Gehäuse Testberichte

Thermaltake Commander C33 TG ARGB im Test – Guter Airflow und hohe Lautstärke

Systembau im Thermaltake Commander C33 TG ARGB

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwenden wir einen AMD Ryzen 5 1400 auf einem MSI B350 PC Mate mit 16GB Crucial Ballistix Sport LT grau DDR4-2666. Für die Bildausgabe ist eine GTX 1060 6GB von Gigabte AORUS zuständig. Die Stromversorgung erledigt das nichtmodulare Berlin Pro RGB 650W mit RGB-Lüfter. Um die Verkabelung optisch noch etwas aufzuwerten, wurden zudem einzeln gesleevte Kabelverlängerungen von Phanteks verwendet.

Wie bereits vorher erwähnt wurde, ist der Innenraum sehr geräumig und erlaubt auch die Montage aktueller High-End-Komponenten. Für CPU-Kühler stehen maximal 180 mm und für Grafikkarten maximal 410 mm zur Verfügung. Nach kurzer Recherche auf einer Preisvergleichsplattform, gibt es keinen Kühler und keine Grafikkarte die nicht in diesen Midi-Tower passen würden. Ähnlich sieht es beim Netzteil aus. Verbaut man am Boden keine HDD, gibt es auch für die PSU keine Begrenzung.

Neben dem Support für Luftkühlung unterstützt das C33 auch Wasserkühlungskomponenten. So kann in der Front maximal ein 360 mm-Radiator und im Deckel maximal ein 280 mm-Radiator verbaut werden. Die Kompatibilität ist hier aber wie immer abhängig von der Höhe der RAM- bzw. VRM-Kühler.

Der Einbau des Mainboards und der Erweiterungskarten war schnell erledigt und auch mit großen Händen machbar. Etwas aufwendiger war die Montage des Netzteils. Dieses muss zuerst mit Hilfe von vier Schrauben mit der Netzteilblende verbunden werden. Anschließend wird das Netzteil mit Blende von hinten unter die Netzteilabdeckung geschoben und mit vier weiteren Schrauben am Korpus befestigt. Hier hätte Thermaltake zumindest einen Teil der Schrauben durch Rändelschrauben ersetzen können.

Im Weiteren gab es mit der Verkabelung allerdings keine Probleme. Selbst mit den Kabelverlängerungen sehen Vorder- und Rückseite sehr aufgeräumt und herzeigbar aus.

Das Montagesystem für die Festplatten erfordert zwar die Verwendung eines Schraubendrehers, erfüllt den Zweck aber ganz gut. Dadurch dass die Metallschlitten aber direkt auf dem Mainboard-Tray liegen, gibt es keine Entkopplung. Bei schnell drehenden Datenträgern könnte es also zu einer Schwingungsübertragung an der Korpus kommen.

Wie bei jedem Review darf natürlich auch der Temperaturtest nicht fehlen. Dazu habe wurde bei einer Raumtemperatur von 19,5 °C 15 Minuten lang Prime95 und Furmark ausgeführt und mit dem CPUID HWMonitor anschließend die Temperatur von Prozessor und Grafikkarte ermittelt. Wie man der nachfolgenden entnehmen kann sind die Temperaturen absolut im grünen Bereich. Der Airflow im Inneren ist sehr hoch.

Lüftergeschwindigkeit
Temperatur
CPU: 100%
Gehäuselüfter Front: 100%
Gehäuselüfter Heck: 100%
CPU: 50 °C
GPU: 61 °C
CPU: 50%
Gehäuselüfter Front: 100%
Gehäuselüfter Heck: 50%
CPU: 56 °C
GPU: 61 °C

Dieser hohe Airflow hat allerdings eine große Nebenwirkung. Die zwei Frontlüfter sind über proprietäre Anschlüsse direkt mit der Steuerplatine verbunden und können in ihrer Geschwindigkeit nicht geregelt werden. Da beide Lüfter schätzungsweise mit 800-1000 rpm drehen, erzeugt das deutlich hörbare und unangenehme Luftverwirbelungen. Das Gleiche gilt für den normalen Hecklüfter, wenn dieser mit seinen vollen 1200 Umdrehungen läuft. Immerhin verfügt der aber über einen 3-Pin-Anschluss und kann direkt mit dem Mainboard verbunden werden.

Beleuchtungsoptionen im Thermaltake Commander C33

Bereits auf dem Verpackungskarton wirbt Thermaltake mit A(dressable)RGB und einer Kompatibilität mit allen gängigen RGB-verfahren der verschiedenen Mainboard-Hersteller. Die Beleuchtungsgeffekte werden innerhalb des Gehäuses von den zwei Frontlüftern erzeugt und durch eine RGB-Platine auf der Rückseite gesteuert. Die RGB-Effekte können entweder durch den Knopf am I/O-Panel umgeschaltet oder über das Mainboard gesteuert werden. Dafür legt Thermaltake zwei verschiedene Anschlusskabel bei.

RGB-Steuerplatine

In der Platine sind bereits diverse Modi einprogrammiert. Neben den üblichen festen Farben gibt es auch diverse Rainbow-, Puls oder Farbwechsel-Effekte. Durch die enorme Größe der Lüfter ist die Beleuchtung auch durch das Meshpanel gut zu erkennen und wird die Herzen von RGB-Fans höher schlagen lassen. Abschließend noch ein paar Impressionen.

Was denkst du über das Thema? Hier geht es zu den Kommentaren!

Vorherige Seite 1 2 3 4Nächste Seite
Tags

Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

Related Articles

Back to top button