Tenda CH9 Test: Kabelgebundene WLAN Überwachungskamera mit gleich zwei Außenkameras

Simon Lüthje
Simon Lüthje · 8 Min. Lesezeit
Tende DE CH9 Test

Hochauflösend, robust und vergleichsweise günstig – so präsentiert sich die Tende CH9 in unserem Test. Die Überwachungskamera setzt auf eine duale Kameraführung inklusive Nachtsichtmöglichkeiten, eine Vielzahl an praktischen Zusatzfeatures und eine lokale Sicherung von Daten. Wir verraten, welche Stärken und Schwächen die Kamera bietet und wann es sich lohnt, das Produkt zu kaufen.

Der Lieferumfang der Tenda CH9 in der Übersicht

Der Lieferumfang dieser Überwachungskamera fällt recht kompakt aus, beinhaltet letztendlich jedoch alles, was wir für den reibungslosen Aufbau und Betrieb benötigen. Neben der Kamera selbst sind noch ein Stromkabel, eine kurze Bedienungsanleitung sowie ein optionaler Wasserschutz vorhanden.

Überdies sind vier Dübel und Schrauben inkludiert, die zum Anbringen an Wänden oder Decken benötigt werden. Kombiniert wird dies mit einer einfachen Schablone, die selbstklebend ist und beim Bohren der Dübellöcher zum Einsatz kommt.

Der Lieferumfang fällt erwartungsgemäß kompakt aus.

Eine MicroSD-Karte ist allerdings nicht vorhanden. Wer also Bilder und Videos lokal sichern möchte, muss sich selbst eine Micro‑SD‑Karte kaufen. Unterstützt werden hier immerhin Varianten mit bis zu 512 GB Speicherplatz. Außerdem bietet Tenda die Möglichkeit, die Cloud-Funktion bis zu 90 Tage kostenlos zu testen, bevor dann ein Abonnement notwendig ist. Je nach Umfang und gewünschten Funktionen kostet das Abo zwischen 4,99 € und 99,99 €.

Installation & Aufbau der Tenda CH9

Das Anbringen der Kamera ist schnell durchgeführt, wenn die entsprechenden Werkzeuge vorhanden sind. An dem gewünschten Ort müssen lediglich die Löcher für die Dübel und Schrauben gebohrt werden, was dank der im Lieferumfang enthaltenen Schablone echt simpel ist. Letztere wird einfach an der entsprechenden Stelle aufgeklebt und das Bohren der Löcher ist innerhalb weniger Sekunden erledigt.

Nach dem Anbringen muss nur noch der Stromanschluss verlegt werden. Die Kabellänge von drei Metern fällt für unseren Geschmack etwas zu kurz aus, denn im Test musste die Tenda CH9 zusätzlich per Verlängerungskabel angebunden werden. Wer die Kamera nicht über WLAN einbinden möchte, kann zudem ein Ethernetkabel anschließen.

Positiv ist, dass ein zusätzlicher Regenschutz im Gesamtpaket enthalten ist. Hiermit werden die Übergänge der beiden Kabelausgänge für Strom und Ethernet zusätzlich vor potenziellem Regen geschützt. Auch der Slot für die (optionale) Micro-SD-Karte ist zusätzlich vor den Witterungsbedingungen geschützt.

Zum Schluss sollte die kostenlose TDSEE-App auf einem Smartphone oder Tablet installiert werden, um die Einrichtung abzuschließen. Über die App lassen sich dann die beiden Kameras wie gewünscht ausrichten und sämtliche Funktionen können aktiviert oder deaktiviert werden. So dauert der gesamte Aufbau – inklusive des Bohrens der Dübellöcher und sämtlicher App-Einstellungen – ungefähr 15 Minuten.

Technische Daten

Produkt Tenda CH9
Auflösung 2x 2K (jeweils 3 Megapixel)
Audio Zwei-Wege
Micro-SD-Kartengröße bis 512 GB
KI-Erkennung Personen, Fahrzeuge, Tiere, Blätter
Reichweite Sicht bis zu 30 Meter
IP-Zertifizierung IP65
Material Polycarbonat (PC)
Internetanbindung WLAN, Ethernetkabel
Nachtsicht Ja
Anzahl Nachtsicht IR-LEDs 6
Preis UVP 49,99 €*

Tenda CH9 Test: Features & Funktionen

Sämtliche Funktionen und Steuerungsmöglichkeiten der Tenda CH9 konnten in unserem Test über die App eingestellt und angepasst werden. Positiv ist, dass echt viele Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten vorhanden sind. Das beginnt schon bei der Ausrichtung der beweglichen Kamera, die sowohl manuell als auch automatisch angepasst werden kann. Doch bietet die Überwachungskamera noch so viel mehr Features.

Zwei Kameras in einem Gerät

Ein klarer Vorteil dieses Modells ist die Tatsache, dass gleich zwei Kameras in dem Gerät verbaut wurden. So ist es nicht nur möglich, einen großen Bereich abzudecken, sondern auch gleich zwei verschiedene Sichtfelder zu beobachten. Das ist besonders praktisch, wenn man etwa links und rechts der Haustür oder beide Seiten eines Ganges per Überwachungskamera abdecken möchte.

Bewegungserkennung anpassen

Die vielleicht wichtigsten Features lassen sich hier finden. So können Nutzer einstellen, wann genau ein Alarm ausgelöst werden soll und was vom System ignoriert werden darf. Dank intelligenter Erkennung können Fahrzeuge, Tiere und sogar Blätter herausgefiltert werden. Wer möchte, kann jedoch auch einen Alarm erhalten, sobald etwa der Postbote hält oder eine Katze den Kamerabereich betritt.

Echt praktisch ist außerdem die „Linienüberquerungserkennung“. Hinter diesem langen Wort versteckt sich die Möglichkeit, einen bestimmten Bereich in dem Aufnahmebereich auszuwählen. Nur wenn eine Bewegung innerhalb dieses Bereichs erkannt wird, wird auch der Alarm ausgelöst.

Anpassungsmöglichkeiten für den Alarm

Auch die Art und Weise, wie Alarme ausgelöst werden, kann angepasst werden. In der Standardeinstellung erhalten Nutzer eine Push-Benachrichtigung auf das mobile Endgerät. Weiterhin gibt es jedoch auch die Möglichkeit, einen Alarmton abspielen zu lassen, sobald eine Bewegung erkannt wurde – als eine Art Warnung für etwaige Fremdpersonen.

Hier lassen sich fünf verschiedene Varianten auswählen: Neben einer klassischen Sirene und einem „Willkommen“ werden auch Warnungen ausgesprochen. Außerdem können Nutzer benutzerdefinierte Töne in die App laden und abspielen lassen.

Kameraaufnahmen und -wiedergabe optimieren

Eine weitere wichtige Rubrik sind die Einstellungsmöglichkeiten für Audio und Video. Hier lassen sich die Lautstärke der Lautsprecher sowie die des integrierten Mikrofons der Kamera einstellen. Wer wie bei einer direkt in der Haustürklingel integrierten Kamera zum Beispiel mit einem Paketlieferanten sprechen möchte, wird sich über diese Funktion freuen – auch wenn die Wiedergabequalität mitunter etwas blechern wirkt.

Die Qualität der verbauten 2K-Kamera dürfte für die meisten Belange vollkommen ausreichen.

Etwas Zeit sollte obendrein investiert werden, um Helligkeit und Kontrast anzupassen, um die bestmögliche Qualität bei Aufnahmen zu erzielen. Wer möchte, kann zudem die Auflösung von 2K auf 1.080 Pixel oder gar 720 Pixel herunterskalieren. Das reduziert den benötigten Speicherplatz enorm.

Einordnung: Für wen lohnt sich die Tenda CH9?

Grundsätzlich richtet sich die Tende DE CH9 in unserem Test an Nutzer, die eine günstige Überwachungskamera für den Außeneinsatz suchen, denn dank IP65-Zertifizierung stellt selbst direkter Regen kein Problem dar. Dank moderner KI-Elemente, die bei der Erkennung von Bewegungen weiterhelfen, löst dieses Modell tatsächlich nur dann aus, wenn die selbst eingestellten Bewegungen und Muster erkannt werden. Damit eignet sie sich sowohl für einen Einsatz an der Haustür als auch im Garten oder Hof.

Kleinere Abstriche müssen jedoch bei der Aufnahmequalität gemacht werden, denn beide Kameras arbeiten lediglich mit 3 MP sowie einer Auflösung von 2K. Bei teureren Modellen und den besten Überwachungskameras ist heutzutage eine Auflösung von 4K bereits der Standard. Auch sollte beachtet werden, dass ein ständiger Stromanschluss benötigt wird, denn einen integrierten Akku oder gar eine Lademöglichkeit via Solarpanel gibt es nicht.

Wer allerdings schon eine Kamera von Tenda besitzt, kann auch die DE CH9 nahtlos in das Home-System integrieren. So werden über die App sämtliche Kameras simultan angezeigt und jede Kamera lässt sich einzeln auswählen und nach den eigenen Wünschen kalibrieren.

Tenda CH9 im Praxistest

In unserem Tenda CH9 Praxistest überzeugt die Kamera zunächst einmal durch einen intuitiven Aufbau, eine komplexe App und eine gute Aufnahmequalität in 2K. Selbst bei Nacht gibt es keine großen Abstriche zu nennen – mit Ausnahme der sechs verbauten IR-LEDs, die in der Dunkelheit doch recht stark rot leuchten. Für einen Einsatz direkt im oder am Kinder- oder Schlafzimmer eignet sich das Modell somit nur bedingt.

Die Bewegungserkennung selbst löst absolut zufriedenstellend aus und auch das Erkennen von Tieren hat in unserem Test problemlos funktioniert. Allerdings soll die bewegliche Kamera in der Lage sein, einmal erkannte Personen zu verfolgen. Das hat im Test nur geklappt, wenn die Person relativ langsam gelaufen ist.

Was ebenfalls perfekt funktioniert hat, ist die Kommunikation über Mikrofon und Lautsprecher. Egal, wo ich mich im Haus aufgehalten habe, ich konnte jederzeit mit Besuchern oder Lieferanten kommunizieren. Außerdem kann ich nur jedem dazu raten, sich etwas mit der App zu beschäftigen, um wirklich das Maximum an Funktionen aus der Überwachungskamera herauszuholen.

Tenda CH9 Test: Unser Fazit

Alles in allem sind wir gerade im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis beeindruckt. Die Überwachungskamera bietet nicht nur KI-unterstütztes Erkennen, sondern überzeugt ebenso durch eine Vielzahl an hilfreichen und sinnvollen Einstellungsmöglichkeiten.

Zwar gibt es auch einige Einbußen, gerade im Hinblick auf die 2K-Auflösung (hier sind Kameras wie die Arlo Ultra 3 schon weiter) oder die etwas blecherne Wiedergabe durch den integrierten Lautsprecher. Doch wer mit diesen kleineren Abstrichen leben kann, wird mit der Tenda CH9 absolut zufrieden sein.

Silver Award für Tenda DE CH9 - 09/2026TendaDE CH909/2026

VORTEILE

  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Schwenkbare Kamera vorhanden
  • Inklusive Mikrofon und Lautsprecher
  • Nachtsicht (teilweise sogar in Farbe)
  • IP65 zertifiziert

NACHTEILE

  • Kamera nur 3 MP
  • Strom nur per Kabel

Detailbewertung

Installation85
Features83
Verarbeitung90
Aufnahmequalität88
Preis-Leistungsverhältnis90

Fazit

Die Tenda CH9 überzeugt mit solidem Preis-Leistungs-Verhältnis, vielen smarten Features und grundsolider Bildqualität. Für unter 50€ eine klare Empfehlung für die Überwachungskamera im Außeneinsatz.

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