Hardware Testberichte

Thermaltake Level 20 VT im Test – Die „Pocket Rocket“ unter den Gehäusen?!

Systembau im Thermaltake Level 20 VT

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwenden wir einen Intel Xeon 1230v3 auf einem Gigabyte H87M-D3H mit 16GB RAM. Der Xeon wird durch einen LC-Power Cosmo Cool LC-CC-120 gekühlt. Für die Bildausgabe ist eine GTX 1060 6GB von Gigabyte AORUS zuständig. Die Stromversorgung erledigt das nichtmodulare Berlin Pro RGB 650W mit RGB-Lüfter. Um die Verkabelung optisch noch etwas aufzuwerten, wurden zudem einzeln gesleevte Kabelverlängerungen von Phanteks verwendet.

Bevor der Einbau aller Komponenten beginnen kann, empfiehlt sich zuerst die Demontage sämtlicher Seitenteile, der Leisten für Radiatoren und des Frontpanels. Anschließend hat man einen nahezu uneingeschränkten Zugriff auf den Innenraum.

Die Montage des Netzteils erfolgt in der unteren Kammer. Damit das PSU nicht nur an den vier Schrauben an der Rückseite hängt, liefert Thermaltake eine zusammensteckbaren Halterahmen mit. Hier ist die Anleitung allerdings etwas ungenau und es musste etwas experimentiert werden um die richtige Montageposition zu finden.

Ansonsten lief der Einbau aller Komponenten einwandfrei. Das Level 20 VT bietet Platz für 350 mm lange Grafikkarten und 185 mm hohe CPU-Kühler. Damit steht dem Einbau von aktuellen High-End-Komponenten nichts im Wege. Aber auch Vertreter aus dem Wasserkühlungsbereich dürften mit diesem Cube ihr Freude haben. So lassen sich im Innenraum bis zu drei 240 mm-Radiatoren gleichzeitig verbauen.

Nach dem Einbau und der anschließenden Verkabelung waren wir mit dem Gesamtergebnis allerdings noch etwas unzufrieden. Durch die fehlen Kabelöffnungen und den großen freien Bereich hinter dem Frontlüfter ließen sich die Kabel teilweise nur unzureichend verstecken. Dadurch wirkt der Innenraum etwas unordentlich.

Lässt man aber die Kabelverlängerungen weg und legt das ein oder andere Kabel unter dem Mainboard durch, kann sich das Gesamtergebnis durchaus von allen Seiten sehen lassen. Die Flachband-Kabel des Netzteils waren hier definitiv von Vorteil.

Der Einbau der Datenträger ist gut gelöst. Sämtliche Trays und der HDD-Käfig sind modular aufgebaut und können bei Bedarf komplett entfernt werden. Im HDD-Käfig erfolgt die Montage der Kunststoffrahmen mit eingebauten Gummiringen zur Entkopplung. Diese Rahmen unterstützen die werkzeuglose Montage von 3,5″-Datenträgern oder die Verschraubung von 2,5″-SSDs. Die Trays auf der rechten Gehäuseseite unterstützen jeweils ein 2,5″-Gerät. Durch die einseitige Verschraubung wackelt der verbaute Datenträger aber leider etwas hin und her.

Wie bei jedem Review darf natürlich auch der Temperaturtest nicht fehlen. Dazu wurde bei einer Raumtemperatur von 20 °C 15 Minuten lang Prime95 und Furmark ausgeführt und mit dem CPUID HWMonitor anschließend die Temperatur von Prozessor und Grafikkarte ermittelt. Der Test wurde in vier verschiedenen Szenarien durchgeführt und in der nachfolgenden Tabelle abgebildet.

Lüftergeschwindigkeit
Temperatur
CPU: 100%
Gehäuselüfter Front: 100%
CPU: 76 °C
GPU: 70 °C
CPU: 100%
Gehäuselüfter Front: 100%
Gehäuselüfter Heck: 100%
CPU: 71 °C
GPU: 70 °C
ohne Frontpanel
CPU: 100%
Gehäuselüfter Front: 100%
CPU: 68 °C
GPU: 68 °C
ohne Frontpanel
CPU: 100%
Gehäuselüfter Front: 100%
Gehäuselüfter Heck: 100%
CPU: 66 °C
GPU: 65 °C

Der Test zeigt, dass das Frontpanel zumindest in Bezug auf die CPU-Temperaturen einen negativen Effekt hat und den Airflow merkbar reduziert. Außerdem kann man erkennen, dass ein nachträglich installierter Hecklüfter die Temperaturen im CPU-Bereich bei angebrachten Frontpanel spürbar senkt. Denkt man über den Erwerb des Level 20 VT nach, dann sollte man also mindestens noch einen weiteren Lüfter mit in den Warenkorb legen. Ein Airflow-Wunder ist dieses Cube-Gehäuse dann aber immer noch nicht.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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