Hardware Testberichte

Toshiba TR200 im Test: Günstige SSDs für HDD-Umsteiger?

Vor längerer Zeit veröffentlichte KIOXIA – damals Toshiba Memory – die TR200, welche als Nachfolgemodell der vorherigen Einstiegsmodelle konzipiert war. Sie sollte als günstigstes Modell vor allem Menschen, die ihren PC-Speicher unkompliziert und wenig kostenintensiv aufrüsten und schneller machen wollen, ansprechen. Um den günstigen Preis zu ermöglichen, wurde auf einen DRAM-Cache verzichtet, was eine eher unkonventionelle Maßnahme darstellt. Doch nicht nur aus diesem Grund ist die TR200 interessant. Sie ist auch KIOXIAs erste SSD mit 3D-NAND der Generation BiCS3.

Technische Daten

Formfaktor 2,5 Zoll
Verfügbare Kapazitäten 240, 480, 960 GB
Cache keiner
Controller Toshiba TC58NC1010
Chipart TLC (3D, 64 Lagen) NAND, 256 Gbit
Lesen (lt. Hersteller) 555 MB/s
Schreiben (lt. Hersteller) 540 MB/s
MTTF 1,5 Millionen Stunden
TBW 60, 120, 240 TB (je nach Speicherkapazität)
Herstellergarantie Drei Jahre
Lieferumfang SSD, Software “OCZ SSD Utility”, Garantie- und Installationshinweise
Preis

Testsystem

Benchmark

Alltagserfahrungen

KIOXIA hat durch den Verzicht auf einen DRAM-Cache einen vergleichsweise niedrigen Preis erreichen können, was die SSD für Einsteigende sowie für Menschen, die großen Wert auf den finanziellen Aspekt ihrer technischen Ausstattung legen, interessant macht. Ferner wird durch den Verzicht ein im Vergleich mit ähnlichen Produkten, die mit DRAM-Cache ausgestattet sind, geringerer Stromverbrauch erreicht, was das Gerät nachhaltiger und seinen Betrieb günstiger macht.

Der DRAM dient für gewöhnlich der Zwischenspeicherung der Mapping-Tabelle, in welcher festgeschrieben wird, wo, das heißt in welchen Bereichen des NAND-Flashspeichers, Daten abgelegt wurden. Fehlt der DRAM nun, kann dort auch keine Mapping-Tabelle zwischengespeichert werden. Diese muss dann auf den SRAM und auf den NAND-Flashspeicher verteilt werden. Da der NAND-Speicher weitaus langsamer ist als DRAM und SRAM, geht diese Art der Speicherung mit Leistungseinbußen einher. Was in der Theorie sehr abstrakt und wenig interessant klingt, ist auch in der Praxis spürbar. Das Kopieren von größeren Datenmengen dauert vergleichsweise lang.

Das soll jedoch keineswegs bedeuten, dass die TR200 nicht alltagstauglich ist. Im Normalfall funktionierte alles ohne größere Probleme. Fairerweise sollte hier jedoch darauf hingewiesen werden, dass von einem günstigen Einstiegsmodell, das sich preislich unter den allermeisten Konkurrenzprodukten bewegt, kaum grandiosen Leistungen erwartet werden können. Die kleinen Schwächen waren also durchaus erwartbar.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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