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Ubuntu für Smartphones und Tablets von Canonical gestoppt

Der Entwickler Canonical hat die Weiterführung von Ubuntu für Tablets sowie für Smartphones gestoppt. Damit reagiert Mark Shuttleworth – der Chef des Distributors dieses Open-Source-Betriebssystems – auf die fortlaufende Talfahrt des Desktop-Konzeptes, welches bereits seit einigen Jahren verfolgt wird. In gewisser Weise soll durch den Schritt von Shuttleworth – der zunehmend in der Kritik steht – vor allem die Community von Ubuntu profitieren. Zwar können mit den Linux-Systemen von Ubuntu zukünftig keine kommerziellen Desktops mehr genutzt werden, dafür jedoch das Hauptaugenmerk nunmehr auf der Community-Stärkung liegen.

Das bedeutet das Ende der Entwicklung von Canonical

Betroffen von der Entscheidung des Entwicklers Canonical, dessen Vorsitzender Shuttleworth ist, sind neben der Desktop-Ausführung Unity 8 auch sämtliche Smartphones sowie Tablets. Ursprünglich sollten 2017 und 2018 noch einige neue Modelle gelaunched werden. Davon an Canonical jetzt Abstand genommen. Es werden vor allem wirtschaftliche Gründe für diese Entscheidung genannt, die von den meisten Community-Mitgliedern von Ubuntu überaus positiv aufgenommen wurde. Schließlich soll nach kurzer Überbrückungszeit bereits die Gnome-Umgebung für verschiedene Desktops genutzt werden können – na immerhin.

Shuttleworth und Canonical zeigen sich enttäuscht

Für Shuttleworth war die Entscheidung, die Canonical-Entwicklungsbereiche für Desktop, Laptop und Tablet einzustellen, alles andere als leicht. Ubuntu gibt es erst seit 2004. Es wurde vor allem aus einem Grund ins Leben gerufen: im Gegensatz zu anderen Linux-Systemen sollte mit dieser Umgebung eine einfache Nutzung am Desktop sowie auf anderen Endgeräten ermöglicht werden. Im Vergleich zu Konkurrenten wie Suse und auch Red Hat wird Ubuntu kostenlos zur Verfügung gestellt. Daher waren es vor allem die neuen Hardwaregeräte von Canonical, auf die Shuttleworth seine Hoffnungen setzte.

Unser Fazit und weitere Informationen zum Entwicklungsende von Canonical

Canonical selbst wird natürlich auch in Zukunft noch als Sponsor von Ubuntu zur Verfügung stehen. Wegfallen werden einzig und alleine die Entwicklungen von Nachfolgemodellen der Smartphones und Tablets. Somit kann sich Mark Shuttleworth – selbst einst bekannter Weltraumtourist und Fan besonders ausgefallener Geschäftsideen – weiterhin auf etwas weniger gewöhnliche Mammutprojekte konzentrieren. Dennoch bleibt anzumerken, dass der Schritt von Shuttleworth zwar einiges an Unterstützung erfährt, sich der eine oder andere Ubuntu-User sicherlich zukünftig dennoch vom Unternehmen samt seinem Sponsor abwenden wird.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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