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USA: Verkehrbehörde droht Tesla mit Millionenstrafe

Teslas Autopilot wird derzeit von der US-Verkehrssicherheitsbehörde unter die Lupe genommen. Grund hierfür ist die steigende Zahl an Unfällen, die ganz offensichtlich auf den smarten Fahrassistenten zurückgeführt werden können. Das E-Auto-Unternehmen soll nun interne Details zur Funktionsweise herausgeben. Andernfalls droht eine saftige Strafe in Millionenhöhe.

Bis zum 22. Oktober Bedenkzeit

Die National Traffic Safety Administration (NHTSA) hat Tesla eine angemessene Frist gesetzt, um die empfindlichen Daten herauszugeben. Bis einschließlich 22. Oktober soll der weltweit erfolgreiche E-Auto-Bauer Zeit bekommen, um die Funktionsweise rund um den „magischen“ Autopiloten preiszugeben. Neben der Funktionsweise selbst soll außerdem kundgetan werden, welche Sicherheitsvorkehrungen das Unternehmen unter der Führung von CEO Elon Musk getroffen hat, um Fehlfunktionen und Unfälle zu vermeiden.

Hat Tesla ausreichend Sicherheitsmechanismen integriert?

Von größtem Interesse ist es für die NHTSA, ob Tesla ausreichende Sicherheitsmechanismen in den Autopiloten integriert hat und wie selbige funktionieren. Beispielsweise stellt sich die Behörde die Frage, wie Tesla Sorge dafür trägt, dass der Fahrer während des eingeschalteten Autopiloten auch wirklich die Augen auf der Straße behält. Auch bestimmte Sicherheitsgrenzen des Autopiloten möchte die Behörde für Verkehrssicherheit klären. All dies geschieht unter Maßgabe des Verdachtes, dass der E-Auto-Bauer möglicherweise ein wenig zu lax mit notwendigen Sicherheitsvorkehrungen umgeht.

Überaus fraglich sei es beispielsweise für die Behörde, wie der Autopilot sicherstellen möchte, dass er nur auf Autobahnen zum Einsatz kommt. Für andere Straßen ist er nämlich schlichtweg nicht zugelassen. Wirkliche Sicherheitsmechanismen und Einschränkungen gäbe es bei der Aktivierung nämlich nicht. Der Autopilot lässt sich immer und überall einschalten. Obendrein ist es für die Behörde wichtig zu wissen, wie viele Fahrzeuge Tesla mittlerweile in den USA verkauft hat. Nur so könne eine wirkliche Verhältnismäßigkeit zwischen „Autopilot-Unfällen“ und -Problemen im Vergleich zur Gesamtheit aller Fahrzeuge hergestellt werden.

Sollte sich Tesla dafür entscheiden, nicht rechtzeitig die angeforderten Informationen herauszugeben, wird es teuer für das Unternehmen. So hat NHTSA bereits angedroht, eine satte Strafzahlung von bis zu 115 Millionen zu verlangen, wenn Tesla nicht reagieren sollte. Dass die NHTSA früher oder später reagieren würde, dürfte für Tesla absehbar gewesen sein. Schließlich hat bereits im August eine offizielle Untersuchung der auffälligen Häufung von Autounfällen mit einer Teilnahme eines mit Autopiloten gesteuerten Teslas begonnen.

Bisher zwölf Unfälle

Die behördlichen Sicherheitsbedenken kommen nicht von ungefähr. Bislang wurden in den USA nämlich zwölf Unfälle registriert, bei denen eines der beliebten E-Autos mit aktiviertem Autopiloten mit Einsatzfahrzeugen zusammengestoßen ist. Angesichts der auffälligen Warnlichter, die von Polizei und Feuerwehr ausgehen, ist dies wirklich verwunderlich. Leider ist es bei diesen Kollisionen nicht nur zu Beschädigungen an den betroffenen Fahrzeugen gekommen. Insgesamt wurden 17 Menschen verletzt. Eine betroffene Person erlag sogar ihren Verletzungen. Bislang zeigt sich Tesla sehr kooperativ, was die Lösung des Problems angeht. So hat das Unternehmen beispielsweise dafür gesorgt, dass die Modelle Model 3 und Model Y ihre im Rückspiegel befindlichen Kameras aktivieren. Damit möchte man erreichen, dass unaufmerksame Fahrer besser erkannt werden.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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