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Bluetooth-Lautsprecher Teufel Rockster Cross im Test

Ausstattung

Die Ausstattung ist Teufel-typisch gut bis sehr gut, offenbart aber auch ein paar kleinere Mängel.

Zuerst einmal sei da die Powerbank-Funktionalität genannt. Wie sag ich es nett, 0.5 A Ladestrom sind in der heutigen Zeit unzeitgemäß. Das liefert jeder USB Anschluss und führt leider zu Ladezeiten jenseits von gut und böse. Selbst kleine Powerbanks für 7 Euro liefern teils schon 2A Strom. Für den Notfall OK, es wäre aber mehr drin gewesen.

Auch der Lieferumfang ist bescheiden. Das Gehäuse ist nett gummiert und daher recht robust und widerstandsfähig. Dennoch wäre gerade bei dieser unkonventionellen Designsprache, eine kleine (Trage)Tasche sinnvoll gewesen. So hätte der gute Teufel Rockster Cross perfekt geschützt vor Schmutz und Kratzern reisen können.

Was der Kleine – mit dem großen Klang – aber bietet, ist ein Schutz vor Feuchtigkeit und Spritzwasserschutz nach IPX5. Ein Bad sollte er dennoch nicht nehmen.

Als letztes sei noch der Tragegurt erwähnt, mit dem man das Teil herumtragen kann. Aus Stoff und gut verarbeitet, ist er stabil und eine sinnvolle Ergänzung.

Was mir wirklich fehlt, ist die Software-Seite und das kostet den Teufel einige Punkte. Keine App zur Steuerung, keine WLAN Einbindung, keine Anpassung der Klangparameter an den individuellen Geschmack.

Klang, Dynamik und Lautstärke

Es ist leicht beim Klang zu schreiben super und gut und fetter Bass und Dynamik. Leider ist das mit dem Klang nicht so einfach.

Für alle, die sich nicht so sehr damit beschäftigen, ein kleiner Crashkurs. In Innenräumen ist letztlich jedes Möbelstück, Teppich oder Laminat oder die Raumgröße dafür entscheidend, wie es klingt. Dann gibt es noch verschiedene Musikstile mit langen Bässen wie Hip Hop oder eher trockenen, kurzen Bässen, die man oft bei elektronischer Musik findet. Weiter geht es um Ausgewogenheit bei den Höhen, Mitten und Tiefen und der Stimmwiedergabe. Also hängt es davon ab wie der Raum ist und was Du hörst. Ebenfalls zu beachten ist, wo im Raum aufgestellt wird. Mitten im Raum kann es ganz anders klingen als in einer Ecke. Dann muss aber zusätzlich geschaut werden, wie sich der Lautsprecher bei verschiedenen Lautstärken anhört. Zusammengefasst – es gibt etliche Faktoren und deren Zusammenspiel entscheidet zu einem großen Teil über den Klang. Glücklicherweise hat Teufel hier einige gute Kompromisse gefunden. Wir teilen den Klang zur besseren Übersicht nach Anwendungsszenario auf.

Innen

Als ich den Rockster Cross aus der Verpackung befreite und direkt mit dem Smartphone koppelte, war ich vom Klang ein wenig enttäuscht. Ich hatte vorab Tests überflogen und vom guten Bassfundament gelesen und in meinem 35 qm Zimmer klang das so gar nicht danach. Es war insgesamt gut, laut und ausgewogen. Fetter Bass hatte ich aber anders verstanden. Getestet habe ich jeweils ,,Animals“ von Martin Garrix, ,,Bubble Butt“ von Major Lazer, etwas Popmusik und zur Beurteilung der Stimmwiedergabe das von Rosie Delmah gesungenen Reggae Cover von Adeles ,,Hello“.

Außen

Wie das so mit den meisten Lautsprechern im Außenbereich ist, lässt die Leistung auf freier Fläche schnell nach. Gerade Höhen verblassen sehr schnell und daher ist es sehr löblich, dass der Cross eine Funktion zum Anheben eben jener, schnell verschwindender Höhen bietet. Dazu kommt der schon oben erwähnte Effekt, dass Bass und Klangvolumen in der Nähe von Wänden zunehmen. Auf dem kleinen Partyabend und auch beim Basketballspiel der Kids performte der Teufel sehr gut. Wie so oft heutzutage würde man einen solchen Sound und Bass bei viel größeren Lautsprechern vermuten.

Akku und Laden

Einen hervorragenden Akku mit einer Ausdauer von bis zu 16 Stunden verspricht Teufel. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, die Laufzeit im Detail zu messen, aber sie war fantastisch. Nie hatte ich den Eindruck, dass er schnell leer war. Ich kam Stunde um Stunde und Tag um Tag mit dem Akku aus. Perfekt für Festivals. Zusätzlich bietet er auch eine Powerbank-Funktion.

Einzig, dass ein proprietärer Ladeanschluss verwendet wird, missfällt mir. Das ist bei Geräten mit solch potenten Akkus durchaus üblich und ich mag dafür nichts in der Wertung abziehen. Die Ladezeit ist mit drei Stunden voll im Rahmen. Gute Arbeit, Teufel!

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Stefan Bumann

Etwas älter aber seit Jugendzeiten in Sachen Hard- und Software dabei. Studiere aktuell Informatik an der Universität zu Lübeck. Erste Konsole: Atari 2600 Erster Rechner: Amiga 600 Erster PC: 486 SX 25 Erster Handheld: GameBoy Original

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