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Teufel Cinebar 22 Test: Kompaktes Heimkino mit Wucht

Mit der Cinebar 22 verfolgt Teufel das Ziel, ein leistungsstarkes Heimkino-Soundbar-System anzubieten, das ohne klassischen AV-Receiver und ohne zusätzliche Höhenlautsprecher auskommt, dabei aber dennoch moderne 3D-Audioformate wie Dolby Atmos und DTS Virtual:X unterstützt. Im Teufel Cinebar 22 Test haben wir die stylische Soundbar im Set mit zwei Rear-Speakern sowie einem großen Subwoofer testen dürfen. Handelt es sich um den Heilsbringer für all diejenigen unter euch, die ein kräftiges, raumfüllendes Klangbild wollen, aber schlicht nicht den Platz für ein großes Lautsprecher-Setup haben? Wir verraten es euch.

Technische Daten

Modell Teufel Cinebar 22
Maße 100 x 7,8 x 14,7 cm
Material – Kunststoff mit Metallgitter
– Gehäuseoberfläche Lack, matt
– Wandhalterungsbefestigung
Leistung 175 Watt (Soundbar)
Anschlüsse – AUX
– Cinch-Eingang Stereo
– Digital-Eingang optisch
– Bluetooth (AAC + 5.3)
– HDMI Out 3D ARC CEC
– HDMI In
Wiedergabe – Dolby Atmos
– Dolby Digital
– DTS Digital Surround
– DTS:X
– Dynamore Ultra
Elektronik – Integrierter DSP
– Ein-/Ausschalt-Automatik
– Speicher für Einstellungen bei Netztrennung
– Standby-Funktion
– Wireless Subwoofer
– Gesamtausgangsleistung (RMS) 175 W
– Klanganpassung
– Verstärker-Technologie Class D
– Verstärkerkanäle 8
Lautsprecher – Untere Grenzfrequenz (-3 dB): 33 Hz
– Breitbandlautsprecher (Anzahl pro Box): 2
Breitbandlautsprecher (Durchmesser): 50 mm
Breitbandlautsprecher (Material): Aluminium
Hochtöner (Anzahl pro Box): 3
Hochtöner (Durchmesser): 25 mm
Mitteltöner (Anzahl pro Box): 3
Mitteltöner (Durchmesser): 100 mm
Frequenzbereich: 33 – 24000 Hz
Akustisches Prinzip: 3-Wege-System
Gehäuseaufbau: Geschlossen
Bedienung – Fernbedienung
– Touch-Panel
– LC-Display
Preis

Lieferumfang

teufel cinebar 22 test

  • Teufel Cinebar 22
  • Netzkabel
  • Fernbedienung (inkl. 2x AAA-Batterien)
teufel cinebar 22 test
In der von uns getesteten Surround Power Edition gibt es zusätzlich noch den T 10 Subwoofer und 2x Effekt 2 Rear Speaker dazu

Teufel Cinebar 22 Test: Design und Verarbeitung

Die Klangschmiede aus Berlin steht seit jeher für HiFi-Technik, die man auch gerne im Wohnzimmer platziert. Und das ist auch bei der Cinebar 22 der Fall. Dabei ist die wahlweise in Schwarz oder Weiß erhältliche Soundbar nicht zu auffällig, als dass sie vom Wesentlichen – dem Fernsehinhalt – ablenkt. Mit ihren Maßen von ca. 100 × 7,8 × 14,7 cm ist die Cinebar 22 lang und schlank genug, um unter nahezu jedem Fernseher ab etwa 50 Zoll Platz zu finden. Für meinen 42 Zoll großen TV im Arbeitszimmer ist sie für meinen Geschmack hingegen etwas zu wuchtig.

teufel cinebar 22 test

Ansehnlich ist die Kombination aus matten und glänzenden Elementen. Beim Gehäuse setzt Teufel überwiegend auf hochwertigen Kunststoff. Besonders gut gefallen haben mir die Metallgitter, die fein gelocht daherkommen und einen robusten Eindruck machen. Auch bei der Verarbeitung überlassen die Berliner nichts dem Zufall. Für die Preisklasse in der wir uns hier befinden, bewegt sich die Qualität nämlich auf einem wirklich hohen Niveau.

Nichts knackt oder knarzt und Übergänge wie Spaltmaße sind hervorragend. Damit man die wichtigsten Parameter der Soundbar im Blick behält, verfügt sie über ein kleines, aber feines LC-Display. Hier könnt ihr Dinge wie Klangmodus, Input oder die Lautstärke nachvollziehen. Dank Dimmfunktion blendet sie auch bei dunkler Umgebung nicht. Leider lässt es sich von der Seite mitunter schwer ablesen.

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Auf der Oberseite der Soundbar befindet sich ein Bedienfeld, das auf berührungsempfindliche Tasten setzt, die erfreulich reaktionsfreudig sind. So ist bspw. eine schnelle Anpassung der Lautstärke oder ein Input-Wechsel möglich. Alternativ könnt ihr auch die beiliegende Fernbedienung nutzen. Diese könnte aus unserer Sicht gerne etwas hochwertiger sein. Auf der Unterseite der Soundbar befinden sich die Anschlüsse. Dank der beiden rückseitigen Mulden mit passenden Gurten ist das Kabelmanagement recht unkompliziert.

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Ihr bekommt folgende Anschlüsse:
  • OPT IN
  • AUX IN
  • USB
  • HDMI IN
  • HDMI OUT (TV)
  • Netzanschluss

In der einen Mulde befinden sich dann noch zwei Tasten für Setup und Reset. So hinterlässt die Cinebar 22 in Sachen Optik und Verarbeitung einen wirklich hervorragenden Eindruck. Zu meckern gibt es hier eigentlich nur bei Kleinigkeiten. So ist die Fernbedienung der Soundbar in Sachen Wertigkeit keinesfalls ebenbürtig. Auch sammeln sich bei der Hochglanz-Bedienfläche gerne Fingerabdrücke. Abseits davon überzeugt die Soundbar aber vor allem mit ihrem schnörkellosen Design.

Teufel Cinebar 22 Test: Standardversion mit flachem Subwoofer

Teufel bietet die Cinebar 22 in verschiedenen Ausführungen an. In der preiswertesten Version kommt die Soundbar mit einem flachen T6-Subwoofer daher, die mit seinen Maßen von ca. 12 × 42 × 42 cm erstaunlich flach ist und sich so perfekt im Raum verstecken lässt. Alternativ kommt die Soundbar aber auch mit einem deutlich größeren Subwoofer, der zwar ebenfalls auf eine kabellose Verbindung setzt, sich aber deutlich schwieriger verstecken lässt.

Diese Ausführung für Bass-Liebhaber hat die Berliner Klangschmiede uns zum Test zur Verfügung gestellt. Als Subwoofer kommt hier der Teufel T10 (€ 424,99 *). Auch dieser kommt in gewohnt hoher Verarbeitungsqualität daher. Mit den Maßen von knapp 35 x 48 x 38 cm und einem Gewicht von satten 15,6 kg ist er allerdings recht präsent. Wer also ein eher zurückhaltendes System nutzen möchte und nicht allzu wuchtigen Bass benötigt, greift zum Standardmodell mit kleinem Subwoofer.

Teufel Cinebar 22 Test: Einrichtung und Inbetriebnahme

Die Einrichtung der Cinebar 22 gelingt unkompliziert und dürfte auch weniger technikaffine Nutzer nicht vor Probleme stellen. Nachdem ihr die Soundbar ausgepackt habt, verbindet ihr sie einfach per HDMI mit eurem Fernseher. Dank eARC bzw. ARC ist im Anschluss eine Steuerung über die TV-Fernbedienung möglich. Wer Spielekonsole, BluRay-Player oder andere externe Quellen nutzt, schließt diese am HDMI-Input an, der 4K-Pass-Through bietet. Weitere Quellgeräte schließt ihr am optischen Digitaleingang oder dem analogen AUX-Anschluss an.

Die Verbindung mit dem Subwoofer geht kinderleicht von statten. Nachdem der Bass-Garant an der Steckdose angeschlossen wurde, lässt er sich per Tastendruck kabellos mit der Cinebar verbinden. Am Subwoofer selbst könnt ihr dann Feintuning zu Bass-Level und Co. vornehmen. Wer die Rear-Speaker Teufel Effekt 2 (€ 398,40 *) nutzt, verbindet diese ähnlich schnell wie den Subwoofer.

Einfach passende Steckdose suchen und im Anschluss kabellos mit der Soundbar koppeln. Dann ist die Einrichtung auch schon beendet. Da die Cinebar 22 nämlich leider auf Netzwerk-Features verzichtet, müsst ihr sie auch nicht mit eurem WiFi-Netz verbinden. Drahtlosverbindungen zum Smartphone oder Tablet baut ihr stattdessen per Bluetooth 5.3 mit AAC-Support auf. Das ist etwas schade, da durch Fehlen der Netzwerkverbindung auch Dinge wie WLAN-Streaming, Multiroom-Funktionen oder App-Integration wegfallen.

Teufel Cinebar 22 Test: Steuerung und Bedienkomfort

Bei der Bedienung der Cinebar 22 stehen euch zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen könnt ihr die beiliegende klassische Fernbedienung von Teufel nutzen. Zum anderen steht euch das Touch-Panel auf der Soundbar selbst zur Verfügung. Durch das Fehlen von Netzwerk-Features gibt es hingegen keine App-Steuerung. Die Fernbedienung selbst setzt auf ein logisches Tastenlayout und reagiert zuverlässig und schnell.

Hier lassen sich die wichtigsten Einstellungen wie Lautstärke, Eingänge, Klangmodi (Neutral, Musik, Sprache, Nacht) vornehmen sowie spezielle Funktionen wie Dynamore hinzu schalten. Über das Touch-Panel auf der Oberseite könnt ihr zwar weniger Einstellungen vornehmen, aber die wichtigsten Anpassungen sind auch hier erreichbar. Die Vielzahl an Einstellmöglichkeiten mag Neulinge ein wenig überfordern, Profis hingegen freuen sich über die individuelle Anpassung.

Teufel Cinebar 22 Test: Klangqualität

Kommen wir zur Königsdisziplin: Der Soundqualität. Beim ersten Hören war ich direkt positiv überrascht. Schließlich erwartet man mit geschlossenen Augen keineswegs, dass es sich hier lediglich um eine flache Soundbar handelt. Der Sound gängiger Fernseher kann hier keineswegs mithalten. Insbesondere die hohe Dynamik fiel mit auf. Die Cinebar 22 zaubert einen lebendigen und erstaunlich direkten Sound, der in den richtigen Moment mit überraschendem Druck arbeitet. Dabei wirkt das System zu keinem Zeitpunkt angestrengt.

Nach der Installation begann ich direkt mit einem kleinen Filmtest. Die Cinebar 22 punktet hier bei Dialogen mit sehr hoher Verständlichkeit. Das kann man dem dedizierten Center-Kanal verdanken, der der cleane Wortwiedergabe sorgt. Wenn es auf dem Bildschirm abgeht, gibt’s auch akustisch etwas auf die Ohren. Das gilt vor allem mit gekoppeltem Subwoofer. So bekommt man in actionreichen Szenen präzise und zugleich kraftvolle Bässe. Der T10 spielt seine Power hier ganz gezielt aus ohne zu dröhnen. Generell wirkt die gemeinsame Arbeit von Subwoofer und Soundbar sehr harmonisch.

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Klangtechnisch bringt Teufel hier gewohnt moderne Technik an den Start. So sorgen insbesondere Dolby Atmos, DTX Virtual:X und die hauseigene Dynamore-Technik für eine erstaunlich breite Klangbühne. Lediglich bei der Höhenabbildung kommt die Cinebar 22 mitunter an ihre Grenzen und es fehlt etwas an Brillanz. Das ist bei Soundbars aber vollkommen normal. Der Raumklang hingegen könnte besser kaum sein. Ihr bekommt hier einen überzeugenden 7.1. Surround-Sound, der für ein Mittendrin-Feeling sorgt. Hier zahlen sich natürlich die beiden Rear-Speaker aus.

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Dabei bleibt der Klang immer schön natürlich ohne in künstlichen Sound abzudriften. Nach dem Filmgenuss wechselte ich zum Musikhören. Und auch hier überzeugte mich die Cinebar 22. Genreübergreifend gibts hier einen druckvollen und lebendigen Sound, der aber auch bei Details überzeugt. Vocals bekommt ihr sauber wiedergegeben und auch die Instrumente lassen sich klar voneinander trennen. Lediglich bei klassischer Musik spürte man mitunter die leichten Schwächen bei den Höhen. Durch die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten könnt ihr den Klang dabei jederzeit an eure Bedürfnisse anpassen.

Weitere Tests von Teufel-Produkten:

Fazit

Die Teufel Cinebar 22 erweist sich als durchdachtes und klangstarkes Soundbar-System, das Film-, aber auch Musikfans anspricht. Sie kombiniert eine hochwertige Verarbeitung mit einfacher Einrichtung, hoher Bedienfreundlichkeit und einem dynamischen, raumfüllenden Klangbild. Der T 10-Subwoofer in der von uns getesteten Surround Power Edition liefert ein wuchtiges Bassfundament, während die Soundbar selbst mit klaren Dialogen punktet. Mit den Effekt 2 Lautsprechern gibt es on top eine beeindruckende Räumlichkeit.

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Abstriche müssen Nutzer bei den fehlenden Netzwerk- und Streaming-Funktionen sowie bei der rein virtuellen Umsetzung von Dolby Atmos machen. Auch schwächelt das System ein wenig bei anspruchsvollen Höhen. Wer jedoch ein unkompliziertes, leistungsstarkes Heimkino-System sucht, das ohne großen Installationsaufwand auskommt, findet in der Cinebar 22 ein sehr attraktives Gesamtpaket. Besonders in ihrer Preisklasse überzeugt sie mit einem starken Verhältnis aus Klangqualität und Ausstattung.

PRO

  • Sehr guter, kraftvoller Klang mit klaren Dialogen
  • Starker Bass (besonders mit T10-Subwoofer)
  • Überzeugender Raumklang dank Dolby Atmos & DTS Virtual:X
  •  Hochwertige Verarbeitung und modernes Design
  • Einfache Einrichtung und intuitive Bedienung
  • Gute Anschlussvielfalt inkl. HDMI eARC
  • Allround-Fähigkeiten für Film und Musik

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CONTRA

  • Kein WLAN, keine App, kein Streaming
  • Dolby Atmos nur virtuell (keine echten Höhenlautsprecher)
  • Höhen könnten mehr Brillanz haben

Teufel Cinebar 22

Design und Verarbeitung
Soundqualität
Ausstattung
Bedienkomfort
Preis-Leistungs-Verhältnis

92/100

Die Teufel Cinebar 22 überzeugt mit kraftvollem Klang, einfacher Einrichtung und hochwertiger Verarbeitung. Trotz fehlender Smart-Funktionen bietet sie ein beeindruckendes Heimkino-Erlebnis – besonders für Filmfans, die starken Sound ohne großen Installationsaufwand suchen.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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