Narwal hat sich hierzulande bereits mit Saugrobotern einen guten Ruf erarbeiten können. Das liegt vor allem an dem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis, das die smarten Haushaltshelfer der Marke zu bieten haben. Nun bringt der Hersteller seinen ersten Akkusauger in den Handel und macht dabei keine halben Sachen. Der Narwal V40 Station will nämlich nicht nur mit starker Saugleistung und Bedienkomfort punkten. Obendrein gibt’s eine praktische Absaugstation, die nicht nur den gesammelten Staub absaugt, sondern obendrein ein paar spannende Kniffe zu bieten hat. Wir schauen uns das genauer an im Narwal V40 Station Test.
Technische Daten
| Modell | Narwal V40 Station |
| Saugleistung | 220 Airwatt / 27.000 Pascal |
| Motor | Bürstenloser Motor mit 120.000 U/min |
| Funktionen Station | – Automatische Entleerung – Laden des Akkus – Aufbewahrung von Zubehör |
| Staubbeutelvolumen (Station) | – 3 Liter – bis zu 100 Tage ohne manuelles Entleeren |
| Akkulaufzeit | Bis zu 120 Minuten (dank Wechselakku-System) |
| Filtersystem | 9-stufiges HEPA-Filtersystem |
| Features | – Intelligente Schmutzerkennung – LED-Licht an der Bürste |
| Saugmodi | – Auto-Modus – 6-stufige manuelle Anpassung |
| Preis | € 339,00 * |
Lieferumfang
- Hauptgerät
- Hauptbürste
- Verlängerungsrohr
- Fugendüse
- Staubbürste
- Mini-Bürste
- 2x Wechselakkus
- Absaugstation
Narwal V40 Station TEST: Design und Verarbeitung
Eines vorweg: der Narwal V40 Station ist kein Design-Wunder. Hier gibt es Konkurrenten wie einen Tineco Pure One Station (Test | Preis nicht verfügbar *), einen Tineco Pure One Station 5 (Test | € 359,99 *) oder einen Dreame Z10 Station (Test | € 429,00 *), die optisch zweifelsohne mehr hermachen. Allerdings ist das Ganze natürlich Geschmacksache.
Das graue Gehäuse in Kombination zu den kleinen aber feinen lilafarbenen Akzenten des ersten Akkusaugers von Narwal erinnert mich an den hauseigenen Saugroboter Narwal Freo Z10 Ultra (Test | € 549,00 *). Das gilt nicht nur für die Farbe, sondern auch die Verarbeitungsqualität. Diese bewegt sich nämlich ganz klar auf einem wirklich hohen Niveau. Hier knackt und knarzt es an keiner Stelle. Der Hersteller setzt dabei auf hochwertigen Kunststoff.
Obendrein ist der Staubsauger erfreulich kompakt. So misst das Handteil gerade einmal 38 cm in der Länge. Wie lang es schlussendlich ist, hängt natürlich davon ab, welchen Aufsatz ihr verwendet. Mit dem standardmäßigen Saugrohr sind es beispielsweise knapp 110 cm. Für größere Personen lässt sich die Arbeitshöhe allerdings noch entsprechend anpassen, indem man das Saugrohr auszieht. So ergibt sich eine maximale Länge von etwa 117 cm. Beim Gewicht reiht sich der Narwal V40 Station im Mittelfeld ein.
So wiegt das Handteil etwa 1,8 kg. In vollmontiertem Zustand mit Saugrohr und der großen Bodendüse sind es dann gute 3 kg. Damit mag er zwar kein Leichtgewicht sein, doch er gehört zweifelsohne zu den leichteren Akkusaugern. Im oberen Bereich des Handstücks befindet sich die Bedieneinheit samt kleinem Display, das den Akkustand und Saugmodus verrät. Am unteren Ende des Handgriffs sitzt wiederum der austauschbare Akku. Herzstück bilden Motor und Staubbehälter.
Narwal V40 Station TEST: Praktische Absaugstation
Die Idee, einem Akkusauger eine Absaugstation an die Seite zu stellen, ist nicht neu. Doch auch Narwal setzt sie beim V40 Station hervorragend um. So kann die Station bereits optisch überzeugen. Auch, wenn sie relativ groß ist, passt sie hervorragend zum Akkusauger. Wie bei der Konkurrenz kommt die Station ebenfalls mit einer Absaugfunktion daher. Dabei setzt sie auf einen 3 Liter großen Staubbeutel, in dem der abgesaugte Schmutz landet. Dieser soll bei durchschnittlicher Nutzung bis zu 100 Tage durchhalten.
Allerdings bedeutet das für euch als Nutzer auch Folgekosten. Manche Konkurrenten wie beispielsweise die Pure One Station von Tineco verzichten auf einen Staubbeutel und setzen stattdessen auf einen großen Staubbehälter. Das spart nicht nur Kosten, sondern schont auch die Umwelt. Doch das ist der einzige Nachteil der mir bei der Station ein wenig sauer aufstößt. Abseits davon hat Narwal hier nämlich zwei coole Kniffe verbaut.
Zum einen bietet die Station Platz, um die Aufsätze bequem verstauen, aber auch verstecken zu können. Das sorgt für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild und ist bei der Konkurrenz meist nicht der Fall. Doch das eigentliche Highlight ist das Staufach für den zweiten Akku. Dieses sorgt dafür, dass man beim Narwal V40 Station stets einen zweiten Akku zur Verfügung hat, was bei längeren Reinigungseinheiten überaus praktisch ist.
Narwal V40 Station TEST: Komfortable Bedienung
Den Narwal V40 Station habt ihr blitzschnell eingerichtet. Vielen dürfte sich das Vorgehen beim Aufbau selbst erschließen, alle anderen nutzen die gut bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Narwal beifügt. Selbsterklärend ist auch die Bedienung des Akkusaugers. Ihr habt insgesamt drei Tasten am Gerät selbst. Über die Plus- und Minus-Taste könnt ihr die Saugstufe manuell erhöhen bzw. reduzieren. Mit der dritten Taste „Auto“ wechselt man zum Modus mit automatischer Anpassung der Saugstärke.
Ein weiterer Knopf sitzt am Haltegriff selbst. Narwal setzt hier auf das klassische Design und entscheidet sich für einen Trigger, den ihr mit dem Zeigefinger betätigt. Das geht deutlich komfortabler von der Hand, als das Drücken der drei anderen Buttons. Mit dem Daumen kommt man an diese nämlich nur recht umständlich heran, was etwas am Bedienkomfort nagt. Recht rudimentär ist das Display. Hier kann man ablesen, welche der insgesamt sechs Saugstufen gerade aktiv ist und ob der Auto-Modus eingeschaltet ist.
Außerdem kann man den Akkustand ablesen. Die Konkurrenz wie ein Dreame Z10 Station bietet hier aber Bildschirme mit deutlich modernerem Design. Das Manövrieren des V40 geht hingegen wunderbar leicht von der Hand. Hier zahlt sich die Kombination aus ergonomischem Handgriff und geschmeidigen Gelenken aus. In der Praxis kann man entlang von Kanten und auch in Ecken ziemlich gut säubern. Auch das Saugen in höheren Bereichen geht gut von der Hand, was am vergleichsweise geringen Gewicht liegt.
Im Betrieb selbst zahlt sich auch das LED-Licht an der Vorderseite des Bürstenkopfes aus. Schließlich sorgt es in dunklen Ecken und unter Möbeln für Durchblick. In der Praxis funktionieren die Lichtsysteme der Konkurrenz wie bei einem Tineco PURE ONE A90S (Test | € 549,99 *) aber deutlich besser. Schließlich können die LED-Lichter des Narwal wirklich nur die unmittelbare Umgebung vor der Hauptbürste beleuchten.
Staubkörner können sie optisch hingegen nicht hervorheben. So bietet der Narwal V40 Station guten, aber keinen herausragend hohen Bedienkomfort. Das Zubehör lässt sich aus meiner Sicht ebenfalls komfortabel und idiotensicher nutzen. Eine Ausnahme bildet hier meiner Meinung nach nur das Verlängerungsrohr. Mit meiner Körpergröße von 1,80 m reichte die Länge des Rohrs für eine Bedienung in normaler Körperhaltung noch aus. Wer größer ist, muss aber damit rechnen, sich bücken zu müssen.
Narwal V40 Station TEST: Starke Reinigung
Beim Narwal V40 Station bekommt ihr jede Menge Leistung geboten. Im Fokus steht dabei ein leistungsstarker Motor, der mit 120.000 U/min rotiert. Heraus kommt eine beeindruckende Saugleistung von starken 220 Airwatt. Diese Power könnt ihr in insgesamt sechs verschieden starken Stufen abrufen. Im Test habe ich den Narwal vornehmlich im Auto-Modus genutzt. Hierbei passt der Akkusauger seine Saugleistung vollautomatisch an den gegenwärtigen Verschmutzungsgrad an.
Das funktioniert in der Praxis richtig gut. Hartböden werden zuverlässig von Staub und Krümeln befreit. Auch kürzere Haare stellen kein Problem dar und werden zuverlässig eingesaugt. Ein wenig zu kämpfen hatte der V40 Station hingegen bei langen Haaren. Diese verhedderten sich dann gerne mal in der Hauptbürste. Schade, dass Narwal hier auf eine effektive Anti-Verhedderungs-Technologie verzichtet. So setzen viele Konkurrenzmodelle beispielsweise auf eine Art Kamm, der die Haare aus der Bürste heraus kämmt.
Sobald man im Auto-Modus einen Teppich befährt, erhöht sich die Saugleistung automatisch aufs Maximum. Und das kann sich sehen lassen. Selbst langflorige Teppiche kann der Narwal V40 zuverlässig absaugen. Die meiste Zeit nutzt man den V40 Station sicherlich als klassischen Akkusauger mit Verlängerungsrohr und Hauptbürste. Doch abseits des Normalbetriebs kann der V40 ebenfalls punkten. So können sowohl Minibürste als auch Fugendüse und Staubbürste überzeugen.
Im Test habe ich mithilfe des V40 nicht nur meine Couch und meinen Sessel absaugen können. Auch im Auto-Modus machte der Narwal eine gute Figur. Während bei Polstern und Autositzen die Minibürste überzeugt, punktet die Fugendüse in herausfordernden Ecken. Doch während sich der Narwal in Sachen Saugleistung in die obere Mittelklasse einreiht, muss man ihn bei seiner Akkulaufzeit in den höchsten Tönen loben. Hier hat sich der Hersteller nämlich ein richtig cooles Feature einfallen lassen.
Narwal V40 Station TEST: Der neue Akkukönig
Die Akkulaufzeit ist einer der wichtigsten Parameter, wenn sich Menschen nach einem passenden Akkusauger umschauen. Und hier kann der Narwal V40 Station auftrumpfen. Die dazugehörige Absaugstation befreit den Sauger nämlich nicht nur vom gesammelten Staub und Schmutz. Obendrein bietet die Station ausreichend Platz, um die Aufsätze alle ordentlich zu platzieren. Das sorgt für eine erfreulich aufgeräumte Optik. Ein weiteres Feature, das den V40 Station zum eindrucksvollen Akkusauger macht, ist die Akkulademöglichkeit in der Station. Erst wunderte ich mich, als ich im Lieferumfang den zweiten Akku sah.
Natürlich freute ich mich über die Möglichkeit, einen zweiten Akku einsetzen zu können, wenn der Saft ausgeht. Doch in der Praxis dürfte es den meisten wohl passieren, dass sie den zweiten Akku erst laden müssen, bevor es ans Eingemacht geht. Beim V40 Station habt ihr den zweiten Akku stets einsatzbereit in der Ladestation. Dabei ist er immer voll aufgeladen, da die Absaugstation ja mit Strom versorgt wird. Das verdoppelt die Akkulaufzeit des Narwal auf satte 120 min, sodass man selbst größere Wohnungen problemlos an einem Stück absaugen kann.
Fazit
Der Narwal V40 Station ist eine gelungene Premiere im Bereich der Akkusauger und überzeugt vor allem durch seine starke Reinigungsleistung und das durchdachte Gesamtkonzept. Besonders hervorzuheben sind die praktische Absaugstation mit cleverem Zubehör- und Akkuladefach sowie die außergewöhnlich lange Akkulaufzeit dank des zweiten, stets geladenen Akkus. In Kombination mit der hohen Saugleistung und dem zuverlässigen Auto-Modus eignet sich der V40 sowohl für Hartböden als auch für Teppiche und anspruchsvollere Reinigungsaufgaben. Kleine Schwächen wie die etwas umständliche Bedienung der Tasten, die Folgekosten durch Staubbeutel, das einfache Display und die unzureichende Anti-Verhedderungs-Technik trüben den sehr positiven Gesamteindruck nur leicht. Unterm Strich bietet der Narwal V40 Station ein starkes Preis-Leistungs-Paket und richtet sich an alle, die einen leistungsfähigen, ausdauernden Akkusauger mit komfortabler Station suchen.

VORTEILE
- Sehr starke Saugleistung (220 Airwatt)
- Effektiver Auto-Modus
- Sehr lange Akkulaufzeit (bis zu 120 Minuten)
- Praktische Absaugstation mit automatischer Entleerung
- Integrierte Aufbewahrung für Zubehör sorgt für Ordnung
- Hochwertige Verarbeitung und robuste Materialqualität
- Gute Ergonomie und angenehmes Handling trotz solider Bauweise
- LED-Licht an der Bürste erleichtert das Reinigen dunkler Bereiche
- Umfangreiches, vielseitig nutzbares Zubehör
- Insgesamt starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
NACHTEILE
- Manche Tasten am Gerät umständlich zu erreichen
- Schlichtes Display
- LED-Licht hebt Schmutz nicht besonders gut hervor
Fazit
Der Narwal V40 Station punktet mit starker Saugleistung, langer Akkulaufzeit und praktischer Absaugstation. Kleine Schwächen im Detail ändern nichts am sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
