmesseraufhängung sorgt für sanfte Vertikalbewegungen und gewährleistet so ein gleichmäßiges Mähergebnis, auch auf unterschiedlichen Geländeverhältnissen. Das zeigt sich im Schnittbild: Der Rasen wirkt nach einer Runde mit dem ViAX 500 ordentlich und gleichmäßig – keine ausgelassenen Streifen, keine unregelmäßigen Schnitttiefen auf meiner Testfläche. Auf dichterem, etwas feuchterem Gras verlangsamt sich das Arbeitstempo spürbar, was aber völlig normal ist und das Schnittbild nicht beeinträchtigt.

mova viax 500

Generell ist der ViAX 500 nicht der schnellste. Für meine ca. 100 m² Rasen benötigte er eine knappe Stunde im Standard-Modus. Mich stört das überhaupt nicht. Schließlich fällt er mit seinem Geräuschpegel von 59 dB kaum negativ auf. Der ViAX 500 läuft einfach im Hintergrund, ohne wirklich zu stören. Eine Schwäche beim Mähen gibt es dann aber doch – Das Mähen im Randbereich. Es mangelt dem ViAX 500 ganz einfach an einem ausfahrbaren Mähteller oder einer anderen Randmähtechnik wie sich zum Beispiel der ECOVACS GOAT O1200 bietet.

mova viax 500

Anders sieht das natürlich aus, wenn die Rasenränder ebenerdig zum Rasen selbst sind. Dann kann der MOVA sie einfach befahren, sodass der Mähteller auch über den Rand reichen kann. Der Mähroboter kehrt bei Erreichen eines konfigurierbaren Akku-Minimalwerts automatisch zur Ladestation zurück und setzt den Mähvorgang nach dem Aufladen an der unterbrochenen Stelle fort. Die Ladezeit beträgt laut Hersteller rund 45 Minuten – in meinem Test ein realistischer Wert.

Fazit zum MOVA ViAX 500

Der MOVA ViAX 500 ist ein solider, technisch gut ausgestatteter Mähroboter für Gärten bis 500 m², der seinen Reiz nicht nur aus dem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis zieht. Obendrein punktet er mit einer kinderleichten und vor allem schnellen Inbetriebnahme. Die U-förmige Navigationsstrategie sorgt für ein sauberes, lückenloses Mähbild und die zuverlässige Hinderniserkennung hat mich in der Praxis überzeugt. Weiterhin eignet er sich auch für kleinere Gärten und die App ist intuitiv genug, um ohne langes Einlesen loszulegen. Wer einen unkomplizierten, vergleichsweise preiswerten Einstieg in die Welt des kabellosen Mähens sucht und keine besonders anspruchsvolle Gartengeometrie hat, wird mit dem ViAX 500 glücklich werden. Schwächen zeigen sich bei sehr unebenem Terrain, beim Mähen im Randbereich sowie bei schlechter WLAN-Abdeckung im Garten.

Gold Award für MOVA ViAX 500 - 06/2026MOVAViAX 50006/2026

VORTEILE

  • Komplett kabellos
  • Leichtes Gewicht von nur 9,4 Kilogramm
  • Tolle Navigation
  • Zuverlässige Hinderniserkennung
  • Dual-Map-Verwaltung
  • Geringe Lautstärke

NACHTEILE

  • Automatische Kartierung teilweise etwas ungenau
  • Schwächen bei Rasenrändern mit Kanten

Detailbewertung

Design und Verarbeitung90
Navigation93
Hinderniserkennung93
Bedienkomfort93
Mähleistung90
Preis-Leistungs-Verhältnis93

Fazit

Der MOVA ViAX 500 ist ein guter KI-Mähroboter für kleinere Gärten mit einfacher Einrichtung und guter App-Steuerung. Für unter 1.000€ erhält man hier ein zuverlässiges Gerät mit viel Bedienkomfort.

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