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Roborock F25 Ultra Test: Pralle Ausstattung und starke Reinigung

Wischsauger-Fans aufgepasst – Roborock hat ein neues Flaggschiff im Portfolio. Und das verspricht so einiges. So will der smarte Haushaltshelfer nicht nur euren Boden mit über 80°C heißem Wasser selbst von hartnäckigen Fettflecken befreien. Obendrein gibt’s eine Dampffunktion, bei der 180°C heißer Dampf Bakterien den Kampf ansagen soll. Nebenbei soll es hohen Bedienkomfort dank Selbstreinigung geben – natürlich auch mit Heißwasser und optional sogar mit Dampf. Ob das prall gefüllte Ausstattungspaket auch in der Praxis punktet, verraten wir euch im Roborock F25 Ultra Test.

Technische Daten

Modell Roborock F25 Ultra
Saugleistung 22.000 Pa
Reinigungsmodi  – Auto-Modus
– Schwamm-Modus
– Heißwassermodus
– Dampfmodus
Volumen Schmutzwassertank 750 ml
Volumen Frischwassertank 1.000 ml
Besondere Features – LED-Beleuchtung
– Automatische Beigabe von Reinigungslösung
– Flach hinlegbar (180°)
– Dampffunktion (180°C)
– Heißwasserreinigung (86°C)
Selbstreinigung – Heißwasserwäsche (90°C)
– Dampfreinigung (150°C)
– Heißlufttrocknung (max. 95°C)
Preis € 679,00 *

Lieferumfang

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  • Roborock F25 Ultra Wischsauger
  • Lade-/Reinigungsstation
  • Ersatzfilter
  • Reinigungstool
  • Netzkabel
  • Reinigungslösung
  • Benutzerhandbuch

Roborock F25 Ultra Test: Design und Verarbeitung

Auf den ersten Blick wird klar: Der Roborock F25 Ultra ist ein waschechter Wischsauger. Schließlich setzt der Experte für smarte Haushaltshelfer beim Aufbau des Gadgets auf Bewährtes. Im oberen Bereich findet ihr die Haltestange. Am ergonomisch geformten Handgriff befinden sich die drei Bedientasten, welche ihr bequem mit dem Daumen erreicht. Die Stange mündet in der Haupteinheit.

Auf deren Oberseite befindet sich ein Display, das euch auf einen Blick die wichtigsten Parameter wie Akkustand, den gegenwärtigen Reinigungsmodus und die Ergebnisse des Schmutzsensors präsentiert. Weiterhin befinden sich in der Haupteinheit der Motor, Akku und Schmutzwassertank. Letzterer bietet ein Fassungsvermögen von 750 ml. Der Frischwassertank bietet sage und schreibe 1000 ml und ist damit schlicht gigantisch.

Das fällt insbesondere mit Vergleich zu anderen Roborock-Wischsaugern wie dem Roborock Flexi Pro (Test€ 463,00 *) auf. Zum Vergleich: Dieser kommt mit 450 ml (Schmutzwasser) und 730 ml (Frischwasser) daher. Und das kommt nicht von ungefähr. Schließlich befindet sich der Frischwassertank anders als beim Flexi Pro nicht in der Haupteinheit, sondern wandert runter zur Wischeinheit.

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In der Ladestation findet Akkuladung und Selbstreinigung statt

Weiterhin bietet der Frischwassertank einen separaten Tank für Reinigungslösung, die beim Wischen automatisch beigemengt wird. Trotz der veränderten Porisiton des Tanks lässt sich der F25 Ultra genauso wie der Flexi Pro im Winkel von 180° flach auf den Boden legen, um auch Bereiche unter flachen Möbeln erreichen zu können. Wenn der Wischsauger hingelegt wird, misst er in der Höhe gerade einmal 12,5 cm. Damit ist er nur unwesentlich höher als manch Saugroboter.

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Natürlich sitzt in der Reinigungseinheit auch die Wischwalze. Roborock setzt hier auf ein randloses Design, was eine umfassende Reinigung in Bereichen von Möbelkanten und Fußbodenleisten gewährleisten soll. An der Front der Einheit platziert Roborock mehrere LEDs. Diese zaubern blaues Licht auf den Boden vor dem Wischsauger, was Schmutz erkennbar machen soll. Weiterhin sitzen hier die sechs Düsen, über die der F25 Ultra den Wasserdampf abgibt.

Roborock F25 Ultra Test: Roborock App

Der Flaggschiff-Wischsauger von Roborock kommt mit einer praktischen App daher. Diese braucht ihr nicht zwangsläufig, um den smarten Haushaltshelfer nutzen zu können. Dennoch sollte man hier mal einen Blick reinwerfen. Schließlich ermöglicht die für iOS- und Android-Geräte verfügbare Software spannende Möglichkeiten für weitere Einstellungen. So könnt ihr hier beispielsweise Anpassungen an der Selbstreinigung vornehmen.

Will man lieber eine Reinigung mit Heißwasser oder heißem Dampf? Soll die Walze blitzschnell oder etwas langsamer und dafür energiesparender getrocknet werden? Der Nutzer hat die Wahl. Auch lassen sich alle vier Reinigungs-Modi individuell anpassen. Ein spannendes Feature ist auch die Fernsteuerung. Hier könnt ihr den Wischsauger wie ein ferngesteuertes Auto über den Boden fahren lassen und nutzt dafür ein Digitalkreuz auf dem Smartphone-Display.

Laut Roborock soll das Reinigungsfahrten unter Möbeln wie eurer Couch möglich machen. Mehr als eine kleine Spielerei ist Feature aus meiner Sicht aber nicht. Schließlich drehten die Räder im Fernsteuerungsmodus auf dem feuchten Boden durch, weshalb der Wischsauger sich nur recht krampfig über den Boden steuern lässt. Das soll aber nicht negativ ins Gewicht fallen, da man das Feature ja nicht nutzen muss, um den F25 adäquat verwenden zu können.

Roborock F25 Ultra Test: Einfache Bedienung

Der Roborock F25 Ultra lässt sich kinderleicht bedienen. Entsprechenden Bedienkomfort spürt man bereits beim Aufbau. Ihr müsst lediglich die Führungsstange in das Hauptgehäuse stecken, den Frischwassertank füllen, die Reinigungsstation per Netzkabel mit Strom versorgen und schon kann es losgehen. Bei der Bedienung selbst ist das Gerät selbsterklärend. Am Handgriff befinden sich insgesamt drei Knöpfe, mit denen ihr die Reinigung steuert.

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Über die eine Taste startet und stoppt ihr die Reinigung. Über den zweiten Knopf wechselt ihr zwischen den Reinigungsmodi. Welcher gerade aktiv ist, erfahrt ihr über den integrierten Lautsprecher, aber auch über Blick auf das große und gut erkennbare Display. Die dritte Taste kommt dann zum Einsatz, wenn der Wischsauger in der Ladestation steht. Hier lässt sich nämlich per Knopfdruck die Selbstreinigung der Wischwalze in Gang setzen.

Roborock F25 Ultra Test: Reinigungsmittel kommt automatisch

Auf Bedienkomfort setzt Roborock auch beim Füllen des Frischwassertanks. Entweder man schnappt sich einen Messbecher und füllt den Frischwassertank einfach, während er im Wischsauger verbleibt. Alternativ lässt sich der Tank aber auch abnehmen und am Wasserhahn füllen. Wer bei der Reinigung auf Reinigungslösung setzen möchte, muss diese beim F25 Ultra nicht bei jeder Frischwasserfüllung beigeben.

Stattdessen setzt Roborock auf einen separaten Tank, in den ihr die Reinigungslösung füllt. Im Anschluss mengt der Wischsauger die Lösung dem Frischwasser automatisch bei. Roborock spricht davon, dass eine Füllung des Reinigungstanks bei durchschnittlicher Reinigung für etwa 30 Tage ausreichen soll. Auch der Schmutzwassertank glänzt in der Praxis.

Schließlich trennt er dank praktischem Sieb Feststoffe vom übrigen Schmutzwasser. Was sich ebenfalls sehen lassen kann, ist die Slide-Tech 2.0 Technologie. Hierbei unterstützen euch motorisierte Räder beim Bewegen des Wischsaugers. So kann man im Betrieb schnell mal vergessen, dass er mit satten 5,6 kg alles andere als ein Leichtgewicht ist.

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Laut Roborock arbeitet das System KI-basiert und erkennt so automatisch die Richtung, in die der Wischsauger bewegt wird. Insbesondere in Kombination zum 70°-Drehgelenk macht sich das im Alltag auf jeden Fall bemerkbar, da auch längere Reinigungssessions mit dem F25 Ultra so kein Problem sind. Äußerst praktisch ist natürlich auch das Licht, welches an der Front zum Einsatz kommt.

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Im Gegensatz zum Flexi Pro ist dieses nicht einfach nur weiß, um euch auch in dunklen Arealen Übersicht zu verschaffen. Stattdessen setzt Roborock hier auf ein blaues Licht, das im optimalen Winkel auf den Boden strahlt, damit euch hier kein Staubkorn entgeht. Doch dank smartem Schmutzsensor müsst ihr nicht selbst auf Verschmutzungssuche gehen. Vielmehr analysiert der Sensor den Verschmutzungsgrad und bildet das Ergebnis in Form eines Farbbalkens auf dem Display ab.

Roborock F25 Ultra Test: Heißwasser- und Dampfmodus

Der Roborock F25 Ultra bietet für nahezu jedes Szenario einen passenden Reinigungsmodus. Dabei bietet er eine maximale Saugleistung von beeindruckenden 22.000 Pascal. In Kombination zum Abwärtsdruck von starken 33 N sollen auch hartnäckige Flecken zuverlässig entfernt werden. Insgesamt stehen euch vier Modi zur Wahl.

Im Test nutzte ich hauptsächlich den Auto-Modus. Hier passt der Wischsauger seine Saugleistung und Wasserdurchflussrate an den gegenwärtigen Verschmutzungsgrad an, den der DirTect-Sensor ermittelt. Und das funktioniert richtig gut. Ich verteilte eine Mischung aus Müsli und Milch auf meinem Vinyl-Boden und der Roborock entfernte das Ganze schnell und zuverlässig – nach nur einem Durchgang.

Obendrein gibt es den sogenannten Schwamm-Modus, der seinem Namen alle Ehre macht. Dieser eignet sich, um verschüttete Flüssigkeiten aufzusaugen. Im Test habe ich Kaffee auf meinem Boden verteilt und der F25 Ultra saugte diesen rückstandslos auf. Während diese beiden Modi mittlerweile standardmäßig an Bord von so ziemlich jedem Wischsauger sind, bietet der F25 Ultra zwei weitere Modi, die wirklich besonders sind.

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Im Heißwasser-Modus hatte die eingetrocknete Nutella keine Chance

Zum einen gibt es einen einen Heißwasser-Modus, der mich an den Dreame H15 Pro Heat (Test€ 499,00 *) erinnert. Hier kommt 86°C heißes Wasser zum Einsatz, um selbst hartnäckige Fettflecken zu lösen. Dank der insgesamt 32 Wasserauslässe wird die Reinigungswalze gleichmäßig mit dem Heißwasser befeuchtet. Im Test war ich begeistert vom Heißwasser-Modus.

Selbst hartnäckige eingetrocknete Marmeladen- und Nutellaflecken waren für ihn kein Problem. Und als wäre das noch nicht genug, kommt der F25 Ultra auch noch mit einem Dampf-Modus daher, der mich wiederum an den des Tineco Floor One S7 Stretch Steam Plus (Test€ 699,00 *) erinnert. Der Dampf wird beim Roborock über insgesamt sechs Düsen ausgegeben, die in einem optimierten Winkel von 48° auf den Boden sprühen.

Der Kamm schabt den Schmutz von der Walze herunter

Auch das funktionierte im Test hervorragend. Nach einer kurzen Aufheiz-Phase sprüht der Roborock den Dampf gekonnt auf den Boden, was insbesondere bei der Reinigung von Fliesen in Küche und Badezimmer hervorragend ist. Doch Roborock betont, dass der 180°C heiße Dampf auch auf Holzböden schonend arbeiten können soll. Das Ganze hat sich der Hersteller sogar vom TÜV Süd zertifizieren lassen.

Ein großer Vorteil gegenüber dem Konkurrenten von Tineco ist ganz klar die automatische Beigabe der Reinigungslösung. Während man bei der Konkurrenz von Tineco nämlich penibel darauf achten muss, dass sich während der Nutzung des Dampf-Modus keine Reinigungslösung im Frischwassertank befindet, kümmert sich der Roborock ganz einfach selbst darum. Hervorragend!

Mindestens genauso gut gefällt mir das Bürstendesign. Durch die randlose Bürste könnt ihr nahtlos entlang von Fußbodenleisten wischen. Ein praktischer Kamm kümmert sich wiederum darum, dass Haare und anderer haftender Schmutz aus der Walze heraus gekämmt werden. Das einzige, was mir fehlt, ist ein vergleichbarer Greifarm, der beim Dreame H15 Pro (Test€ 399,00 *) Premiere feierte. Das macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn man frontal auf Fußbodenleisten zurollt.

Roborock F25 Ultra Test: Selbstreinigung

Nach jeder Reinigungstour stellt ihr den Roborock in seine Ladestation zurück und aktiviert per Knopfdruck die Selbstreinigung. Auch hier macht der F25 Ultra keine halben Sachen. Zunächst wird die Walze wahlweise mithilfe von 90°C Heißwasser oder 150°C heißem Wasserdampf von haftendem Schmutz befreit. Hier haben schon allein aufgrund der hohen Temperaturen Bakterien keine Chance. Im Anschluss folgt eine Trocknung mit Heißluft.

Nach der Selbstreinigung war nichts mehr auf der Walze zu erkennen

Wer es eilig hat, kann dabei auf 95°C Heißluft zurückgreifen, wodurch die Walze nach gerade einmal 5 Minuten wieder komplett trocken ist. Alternativ könnt ihr auch einen energiesparenden Trocknungsmodus wählen, der die Walze nach 30 Minuten komplett getrocknet hat. Zwischen den Modi könnt ihr in der App wechseln. Ein anschließender Blick auf die Walze war mehr als überzeugend. So wurde die Bürste nicht nur hervorragend gesäubert, sondern war komplett durchgetrocknet und flauschig wie neu.

Roborock F25 Ultra Test: Akkulaufzeit

Selbstredend sind Heißwasser- und Dampfmodus recht energieintensiv. Deshalb dürft ihr auch keine atemberaubende Akkulaufzeit erwarten, wenn ihr euch für einen der hochtemperierten Modi entscheidet. Schlussendlich bekommt ihr dann eine knappe halbe Stunde an Reinigungsdauer geliefert. Da die beiden Modi in der Regel in einzelnen Räumen oder bestimmten Stellen zum Einsatz kommen dürften, reicht das aus meiner Sicht vollkommen aus.

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Bild: Roborock

Deutlich ausdauernder ist der Roborock in den anderen Modi. Roborock spricht hier von einer Laufzeit von bis zu 60 Minuten. Im Test erreichte ich eher eine Akkulaufzeit von einer guten Dreiviertelstunde. Das ist aus meiner Sicht aber ein sehr guter Wert. In Ermangelung einer Schnellladefunktion müsst ihr beim Laden des Akkus aber recht geduldig sein. So benötigte er knapp vier Stunden um seinen Akku wieder vollständig füllen zu können.

Fazit

Mit dem Roborock F25 Ultra liefert Roborock ein beeindruckendes Flaggschiff unter den Wischsaugern, das vor allem durch seine starke Reinigungsleistung und sein durchdachtes Komfortpaket überzeugt. Die Kombination aus Heißwasser- und kraftvollem Dampfmodus macht selbst hartnäckige Flecken und Bakterien problemlos den Garaus – und das TÜV-zertifiziert auch auf sensiblen Holzböden. Der üppig dimensionierte Frischwassertank, die automatische Beimischung von Reinigungsmittel und die randlose Bürste sorgen für hohe Effizienz im Alltag. Eine große Stärke ist die nahezu vollständig automatisierte Selbstreinigung.

Roborock F25 Ultra
Bild: Roborock

Walzenwäsche mit heißem Wasser und Dampf sowie schnelle Trocknung lassen den F25 Ultra hygienisch und jederzeit einsatzbereit wirken. Die App liefert sinnvolle Zusatzfunktionen, auch wenn nicht alles – wie die Fernsteuerung – wirklich notwendig ist. Kritikpunkte sind die lange Ladezeit und die nicht allzu gute Randreinigung, wenn man frontal auf Möbelkanten oder Fußbodenleisten zufährt. Doch diese Nachteile wiegen angesichts der starken Gesamtperformance gering. Wer maximale Reinigungsleistung, viel Nutzerkomfort und eine starke Ausstattung sucht, findet im Roborock F25 Ultra den derzeit besten Wischsauger am Markt.

PRO

  • Sehr starke Reinigungskraft
  • Heißwasser-Modus (ca. 86 °C) und Dampfmodus (bis zu ca. 150 °C)
  • Großer Frischwassertank (1000 ml) sowie
  • separater für Tank Reinigungslösung
  • Automatische Beimischung der Reinigungslösung
  • Randlose Bürste und LED-Beleuchtung an der Front
  • Starke Ausstattung für hohen Bedienkomfort
  • Selbstreinigungsstation inklusive Heißwasser- oder Dampfwäsche
  • Flache Bauweise erlaubt Reinigung unter Möbeln.

CONTRA

  • Akkulaufzeit im Heißwasser-/Dampfmodus eher begrenzt
  • Ladezeit relativ lang

Roborock F25 Ultra

Design & Verarbeitung
Bedienkomfort
Reinigungsleistung
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

97/100

Der Roborock F25 Ultra sichert sich mit starker Reinigungsleistung und beeindruckender Ausstattung derzeit den Thron der Wischsauger.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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