Der F25 Ace Pro ist kein „noch ein Wischsauger mit mehr Watt“, sondern setzt sein großes Feature klar auf Jet-Foaming. Also Schaum, der auf dem Boden haften soll, statt dass Wasser sofort wegläuft oder direkt von der Walze geschluckt wird. Gleichzeitig packt Roborock beim Datenblatt ordentlich drauf. 25.000 Pa Saugleistung, 30 N Abwärtsdruck und 430 RPM an der Rolle sind Ansagen. Wir wollten vor allem wissen, wie sich das im echten Einsatz anfühlt, wie entspannt Aufbau und App sind, ob die Station wirklich Arbeit abnimmt – und ob diese Schaumidee wirklich einen Mehrwert hat.
| Modell | Roborock F25 Ace Pro |
|---|---|
| Gerätetyp | Wischsauger mit Basisstation |
| Saugleistung | 25.000 Pa |
| Abwärtsdruck | 30 N |
| Rollenrotation | 430 RPM |
| Clean-Water-Tank | 1.000 ml |
| Laufzeit | bis zu 60 Minuten (Eco) |
| Flach reinigen | FlatReach 2.0, Bauhöhe 12,5 cm im flachen Einsatz |
| Kantenreinigung | 3-seitig, 0 mm zur Kante |
| Selbstreinigung | High-Temperature Self-Cleaning bis 95 °C |
| Trocknung | Heißluft mit 95 °C Airflow, optional 5-Minuten-Schnelltrocknung |
| Komfort | SlideTech 2.0 (Antriebsunterstützung), Fernsteuerung per App |
| Preis (UVP) | 649 € |
Aufbau und Lieferumfang gehen angenehm schnell
Bei vielen Wischsaugern ist der Start eher so „erst mal zusammenstecken, dann erst mal verstehen und dann laden“. Der F25 Ace Pro erfindet das Konzept natürlich nicht neu, aber es ging alles superflott. Griff einrasten, Rolle einsetzen, Tanks füllen, in die Station stellen – fertig.
Die Station wirkt auf den ersten Blick zwar eher unspektakulär, aber sie erfüllt ihren Zweck. Alles ist durchdacht, ohne dass es nach zufälligem Zubehör-Bingo aussieht.
Lieferumfang des Roborock F25 Ace Pro im Überblick:
- Basisstation
- Wischsauger (Haupteinheit)
- Haltegriff
- Wischwalze
- Netzteil
- Reinigungsbürste für den Saugschacht
- Ersatzfilter
- Schaumreiniger
Dass Ersatzfilter und Reiniger gleich mitgeliefert werden, ist genau das i-Tüpfelchen, das beim Auspacken Freude macht. Man kann direkt loslegen und hat noch ein Ersatzteil auf Lager, wenn man es braucht oder der ausgespülte Filter trocknen muss.
App-Komfort & Steuerung: Intuitiv, vielseitig und Fernsteuerung als Bonus
Die App-Einrichtung lief reibungslos. Gerät einschalten, koppeln, WLAN hinterlegen – fertig. Die Oberfläche wirkt angenehm klar, man findet sich schnell zurecht und hat nach ein paar Minuten das Gefühl, dass alles Wichtige da sitzt, wo man es erwartet.
Praktisch sind vor allem die Modus- und Pflege-Einstellungen. Je nach Modus kannst du Saugkraft und Wasserstand anpassen, neben Auto gibt’s auch Eco und den Schwamm-Modus. Zusätzlich lässt sich eine Bodentrocknung aktivieren, wenn du nach dem Wischen schneller Richtung „trocken“ willst. Bei der Station geht’s ebenfalls ins Detail. Die Selbstreinigung lässt sich in Temperatur und Intensität konfigurieren, außerdem kannst du festlegen, ob sie automatisch nach dem Andocken startet. Beim Trocknen stehen Schnelltrocknen oder der geräuscharme Modus zur Wahl, ebenfalls mit Auto-Option, wenn du den Prozess einfach durchlaufen lassen willst.
Spannend ist auch die Fernsteuerung per App, mit der du den Wischsauger vom Sofa aus steuern kannst. Vorwärts funktioniert das gut und du kannst dabei auch lenken. Rückwärts wird’s allerdings hakelig und fühlt sich eher nach Stop-and-Go an als nach sauberem Manövrieren. Praktisch ist das Feature trotzdem, wenn du zum Beispiel unter einem niedrigen Bett rangieren willst, ohne dich selbst hinzulegen. Hier greift das FlatReach 2.0 Konzept: Der Sauger lässt sich komplett flach (180°) machen, braucht dafür aber gut 12,5 cm Platz in der Höhe. Das reicht für viele Möbel, ist aber gleichzeitig der Limit-Faktor bei sehr flachen Sofas. Als echtes Alleinstellungsmerkmal würden wir die Steuerung per App aber nicht bezeichnen.
Handling, Gewicht und SlideTech 2.0 fühlen sich modern an
Wischsauger sind mit Wasser im Tank einfach keine Leichtgewichte. Genau da setzt die Antriebsunterstützung an. SlideTech 2.0 soll Schieben und Ziehen spürbar leichter machen und passt die Unterstützung dynamisch an.
In unserem Test mit dem Roborock F25 Ace Pro ist das tatsächlich komfortabel, weil sich der Sauger weniger „träge“ anfühlt – gerade beim Richtungswechsel und beim Zurückziehen.
Was im Gegenzug auffällt: Eine Einfahr-Rampe für die Station gibt es nicht. Du musst das Gerät anheben, um es sauber in die Basis zu setzen. Das klingt banal, ist aber so ein Komfortdetail, das man bei einer Station, die sonst viel automatisiert, irgendwie erwartet hätte.
Keine LED vorne, und ja, das merkt man
Ein Detail, das in diesem Preissegment leider immer noch häufig vernachlässigt wird, ist die fehlende Front-Beleuchtung. In der Praxis führt das dazu, dass Staub in schwach beleuchteten Ecken oder unter Möbeln schlicht übersehen wird. Angesichts des ansonsten sehr fortschrittlichen Technologie-Pakets des Roborock F25 Ace Pro wirkt diese Einsparung an der falschen Stelle deplatziert.
Jet-Foaming in der Praxis: gute Idee, aber nicht „instant“
Das Hauptfeature beim F25 Ace Pro ist Jet-Foaming. Die Idee dahinter ergibt auf jeden Fall Sinn: Aus sehr wenig Reinigungslösung wird dichter Schaum erzeugt, der auf dem Boden haftet, statt direkt zu verlaufen oder von der Walze sofort wieder aufgesaugt zu werden. Dadurch bekommt der Schaum mehr Zeit, um Schmutz anzulösen.
Im Test funktioniert das Ganze grundsätzlich auch gut. Was uns aber aufgefallen ist: Der Schaum kommt mit einer leichten Verzögerung. Du betätigst den Pistolengriff, und es dauert einen kurzen Moment, bis der Schaum tatsächlich rauskommt. Ähnlich beim Loslassen – der Schaum stoppt nicht sofort. Das ist jetzt kein Weltuntergang, aber wenn du wirklich punktgenau dosieren willst, merkst du schon, dass dir hier ein Stück Kontrolle fehlt. Für großflächiges Wischen fällt das kaum auf, bei gezielten Flecken ist es aber leicht nervig.
Reinigungsleistung im Test mit Ketchup, Kaffee, Flusen und Tierfell
Für den Praxistest haben wir bewusst einen Mix zusammengestellt, der dem Alltag entspricht. Ketchup, Kaffee, Kaffeesatz, Flusen und Tierfell – also ziemlich unterschiedliche Herausforderungen, die ein Wischsauger im normalen Haushalt meistern muss.
Richtig stark war das Gerät bei Flusen und Tierfell. Gerade Tierbesitzer kennen das Problem: Haare und Fusseln verteilen sich überall und bleiben gerne mal in Walzen hängen. Beim F25 Ace Pro war davon nichts zu sehen. Haare wurden zuverlässig aufgenommen und landeten im Schmutzwassertank, statt sich in der Walze zu verfangen. Auch nach mehreren Durchgängen durch unser Testgebiet – inklusive ordentlich Tierfell – blieb die Walze sauber. Kein nerviges Rausziehen von verknoteten Haaren nach dem Wischen.
Kaffeesatz war der nächste Kandidat, bei dem wir etwas skeptisch waren. Schließlich könnte man meinen, dass sich die feinen Partikel in der Walze festsetzen. Tatsächlich war das aber kein Problem. Der F25 Ace Pro nimmt Kaffeesatz sauber auf, ohne dass sich etwas hartnäckig in der Rolle festsetzt. Nach dem Test haben wir die Walze kontrolliert – keine Rückstände, keine Verstopfungen.
Verschütteten Kaffee als Flüssigkeit hat das Gerät ebenfalls problemlos weggesteckt. Die Saugkraft reicht aus, um die Flüssigkeit zügig aufzunehmen.
Richtig spannend wurde es dann bei Ketchup. Hier zeigt sich der Unterschied zwischen „normalen“ und „größeren“ Unfällen deutlich. Ein Klecks Ketchup, wie er beim Essen mal daneben geht, kriegt der Wischsauger überzeugend weg. Du fährst ein-, zweimal drüber und die Stelle ist sauber. Anders sieht es aus, wenn richtig viel Ketchup auf einmal auf dem Boden landet – sagen wir mal eine ordentliche Pfütze, wie sie entsteht, wenn beim Grillen oder Kochen was schiefgeht.
Hier merkst du, dass die zähflüssige Konsistenz eine Herausforderung ist. Du musst die Stelle mehrfach hin und her fahren, weil die Walze den Ketchup zunächst ein wenig verschiebt, bevor sie ihn komplett aufnimmt. Das ist jetzt kein Drama und bei Wischsaugern generell nicht ungewöhnlich – viskoser Schmutz ist einfach schwieriger zu handhaben als Flüssigkeiten oder trockener Dreck.
Das sollte man einfach wissen: Bei sehr viel zähem Schmutz auf einmal ist es eben nicht „einmal drüber und fertig“, sondern du brauchst ein paar Anläufe mehr. Das Ergebnis am Ende stimmt aber – der Boden war sauber.
JawScrapers und Haare: das Konzept passt zu dem, was wir gesehen haben
Dass Haare und Tierfell so gut funktioniert haben, liegt laut Roborock an den JawScrapers. Das Anti-Tangle-Konzept mit Haifischzahn-Klingen soll Haare früh abfangen und die Walze haarfrei halten. Ob das jetzt technisch genau so funktioniert wie beschrieben, können wir nicht bis ins letzte Detail nachvollziehen – dafür müsste man die Walze im Betrieb unter dem Mikroskop analysieren.
Was wir aber sagen können: Das Verhalten im Test passt grundsätzlich zur Idee. Tierfell und Flusen wurden sehr gut aufgenommen, und selbst nach mehreren Testdurchläufen blieb nicht auffällig viel in der Rolle hängen. Das System scheint also zu funktionieren.
Station, Selbstreinigung und Trocknung: schnell, aber nicht ohne Haken
Die Basisstation ist bei solchen Geräten fast die halbe Miete, weil sie Wartung und Geruchsthema entscheidet. Roborock setzt hier auf High-Temperature Self-Cleaning bis 95 °C und zusätzlich Heißlufttrocknung mit 95 °C Airflow, inklusive 5-Minuten-Schnelltrocknung und einem leisen 30-Minuten-Zyklus (48 dB).
In der Praxis hat uns gefallen, wie schnell die Stationsreinigung durchläuft, wenn man „Schnell“ nutzt. Mit aktivierter Schnelltrocknung waren wir grob bei rund 35 Minuten, bis das Programm durch war. Das nimmt einem viel von dem typischen „nach dem Wischen kommt die Bastelarbeit“.
Der Haken ist allerdings der Energiehaushalt. Während Reinigung und Trocknung laufen, verbraucht die Station so viel Energie, dass das Laden des Akkus nicht hinterherkommt. Im Gegenteil: Der Akku verliert während des Stationsprogramms sogar an Ladung. Das wird richtig problematisch, wenn der Akku unter 25% fällt – dann bricht die Station das Programm einfach ab, weil nicht genug Saft da ist. Das ist uns im Test zweimal passiert.
Heißt konkret: Wenn du nach dem Wischen direkt wieder loslegen willst, musst du erst mal warten, bis der Akku geladen ist. Die Station reinigt und trocknet zwar super, aber du kannst nicht davon ausgehen, dass das Gerät danach direkt wieder einsatzbereit ist.
Laufzeit und Modi: Eco ist lang, Max ist eine kurze Session
Der Hersteller nennt bis zu 60 Minuten im Eco-Modus. Das klingt auf dem Papier erst mal ordentlich, und im Test hat sich gezeigt, dass diese Angabe auch realistisch ist – zumindest wenn man wirklich im Eco-Modus unterwegs ist und nicht ständig zwischen den Modi hin und her wechselt.
In der Praxis hängt die Laufzeit natürlich stark davon ab, welchen Modus du nutzt. Im Auto-Modus, der die Leistung je nach Verschmutzungsgrad anpasst, kommst du auf etwa 40 Minuten. Das reicht für eine durchschnittliche Wohnung mit 70-80 m² normalerweise locker aus. Im Max-Modus, wenn du volle Power willst, schrumpft die Laufzeit auf rund 30 Minuten. Das ist nicht viel, aber für stark verschmutzte Bereiche oder größere Ketchup-Unfälle durchaus sinnvoll.
Die Frage ist: Wie oft brauchst du wirklich Max? Für die meisten Alltagssituationen reicht Auto völlig aus. Wer allerdings häufig große Flächen in einem Rutsch macht und dabei gern durchgehend mit maximaler Power unterwegs ist, wird bei jedem Akkusystem an Grenzen stoßen – beim F25 Ace Pro ist das nicht anders. Dann heißt es: zwischendurch laden oder in zwei Etappen arbeiten.
Was die Ladezeit angeht: Eine Vollladung dauert etwa 4-5 Stunden. Das ist okay, aber nicht überragend. Wenn du also nach einer Session mit leerem Akku direkt weitermachen willst, brauchst du Geduld.
Was bleibt als Eindruck
Der Roborock F25 Ace Pro ist technisch ein sehr modernes Paket. Die Reinigungsleistung stimmt, die Kantenreinigung auf drei Seiten funktioniert besser als bei vielen Konkurrenzmodellen, und die Station mit Heißwasser-Selbstreinigung nimmt einem wirklich Arbeit ab. Besonders positiv aufgefallen sind uns die Ergebnisse bei Tierfell und Flusen – hier hatte die Walze auch nach mehreren Durchgängen keine Probleme. Auch die Kantenreinigung ist wirklich stark, hier bleibt deutlich weniger Schmutz stehen als gewohnt.
Die Jet-Foaming-Funktion ist eine interessante Idee, die bei hartnäckigen Flecken durchaus helfen kann. In der Bedienung hat uns aber die Verzögerung beim Sprühen gestört – der Schaum kommt nicht sofort, wenn man den Trigger drückt, und stoppt auch nicht direkt beim Loslassen. Das nimmt dem Feature ein Stück Präzision, wenn man gezielt arbeiten will.
Wo uns der F25 Ace Pro enttäuscht hat: Die fehlende LED vorne macht es schwer, in dunklen Ecken oder unter Möbeln Schmutz zu erkennen. Die Station hat keine Einfahr-Rampe, du musst das Gerät also anheben – bei anderen Geräten in dieser Preisklasse ist das mittlerweile Standard. Der größte Kritikpunkt ist aber das Energie-Management der Station. Während Reinigung und Trocknung laufen, entlädt sich der Akku, statt zu laden. Fällt die Ladung unter 25%, bricht die Station das Programm einfach ab. Das ist uns im Test zweimal passiert und kostet echte Nerven, wenn man direkt weitermachen will.
Insgesamt ist der F25 Ace Pro ein leistungsstarker Wischsauger mit starken Kernfunktionen, der aber bei Komfortdetails Federn lässt. Wenn du einen Wischsauger suchst, der bei Kanten, Tierfell und gemischtem Alltagsdreck überzeugt und du mit den genannten Schwächen leben kannst, bekommst du hier ein solides Gerät. Wer maximalen Bedienkomfort, fehlerfreies Energie-Management und präzise Schaumdosierung erwartet, sollte sich auch Alternativen anschauen – oder auf ein Software-Update hoffen, das zumindest das Akku-Problem in den Griff bekommt.
- durchaus überzeugende Reinigungsleistung
- Kantenreinigung von drei Seiten
- SlideTech 2.0 macht das Handling leichter
- Stationsreinigung und Trocknung nehmen viel Wartung ab
- Haare bleiben nicht in der Walze hängen
- Schaumfunktion hilft bei hartnäckigen Flecken
- keine LED-Beleuchtung vorne
- Gerät muss in die Station angehoben werden
- Akku entlädt sich während Stationsprogrammen, bricht unter 25% ab
- Schaumfunktion reagiert verzögert
- Fernsteuerung rückwärts hakelig
Roborock F25 Ace Pro
Design & Verarbeitung
Bedienkomfort
Reinigungsleistung
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis
81/100
Der Roborock F25 Ace Pro überzeugt mit starker Reinigungsleistung, hervorragender Kantenreinigung und einer Station, die mit Heißreinigung und Trocknung viel Wartung abnimmt. Die Jet-Foaming-Funktion ist eine interessante Ergänzung, reagiert in der Praxis aber leicht verzögert. Kleinere Schwächen wie die fehlende LED-Beleuchtung, das Akku-Problem während der Stationsreinigung und die fehlende Einfahr-Rampe trüben den ansonsten sehr guten Gesamteindruck nur leicht.