Mit der Veger X5 Powerbank bringt der Hersteller eine ungewöhnliche Powerbank auf den Markt, die deutlich mehr sein möchte als nur ein externer Akku für unterwegs. Das Modell kombiniert eine magnetische Powerbank mit MagSafe-kompatibler Befestigung, einem Kartenhalter für bis zu zwei Karten, einem Kickstand und Unterstützung für Apples „Wo ist?“-Netzwerk. Laut dem bereits vorliegenden Vergleichstest handelt es sich um eine kompakte 5.000-mAh-Powerbank mit Wallet-Funktion und Apple-Find-My-Integration.
Damit richtet sich die Veger X5 nicht an Nutzer, die einfach nur möglichst viel Akkukapazität für möglichst wenig Geld suchen. Stattdessen geht es um ein spezielles All-in-One-Gadget für iPhone-Nutzer, die Powerbank, Kartenhalter, Standfunktion und Ortung in einem Gerät kombinieren möchten. Im Praxistest zeigt sich, ob dieses Konzept im Alltag aufgeht.
Erster Eindruck und Lieferumfang
Der Lieferumfang der Veger X5 fällt typisch aus. Neben der Powerbank selbst und dem üblichen Papierkram, befindet sich ein 20 cm langes USB-C auf USB-C-Kabel. Ein Netzteil liegt nicht bei.
Beim ersten Herausnehmen fällt direkt auf, dass die Veger X5 keine klassische schlanke MagSafe-Powerbank ist. Durch den integrierten Kartenhalter und den Kickstand ist das Gehäuse sichtbar dicker, als es bei einer reinen Powerbank mit dieser Akkukapazität notwendig wäre. Das ist aber Teil des Konzepts: Die X5 möchte eben nicht nur laden, sondern gleichzeitig Wallet, Standfuß und Tracker ersetzen.
Design und Verarbeitung
Optisch setzt Veger auf ein schlichtes Design ohne große Experimente. Die Powerbank wirkt modern und zurückhaltend, sodass sie gut zu einem iPhone passt und im Alltag nicht störend auffällt. Durch die Zusatzfunktionen wirkt sie allerdings etwas klobiger als einfache magnetische Powerbanks.
Die Verarbeitung geht im Test absolut in Ordnung und kann als gut bezeichnet werden. Es waren keine Mängel, scharfen Kanten oder sonstigen Probleme erkennbar. Der Kartenhalter sitzt sauber, der Kickstand lässt sich ordentlich bewegen und auch die magnetische Verbindung zum iPhone macht einen zuverlässigen Eindruck. Die Veger X5 wirkt insgesamt somit solide für den täglichen Einsatz.
Funktionen der Veger X5
MagSafe-Powerbank und USB-C-Anschluss
Die Veger X5 kann magnetisch an kompatiblen iPhones befestigt werden und lädt das Smartphone kabellos. Zusätzlich ist ein USB-C-Anschluss vorhanden, wodurch sich die Powerbank auch ganz klassisch per Kabel nutzen lässt. Das ist praktisch, wenn ein Gerät nicht kabellos geladen werden kann oder wenn ein zweites Gerät parallel mit Strom versorgt werden soll.
Damit bleibt die X5 trotz ihres speziellen Wallet-Konzepts flexibel einsetzbar. Sie ist nicht ausschließlich auf MagSafe beschränkt, sondern kann auch als normale kleine Powerbank genutzt werden.
Akkustandsanzeige
An der Unterseite befindet sich eine einfache LED-Anzeige für den Akkustand. Diese arbeitet mit mehreren LED-Punkten und zeigt den Ladestand grob in 25-Prozent-Schritten an. Das ist natürlich nicht so genau wie ein Prozentdisplay, reicht im Alltag aber aus.
Gerade bei einer kleinen Powerbank ist es praktisch, schnell einschätzen zu können, ob noch genug Energie vorhanden ist oder ob die X5 vor dem nächsten Einsatz wieder geladen werden sollte. Mehr braucht es in der Praxis meistens nicht.
Apple „Wo ist?“-Unterstützung
Eine der spannendsten Zusatzfunktionen der Veger X5 ist die Unterstützung für Apples „Wo ist?“-Netzwerk. Die Einrichtung funktionierte im Test problemlos. Dafür muss der Knopf der Powerbank länger gedrückt werden. Anschließend lässt sich die Veger X5 in der „Wo ist?“-App unter „Sonstiges“ hinzufügen.
Nach der Verknüpfung kann die Powerbank über die App gefunden werden. Zusätzlich lässt sich ein Ton abspielen. Dieser ist allerdings nicht besonders laut. In einer ruhigen Wohnung oder im Rucksack kann das helfen, in einer lauteren Umgebung sollte man davon aber keine Wunder erwarten.
Trotzdem ist die Funktion im Alltag sinnvoll. Gerade weil die Veger X5 gleichzeitig als Kartenhalter genutzt werden kann, ist die Ortungsfunktion ein echter Mehrwert. Wer die Powerbank samt Karten irgendwo liegen lässt, hat zumindest eine Chance, sie über das Apple-Netzwerk wiederzufinden.
Kartenhalter mit RFID-Schutz
Auf der Rückseite befindet sich der Kartenhalter. Dieser bietet Platz für bis zu zwei Karten und soll zusätzlich einen RFID-Schutz bieten. Im Test passten sowohl eine als auch zwei Karten problemlos hinein. Die Karten sitzen sicher, wackeln nicht und fallen nicht einfach heraus.
Der Entnahme-Mechanismus an sich hinterlässt einen zweigeteilten Eindruck: Ist der Kickstand nicht umgeklappt, sind die Karten nicht besonders komfortabel herausziehen. Ist dieser allerdings umgeklappt, ist es recht einfach. Somit nicht perfekt, aber für die meisten vermutlich verschmerzbar – gerade wenn die Karten nur gelegentlich benötigt werden. Wer seine Karte mehrmals täglich schnell herausnehmen muss und den Kickstand nicht immer bedienen möchte, dürfte sich einen Slider oder einen besseren Zugriff wünschen.
Kickstand
Der integrierte Kickstand funktioniert wie erwartet und hält auch ein schweres iPhone sicher. Damit lässt sich das Smartphone bequem aufstellen, beispielsweise zum Anschauen von Videos, für FaceTime oder einfach als Tischständer während des Ladens.
Die Funktion ist im Alltag durchaus praktisch und passt gut zum Gesamtkonzept der Veger X5. Einen Nachteil gibt es aber: Ein paralleles Laden der Powerbank selbst ist bei ausgeklapptem Kickstand faktisch nicht sinnvoll möglich. Das ist kein dramatisches Problem, sollte aber bedacht werden, wenn man die Powerbank gleichzeitig als Standfuß und dauerhaft am Kabel nutzen möchte.
Praxistest der Veger X5
Aufladen der Powerbank
Im Test dauerte eine vollständige Aufladung der Veger X5 rund 1 Stunde und 50 Minuten. Geladen wird mit bis zu 18 Watt. Für eine Powerbank dieser Größe ist das ein ordentlicher Wert. Sie ist damit nicht extrem schnell, aber schnell genug, um sie zwischendurch wieder einsatzbereit zu bekommen.
Gerade im Vergleich zu größeren Powerbanks ist die Ladezeit angenehm kurz. Wer die X5 abends oder morgens kurz an ein Netzteil hängt, bekommt sie ohne lange Wartezeit wieder voll.
Laden eines iPhone 13 Pro Max
Im Test konnte die Veger X5 ein iPhone 13 Pro Max nicht einmal vollständig aufladen. Das ist angesichts der kompakten Akkukapazität nicht überraschend, sollte aber klar eingeordnet werden: Die X5 ist eher eine Akkustütze für unterwegs als eine Powerbank für mehrere vollständige Ladevorgänge.
Umgerechnet ergibt sich in diesem Szenario eine Effizienz von etwa 70 bis 80 Prozent. Das ist kein überragender Wert, aber absolut im Rahmen. Im Alltag bedeutet das: Die Veger X5 eignet sich gut, um ein iPhone über den Tag zu retten, wenn der Akku knapp wird. Wer dagegen ein großes iPhone vollständig oder sogar mehrfach laden möchte, braucht eine größere Powerbank.
Bei Magsafe ist die Ladegeschwindigkeit maximal 15 Watt. Somit wird nicht die schnellere Ladegeschwindigkeit von modernen iPhones von bis zu 25 Watt unterstützt.
Laden mehrerer Geräte
Auch das parallele Laden von zwei Geräten ist möglich. Dabei zeigt sich allerdings schnell die Grenze der maximalen Ausgangsleistung. Werden mehrere Geräte gleichzeitig angeschlossen, ist das Laden nicht besonders schnell.
Für den Notfall oder kleinere Geräte reicht die Funktion dennoch aus. Ein iPhone kabellos laden und parallel beispielsweise Kopfhörer per USB-C mit Strom versorgen, ist problemlos möglich. Wer jedoch regelmäßig mehrere Geräte schnell laden möchte, sollte zu einer leistungsstärkeren Powerbank greifen.
Fazit zum Veger X5 Test
Die Veger X5 Powerbank ist eine Powerbank für eine ganz spezielle Zielgruppe: Nutzer, die Wert auf kompaktes Design, erstklassige Verarbeitung und den Komfort der Apple-Find-My-Integration legen. Wer primär maximale Akkukapazität zum günstigsten Preis sucht, wird hier nicht fündig – dafür punktet die X5 mit ihrer schlanken Form, der hochwertigen Haptik und der nahtlosen Integration ins Apple-Ökosystem. Für alle, die eine alltagstaugliche MagSafe-Powerbank suchen, die sich unauffällig ins tägliche Leben einfügt, ist sie eine durchdachte Wahl.
Die Veger X5 ist stattdessen ein bewusstes Nischenprodukt. Sie richtet sich an Nutzer, die genau diese Kombination suchen: MagSafe-Powerbank, Kartenhalter mit RFID-Schutz, Kickstand und Apple „Wo ist?“-Unterstützung. In dieser Rolle funktioniert sie im Alltag gut. Die Verarbeitung ist ordentlich, der Kickstand hält auch ein schweres iPhone sicher, die Karten sitzen fest und die Ortung über Apples „Wo ist?“-App ließ sich problemlos einrichten.
Kritik gibt es vor allem beim Kartenzugriff und bei der begrenzten Akkuleistung. Die Karten lassen sich nicht in jedem Szenario besonders komfortabel entnehmen, wenn man sie häufig braucht. Zudem reicht die Powerbank bei einem großen Smartphone wie dem iPhone 13 Pro Max nicht für eine vollständige Ladung. Auch beim gleichzeitigen Laden mehrerer Geräte sollte man keine hohe Geschwindigkeit erwarten.
Wer aber genau ein solches All-in-One-Gadget sucht, bekommt mit der Veger X5 ein interessantes und praktisches Zubehör. Sie ist nicht günstig, aber Nischenprodukte mit mehreren Zusatzfunktionen sind selten Preis-Leistungs-Wunder. Für Nutzer, die nicht alle Funktionen benötigen, ist sie zu teuer. Für alle, die genau diese Kombination aus Wallet, Tracker, Kickstand und MagSafe-Powerbank möchten, ist die Veger X5 dagegen eine empfehlenswerte Lösung.
VORTEILE
- Standard Magsafe
- Ausreichende Effizienz
- Ordentliche Qualität
- Anzeige Akkustand
NACHTEILE
- Teuer insb. für Akkugröße
- Durchschnittliche Ladegeschwindigkeit
Fazit
Die Veger X5 überzeugt als durchdachtes All-in-One-Gadget für iPhone-Nutzer, die Powerbank, Wallet und Standfunktion kombinieren möchten. Solide Verarbeitung und praktische Find-My-Integration rechtfertigen den Preis in der Nische.
