Wischsauger gibt es viele – aber die meisten arbeiten nach demselben Prinzip: Wasser plus Reinigungsmittel plus rotierende Walze. Der Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus geht einen anderen Weg. Er setzt auf heißen Dampf und will damit ganz ohne Chemie auskommen. Ein Heizelement bringt das Wasser auf bis zu 160 Grad. Am Boden kommt der Dampf mit konstant über 99 Grad an. Auf dem Papier klingt das nach sehr gründlicher Reinigung mit wenig Aufwand. Aber funktioniert das auch in der Praxis? Genau das klärt unser Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus Test. Wir haben ausprobiert, ob der Dampf hält, was er verspricht.
Technische Daten zum Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus
| Produkt | Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus |
|---|---|
| Gerätetyp | Nass-/Trockensauger mit Dampffunktion (kabelgebunden) |
| Leistung | 1.440 Watt |
| Dampffunktion | Heizelement bis 160 °C, konstante Dampfabgabe mit über 99 °C |
| Reinigungsmodi | 3+1 (Steam + Steam Boost, Auto, Saugmodus) |
| Besonderheiten | Reinigung ohne Reinigungsmittel, 180° Lay-Flat-Design (13 cm hoch), iLoop-Schmutzsensor, DualBlock-Anti-Tangle-Bürste |
| Frischwassertank | 1,0 Liter |
| Schmutzwassertank | 0,72 Liter |
| Stromversorgung | Netzbetrieb, 8,3 Meter Kabel |
| Selbstreinigung | automatische Walzenreinigung mit Trocknung in der Station |
| Gewicht | ca. 6 kg |
| Preis (UVP) | 399 € |
Aufbau, Lieferumfang & erster Eindruck
Beim Auspacken zeigt sich schnell: Hier kommt kein Leichtgewicht. Mit rund sechs Kilogramm Gerätegewicht plus Station hat der Karton ordentlich Substanz. Direkt ins Auge fällt außerdem das lange, aufgerollte Stromkabel – der Steam Plus arbeitet mit Netzstrom statt Akku. Der Aufbau folgt ansonsten dem bekannten Tineco-Schema. Im Lieferumfang stecken:
- Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus Wischsauger
- Reinigungs- und Trocknungsstation
- 2 Ersatz-Bürstenwalzen
- Ersatz-Filter
- Reinigungswerkzeug für die Wartung
- Kurzanleitung
Eine Flasche Reinigungsmittel fehlt diesmal – und das ist kein Versehen, sondern Konzept. Der Steam Plus reinigt schließlich mit Dampf statt mit Chemie. Dafür sorgen Ersatzwalzen und der Ersatzfilter dafür, dass Verschleißteile erstmal kein Thema sind.
Der Zusammenbau ist schnell erledigt. Stange einstecken, Station platzieren, Frischwassertank füllen – fertig. Eine Steckdose in Reichweite der Station sollte man einplanen. Die Verarbeitung geht in Ordnung und das Gerät steht stabil in seiner Station.
Mit rund sechs Kilogramm gehört der Steam Plus nicht zu den Leichtgewichten. Im Betrieb fällt das aber kaum ins Gewicht, da die Walze das Gerät leicht nach vorne zieht.
Praktisch für niedrige Möbel: Das 180-Grad-Lay-Flat-Design. Der Steam Plus lässt sich komplett flach legen und ist dann nur noch 13 Zentimeter hoch. Damit kommt er unter Betten, Sofas und Schränke, die für viele Konkurrenten unerreichbar bleiben.
Der iLoop-Sensor ist ebenfalls an Bord und regelt die Leistung im Auto-Modus selbstständig nach Verschmutzungsgrad.
Das Konzept: Heißer Dampf statt Reinigungsmittel
Der wichtigste Baustein des Steam Plus ist seine Dampfeinheit. Ein Heizelement erhitzt das Wasser aus dem Ein-Liter-Frischwassertank auf bis zu 160 Grad. Am Boden kommt der Dampf mit konstant über 99 Grad an. Gleichzeitig schrubbt die rotierende Walze mit und das Schmutzwasser wird direkt wieder abgesaugt. Die Hitze löst dabei Fett und Schmutz, ganz ohne zudosierte Reinigungslösung. Anders als ein klassischer Dampfmopp hinterlässt der Steam Plus auch keine nasse Spur: Das gelöste Schmutzwasser landet sofort im Tank, der Boden ist nach der Überfahrt fast trocken.
Die energiehungrige Dampftechnik hat allerdings eine Konsequenz: Der Steam Plus arbeitet mit Kabel statt Akku. Die 1.440 Watt wären per Akku kaum sinnvoll zu stemmen. Tineco spendiert dafür ein 8,3 m langes Kabel, mit dem man ordentlich Radius hat. In den meisten Wohnungen kommt man damit mit ein- bis zweimal Umstecken durch. Wer die Freiheit eines Akku-Geräts gewohnt ist, muss sich umgewöhnen. Dafür gibt es keine Laufzeitbegrenzung und keine Ladepausen.
Tanks & Wassermanagement
Beim Tanksystem gibt sich der Steam Plus großzügig. Der Frischwassertank fasst einen ganzen Liter und ist damit der größte im Tineco-Quartett. Zusammen mit dem Kabelbetrieb bedeutet das: lange Reinigungsrunden ohne Unterbrechung. Der Schmutzwassertank kommt auf 0,72 Liter und trennt Grobes von Flüssigem per Sieb. Krümel und Erde landen so getrennt vom Schmutzwasser und lassen sich einfach im Müll entsorgen. Beide Tanks sind mit einem Handgriff entnommen und wieder eingesetzt. Gewischt wird dank Zwei-Tank-Prinzip immer mit frischem Wasser.
Bedienung & Modi: Vier Gänge bis zum Dampf
Gesteuert wird der Steam Plus über Tasten am Griff, das Display zeigt Modus und Status an.
Insgesamt stehen vier Modi zur Wahl. Der Auto-Modus wischt klassisch ohne Dampf und regelt die Leistung per iLoop-Sensor selbst. Der Steam-Modus schaltet die Dampfeinheit dazu. Er ist der Grund, warum man dieses Gerät kauft. Für besonders hartnäckige Fälle gibt es den Boost-Modus mit maximaler Dampfleistung. Der Saugmodus nimmt schließlich nur Flüssigkeiten und Schmutz auf, ohne zu wischen.
Wichtig zu wissen: Der Dampf braucht nach dem Start eine kurze Aufheizphase. Das dauert nur kurz, aber sofort loslegen wie ein normaler Wischsauger kann der Steam-Modus nicht. Wer nur schnell einen kleinen Fleck beseitigen will, fährt mit dem Auto-Modus schneller. Für die geplante Grundreinigung spielt die Wartezeit dagegen keine Rolle. Im Betrieb zieht die rotierende Walze das Gerät leicht nach vorne. Das erleichtert das Schieben trotz der sechs Kilogramm spürbar.
Der Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus im Wischtest: Eistee, Blumenerde und Hundehaare
Kommen wir zur Praxis. Auf freier Fläche musste der Steam Plus eine fiese Kombination beseitigen: Eistee, Zucker, Blumenerde und eine Portion Hundehaare. Süße Flüssigkeit plus krümelige Erde ergibt genau die Art von Matsch, die sich gerne großflächig verteilt. Die Haare obendrauf sind der Prüfstein für die DualBlock-Anti-Tangle-Bürste. Ein realistisches Szenario für jeden Haushalt mit Balkonpflanzen, Hund und gelegentlichen Missgeschicken.
Das Ergebnis überzeugt: Mit dem Mix kommt der Steam Plus gut zurecht. Der Eistee verschwand samt Zucker im Schmutzwassertank, ohne klebrige Rückstände zu hinterlassen. Auch die Blumenerde nahm die Walze zuverlässig auf. Die Hundehaare verschwanden gleich mit – und zwar in den Tank, statt sich um die Walze zu wickeln. Hier macht die Anti-Tangle-Bürste ihren Job. Gerade bei klebrigen Verschmutzungen macht sich der Dampf bezahlt. Die Hitze löst den Zuckerfilm, den herkömmliche Wischsauger gerne als Schlieren zurücklassen. Der Boden fühlte sich nach der Reinigung sauber an und klebte nicht nach.
Ein Wort noch zur Geräuschkulisse. Im Betrieb ist der Steam Plus hörbar, bewegt sich aber im üblichen Rahmen für Wischsauger. Das Dampfen selbst läuft erstaunlich unauffällig ab. Es gibt kein lautes Zischen wie bei manchem Dampfreiniger, der Dampf arbeitet unsichtbar unter der Bodendüse. Nur am leicht warmen Boden hinter dem Gerät merkt man, dass hier mit Hitze gearbeitet wird. Nach der Überfahrt trocknet die Restfeuchte durch die Wärme sogar schneller ab als bei den Akku-Geschwistern.
Härtetest im Bad: Dampf gegen abgelagerten Kalk
Richtig spannend wurde es im Badezimmer. Dort hatte sich auf den Fliesen über die Zeit eine Kalkschicht abgelagert. Solche Beläge sind normalerweise ein Fall für Kalkreiniger und kräftiges Schrubben. Der Steam Plus sollte zeigen, ob heißer Dampf allein dagegen ankommt.
Vorgegangen sind wir dabei ohne Spezialbehandlung. Kein Vorsprühen, kein Einweichen, kein Kalkreiniger. Nur der Steam Plus im Dampfbetrieb, mit ruhigen, langsamen Bahnen über die betroffenen Fliesen. Geduld sollte man allerdings mitbringen. Bei den hartnäckigen Stellen brauchte es gut und gerne 10 bis 15 Überfahrten über dieselbe Fläche. Der Dampf arbeitet sich Schicht für Schicht durch den Belag. Wunder in einer Sekunde vollbringt er nicht – dranbleiben lohnt sich aber.
Und tatsächlich: Der Dampf hat dem Kalk sichtbar zugesetzt. An vielen Stellen verschwanden die Ablagerungen nach mehreren langsamen Bahnen komplett, an hartnäckigeren Rändern blieben nur noch schwächere Spuren zurück. Die Fliesen wirkten danach glatter und glänzender als vorher. Der Unterschied war nicht nur sichtbar, sondern auch deutlich fühlbar. Für uns ist das das stärkste Ergebnis im gesamten Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus Test. Hier liefert die Dampftechnik einen echten Mehrwert, den klassische Wischsauger so nicht bieten.
Kantenreinigung: Salz, Mehl und Kräuter
Bei der Kantenreinigung musste der Steam Plus eine trockene Mischung aus Salz, Mehl und Kräutern verkraften. Gerade Mehl ist dabei etwas fies, weil es sich an Kanten festsetzt und mit Feuchtigkeit schnell schmiert.
Auf der freien Fläche machte der Steam Plus seine Sache gut. Der Großteil der Mischung verschwand direkt, auch Kräuter und Salz wurden ordentlich aufgenommen. Direkt an der Kante in der Fuge blieb aber ein feiner Mehlrand zurück. Auf dem Foto wirkt das stärker, als es vor Ort aussah, trotzdem zeigt es die Grenze recht gut: Auf Fläche arbeitet der Steam Plus stärker als direkt am Rand.
Der zweite Durchgang holte noch etwas mehr heraus, ließ an der Kante aber einen feinen Rest stehen. Im Alltag ist das kein großes Thema, bei Mehl oder ähnlich feinem Pulver sieht man die Grenze der Bauform jedoch recht deutlich. Solche Reste erwischt man meist schneller mit einem Tuch oder Handstaubsauger.
Die Sache mit den Fugen
Eine Einschränkung müssen wir beim Dampf-Konzept klar benennen. Auf glatten Flächen ist der heiße Dampf richtig stark. Bei Böden mit vielen Fugen ist er dagegen nicht immer die beste Wahl. Heißer Dampf kann in offene oder beschädigte Fugen eindringen. Bei empfindlichen Fugenmassen, gewachsten Böden oder unversiegeltem Parkett ist Vorsicht angesagt. Dauerhafter Dampfeinsatz kann solches Material auf Dauer strapazieren.
Wer viel Fliesenfläche mit intakten Fugen hat, muss sich wenig Sorgen machen. Bei Laminat oder Vinyl mit vielen Stößen lohnt dagegen der Blick in die Herstellerangaben des Bodenbelags. Zur Not lässt sich der Steam Plus auch ohne Dampf im Auto-Modus nutzen. Dann arbeitet er wie ein klassischer Wischsauger. Die Flexibilität ist da, man sollte sie nur bewusst einsetzen.
Dampf richtig einsetzen: Unsere Tipps
Aus unseren Testrunden haben wir ein paar Erkenntnisse mitgenommen:
- Die Modi gestaffelt einsetzen. Für die schnelle Runde zwischendurch reicht oft schon der Auto-Modus ohne Dampf. Der Steam-Modus ist die Wahl für die gründliche Reinigung. Und den Boost-Modus spart man sich für die harten Fälle wie Kalk und eingetrocknetes Fett auf.
- Bei empfindlichen Böden vorab die Herstellerangaben des Bodenbelags prüfen. Im Zweifel lieber im Auto-Modus ohne Dampf wischen.
- Die Aufheizphase einplanen und das Gerät schon mal starten, während man den Raum vorbereitet. So geht keine Zeit verloren.
- Das lange Kabel vor dem Start grob verlegen. Dann muss man nicht mitten in der Reinigung umstecken.
Selbstreinigung: Einmal abstellen, fertig
Nach den Testrunden wanderte der Steam Plus zurück in seine Station. Dort übernimmt die Selbstreinigung – und die hat uns überzeugt. Walze und Kanäle werden automatisch durchgespült, anschließend wird die Bürste getrocknet. Die Rolle kam bei uns sauber und trocken wieder heraus. Muffige Gerüche, das typische Wischsauger-Problem, blieben komplett aus.
Gerade bei diesem Gerätekonzept ist das konsequent. Ein Dampfsauger mit dauerfeuchter, riechender Walze würde sein eigenes Konzept ad absurdum führen. Hier passt das Gesamtbild: Der Boden wird chemiefrei sauber und das Gerät bleibt es auch.
Der manuelle Aufwand beschränkt sich auf das Übliche: Schmutzwassertank leeren, Frischwasser nachfüllen. Da kein Reinigungsmittel dosiert werden muss, ist das Nachfüllen sogar noch simpler als bei den Geschwistern. Wasser rein, fertig. Im Alltag macht das die Nutzung angenehm unkompliziert.
Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus im Vergleich: Wo steht der Dampf-Spezialist?
Zum Abschluss unseres Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus Tests ordnen wir das Gerät noch im Lineup ein. Die drei Geschwister haben wir ebenfalls im Haus. Die wichtigsten Unterschiede in der Übersicht:
| S6 Stretch Steam Plus | S7 Max Pro | S7 Fold Elite | Station S9 Artist | |
|---|---|---|---|---|
| Besonderheit | Dampfreinigung ohne Reinigungsmittel | HydroBurst-Sprühdüse, Selbstantrieb | Knickgelenk (90°), ultraleicht | Station füllt Frischwassertank automatisch nach |
| Stromversorgung | Kabel (8,3 m) | Akku, bis 60 Min. | Akku, bis ca. 70 Min. | Akku, bis ca. 75 Min. |
| Frisch-/Schmutzwassertank | 1,0 l / 0,72 l | 0,85 l / 0,72 l | 0,6 l / 0,4 l | 0,85 l / 0,72 l + 5-l-Stationstank |
| Unter Möbel | 180° Lay-Flat (13 cm) | 180°-Neigung | 90°-Knickgelenk (damit auch 180°-Neigung) | 180°-Neigung |
| Selbstreinigung | Walzenreinigung + Trocknung | 85 °C Heißwasser + 5 Min. Trocknung | Walzenreinigung + Trocknung | FlashDry: 85 °C + 5 Min. Trocknung |
| Preis | 399 € UVP | 649 € UVP | 599 € UVP | 899 € UVP |
| Ideal für | Hygiene-Fans, Haushalte mit Kindern/Tieren | Allrounder für den Alltag | Kleine Wohnungen, wenig Stauraum | Maximaler Komfort, große Flächen |
Der Steam Plus ist der Hygiene-Spezialist im Quartett. Keiner der anderen reinigt chemiefrei, auch Kalk bekommt er am deutlichsten in den Griff. Dafür bleibt er durch das Kabel an die Steckdose gebunden. Der S7 Max Pro und der Fold Elite bewegen sich dagegen frei durch die Wohnung. Wer den größten Komfort sucht, landet bei der Station S9 Artist. Preislich ist der Steam Plus derzeit der günstigste im Bunde.
Für wen lohnt sich der Steam Plus?
Die Zielgruppe ist klar umrissen. Ganz vorne stehen Haushalte mit Krabbelkindern und Haustieren. Hier zahlt sich die chemiefreie Reinigung jeden Tag aus – und die Anti-Tangle-Bürste nimmt Tierhaare gleich mit. Auf dem Boden bleiben schlicht keine Reinigerrückstände zurück. Genauso profitieren Wohnungen mit viel Fliesenfläche, allen voran Bäder und Küchen. Kalk und Fett sind genau die Verschmutzungen, für die der Dampf gemacht ist. Auch wer schlicht keine Reinigungsmittel mehr nachkaufen will, ist hier richtig.
Weniger passend ist der Steam Plus für verwinkelte Wohnungen mit wenigen Steckdosen. Das Kabel ist lang, aber eben ein Kabel. Auch bei empfindlichen Böden mit vielen offenen Fugen sollte man den Dampf nur dosiert nutzen. Und wer vor allem einen wendigen Alltags-Allrounder sucht, ist bei den Akku-Geschwistern besser aufgehoben. Als Zweitgerät fürs Bad neben einem Akku-Modell macht er dagegen richtig Sinn.
Der Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus ist ein Spezialist mit klarem Profil
Der Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus hat im Test gezeigt, wofür er gebaut wurde. Die Dampfreinigung ist effektiv und kommt komplett ohne Reiniger aus. Gerade in Haushalten mit Kindern und Haustieren ist das ein Pluspunkt. Sein stärkstes Ergebnis lieferte er im Bad ab: Viele Kalkspuren verschwanden, hartnäckige Ränder wurden sichtbar schwächer und die Fliesen fühlten sich glatter an. Auch mit Eistee, Zucker, Blumenerde und Hundehaaren kam er gut zurecht – ohne dass sich die Haare in der Walze verhedderten. Die Selbstreinigung rundet das Paket ab und hält die Walze frisch.
Einschränkungen gibt es trotzdem. Bei Böden mit vielen Fugen ist Dampf nicht immer die beste Wahl und will bewusst eingesetzt werden. Die Kantenreinigung ist ordentlich, aber kein Spitzenwert. Und das Kabel schränkt die Bewegungsfreiheit ein, auch wenn 8,3 m ordentlich Spielraum bieten.
Unterm Strich ist der Steam Plus kein Allrounder, sondern ein Spezialist. Wer viel Fliesenfläche hat, chemiefrei reinigen will oder mit Kalk kämpft, bekommt hier das passende Werkzeug. Zum aktuellen Straßenpreis von rund 350 € liegt er zudem unter den Akku-Geschwistern im Tineco-Lineup. Für das Gebotene ist das ein sehr fairer Preis.
VORTEILE
- Effektive Dampfreinigung ganz ohne Reinigungsmittel
- 180° Lay-Flat-Design für nur 13 cm Höhe
- Überzeugt auch ohne Dampf im Auto-Modus, Anti-Tangle-Bürste meistert Tierhaare
- Kabelbetrieb ermöglicht unbegrenzte Laufzeit ohne Ladepausen
- Großer 1,0 Liter Frischwassertank für lange Durchgänge
- iLoop-Sensor passt Leistung automatisch an Verschmutzung an
- 8,3 m langes Kabel für große Reichweite
NACHTEILE
- Dampf bei Böden mit vielen Fugen nicht immer ideal
- Kantenreinigung nur Durchschnitt
- Kabelgebunden, Steckdose muss erreichbar sein
- Mit ca. 6 kg kein Leichtgewicht
Fazit
Der Tineco Floor One S6 Stretch Steam Plus reinigt mit heißem Dampf komplett ohne Reinigungsmittel und überzeugt besonders auf Fliesen - sogar abgelagerter Kalk verschwindet mit etwas Geduld. Kabelbetrieb und durchschnittliche Kantenreinigung muss man in Kauf nehmen. Als chemiefreier Spezialist ist er zum aktuellen Preis eine starke Wahl.


