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Getestet: Teufel Cinebar Duett

Kinofeeling mit einer Soundbar?

Weitere Features

Bevor wir zum entscheidendsten Aspekt, dem Klang, kommen, lohnt sich ein Blick auf die Einstellungen. Zunächst gibt es die vier Schnellkonfigurationen „Music“, „Voice“, „Movie“ und „Night“. Der Nachtmodus beispielsweise trennt die Frequenzen so, dass der Nachbar nicht jede Filmexplosion miterlebt. Die Modi sind ganz nett, ein wirklicher Unterschied ist bei den Weiteren jedoch nur für geübte Ohren hörbar. In allen Modi hört sich die Soundbar gleich gut an. Die Einstellungen mit einem Knopfdruck auf der Fernbedienung tätigen zu können, ist praktisch. Man möchte sich schließlich nicht für jeden Film in einem Menü rumquälen. Die rudimentäre Bedienung kann auch über Tasten an dem Gerät erfolgen.

Dynamore Ultra ist eine der Funktionen, die die Soundbar erst so richtig interessant machen. Die Klangweite und räumliche Ausdehnung per Knopfdruck anzupassen ist super praktisch und kinderleicht. Das Klangbild weitet sich auf eine etwas größere Raumdistanz aus. Das führt dazu, dass es auch wirklich am Sofa ankommt – und das unüberhörbar besser als vorher. Die beim ersten Eindruck beschriebene Enttäuschung löst sich schnell auf. Der Sound wird mit dem System in alle Richtungen ausgegeben und vom Raum umgeleitet. Auf diese Weise ist sowohl die räumliche Akustik als auch der Klang ab einer mittleren Entfernung (ca. 3m) deutlich besser.

Positiv fallen mehrere kleine Features der Soundbar sowie die durchdachten Designelemente auf. Beim Neustart resettet sich die Lautstärke, sodass einem je nach Vorhörer nicht direkt die Ohren bluten. Kleine rote Kabelschlaufen an der Rückseite bündeln die Kabel praktisch. Der Subwoofer kann per Knopfdruck angepasst werden (+/-). Der Benutzer kann mit der Fernbedienung zwischen den Eingängen „TV“, „Bluetooth“, „HDMI“, „AUX“ und „OPT“ wechseln.

Der Klang

Quelle: Teufel

Bei längerem Test punktet der Klang in allen Bereichen. Die anfängliche Enttäuschung ist mit der Dynamore Ultra Funktion ausgebügelt. Es ist ein Unterschied wie zwischen Himmel und Hölle. Die acht Mitteltöner (44-mm) und zwei Hochtöner (20-mm) leisten trotz vergleichbar kleiner Größe gute Arbeit. Der 20l große Subwoofer strahlt nach unten aus (Downfire-Subwoofer). Das kann man gut oder schlecht finden. Zwar leidet die Richtcharakteristik der Tieftöne, jedoch ermöglicht das System eine gleichmäßige Abdeckung des Raums. Der 165-mm-Tieftöner gibt dem Duett jedenfalls eine gute Grundlage.

Quelle: Teufel

Die Richtcharakteristik der zehn Chassis kann beim Test überzeugen. Alle Sitzpositionen in mittelgroßen Räumen können gut hören. Es gibt kein Hintergrundrauschen und keine Störgeräusche. Auch in stillen Sequenzen ist der Klangausgang rein.

Musikalisch punktet Teufels Fernsehbox insbesondere bei Hip-Hop, Techno, House, Electro usw, also bei basslastigeren Genres. Für Fußballabende und kleine Feiern in der Wohnung ist sie allemal kräftig genug. Insbesondere überzeugt sie bei Blockbustern. Filme und Serien wertet sie eindrucksvoll auf, das gilt für ruhigere sowie Actionszenen gleichermaßen. Die Qualität reicht, um Kinofeeling aufkommen zu lassen. Die Cinebar löst auch die Test-Filmmusik aus Game of Thrones, Batman, Interstellar und True Detective respektabel auf.

Mit der Cinebar Duett hat man keine High-End-Musikanlage, aber eine multifunktionale Soundbar für diesen Preis und mit diesem Klang – da geht nicht viel mehr. Sie kann im Test für Musik und Heimkino gleichermaßen hoch punkten. Das Gesamtbild des Klangs ist ausdifferenziert und präzise. Einzelne Klangelemente können gut voneinander unterschieden werden (etwa Stimmen in Filmen). Die Mitten und Höhen sind gut, die Tieftöne sehr gut. Der Ton wird, was selten für Soundbars ist, vielen Musikgenres gerecht. Die Klangelemente sind gut aufeinander abgestimmt, das Gesamtklangbild ist oberklassig.

Cinebar Duett schwarz
Quelle: Teufel

Kritik

Die Cinebar Duett ist als Soundbar der oberen Mittelklasse klanglich sehr gut. Audiophile Nutzer sollten zum Hören von Musik dennoch zu Boxen mit mehr Volumen greifen. Die Cinebar ist eine Kompaktlösung und kann nicht mit Lautsprechersystemen auf hohem Niveau konkurrieren. Im Vergleich hierzu zeichnen die Höhen unsauber, die Schwächen sind insbesondere in der Klassik und ruhigeren Passagen hörbar. Die Frequenzen könnten sauberer getrennt werden und es fehlt ihr trotz Dynamore an Volumen. Auch bei der Funktionalität der Fernbedienung ist noch Luft nach oben. Die Bedienung ist einfach und funktional für Jedermann, könnte aber ein größeres Funktionsspektrum aufweisen. Hinzu kommen Kleinigkeiten wie fehlende Abspielmöglichkeit für USB und das nicht-im-Lieferumfang-enthalten-sein eines Kabels. Der Schalldruck reicht – nachvollziehbarerweise – für größere Räume nicht aus.

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Marlon

Meine Begeisterung für Gaming und meine Neugierde für Hardware führten mich 2015 zu Basic-Tutorials. Neben eigenen Projekten im Bereich CS:GO entwickelte ich Interesse am Verfassen einiger Beiträge für den Blog. Dieser gibt mir fortan eine Plattform, um unverfälschte Produkttests und News über für mich ansprechende Themen zu verfassen. Ich gebe gerne Hilfestellungen und entwickle eigene Rezensionen.

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