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myFirst Fone M1 Test: Robuste Kinder-Smartwatch mit AMOLED-Display

Nach Modellen wie der Fone S3 und R2 legt Hersteller myFirst nach und bringt eine neue Kinder-Smartwatch an den Start. Die myFirst Fone M1, so der Name, setzt auf eine starke Ausstattung. Darunter ein AMOLED-Display, 4K-Konnektivität und GPS-Tracking. Aber lohnt sich der Kauf? Unser Test.

Technische Daten

Produkt Fone M1
Display 1,6 Zoll AMOLED (320 x 36 Pixel)
Schutzklasse IP67
Konnektivität 4G; WiFi; Bluetooth
Gewicht 47g
Akku 730 mAh
Speicher 8 Gigabyte
SIM-Kartenslot Ja (Nano SIM)
Preis UVP: 99,90 Euro (79,92 Euro bis 25.12.2025)

Design und Verarbeitung der myFirst Fone M1

Die myFirst Fone M1 überzeugt durch ein modernes, kindgerechtes Design, das in den Farben Steel Blue und Sakura Pink erhältlich ist und speziell für Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren konzipiert wurde. Mit kompakten Abmessungen und einem Gewicht von nur 47 g (ohne Band 33 g) sitzt die Uhr leicht und unauffällig am Handgelenk, was langes Tragen ohne Belastung ermöglicht.

myFirst Fone M1

Das rechteckige Gehäuse verfügt über eine IP67-Zertifizierung, die Schutz vor Staub und Wasser bietet. Das ist natürlich ideal für aktive Kinder, die beim Spielen schwitzen oder die Uhr unter Wasser (oder in Pfützen) kurz eintauchen lassen.

myFirst Fone M1

Der quadratische 1,6-Zoll-AMOLED-Bildschirm mit einer Auflösung von 320 x 360 Pixeln sorgt für satte Farben, hohe Helligkeit und energieeffiziente Darstellung, während das schlanke Profil den Tragekomfort steigert und das Display auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbar bleibt.

myFirst Fone M1
Der Lieferumfang der myFirst Fone M1

Die Verarbeitung wirkt nicht zuletzt dank robusten Kunststoffgehäuse, das Stöße und Alltagsabnutzung aushält, durchaus wertig für eine Kinder-Smartwatch und geht, dem Preis entsprechend, absolut in Ordnung. Pluspunkte gibt es zudem für die austauschbaren Armbänder sowie die Möglichkeit, die Uhr mithilfe von beiliegenden Stickern zu personalisieren.

myFirst Fone M1 Test: Die Ausstattung

Die Ausstattung der myFirst Fone M1 entspricht dem, was man von Kinder-Smartwatches gewohnt ist. Sie konzentriert sich auf die Faktoren Sicherheit, Kommunikation und spielerische Elemente, während ablenkende Features wie Spiele-Apps, Social-Media-Zugriffe oder Browser konsequent ausgespart bleiben, um Kinder vor digitaler Überflutung zu schützen.

myFirst Fone M1
Praktisch: Eine SIM-Karte gibt’s direkt dazu

Ein praktisches Feature ist die 4G-LTE-Konnektivität mit Nano-SIM-Slot, die nahtlose Video- und Sprachanrufe in ermöglicht. Unterstützt durch eine integrierte 2-Megapixel-Frontkamera mit Weitwinkelobjektiv. Die Ortung des Nachwuchs erfolgt über eine Kombination aus GPS, Wi-Fi-Hotspot-Scanning und LBS (Location-Based Services), was eine Echtzeit-Ortung auf 5-10 Meter genau erlaubt. Natürlich gibt es auch Geo-Fencing, sodass virtuelle Sicherheitszonen angelegt werden können, deren Verlassen oder Betreten sofortige Push-Benachrichtigungen an die Eltern-App auslöst.​

Besonders hervorzuheben ist der prominente One-Touch-SOS-Button auf der Seite, der in Notsituationen mit einem Druck den aktuellen Standort, eine 30-sekündige Umgebungs-Audioaufnahme und eine Notfallnachricht an bis zu drei vordefinierte Kontakte versendet – eine Lebensretter-Funktion, die mit automatischer Wiederholung bei ausbleibender Bestätigung arbeitet.

Damit auch der Spaß nicht zu kurz kommt, verfügt die Fone M1 über einen MP3-Player mit Bluetooth-Kopfhörer-Unterstützung für bis zu 1500 Songs, einen integrierten Lautsprecher für Freisprechen, einen Schrittzähler mit Belohnungssystem zur Förderung von Bewegung sowie eine kindersichere Kontaktliste, die ausschließlich von Eltern freigegeben wird.

Als Betriebssystem kommt auf der Smartwatch selbst FoneOS (aus Basis von Android 8.1) zum Einsatz. Die myFirst Circle Eltern-App steht kostenlos für iOS und Android zum Download bereit und dient als Steuerzentrale: Hier verwalten Eltern Kontakte (max. 20), Nutzungszeiten, Schlafmodi und sogar Belohnungspunkte, die Kinder für gute Gewohnheiten sammeln können.

Akkulaufzeit der myFirst Fone M1

Die Akkulaufzeit der myFirst Fone M1 ist lobend zu erwähnen, vor allem da die vorherigen Modelle des Herstellers hier schwächelten. Das verdankt die Kinder-Smartwach vor allem dem gewachsenen 730-mAh-Lithium-Polymer-Akku, der bei moderater Nutzung (Anrufe, gelegentliches Tracking) über zwei volle Tage durchhält.

Im Standby-Modus bleibt die Uhr ungefähr 4-5 Tage aktiv, intensive Szenarien wie ganztägiges Videochatten oder Musikwiedergabe reduzieren die Laufzeit jedoch merklich auf magere 24-36 Stunden, wobei die AMOLED-Technik und adaptive Helligkeit den Verbrauch intelligent drosseln – ein Low-Power-Modus deaktiviert unnötige Sensoren automatisch.

 

myFirst Fone M1
Bild: myFirst

Das magnetische USB-C-Ladekabel ist im Lieferumfang enthalten und ermöglicht eine volle Ladung in unter 90 Minuten. Bevor die Batterie zu Neige geht, warnt eine Ladeanzeige frühzeitig vor niedrigem Stand, zudem erhält die Eltern-App Informationen zum Ladestatus.

Praxistest

Im Praxistest gib die myFirst Fone M1 eine durchaus gute Figur ab. Nach dem Einrichten will die Smartwatch per QR-Code mit dem Eltern-Smartphone verbunden werden, was mehr oder weniger zuverlässig klappt. Ist dies erledigt, ist die Uhr dann auch schon einsatzbereit.

myFirst Fone M1

Die Bedienung orientiert sich dabei an normalen Smartwatches. Die obere rechte Taste schaltet das Display ein oder aus, mit der unteren Taste kehrt man zum vorherigen Bildschirm zurück oder aktiviert (per Gedrückt halten) die SOS-Funktion. Ein Wischen von oben nach unten öffnet die Schnelleinstellungen, ein Wischen nach rechts zeigt den Schrittzähler, ein Wischen nach links öffnet die App-Übersicht.

Verschiedene Ziffernblätter stehen ebenfalls zur Wahl, zwischen denen gewählt werden kann, wenn man auf dem Display gedrückt hält. Der AMOLED-Bildschirm ist dabei angenehm hell und auch unter direkter Lichteinstrahlung gut ablesbar, allerdings reagieren er und das Betriebssystem oftmals sehr träge und langsam, sodass viele Aktionen mit einer gewisse Verzögerung ausgelöst werden oder man Menüpunkte mehrfach anwählen muss, bis sich diese öffnen.

Das GPS-Tracking funktioniert dabei durchaus präzise und erlaubt eine recht genaue Ortung. Lediglich bei schwachem Empfang leidet die Genauigkeit doch ordentlich. Als praktisch erweisen sich Mikrofon- und Kamera-Funktion, mit denen eine problemlose Kommunikation ermöglicht werden – wenngleich die Kamera hinsichtlich der Bildqualität natürlich keine Bäume ausreißt, aber für Schnappschüsse geht das schon in Ordnung.

Videoanrufe laufen flüssig über 4G, und der SOS-Button reagiert blitzschnell mit Standort- und Audio-Übertragung. Als nützlich erweist sich zudem die Wecker-Funktion, dank der man sich direkt mit der Uhr wecken lassen kann. Die App-Integration in myFirst Circle ist benutzerfreundlich, Geo-Fencing-Alarme oder Benachrichtigungen kamen prompt bei Testzonenwechseln an.

Viele praktische Einstellungen lässt die Fone M1 aber vermissen. So ist es weder möglich, einzustellen wann der Bildschirm sich automatisch ausschaltet (was viel zu schnell geht), noch lassen sich Watchfaces hinsichtlich der dargestellten Informationen justieren.

myFirst Fone M1
Die Bildqualität der Kamera geht für Schnappschüsse in Ordnung

Lobenswert: Die deutsche Übersetzung innerhalb der Smartwatch, sowie in der myFirst Circle-App wurde in den letzten Monaten merklich verbessert, sodass hier bei einigen Funktionen kein Rätselraten mehr angesagt ist.

Die enthaltene SIM-Karte

Im Lieferumfang der myFirst Fone M1 enthalten (und praktischerweise auch direkt vorinstalliert) ist eine SIM-Karte im Nano-SIM-Formfaktor. Diese sogenannte myFirst Free SIM trägt ihren Namen aber nicht zurecht, denn lediglich der erste Monat ist kostenlos.

Danach schlägt die Nutzung mit 9,99 Euro pro Monat beziehungsweise 7,99 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung zu Buche. Im Preis enthalten sind folgende Funktionen:

  • unbegrenztes Datenvolumen
  • kostenloses Roaming in bestimmte europäische Länder

Gratis-Minuten zum Telefonieren und Gratis-SMS sind nicht enthalten, mit der Fone M1 aber auch nicht vorgesehen. Preislich ist das ganz in Ordnung, klassische Smartwatch-Tarife sind hierzulande aber bereits für rund 5 Euro im Monat erhältlich, in Aktionen sogar deutlich günstiger. Immerhin: Wer mag kann auch einfach seine eigene SIM-Karte in die myFirst Fone M1 einlegen und verwenden.

myFirst Fone M1 Test: Fazit

Mit der myFirst Fone M1 legt der Hersteller eine überzeugende Smartwatch für Kinder auf. Positiv zu sehen ist vor allem, dass die intelligente Uhr im Vergleich zu den Vorgängermodellen in sämtlichen Belangen wesentlich verbessert wurde. Gerade hinsichtlich des Funktionsumfangs, der Übersetzung und Benutzerfreundlichkeit legt die Fone M1 merklich zu.

Hinsichtlich der Features wird so ziemlich alles geboten, was man bei einer Kinder-Smartwatch erwarten würde. GPS-Tracking mit präziser Ortung, Geo-Fencing mit schnellen und zuverlässigen Benachrichtigungen an die Eltern, eine Kamera für Videochats und Fotos und keine zusätzlichen Apps, die den Nachwuchs ablenken würden.

Darüber hinaus gibt es eine wirklich gute Akkulaufzeit und einen praktischen SIM-Kartenslot inklusive enthaltener Karte, die auf Wunsch aber auch einfach durch eine eigene SIM ersetzt werden kann, was das Wearable sehr vielseitig macht.

Gut, das Betriebssystem arbeitet eher gemächlich und die Kamera-Qualität reicht lediglich für schnelle Schnappschüsse aus, hinsichtlich der Positionierung am Markt und dem attraktiven Preis lässt sich das aber problemlos verschmerzen.

PRO

  • Robuste Verarbeitung
  • IP67-Zertifizierung
  • Gelungene Funktionen
  • Einfache Bedienung
  • Zuverlässiges GPS
  • Praktisches Geo-Fencing
  • Kamera; SIM-Karte
  • Gute Akkulaufzeit
myFirst Fone M1 Award
CONTRA

  • Langsames Betriebssystem
  • Kameraqualität nur mäßig
  • Bildschirm-Timeout zu schnell

myFirst Fone M1

Verarbeitung
Hardware
Ausstattung
Funktionen
Akku
Preis-Leistungs-Verhältnis

85/100

Die myFirst Fone M1 präsentiert sich als robuste, vielseitige und gut ausgestattete Kinder-Smartwatch zum attraktiven Preis.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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