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Yeedi Mop Station im Test: Nie mehr selber wischen?!

Mit der Yeedi Mop Station sollst du deine eigenen vier Wände nicht nur von Staub und grobem Schmutz befreien können. Eine praktische Wischfunktion soll obendrein für ein perfektes Ergebnis und hygienische Sauberkeit sorgen. Wir haben die smarte Reinigungskraft einmal genauer unter die Lupe genommen. In unserem Test siehst du, ob dir die Mop Station die klassische manuelle Hausarbeit abnehmen kann oder nicht.

Der Lieferumfang

Saugroboter mit Wischfunktion und die dazugehörige Mop Station kommen in einem großen Paket daher. Zunächst war ich von der Paketgröße überrascht, da übliche Absaugstationen eher kompakt daherkommen. Als ich jedoch die Hülle und Fülle an Zubehör erblickte und die schiere Größe der Mop Station zu Augen bekam, verstand ich, warum Yeedi hier auf eine derart große Verpackung setzt.

Zum Lieferumfang gehören:

  • Saugroboter
  • Mop Station
  • Netzkabel
  • Seitenbürste
  • Haupt-Reinigungsbürste (im Roboter vorinstalliert)
  • Mopping Pads
  • Wasserbehälter und Schmutzbehälter (im Roboter vorinstalliert)
  • Netzkabel
  • Bedienungsanleitung

Saugen und Wischen in einem

Seit einigen Jahren steht der chinesische Hersteller Yeedi für preisgünstige Saugroboter, die einen spannenden Clou bieten. Neben der reinen Saugfunktion, sagen die kleinen Roboter auch schmutzigen Oberflächen den Kampf an. An der Unterseite der fahrenden Reinigungskraft befindet sich nämlich eine Wischfläche. Zunächst wird der der grobe Schmutz weggesaugt. Im Nachgang sollen die feuchten Flächen für eine Beseitigung des groben Schmutzes sorgen. Was wir so bereits von Yeedi und auch anderen Herstellern als sogenannte „Staubsaugerroboter mit Wischfunktion“ kennen, treibt das chinesische Unternehmen bei seiner Mop Station noch einen Schritt weiter.

Das Prinzip eines Vertreters wie dem Yeedi K650 ist denkbar einfach. Zunächst wird der grobe Schmutz abgesaugt und anschließend wischt der Roboter drüber. (Bild: Yeedi; Amazon)

Zwar kennen wir bereits andere Modelle, die eine passende Absaugstation bieten, doch bei der Mop Station handelt es sich fast schon um eine Art Boxenstopp für den kleinen automatischen Sauger. Ein besonderes Feature ist die Reinigungsfunktion. So bietet die Mop Station ein kleines Becken, in dem der Roboter seine beiden kreisförmigen Wischmops reinigen kann. Nach erfolgter Reinigung werden die Wischflächen getrocknet und der Saugroboter wie gehabt aufgeladen, damit er für den nächsten Einsatz bereitsteht.

Design und Verarbeitung

Von anderen Modellen der Staubsaugerroboter-Serie aus dem Hause Yeedi unterscheidet sich auch die automatische Reinigungskraft der Mop Station nicht. Der Hersteller setzt hier auf ein edles Design, welches sich durch eine Kombination aus Hochglanz-Optik und weißer Farbgebung auszeichnet. Die schwarzen Farbakzente bilden einen schönen Kontrast zum restlichen Design und runden das Gesamtbild ab. Dass es sich hierbei um einen Yeedi-Roboter handelt, erkennt man jedoch gleich. Einzig das Design der Wischfläche unterscheidet sich nämlich von anderen Modellen des Herstellers. Während Modelle wie der Yeedi K650 auf eine einheitliche Wischfläche setzen, die nur feucht über die gesaugte Fläche wischen, kommen bei der Mop Station zwei rotierende kreisförmige Mopps zum Einsatz.

Das besondere Highlight ist aber die Optik der Absaugstation. Diese wirkt so als stamme sie direkt aus einem Science-Fiction-Film. Dabei passt sie perfekt zum Saugroboter und bildet keinen Bruch mit der Designsprache, des fahrenden Saugers. Wichtig ist nur, dass du dir bereits im Vorhinein Gedanken darüber machst, wie viel Platz deine eigenen vier Wände für die Reinigungsstation bieten. Schließlich handelt es sich bei der Mop Station mit einer Größe von stolzen Größe von 37 cm x 42 cm x 40 cm (BxHxT) um ein Gerät, das nicht in jeder kleinen Nische Platz findet. Sowohl Sauger als auch Mop Station glänzen mit einer sehr guten Verarbeitung.

Praxistest

Nun wollen wir einmal die Probe aufs Exempel machen. Schließlich bringt einem Saugroboter auch ein gutes Design nichts, wenn er beim Reinigungsvorgang nicht performt. Bevor wir den kleinen Saubermann jedoch aufs Parkett bzw. die Fliesen lassen, müssen wir erstmal ein paar Vorbereitungen vornehmen. Einmal ausgepackt, soll man laut Bedienungsanleitung zunächst einmal den Akku aufladen. Hierfür macht der Saugroboter einen Boxenstopp in der Mop Station. Nach knapp vier Stunden war der Akku des Saugers vollgeladen und es konnte losgehen!

Der Akku war voll, die Aufregung groß. Als erster Testort kam meine Küche zum Einsatz. Hier muss sich die Mop Station mehreren Herausforderungen stellen. Allen voran das quer verteilte Katzenstreu treibt meinen Saugroboter von Xiaomi Tag für Tag an seine Grenzen. Diesmal durfte das Konkurrenz-Produkt aber Pause machen und den Saugwischer von Yeedi ranlassen.

Der feuchte Wasserfilm ist sehr dünn und trocknet binnen kurzer Zeit wieder.

Los geht’s per Knopfdruck. Entweder du drückst auf den Reinigungs-Knopf der Mop Station oder du tippst direkt auf den leuchtenden Knopf des Saugwischers selbst. Eine freundliche englischsprachige weibliche Stimme lässt uns nun wissen, dass der Reinigungsvorgang inklusive Saugen und Wischen losgeht. Ohne langwieriges Scannen oder dergleichen flitzt der kleine Sauger sofort los. Dabei dreht sich nicht nur die Seitenbürste an der Front sowie die untere Hauptbürste. Wirft man einen Blick auf die Rückseite des Yeedi erkennt man wie die beiden Mopps zirkulieren.

Nach etwa zehn Minuten war die Yeedi Mop Station mit der Reinigung der Küche fertig. Als Besitzer eines Saugroboters, der lediglich zum Aufladen des Akkus in sein „Zuhause“ fährt, war ich vom folgenden Prozedere mehr als beeindruckt. Nachdem der Saugroboter rückwärts in die Station einparkte, begann nämlich die nächste Reinigung. Dieses Mal ging es jedoch nicht um den Boden, sondern um den Saugwischer selbst. In der „Garage“ des Saugwischers befindet sich ein kleines Becken mit Noppen, in der nun eine Reinigung der beiden Mopps stattfand.

An der Station selbst befinden sich drei Buttons. Neben der „Selbstreinigung“ findest du hier die „Reinigung“ sowie das „Zurückholen“.

Knapp drei Minuten lang rotierten die beiden Mopps. Anschließend begann die Mop Station mithilfe von einer Luftzufuhr, die Mopps zu trocknen. Dieser Vorgang dauert etwas länger als die bloße Reinigung. Während dieser Zeit gibt die Station Rauschen von sich. Stell dir vor, einen leisen Fön zu hören. Nachts wäre mir das definitiv zu laut. Da jedoch die allermeisten den Saugroboter tagsüber fahren lassen werden, dürfte das wohl kein Problem sein. Nach etwa anderthalb Stunden war die Station mit dem Trocknen fertig. Wieder stellte sich die freundliche Stimme ein, um mir mitzuteilen, dass nun der Akku des Staubsaugers aufgeladen wird.

Die Mopps werden in der kleinen Wanne der Mop Station gereinigt.

In der Mop Station selbst befinden sich zwei Tanks. Auf der rechten Seite füllt man frisches Wasser ein. Dieses wird beim Reinigungsvorgang des Saugroboters in die untere Wanne eingelassen. Nun rotieren die Mopps über die geriffelten Flächen und werden somit vom gesammelten Schmutz befreit. Ist der Vorgang abgeschlossen, saugt die Mop Station das Schmutzwasser wieder ab. Dieses sammelt sich im linksseitigen Behälter und sollte nach Möglichkeit regelmäßig gereinigt werden.

Ergebnisse und Reinigung

Zu Beginn ein kleiner Disclaimer: Saug- bzw. Wischroboter können in der Regel nicht mit einem klassischen Reinigungsvorgang mithalten – noch nicht zumindest. Deshalb darf man von den Endergebnissen nicht so viel erwarten, wie wenn man selbst mit einem Staubsauger und Wischer in der Wohnung aktiv wird. Bei der Mop Station lässt sich festhalten, dass die Endergebnisse durchaus solide sind. Trotz geringer Lautstärke scheint der kleine Sauger genügend Power zu haben, um auch hartnäckigen Staub aufsaugen zu können. Doch bei größeren Körnern wie bspw. Katzenstreu macht die Mop Station schlapp.

Vor allem in den Ecken kann die Mop Station nicht überzeugen. Da sind andere Vertreter wie der Roborock S5 gründlicher.

Bei genauerem Hinsehen wird jedoch deutlich, dass der Saugroboter vor allem in Nischen, Ecken und an den Seiten Probleme hat, den Schmutz aufzusaugen bzw. -wischen. Hier muss man selbst noch etwas nach wischen, wenn man perfekte Ergebnisse erzielen möchte. Die Flächen, die aber vom Saug- und Wischroboter erwischt werden, machen einen äußerst guten Eindruck. Dies liegt wohl nicht zuletzt an der Wischtechnik des Roboters. Zwei rotierende Mopps leisten ganz offensichtlich eine weit effizientere Arbeit als eine unbewegliche Wischfläche.

Besonders wichtig ist jedoch, dass du die Menge des Wischwassers an den entsprechenden Boden anpasst. Im Test startete ich mit der maximalen Wischwassermenge (Stufe 3). Während dies meinem Fliesenboden nichts ausmachte, quoll mein Parkett wegen der Wassermenge fast schon auf. Aus diesem Grund wechselte ich zu Stufe 1. Die nun verwendete Wischwassermenge war noch immer mehr als ausreichend und sorgte sowohl auf Fliesen- als auch auf Holzboden für sehr schöne Ergebnisse.

Neben dem Hauptknopf auf der Oberfläche des Saugers befinden sich an der Seite ein On-/Off-Button sowie ein Reset-Knopf.

Im Wohnzimmer machte der Sauger außerdem einen kleinen Ausflug auf meinen kreisförmigen Teppich mit einem Durchmesser von knapp anderthalb Metern. Was Yeedi hier versprach, konnte der Sauger halten. So ist er mit einer automatischen Teppicherkennung gerüstet. Sobald der Saugroboter erkennt, dass er auf einem Teppich unterwegs ist, nimmt die Saugleistung merklich zu. Mit dem klassischen Saugvorgang hat dies dann nicht mehr viel zu tun. Smarte Sache!

Voller Funktionsumfang nur mit App

Hersteller wie Yeedi und Xiaomi sind natürlich nicht auf den Kopf gefallen. So bieten sie für ihre Geräte in der Regel optionale Apps an, die mit zusätzlichen Features locken. Was bei anderen Geräten lediglich Zusatzfunktionen mit sich bringt, ist bei der Yeedi Mop Station essentiell. So lassen sich mithilfe der App beispielsweise Saugkraft und Wischwassermenge des Saugers regulieren. Derartige Einstellungsmöglichkeiten konnte ich indes am Gerät selbst nicht finden. Schade!

Lässt man sich jedoch dazu breit schlagen, die App herunterzuladen und einen entsprechenden Account anzulegen, glänzt die Mop Station mit ihren praktischen Features. Nicht nur Feinheiten wie Saug- und Wischstärke lassen sich hier regulieren. Obendrein hast du deinen Staubsauger jederzeit im Blick. Statusbenachrichtigungen halten dich auf dem Laufenden und geben dir Bescheid, wenn der Sauger mit seinem aktuellen Reinigungsauftrag fertig ist.

Solide Akkuleistung

Unter der Haube des kleinen Saugers befindet sich ein Lithium-Ionen-Akku, der 5.200 mAh bietet. Mit nur einer Ladung soll der Sauger knapp 200 m² reinigen können. Sollte ihm dennoch der frühzeitige Akkunotstand drohen, wandert er automatisch in seine Mop Station, um die Energiereserven wieder aufzufüllen. Ist der Akku einmal gänzlich leer, benötigt Yeedis Saugroboter zwischen 4 und 5 Stunden, um wieder mit 100 Prozent Akkuladung glänzen zu können. Den gegenwärtigen Akkustand kannst du jederzeit in der App einsehen.

Fazit: Ein echter Saubermann

Mit der Mop Station hält Yeedi das, was versprochen wurde. Diese Reinigungsmaschine ist derart selbstständig, dass du dich eigentlich um nichts mehr kümmern musst – zumindest, wenn’s um Saugen und Wischen geht. Abgesehen vom gelegentlichen Leeren des Schmutzbehälters und Schmutzwassertanks kümmert sich der Staubsaug- und Wischroboter zuverlässig um die Reinigung deiner Wohnung. Das Gesamtergebnis kann sich dabei sehen lassen. Genaueres Hinsehen macht jedoch deutlich, dass die Mop Station nur oberflächlich reinigt. In Ecken und an den Rändern sieht man deutlich, dass der Saugroboter keineswegs mit manuellem Putzen mithalten kann.

Doch welcher Hersteller kann dies schon von seinem Gerät behaupten? Ein wenig traurig finde ich die Tatsache, dass sich der große Funktionsumfang des Staubsaugers erst nach Installation der App entfaltet. Hat man diesen Schritt aber vollzogen profitiert man von einer Raumerkennung, gezielter Reinigung sowie der Einstellung von Saug- und Wischstärke. Alles in Allem handelt es sich bei der Mop Station um einen praktischen Haushaltshelfer, den man nicht mehr missen möchte.

Yeedi Mop Station

Verarbeitung
Lieferumfang
Bedienung
Saugkraft
Lautstärke
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Die Yeedi Mop Station ist ein guter Saugroboter, der dank seines Mopp-Designs gründlicher wischt als viele andere.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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