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Unitymedias öffentlicher WLAN-Hotspot „Plan“ abgemahnt!

Viele Menschen freuen sich über öffentliche WLAN-Hotspots, egal ob im Kaffee oder in der Stadt! Deshalb hatte Unitymedia eine Idee, wie sie ein großes flächendeckendes WLAN-Hotspot Netz aufbauen können. Jedoch wurde das Unternehmen nun von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen abgemahnt.

Die Idee eines deckenden WLAN-Hotspot Netzes scheint eine gute Idee zu sein, wieso wird Unitymedia nun abgemahnt? Hier beruft sich die Verbraucherzentrale auf die Durchführung des Planes, denn Unitymedia möchte keine eigenen Hotspots neu erstellen, sondern die Router ihrer Kunden zu öffentlichen Hotspots umpolen.

Allgemein hört sich das nicht sehr schlimm an, jedoch kritisiert die Verbraucherzentrale die Art von Unitymedia, wie sie das Ziel erreichen wollen, denn die Kunden wurden nur per Post informiert, dass ihre Router nun zu einem öfentlichen WLAN-Spot werden.

Rein rechtlich bestehen hier auch Fragen, denn durch die Erweiterung des Routers zu einem öffentlichen WLAN-Hotspot, wird das bestehende Vertragsverhältnis zwischen Unitymedia und den Kunden verändert. Heißt, dass normalerweise, die Kunden selber entscheiden müssten, ob sie ihren Router zu einem WLAN-Hotspot mit einrichten wollen oder nicht, denn die Kunden haben die Vertrags- und Inhaltsfreiheit. Desweiteren hat Unitymedia gefordert, dass Kunden ihre Router nur noch ausschalten dürfen, wenn sie einen Neustart vornehmen. Diese Klauseln wurden von der Verbraucherzentrale auch abgemahnt.

Seid ihr davon betroffen und möchtet diese Erweiterung nicht? – Die Verbraucherzentrale rät euch, der Erweiterung im Online-Kundencenter oder telefonisch zu widersprechen!

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Hubert Mateus

Hubert Mateus ist mein Name und ich komme aus dem idyllischen München! Ich studiere die Rechtswissenschaft und die Volkswirtschaft dual und bin ein wahrer Fanatiker vom "Eigenen Schreiben". Dies war der Grund, weshalb ich mich bei Basic-Tutorials gemeldet habe und hoffe natürlich auf eine nette Zusammenarbeit!

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2 Comments

  1. Ich bin eigentlich schon lange sehr zufriedener Unitymedia Kunde, doch beim Erhalt dieses Schreibens mußte ich dann auch etwas mit den Ohren schlackern. Erst relativ weit unten im Text steht nämlich die Info, dass man automatisch als WLAN Hotspot eingestellt ist und dies aber im Kundencenter abstellen kann (dann darf man natürlich selbst auch diese Funktion nicht bei anderen Unitymedia-Kunden-Hotspots nutzen ^^). Bis dahin liest es sich aber eher als Werbung und fängt damit an dass Unitymedia jetzt großflächig in Deutschland ein Hotspot Netz aufbauen will und was das einem dann für Vorteile bringt. Viele werden das Schreiben nach den ersten paar Zeilen als Werbung abtun und dann einfach weglegen, ohne es ganz gelesen zu haben und dann im Sommer unwissentlich ihren Zugang zur Verfügung stellen. Mal ganz davon abgesehen dass man ja nicht umsonst alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen trifft, damit eben nicht Fremde auf die eigene Hardware zugreifen können, kommt mir diese Vorgehensweise doch schon sehr bevormundend rüber. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß, aber ich lege die Sicherheit meines Heimnetzwerkes doch nicht ohne Einflußmöglichkeit in die Hände von meinem Provider (der ja immerhin Zwangsrouter von technicolor installiert hat, deren vorinstalliertes WLAN-Paßwort mit nicht allzu viel Aufwand geknackt werden konnte). Klar, das Signal ist von meinem getrennt, trotzdem ist es ein weiteres unnötiges Einfallstor. Da wir im Haus mit 3 Parteien bei Unitymedia sind, kämen dann auch noch 3 weitere WLAN Signale hinzu, die bis nach draussen funken müssen. Ein wenig blauäugig ist es dann doch zu denken, das würde die vorhandenen Netzte nicht mal ein klein wenig stören. Und was ist bei den Kunden die die derzeit maximale Bandbreite, die bei ihnen anliegt gebucht haben, wie will man denn beim Maximum dann noch zusätzliche Bandbreite freigeben? Alles ein wenig zu vage für meinen Geschmack. Ich habe darum direkt im Kundencenter den Schalter umgelegt und werde nicht Teil des Unitymedia Hotspot-Netzes werden, auch wenn ich bisher wie gesagt mit dem Anschluss sehr zufrieden bin.

  2. Ich bin selber nicht bei Unitymedia, regele aber die Angelegenheiten mit UM für meine Mutter. Da sie bei einer Wohngesellschaft wohnt, war sie in dem Fall noch nicht einmal in der Wahl des Anbieters frei, da beginnt schon das grundsätzliche Ärgernis. Dann bekommt man eine alte Fritzbox aufs Auge gedrückt, die eh immer viel zu spät upgedatet wird und dauernd nur Probleme verursacht. Übrigens muss man seit einiger Zeit sogar für die WLAN Freischaltung dieses Routers extra bezahlen, die Dreistigkeit kennt anscheinend keine Grenzen.

    Zudem ist es bei UM genau so, wie sicher fast bei jedem Provider, man bekommt nicht annähernd die versprochene Bandbreite, da die ja schlauerweise so definiert ist, daß sie an den örtlichen Gegebenheiten liegt. Erstaunlich, daß man nicht in vollem Umfang liefern kann, aber vor Ort noch ordentlich Kapazitäten für Fremde übrig hat. Und während der 4 Wochen Sommerurlaub darf man den Router zudem auch noch in Betrieb halten und die Stromkosten zahlen. Überdies ist das eh nur von irgendeinem Belang, wenn man in einem X-Parteien-Haus wohnt, denn ich kenne jede Menge Leute, die schon in ihren eigenen Häusern Probleme haben, WLAN im 1. Stock bereitzustellen ohne Repeater und nichtmal auf ihrer eigenen Terrasse anständig surfen können, wem soll das da also letztendlich was nutzen? Und das soll meine Mutter also machen, für den Fall, daß sie mal wo in einem Wohnbunker zu Besuch ist, wo der Nachbar zufällig so einen Hot Spot von UM betreibt? Ernsthaft? Darauf muß man erstmal kommen. Und wenn man die WLAN Leistung der Unitymedia Geräte verbessern würde, hat man dann auch gleich noch stärkere Strahlung in der eigenen Bude. Unabhängig davon, daß wir widersprechen, hoffe ich, daß UM damit grandios scheitert. Ich finde offenes WLAN prima, dafür kann man sicher direkt Funkmasten nutzen oder Cafés etc dafür bezahlen.

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