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„The Surge“ im Test – Lasst die Roboterbeine fliegen!

Trotz interessanter Charakterentwicklung lässt das Questdesign zu wünschen übrig

Werft stets einen Blick auf Warrens Ausdaueranzeige sowie die dazugehörige Energieleiste, die nicht nur eure Gesundheit widerspiegelt, sondern den Kämpfen auch eine taktische Note verleiht. Denn mit der ausreichenden Energie könnt ihr bestimmte Implantate einsetzen, die die Kernleistung von Warrens Exoskelett erhöhen und euch interessante Spezialfähigkeiten schenken. So könnt ihr eure Lebenspunkte nachhaltig auffüllen, Warren Angriffskraft pushen oder etwa seine Ausdauer im Kampf optimieren. Sämtliche Areale sind abwechslungsreich gestaltet und versprühen durch die Kombination aus Schrott und Stahl eine kalt-düstere Stimmung. Ihr durchforstet Biolabore, schleicht durch riesige verlassene Hallen, erkundet verzweigte Gänge oder besucht lichtdurchflutete Gewächshäuser. Und wenn auch die verschachtelten Level mit einer eindrucksvollen Architektur punkten, glänzt das Questdesign mit nur wenig Ideenvielfalt. Auch die Story dümpelt eher leise vor sich hin und interessante Dialoge sind nur selten im Laufe des Geschehens vorzufinden.

Balance: Knallhart und dennoch fair

Wenn auch The Surge mit nur einem knallharten Schwierigkeitsgrad auskommt, wird es doch zu keinem Zeitpunkt unfair. Genre-Profis werden dank der hohen Ansprüche voll auf ihre Kosten kommen und sich schweißtriefend durch die Gegnermassen zocken. Einsteiger der Serie werden jedoch viel Geduld aufbringen müssen, um die ersten Stunden mit Erfolg zu überstehen und sich in den knallharten Bosskämpfen zu bewähren. Eine weitere knackige Hürde ist das Sterbesystem. Wer hier das zeitliche segnet, der startet beim Levelanfang nochmal neu. Freie Speichermöglichkeiten bietet das Game euch nicht an. Dennoch funktioniert genau dieses Spielkonzept auf ganzer Linie und verleitet einmal mehr dazu, die Gegner mit viel Geschick und Beobachtungsgabe zu analysieren.

Steuerung: Präzise und stimmig

In Sachen Steuerung lassen sich mit Maus und Tastatur sämtliche Gegner haargenau anvisieren und auch die Tasten lassen sich größtenteils frei belegen. So leitet ihr eure Spielfigur immer wieder galant durch das Spiel und könnt euch in stimmigen Gefechten richtig austoben.

Grafik und Sound: Ein dreckig-kaltes Flair, das so manche KI-Aussetzer ausmerzt

Optisch bewegt sich The Surge im guten Mittelfeld und besticht mit detailreichen Umgebungen, die das apokalyptische Flair in jeder Sekunde bestens einfangen. Scharfe Texturen, stimmungsvolle Licht- und Schatteneffekten sowie weiche Animationen trösten dabei auch über so manch kleinere KI-Aussetzer hinweg. Einen willkommen angenehmen Kontrast zu dem dreckig brutalen Setting liefert die ruhige Klaviermusik, die die einzelnen Passagen beinahe mysteriös untermalt.

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